36

Psychosomatische Medizin (Subject) / Sexuelle Funktionsstörungen Study Guide (Lesson)

10

This lesson was created by jillian.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Welche Störungsbilder fallen unter diese Rubrik? sexuelle Funktionsstörungen Störungen der Geschlechteridentität Störugnen der Sexualpräferenz Sexeulle Entwicklungs- und Orientierungsstörungen
  • Welche klinischen Unterformen werden nach ICD-10 der sexuellen Funktionsstörung zugeschrieben sexuelle Funktionsstörung Geschlechtsidentitätsstörung Störung der Sexualpräferenz Sexuelle Entwicklungs- und Orientierungsstörungen
  • Welche anderen Erkrankungen treten häufig bei sexuellen Funktionsstörungen auf? körperliche Krankheitsfaktoren Depression und Angststörungen Suchterkrankungen Persönlichkeitsstörungen
  • Welche klinischen Erscheinungsformen gibt es von sexuellen Funktionsstörungen nach DSM-IV? A) Geschlechtsidentitätsstörung B) Paraphilien (abweichende sexuelle Phantasien) Fetischismus, transvestitischer Fetischismus, Pädophilie, Exhibitionismus, Voyeurismus, Frotteurismus, sexueller Masochismus, sexueller Sadismus, nicht näher bezeichnete Paraphilie (Koprophilie, Nekrophilie) C) Sexuelle Funktionsstörungen  1. Störungen der sexuellen Appetenz (mit verminderter sex. Appetenz, mit sex. Aversion) 2. Störungen der sexellen Erregung (bei Männern, bei Frauen) 3. Orgasmusstörungen (weibliche Orgasmusstörungen, männliche Orgasmusstörungen, Ejaculatio parecox) 4. Störugnen mit sexuell bedingten Schmerzen (Dyspareunie, Vaginismus) 
  • Welche klinischen Erscheinungsformen gibt es von sexuellen Funktionsstörungen nach ICD-10? A) Störungen des Geschlechtsidentität  B) Störungen der Sexualpräferenz (Fetischismus, Fetischistsicher Transvestitismus, Pädophili, Exhibitionismus, Voyeurismus, Sadomasochismus, nicht näher bez. Störungen der Sexualpräferenz) C) Nichtorganische sexuelle Funktionsstörungen 1. Mangel/ Verlust v. sex. Verlangen/ sex. Aversion 2. Versagen genitaler Reaktionen (bei Frauen/ Männern)  3. Orgasmusstörungen (bei Frauenm/ bei Männern/ Ejaculatio praecox) 4. Nicht organische Dyspareunie/ Vaginismus
  • Wie können sexuelle Funktionsstörungen auch auftreten? aufgrund eines anderen medizinischen Krankheitsfaktors
  • Wenn sexuelle Funktionsstörungen aufgrund eines anderen medizinischen Krankheitsfaktors auftreten werden sie wie verschlüsselt? - Störungen mit verminderter sex. Appetenz bei der Frau aufgrund von zyklisch prämenstruellem Ödem - Störung mit verminderter sex. Appetenz beim Mann aufgrund von Skrotumöden - Erektionsstörung beim Mann aufgrund von sonstigen Peniserkrankungen - Dyspareunie bei der Frau aufgrund von Schmerzen und anderen Zuständen im Zusammenhang mit den weiblichen Genitalorgang und dem Menstruationszyklus  - Dyspareunie beim Mann afugrund von sonstigen männlichen Genitalerkrankungen
  • Was kann auch zu sexuellen Funktionsstörungen führen neben medizinischen Krankheitsfaktoren? Substanzen Alkohol, Amphetamine, Kokain, Opiate etc. 
