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Psychosomatische Medizin (Subject) / PTBS (Lesson)
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- Was zählt zu den Erlebnisreaktionen? Aktue Belastungsreaktion PTBS Anpassungsstörungen
- Definition eines psychischen Traumas nach ICD-10 kurz oder lang anhaltende Ereignisse von außergewöhnlicher Bedrohhung mit katastrophalem Ausmaß die nahezu bei jdem tief greifende psychsiche Belastung auslösen würden
- subjektive Defintion eines psychischen Traumas - psychisches Trauma als ein Zustand der Überwältigung des Ich durch innere und äußere Kräfte - Zusammenbruch der Abwehr- und Bewältigungsmechanismen - Überflutung durch Informationen, die nicht bewältigt werden können
- zu was für einem Zustand kommt es bei einem psychischen Trauma? Zustand extremer Ohnmacht und Hilflosigkeit
- Was bricht bei einem psychischen Trauma zusammen? Abwehr- und Bewältigungsmechanismen
- Wie kann man Traumata klassifizieren? 1. einmalig, überraschen (Typ1) 2. kumulativ (Typ2) A. apersonal B. personal
- personale, Typ1 Trauma Unfälle, Naturkatastrophen
- apersonale, Typ2 Traumata Krieg
- personale, Typ1 Trauma einmalige Vergewaltigung Überfall
- personale, Typ2 Trauma wiederholte Vergewaltigung familiäre Gewalt Folter Geiselhaft KZ-Haft Krieg
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- Traumaassoziierte Störungsbilder - Einordnung zu den Traumaassoziierten Störungsbildern zählen 1. Akute Belastungsreaktion => darunter die Anpassungsstörung 2. Posttraumatische Störungsbilder => darunter die einfache PTBS Typ I und die komplexe PTBS Typ 2
- Akute Belastungsreaktion vorübergehende Störung bei einem psychisch nicht manifest gestörten Menschen Reaktion auf eine außergewöhnlihce psychische/ physische Belastung Ablinken innerhalb von Stunden oder Tagen individeuelle Vulnerabilität und Bewältigungsmechanismen modifzieren die Klinik
- Die Klinik der akuten Belastungsstörung - gemischtes und wechselndes Bild - initial Betäubung, Bewusstseinseinengung, eingeschränkte Aufmerksamkeit - Unfähigkeit Reize zu verarbeiten - Desorientiertheit - Rückzug aus der Umwelt bis hin zum dissoziativen Stupor - Unruhezustand und Überaktivität => Fluchtreaktion oder Fugue - vegetative Zeichen panischer Angst wie Tachykardie, Schwitzen oder Erröten - Symptomrückgang innerhalb von 2 bis 3 Tagen, oft innerhalb von Stunden - Amnesie möglich
- Was sind Synonyme für die akute Belastungsreaktion? Krisenreaktion Kriegsneurose Krisenzustand psychischer Schock
- Wie lange dauert die akute Belastungsstörung an? von einigen Stunden bis hin zu 2 bis 3 Tagen
- Akute Belastungsreaktion äußert sich in Schreckreaktionen, Angst, Reizbarkeit psychomotorische Agitation psychomotorische Verlangsamung Apathie, Rückzug Depressionen Verwirrtheitszustände Schmerzsymptome funktionelle gastrointestinale Beschwerden aggressive und feindselige Reaktionen Intrusionen peritraumatsiche Dissoziation
- Dauer von akuten Belastungsstörungen Stunden bis Tage, seltener mehrere Wochen spontane Rückbildung
- Der Beginn einer akuten Belastungsstörung während oder unmittelbar nach dem Ereignis
- Akute Belastungsreaktion - Amnesie ist möglich: teilweise oder sogar vollständig an das Ereignis
- Anpassungsstörungen Zustände von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung Beeinträchtigung sozialer Funktionen und Leistungen nach einer entscheidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen soziale Netz des Betroffenen beschädigt (Trauerfall oder Trennungserlebnisse) oder das weitere Umfeld und soziale Werte (wie bei Emigration oder nach Flucht) größerer Entwicklungsschritt/ - krise (Schuleintritt, Elternschaft, Misserfolg, Erfolg, Berentung) individuelle Prädisposition oder Vulnerabilität spielt eine bedeutsame Rolle Krankheitsbild wäre ohne die Belastung jedoch nicht entstanden
- Wie zeigt sich die Anpassungsstörung in der Klinik? depressive Stimmung, Angst oder Sorge Gefühle mit den alltäglichen Gegebenheiten nicht zurechtzukommen diese nicht vorausplanen oder fortsetzen zu können Störungen des Sozialverhaltens kurze oder längere depressive Reaktion oder eine Störung anderer Gefühle
- Was sind Synonyme für die Anpassungsstörung? Hospitalismus bei Kindern Kulturschock Trauerreaktion
- Eine Anpassungsstörung entsteht wenn eine akute Belastungsstörung nicht verarbeitet/ überwunden wird
- Neben der akuten Belastungsstörung und der Anpassungsstörung fällt in diese Kategorie noch sonstige Reaktionen auf schwere Belastung Reaktion auf schwere Belastung, nicht näher bezeichnet
- Welche Formen der Anpassungsstörung gibt es im ICD? - kurze depressive Reaktion - lägnere depressive Reaktion (jedoch nicht länger als 2 Jahre) - Angst und depressive Reaktion gemischt - mit vorwiegender Beeinträchtigung anderer Gefühle, insbesondere Angst, Depression, Besorgnis, Anspannung und Ärger - mit vorwiegender Störung des Sozialverhaltens - mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten
