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Psychosomatische Medizin (Subject) / Depression (Lesson)

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  • Was ist häufig störungsauslösend? Verlusterlebnisse Kränkungen
  • Psychodynamik der neurotischen Depression zentrale Bedeutung des Verlustes Realperson, Kränkung kein realer Tod, aber Verlust der Liebe der Bezugsperson Schuldgefühle Ich-Verarmung, narzisstisches Defizit Verlust der Selbstachtung Selbstanklagen Selbstschädigung 
  • Was hat in der Psychodynamik der neurotischen Depression und was ist damit nicht gemeint? Verlust --> kein realer Tod, aber Verlust der Liebe einer Bezugsperson 
  • Selbstanklagen durch strenges Über-Ich (gelten aber unbewusst dem Objekt) 
  • Wem gelten die Selbstanklagen unbewusst? dem Objekt
  • Wozu dienen die Selbstanklagen? dem Schutz des Real-Objektes vor der eigenen Aggression (dass man nicht aggressiv gegenüber der geliebten Person die einen kränkt reagiert) 
  • Das Ich ist psychodynamisch gesehen geschwächt; innre emotionale Leere und Selbstwertverlust
  • Psychodynamisch gesehen kommt es psychisch zu einem Blockadezustand (Grübeln, psychomotorische Hemmung) 
  • Was ist psychodynamisch nach dem Objektverlust? Affekte und Affektsignale haben keinen Sinn mehr, da der Adressat fehlt 
  • Wozu dienen die Selbstanklagen bei einem realen Verlust (kindliche Deprivation)? Schutz des Objektes Absicherung gegen weitere Verluste Objektkontrolle besonders eindrucksvoll in der suizidalen Objektbeziehung
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  • Differentialdiagnose biopolare psychotische Depression schwere körperlich erlebte Beeinträchtigung zyklischer Verlauf, tages-, jahreszeitliche Phasen plötzlicher Beginn rezidivierend, manische Phasen wahnhafte Systematisierung des depressiven Denkens familiäre Häufung, erbgenetische Disposition
  • Differentialdiagnose "Trauer" nach Objektverlust festhalten an libidinösen Besetzungen Realitätsprüfung erhalten: Verlsut, die Welt ist leer (nicht das Ich) Selbstwert erhalten, keien Ich-Verarmung oder innere Leere trauerndes Lösen der Objektbesetzung keine persistierenden Schuldgefühle, keine aggressive Hemmung keine unbewusst persistierenden ambivalenten Beziehungsaspekte Abschluss und Neuorientierung des Ich in andere Beziehungen
  • Was ist leer bei Depression, was bei Trauer? Depression = Ich Trauer = die Welt 
  • Epidemiologie - % Patienten mit schwerer Depression versterben durch Suizid - % depressiver Patienten weisen Suizidversuch auf - % depressiver Patienten haben Suizidgedanken - % der Suizidenten litten unter psychiatrischen Erkrankungen 15% 25% 70% 90% (40-70% davon unter Depression) 
  • Suizide nach Lebensalter und Geschlecht Suizide nehmen mit dem Alter zu genrell begehen Männer häufiger Suizid starker Anstieg ab 70er bei den Männern
  • Risikofaktoren für Suizidalität frühere Selbstverletzung, psychische Erkrankung Alter  soziale Isolation (Stadt mehr als auf dem Land) Arbeitslosigkeit kritische Lebensereignisse Unterschicht, Kriminalität Verfolgungs-/ Flüchtlingsstatus Männer
  • Stadien der Suizidalität Mäßige Suizidgefahr: 1. Erwägung (passive Todeswünsch) 2. Ambivalenz (Suizidgedanken, Suizidideen) Hohe Suizidgefahr 2. Ambivalenz (Suizidpläne, Vorbereitungen) 3. Entschluss (suizidale Hanldungen) 
  • 3 Phasen vor einem Suizid Erwägung Ambivalenz Entschluss
  • Stadiumsentwicklung Suizid passiver Todeswunsch Suizidgedanken und Suizidideen Suizidpläne, Vorbereitungen Suizidale Handlung