  • Welche Fragen sollten Patient gestellt werden wenn man eine sex. Funktionsstörung vermutet? Wie äußert sich das aktuelle Problem? Welche konkreten Verhaltensweisen des Partners, welche Kognitionen, welche körperlichen Reaktionen und welche Emotionen treten im Zusammenhang mit den unschriebenen sexuellen Problemen auf? Wodurch wird das Problem ausgelöst (Gedanken, Partnerreaktion, äußere Bedingungen)? Wie sieht die Sexualität, das aktuelle Erelben und das Verhalten des Partners aus? Welche Formen von Körperkontakt, Zärtlichkeit und sex. Erelben werden als angenehm/ unangenehm empfunden?
  • Ursachen Ursache vielschichtig - individualpsychologische Konflikte - Beziehungsstörunen  - labile Selbstwertregulation - spez. Ängste und Befürchtungen (psy. Grundkonflikt) - Mangel an Wissen und Fertigkeiten - kulturelle Wertvorstellungen  - sexuelle Mythen 
  • Advertisement
  • Wie wurden sex. Funktionsstörungen früher verstanden als Hemmung mit deren Hilfe Ängste vermieden werden konnte 
  • Wie werden sex. Funktionsstörungen heute aus psychoanalytischer Sicht aufgefasst Abwehr von Ängsten Ängste beziehen sich auf: - spezifische Regungen - Emotionen - Selbstsicherheit - Identität - sexuelle Tabus - Befürchtungen im Zusammenhang mit Beziehungen (Selbstverlust, Ich-Fragmentierung) 
  • Bedeutung sex. Funktionsstörungen in Paarbeziehungen zeigt sich in Hinblick auf offene oder verdeckte Paarkonflikte  - Arrangement (Störung dient der gemeinsamen Angstabwehr) - Ambivalenzmanagement (Störung reguliert erträgliches Maß an Nähe und Distanz) - Delegation (Beeinträchtigungen an den Partner) - Wednung gegen den Partner (Störung als Aggressionskorrelat) 
  • Welche Bedeutungen kann eine sex. Funktionsstörung im Paarkonflikt haben? - Arrangement (Störung dient der gemeinsamen Angstabwehr) - Ambivalenzmanagement (Störung reguliert erträgliches Maß an Nähe und Distanz) - Delegation (Beeinträchtigungen an den Partner) - Wednung gegen den Partner (Störung als Aggressionskorrelat) 
  • Wieso können sexuelle Funktionsstörungen zu Einschränkungen im Alltag führen? 1. Vermeidungsverhalten mit Einschränkungen der Lebenqualität, sozialer Rückzug 2. Beeinträchtigung der Partnerschaft bis hin zu Trennungen und Belastung des familiären Gefüges 3. Selbstwert/ Identitätskrisen bis hin zu Suizidalität 4. Sekundärerer Suchtmittelgebrauch (vor allem Alkohol) und dessen Folgen 
  • Welche Therapieverfahren gibt es? 1. Psychotherapieverfahren 2. Pharmakotherapieverfahren 3. Kombinationsverfahren (Psycho- und Pharmakotherapie)
  • Welche Psychotherapieverfahren gibt es bei sexuelle Funktionsstörungen? 1. psychodynamische Psychotherapie 2. kognitive Verhaltenstherapie 3. Therapie nach Masters und Johnson 4. Therapie nach Arentewicz und Schmidt 5. Therapie nach H. Singer-Kaplan 6. Therapie nach D. Schnarch  7. Genusstherapie 
  • psychodynamische Psychotherapie Zentrum: - Berarbeitung unbewusster Abwehrmechanismus die zu dem sexuellen Symptom geführt haben  - Über-Ich Entlastung  Bei günstigem Verlauf: Abschwächung/ Aufhebung der Abwehrvorgänge Fokussiert auf den unbewussten Konflikt des Paares
  • kognitive Verhaltenstherapie verhaltensorientierte, direkte Sexualtherapie hat das Ziel alte Gewohnheiten zu ändern und neue Fertigkeiten durch Einüben entsprechender Techniken zu erlernen 
