Wirtschaftsinformatik (Subject) / Supply Chain Management (Lesson)

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Supply Chain Management

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  • Lieferketten Lieferketten (engl. Supply Chains) sind Netzwerke von Unternehmen, die vomerstem (Rohstoff-) Lieferanten bis hin zum (End-)Kunden in einer wirtschaftlichenBeziehung stehen
  • Eine Lieferkette wird grundsätzlich in zwei Teile untergliedert Eine Lieferkette wird grundsätzlich in zwei Teile untergliedert (Laudon et al.2010, S. 514). Der Upstream-Teil der Lieferkette umfasst alle Beziehungen zuLieferanten des Unternehmens sowie deren Steuerungsprozesse. Hierbei wirdnach primären (direkten Lieferanten), sekundären (Lieferanten von Lieferanten)und tertiären Lieferanten unterschieden. Der Downstream-Teil umfasst alle Unternehmen sowie deren Steuerungsprozesse, die für die Distribution von Produkten zum Kunden zuständig sind (z.B. Distributoren und Einzelhändler)
  • Herausforderungen für das Supply-Chain-Management x Durch eine weiter steigende Globalisierung der Weltwirtschaft nehmendie Entfernungen innerhalb der Lieferketten zu.x Durch eine weiter zunehmende Dynamisierung der Märkte verkürzensich die Produktlebenszyklen; gleichzeitig erhöhen sich Komplexität undDynamik der Lieferketten.x Durch steigende Kundenanforderungen entsteht der Druck, eine höhereProdukt- und Dienstleistungsqualität bei zugleich schnellerer Auftragserledigung zu erbringen.x Durch wachsenden Konkurrenzdruck sind Unternehmen zur Kostenreduktion gezwungen, indem sie die Effizienz ihrer operativen Prozesse(auch über Unternehmensgrenzen hinweg) steigern.x Durch die enge Verknüpfung und gegenseitige Abhängigkeit modernerLieferketten kann beispielsweise aus dem Ausfall einer Lieferung ein Produktionsstopp resultieren. Die Folge sind potenziell hohe zusätzliche Kosten sowohl für liefernde als auch für nachfolgende Unternehmen in derLieferkette
  • Supply-Chain-Management (SCM) Das Supply-Chain-Management (SCM) ist für das Management der Geschäftsprozesse einer Lieferkette vom ersten (Rohstoff-)Lieferanten bis hin zum (End-)Kunden zuständig
  • Unterschiede des Supply-Chain-Management zur Logistik x Das SCM betrachtet eine Wertschöpfungskette ganzheitlich vom Rohstofflieferanten bis hin zum (End-)Kunden (unternehmensübergreifende Perspektive) und nicht nur das eigene Unternehmen. x Das SCM legt einen starken Fokus auf Strategie und langfristige Planung. x Das SCM ist stärker in anderen organisatorischen Funktionsbereichen integriert (z.B. mit Produktion und Verkauf). x Das SCM ermöglicht einen effektiven Daten- und Informationsaustauschzwischen den Unternehmen der Lieferkette. Informationstechnologienfungieren dabei als wichtiges Unterstützungswerkzeug
  • Lieferkettenprozesse des SCM operativen Prozesse: Beschaffen, Herstellen, Ausliefern und Rückliefern taktischer Prozess: Planen
  • Wofür sorgen die operativen Prozesse Die operativen Prozesse sorgen dafür, dass benötigte Produktions- und Betriebsmaterialien für die Produktion und Weiterverwertung zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung gestellt werden. Dabei werden die Prozesse Beschaffen, Herstellen und Ausliefern in jedem Unternehmen der Lieferkette durchlaufen (bei einer mehrstufigen Produktion auch mehrfach innerhalb eines Unternehmens).
  • Prozesse des SCM Beschaffung Herstellung Auslieferung Rücklieferung
  • Was macht der taktische Prozess Der taktische Prozess der Planung gleicht vorhandene Ressourcen mit der benötigten Produktionsmenge ab, damit eine reibungslose Produktion sichergestelltwerden kann. Des Weiteren wird die Lieferkettenplanung mit der organisatorischen Finanzplanung abgeglichen. Strategische SCM-Prozesse wie beispielsweisedie Festlegung wichtiger Produktions- und Lagerstandorte für die gesamte Lieferkette sind dagegen kein Bestandteil des SCOR-Modells
  • Gründe für Lieferkettenineffizienzen Lieferkettenineffizienzen sind zumeist durch Knappheit an Produktions- und Betriebsmaterialien bei der Produktion und entsprechendem Ausfall der Produktion, nicht ausgelastete Produktionsstraßen, steigende Transportkosten oder zu hohe Lagerhaltungskosten begründet.
  • Bullwhip-Effekt: Bullwhip-Effekt: Ein leichter Anstieg derKundennachfrage nach einem speziellen Produkt kann dazu führen, dass im Lagereines Einzelhändlers ein höherer Sicherheitsbestand geführt werden soll. DerEinzelhändler bestellt in Folge eine größere Menge des Produkts vom Großhändler, um diesen im Sicherheitsbestand einzulagern. Der Großhändler gehtvon einem beständigen Anstieg der Nachfrage und nicht von einer einmaligenAufstockung des Sicherheitsbestands des Einzelhändlers aus und reagiert, indemer den Sicherheitsbestand in seinem Lager ebenfalls erhöht