  • Depressionsbehandlung Antidepressiva = relativ niedrige Effektstärken Psychotherapie (TP, PSA, KVT) = hohe Effektstärken Sport (Ausdauer) Schlafentzug (kurzfristig, nicht nachhaltig) Lichttherapie (mind. 2500 Lux, weiß, 30 min morgens) EKT
  • Was sind mögliche Antidepessiva? Tri- und tetrazyklische Antidepressiva (TZA) selektive serotonin Rückaufnahme Inhibitoren (SSRI) MAO-Hemmer Lithium --> Bipolare Störung 
  • Was ist bei schweren Depressionen erste Wahl der Behandlung Antidepressiva zusammen mit Psychotherapieangebot
  • Nebenwirkungen Antidepressiva TZA = Müdigkeit SSRI = Antriebssteigerung sex. Funktionsstärkung vegetative Nebenwirkungen
  • Effektstärke Psychotherapie Besserungswahrscheinlichkeit Effektstärke unbehandelte KG 0,85-1,57 68%-76% 0,10
  • Wann sollte EKT angewendet werden? bei schwersten klinischen Zuständen 
  • Was passiert bei EKT? Kurznarkose, Muskelrelaxierung Oberflächenelektroden  rechte Hemisphäre (unilateral) stimuliert Rechteckstromimpulse unter 1ms Gesamtdauer unter 8 Sekunden  generalisierter Krampfanfall nach 30-90 Sekunden selbstständig sistierend (stoppend) 
  • wir2 Bindungstraining für alleinerziehende Mütter - Zielgruppe Alleinerziehende Mütter Kinder im Vor-/Grundschulalter
  • wir2 Bindungstraining für alleinerziehende Mütter Ziele Reduktion der mütterlichen Depressivität Stärkung der elterlichen Feinfühligkeit Stabilisierung der Mutter-Kind-Beziehung Trennung Paarkonflikt - Elternverantwortung Einübung sozialer Kompetenzen
  • wir2 Bindungstraining für alleinerziehende Mütter Konzept 20 Sitzungen mit 90 Minuten/ Woche 4 Module (Mutter, Kind, Familie, Alltag) 12-15 Mütter, Kinderbetreuung Bindungsorientiert, emotionsbezogen interaktioneller Gruppenprozess affektmobilisierung Perspektivwechsel
  • wir2 Bindungstraining für alleinerziehende Mütter Effekte Mütter: weniger depressiv, weniger psychisch und psychosomatisch belastet, kompetenter Umgang mit eigenen Emotionen, höhere Zufriedenheit mit der Beziehung zum Kind Kinder: Abnahme von Problemverhalten, Reduktion von Konflikten in der Mutter-Kind-Beziehung Zeitstabile Effekte: auch nach einem Jahr noch nachweisbar 
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  • Psychotherapeutische Behandlung der Depression (in Kombination mit TZA oder SSRI) Was ist das Ziel? Umwandlung der pathologischen Depression in gesunde Trauer, Selbstwertstabilisierung
  • Psychotherapeutische Behandlung der Depression (in Kombination mit TZA oder SSRI) Welche 3 Phasen werden durchlaufen? 1. supportive Phase 2. psychodynamische Phase 3. kognitiv-behaviorale Phase
  • Supportive Phase unbedingt Suizidalität prüfen bei schweren Depressionen auch Antidepressiva den Patienten empathisch entlasten, stützen, Hoffnung geben keine Konfliktaufdeckung (Deutung) in der akuten depressiven Phase Aufklärung der Angehörigen (z.B. Über Antriebsmangel und Suizidgefährdung) 
  • Was sollte in der akuten depressiven Phase nicht gemacht werden? Konfliktaufdeckung (Deutung) 
  • Psychodynamische Phase Identifikation der auslösenden Situation, Bearbeitung der Verluste und Kränkungen  Entlastung von Schuld- und Schamgefühlen interpersonale Konflikte und Defizite sowie dysfunktionale Beziehungsmuster thematisieren Beachtung und Bearbeitung aggressiver Wünsche auch im Übertragungsgeschehen 
  • Kognitiv-behaviorale Phase Veränderung dysfunktionaler Wahrnehmungen und Gedankenabfolgen Entwicklung angemessener Bewältigungsstrategien