- PTBS verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis von außergewähnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß ruft bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervor prädisponierend: Persönlichkeitszüge oder neurotische Krankheiten in der Vorgeschichte => können Schwelle senken oder Verlauf erschweren
- Wie zeigen sich in der Klinik PTBS? wiederholtes Erleben des Traumas, Albträume sich aufdrängende Erinnerungenn, Intrusionen (Nachhallerinnerungen, Flashbacks) andauerndes Gefühl von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit Freudlosigkeit, Gleichgültigkeit, Teilnahmslosigkeit Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die an das Trauma erinnern (Trigger) vegetative Überregtheit mit Vigilanzsteigerung, Schreckhaftigkeit und Schlafstörung Angst, Depression, Suizidgedanken Reizbarkeit, Wutausbrüche Beginn folgt dem Trauma mit einer Latenz bis zu Monaten Verlauf wechselhaft, in der Mehrzahl der Fälle Heilung selten chronischer Verlauf mit andauernder Persönlichkeitsveränderung
- Wie ist der Verlauf der PTBS wechselhaft, in der Mehrzahl der Fälle Heilung selten chronisch mit andauernder Persönlichkeitsänderung
- Synonym für PTBS traumatische Neurose
- Intrusionen sind Nachhallerinnerungen Flashbacks
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- PTBS nach - Vergewaltigung - anderen Gewaltverbrechen - bei Kriegs-, Vertreibungs- und Folteropfern - Verkehrsunfallopfer - schweren Erkrankungen 50% 25% 50% 10% 10% (Herzinfarkt, Malignome)
- nach Vergewaltigungen entwickelt sich bei wie viel Prozent eine PTBS? 50%
- Lebenszeitprävalenz PTBS in der Allgemeinbevölkerung und in Deutschland in der Allgemeinbevölkerung: 1-7% in Deutschland: 1,5-2%
- Welche Phasen gibt es bei der Verarbeitung eines akuten Traumas? Überlebensreaktion Schockphase Verarbeitungsphase Neuorientierung
- 1. Phase der Verarbeitung eines akuten Traumas Überlebensreaktion - keine Wahrnehmung von Schmerzen - keine Emotionen - adäquates Verhalten - klares Bewusstsein - physische Stärke - klarer Verstand
- 2. Phase der Verarbeitung eines akuten Traumas Schockphase: - Entsetzen - Angst - Panik - Verzweiflung => es kommt zur peritraumatischen Dissoziation (Person ist nicht erreichbar, wie weggetreten, wie hinter einer Glaswand; manchmal äußerlich unauffällig aber innerlich Chaos, ziellose, bizarre Aktivitäten, weglauen nach Unfall --> später oft keine Erinnerung an Details)
- Peritraumatische Dissoziation Person ist nicht erreichbar, wie weggetreten, wie hinter einer Glaswand manchmal äußerlich unauffällig, aber inneres Chaos ziellose, bizarre Aktivitäten, Weglaufen nach Unfall später oft keine Erinnerung an Details
- 3. Phase der Verarbeitung eines akuten Traumas Verarbeitungsphase - Annäherung an das Trauma (vehemente emotionale Reaktionen von großer Variabilität, Wut, Aggression, Trauer, Verzweiflung, körperliche Beschwerden) - wechselt ab mit Vermeidung des Traumas (Verleugnung, Vermeidung, sozialer Rückzug, Alkohol, Drogen
- Verarbeitungsphase: Annäherung an das Trauma vehemente emotinale Reaktionen von großer Variabilität Wut, Aggression Trauer, Verzweiflung Körperliche Beschwerden
- Verarbeitungsphase: Verleugnung Vermeidung sozialer Rückzug (Alkohl, Drogen)
- Phase 4 der Verarbeitung eines akuten Traumas Neuorientierung - Neue Interessen - Zukunftspläne - Leben in einer Welt ohne das Verlorene - Selbstwertgefühl wird besser - neue Beziehungen werden möglich
- Behandlung bei akuter Belastungsreaktion sichrere Umgebung Schutz vor weiterer Stressbelastung menschliche Präsensz Beruhigung, zunächst keine Psychotherapie
- Behandlung bei akuter Belastungsreaktion - Beobachtung des klinischen Verlaufs - Entwicklung von PTBS-Symptom? - Intrusionen und peritraumatische Dissoziation? => beachten als Prädiktoren für eine spätere PTBS
- Wenn sich bei einer akuten Belastungsreaktion sehr schwere Symptome zeigen sollte man was machen? Akuttraumatherapie
- Was sind Prädiktoren für eine spätere PTBS? Intrusionen peritraumatische Dissoziation
- Was sind die wichtigsten Störungsbilder während des ersten Jahres nach einem traumatischen Ereignis? 1. depressive Störungen 2. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) 3. Angst- und Panikstörungen sowie Phobien
- Was zeigen sich für Symptome bei einer PTBS? Intrusionen emotinaler Taubheitszustand (Numbing) Vermeidungsverhalten (bezogen auf traumabezogene Stimuli) anhaltende physiologische Überregung (Sympathikotonus, Schreckhaftigkeit)
- Wie äußern sich Intrusionen? - Flashbacks: sich aufdrängende Erinnerungsfragmente einer traumatischen Szene "als geschehe das Trauma erneut" --> Bilder, Geräusche, Gerüche usw. - Alpträume
- Wie lange müssen die Symptome für eine PTBS andauern? > 4 Wochen
- Die Erstmanifestation einer PTBS ist auch nach Jahren möglich