  • Therapie nach Masters und Johnson Patienten werden mit Unterstützung von feinfühligen Therapeuten so angeleitet, dass keine Angst ausgelöst wird und zunehmend intimer sexueller Umgagn miteinander eingeübt und möglich wird Unterricht in Sexualanatomie und -physiologie Techniken zur Angstreduktion Fertigkeits- und Kommunikations-Training Verfahren zur Änderung von Einstelllungen und Gedanken über Sex und die eigene Sexualität 
  • Therapie nach Arentewicz und Schmidt Therapieziele: - Selbstverstärkungsmechanismen auflösen - sexuelle Lerndefizite beheben - Bedeutung der sexuellen Störung für die Paarbeziehung verstehbar machen  - Partnerkonflikte bearbeiten  - ursächliche psychodynamische Konflikte und Ängste verstehbar machen und erklären 
  • Therapie nach H. Singer-Kaplan Ziele: - tiefer liegende Ursachen (intrapsychische und interpersonelle Konfikte) bearbeiten  - unmittelbare Ursachen als Auslöser für sexuelle Funktionsstörungen beseitigen oder mildern (Versagensängste, Vermeidungsverhalten, Selbstbeobachtung, destruktive erotische Atmosphäre) 
  • Therapie nach D. Schnarch fokussiert die individuelle persönliche Entwicklung (Differenzierung) beider Partner als Voraussetzung und Schlüssel zur Entwicklung des erotischen Potenzials zentral ist Aufhebung der Fusion des Paares aus der Differenz kann leidenschaftlicher Sex entstehen Ansatz ist nicht pathologisch und für normale Paare gedacht
  • Genusstherapie ursprünglich verhaltenstherapeutisches Konzept Ziel: unabhängig von einem vorliegenden Beschwerdebild direkt ein positives, gesundes und genussvolles Erleben und Handeln aufbauen positives Erleben mit allen 5 Sinnesbereichen: schmecken, riechen, tasten, schauen, horchen
  • Welche Pharmakotherapieverfahren gibt es? Antidepressiva (duale SNRI) Antidepressiva (MAO-Hemmer) Sexualhormone (Östrogene, Gestagene, Androgen, Antiandrogene) zentrale und periphere orale Eretika/ Dopaminagonisten
  • Was wird bei Kombinationsverfahren gemacht Psycho- und Pharmakotherapie
  • Effektivität und Nachhaltigkeit von Therapieverfahren primäre und globale Anorgasmie = überzeugende Wirksamkeitsnachweise  - beste Methode: directed masturbastion  - sensate focus und syst. Desensibilisierung überlegen  sekundäre/ situative Orgasmusstörung = niedrigere Erfolgsquoten, instabile Verbesserung  erektile Dysfunktion = besser für sekundäre als für primäre erektile Dysfunktion  Sexualtherapie = 
  • gute Wirksamkeit der Sexualtherapie bei primäre Anorgasmie der Frau Erektionsstörung des Mannes
  • wahrscheinliche Wirksamkeit bei sekundäre Anorgasmie der FRau Vaginismus vorzeitiger Ejakulation 
  • Schlechteste Effekte der Sexualtherapie bei Appetenzstörungen vorzeitigem Orgasmus sekundräer Erektionsstörung 
  • Advertisement
  • Sex. Funktionsstörungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen der menschlichen Sexualität 
  • Wie viele Menschen sind zumindest temporär von einer sex. Funktionsstörung betroffen? 1/3-1/2 aller Menschen 
  • Was ist die Prävalenzrate anhaltender Funktionsstörungen in der Durchschnittsbevölkerung? 10%
  • Prävalenz anhaltender sex. Funktionsstörungen in klinischen Populationen 50%
  • Geschlechterunterschied Männer sind häufiger als Frauen betroffen 
  • Was sind Störungen die komorbid auftreten? Depressionen  Angst Suchterkrankungen  PS somatische Ursachen