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Psychosomatische Medizin (Subject) / Unheilbare Erkrankungen Study Guide (Lesson)
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- Welche psychischen Störungsbilder fallen unter Unheilbare Erkrankungen Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen depressive Episdoe Angststörungen Fatigue (Ermüdungssyndrom)
- Welche Problematik ergebt sich im Feld der unheilbaren Krankheiten aus Sicht der Psychosomatik? 1. Vielgestaltigkeit der Symptomatik 2.Häufigkeit 3. Bedeutung
- Vielgestaltigkeit der Symptomatik - Problematik der unheilbaren Krankheiten aus Sicht der Psychosomatik oft ist keine klare Abgrenzung bzw. Zuordnung der Syndrome zu den psychsichen Störungen nach ICD-10 zu treffen nicht nur die syndromale Überlappung vieler psychischer Zustandsbilder ist zu beobachten sondern es gibt mitterlweise eine ganze Reihe neuer Symptombezeichnungen, z.b. Total-Distress-Syndrom oder Demoralisations-Syndrom
- Häufigkeit - Problematik der unheilbaren Krankheiten aus Sicht der Psychosomatik Bei körperlich Kranken gibt es gleiche 12-Monats-Prävalenzen von psychishen Störungen wie in der Allgemeinbevölkerung die Punkt-Prävalenz ist aber sehr abhängig von der Art der Erkrankung und dem zeitpunkt im Krankheitsprozess (Diagnosestellung, aktue Krise, Rezidiv, Terminalphase etc.)
- Bedeutung - Problematik der unheilbaren Krankheiten aus Sicht der Psychosomatik Die Auswirkungen komorbider psychischer Störungen bei schweren körperlichen Krankheiten sind vielfältig nicht nur die Lebensqualität ist beeinträchtigt, sondern oft ist der Krankheitsverlauf der körperlichen Krankheit selbst davon beeinflusst Bsp.: negativer Eifnluss der Depression auf den Verlauf einer schweren Herzinsuffizienz oder koronaren Herzerkrankung sowie Diabetes mellitus bekannt
- Komorbide psychische Krankheiten können bzgl der körperlichen Krankheit negativen Einfluss auf deren Verlauf nehmen
- Wie können psychisch belastete Patienten erkannt werden psychosziale Belastungen bei schweren bzw. unheilbaren Erkrankunngen werden in der Routineversorgung oft nicht erfasst, Screening-Instrumente sind daher sinnvoll um einer bio-psycho-sozialen, existenteillen und spirituellen Betrachtung schwerer körperlicher Krankheiten gerecht zu werden, wurde in Abgrenzung zu einer rein störungsbezogenen Betrachtung (psychische Belastung = Krankheit) zur globalen Erfassung von Belastung das Distress-Konzept entwickelt Gänige Screening-Instrumente sind - Distress-Thermometer 1-2 Minuten - Hospital-Anxietex-Depression-Scale (HADS-D) - 2 bis 6 Minuten
- Was wird bei schweren bzw. unheilbaren Erkrankungen oft nicht erkannt Was sollte daher eingesetzt werden psychsoziale Belastungen in der Routinetätigkeit Screening-Instrumente
- Was sind gängige Screenings-Instrumente und wie lange dauern sie? Distress-Thermometer 1-2 Minuten Hospital-Anxiety-Depression-Scale HADS-D 2-6 Minuten
- Welches Konzept wurde entwickelt? Warum? Distress-Thermometer (globale Erfassung von Belastung) - Abgrenzung zu einer rein störungsbezogenen Betrachtung - um einer bio-psycho-sozialen, existentiellen und spirituellen Betrachtung schwerer körperlicher Krankheiten gerecht zu werden
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- Wovon müssen die psychischen Beschwerden diagnostisch abgegrenzt werden? 1. körperlich bedingten Beschwerden (körperlich bedingte Beschwerden durch Chemo) 2. medikamentös bedingte Beschwerden (cortisoninduzierte Unruhe) 3. Wechselwirkung (z.B. kann ein psychisches Sympotm durch effektive Behandlung des körperlichen Symptoms therapiert werden)
- Differentialdiagnose Angst reaktive Angststörungen als Reaktion auf die lebensbedrohliche Krankheit und deren Behandlung Symptom- und behandlungsbedingte Angststörungen häufig durch unzureichende Behandlung von Schmerzen, Funktionsstörungen oder anderen somatischen Symptomen substanzinduzierte Ängste und Angststörungen vorbestehende Angststörungen (bei ca. 40% der Patienten)
- Demoralisation - was ist das? Demoralisierung ist ein Zustand der Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Verwirrung, subjektiv wahrgenommener Unfähigkeit, Isolierung und verminderten Selbstwertgefühls. Demoralisierung ist das Ergebnis der Unfähigkeit sich anzupassen, wenn externe Belastungen die individuelle Fähigkeit, die Lage zu meistern, übersteigen.
- Differentialdiagnose Depression und Demoralisation Depression: - Anhedonie und Apathie - unklarer Auslöser - Ansprechen auf Pharmakotherapie Demoralisation: - subjektives Versagen und Hilflosigkeit - verständliche Triggersituation - emotionale Schwingungsfähigkeit erhalten, Empfindung von Freude und Hoffnung möglich - Versagen antidepressiver Medikation
- Was ist bei Demoralisation erhalten, was bei der Depression nicht mehr vorhanden ist? emotionale Schwingungsfähigkeit, Empfindung von Freude und Hoffnung => bei der Depression Anhedonie
- Psychische Belastungsreaktionen bei Auftreten oder im Verlauf einer schweren, oft unheilbaren Krankheit sind eine normale Reaktion auf ein außerordentliches Lebensereignis bzw. Lebenssituation
- Welche Belastungen entstehen durch unheilbare körperliche Erkrankungen? - allgemin reduzierte Leistungsfähigkeit - Bedrohung der körperlichen INtegrität - langandauernde zunehmende Abhängigkeit - Ausgeliefertsein - Selbstwert erheblich beeinträchtigter Autonomieverlust - Trennung von der bestehenden Lebenswelt - Verlust des bisherigen sozialen Gefüges - realer sozialer Abstieg - Stigmatisierung - quälenden existentiellen Fragen (begrenzte Zukunftsperspektiven, verkürzten Lebenserwartung, Tod, Sterben)
- Bewältigungsmodelle Strategien um mit belastenden Ereignissen umzugehen Bewertungsprozesse und Bewältigungsstrategien (Coping) können funktinal oder dysfunktional sein es gibt keine per se richtig oder falschen Bewältigungsstile entscheidend sind individuelle Passung und das Ergebnis
- Was ist Krankheitsbewältigung/ Coping der bewusste und zielgerichtete Versuch, erwartete oder bereits bestehende krankheitsbedingte Belastungen (einschließlichh emotionaler Reaktionen) auf der kognitiven und/ oder Verhaltensebene zu reduzieren, auszugleichen oder zu verarbeiten
- Wie sind die meisten Bewältigungsmodell abgeleitet? aus der transaktionalen Theorie der Krankheitsverarbeitung nach Lazarus und Folkman
- Transaktionale Theorie der Krankheitsverarbeitung nach Lazarus und Folkman Stress = Produkt einer transaktionalen Beziehung zwischen Patienten und seiner Umwelt Von Bedeutung sind dabei: - subjektive Bedeutung der Situation - Einschätzung der zur Verfügung stehenden Reaktionsmöglichkeiten - Einsatz verschiedener Bewältigungsstrategien - Bewertung ihrer Effizien => Teil des Anpassungsprozesses ist es nicht erreichbare Ziele aufzugeben und neue zu formulieren
- Was sind wichtige Faktoren für den Umgang mit Belastungen? Krankheitsverarbeitung/ Bewältigung subjektive Krankheitstheroien (Kausalattributionen) und Kontrollüberzeugunen Ausmaß an sozialer Unterstützung
- Was wünschen sich die meisten Patienten? psychsoziale Unterstützung durch den sie behandelnden Arzt
- nach der integrierten patientenzentrierten Versorgung sollte die basale Versorgung bei Belastung durch wen erfolgen? den primären Behandler
- Wie kann die basale Versorgung durch den primären Behandler aussehen? patientenzentrierte Kommunikation mitbeinbezug der Angehhörigen Problem-Assessment (von welchen bedingenden und aufrechterhaltenden Faktoren hängt die aktuelle Belastung ab?) Adäquate Symptomkontrolle (Schmerztherapie, Antidepressiva etc.) Miteinbezug weiterer Heilberufler (Pysiotherapie, Ernährungsberatung etc.) Hinweis auf unabhängige Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen Indikationsüberprüfung für Überweisung/ KOnsil an psychosomatisch/ psychotherapeutisch tätige Ärzte und Psychologen
- Was sollte zunächst bei einem Patienten mit unheilbaren Krankheiten durchgeführt werden? Problem-Assessment und daraus die nächsten Handlungsschritte ableiten
- Wenn die akuten Belastungen/ psychischen Symptome nicht durch den Primärbehandler aufzufangen sind sind Experten hinzuzuziehen = ausgebilderte Psychotherapeuten stellen eine Beziehung zum Patienten her durch besonders geschultes Einfühlungsvermögen für deren Grundbedrüfnisse wählen selektiv Konflikte aus und vernachlässigen Andere Selbstentwicklung des Pateiten => Interventionen im Konsil- und Liasionsdienst eher kurz, maximal 5 Stunden
- Wie sind die Interventionen im Konsil- und Liaisondienst eher kurz, maximal 5 Stunden
- Was benötigen einige Patienten nach Abschluss ihrer somatischen Behandlung? Was gibt es für Möglichkeiten? anschließende oder längerfristige begleitende psychotherapeutische Hilfe spezifische ambulante Gruppentherapien, einzeltherapeutische Konzepte