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Psychosomatische Medizin (Subject) / Psychotherapie (Lesson)
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- Wie werden die häufigsten psychische Störungen (Angst, Depression, Sucht, Somatoforme Störungen) am effektivsten behandelt? Psychotherapie NICHT Pharmakotherpaie
- Was ist für die drei häufigsten psychischen Störungen das vorrangige Behandlungsverfahren? Psychotherapie
- Was ist Psychotherapie? - ein - zur - mit - in - mittels - auf 1. ein bewusster und geplanter interaktioneller Prozess 2. zur Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidensstörungen, die behandlungsbedürftig sind (Konsens) 3. mit psychologischen Mitteln (Kommunikation: verbal/ averbal) 4. in Richtung auf ein definiertes, gemeinsam erarbeitetes Ziel (Symptomminimierung, Änderung der Persönlichkeitsstruktur) 5. mittels lehrbarer Techniken auf Basis einer Theorie, 6. auf der Basis einer tragfähigen Beziehung
- Unterschied Psychotherapie und Beratung - Psychotherapie dient der Behandlung von Krankheiten - nicht jedes Lebensproblem ist eine Krankheit!
- Was sind Beratungsanlässe bei Gesunden finanzielle Probleme => Schuldnerberatung Partnerschaftsprobleme => Eheberatung familiäre Konflikte => Erziehungsberatung
- Beratung bei Kranken ist eine zentrale ärztliche Leistung OHNE immer Psychotherapie zu sein - z.B. diätetische Vorschriften, Angehörigenberatung, Umgang mit Erkrankungen
- Wer darf Psychotherapie ausüben? 1. Ärztliche Psychotherapeuten 2. Psychologische Psychotherapeuten
- Welche Ärzte dürfen Psychotherapie ausüben? 1. Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 2. Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie 3. Arzt mit Gebietsbezeichnung und Zusatzqualifikation "Psychotherapie"
- In welchen Settings findet Psychotherapie statt? 1. ambulante Kurzzeittherapie/ Langzeittherapie (einzeln oder in der Gruppe) 2. teilstationäre Psychotherapie 3. stationäre Psychotherapie
- Welche ambulanten Therapieformen gibt es und in welchem Umfang? 1. KVT, 1-2h die Woche; Kurzzeit: 25, Langzeit: 45, Maximum: 80 2. TP, 1-2h die Woche; Kurzzeit: 25, Langzeit: 80, Maximum: 100 3. PA, 2-3h die Woche, Langzeit: 160, Maximum: 300
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- Womit lassen sich 70% der Behandlungsanlässe behandeln? mit Formen der Kurzzeittherapie
- Mit Formen der Kurzzeittherapie lassen sich ca. 70% der Behandlungsanlässe behandeln
- Bei länger anhaltenden seelischen Problemen sollte man, wie bei körperlichen Erkrankungen auch, die Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen 2003, 2012? 2003: 90,2% 2012: 91,1%
- Für mich selber käme eine Psychotherapie auf keinen Fall infrage 2003, 2012 2003: 29,1% 2012: 27,8%
- Welche psychotherapeutischen Verfahren sind im Rahmen der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen als ambulante Psychotherapie anerkannt? Psychoanalyse tiefenpsychologische Verfahren Verhaltenstherapeutische - / kognitive Verfahren Entspannungsverfahren
- Welche psychotherapeutischen Verfahren gibt es? 1. Psychoanalytisch begründete Verfahren - analytische Psychotherapie (Psychoanalyse) - tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie 2. verhaltenstherapeutische und kognitive Vefahren - Verhaltenstherapie - neuropsychologische Therapie - kognitive Verhaltenstherapie (KVT) 3. humanistische Verfahren - Gesprächspsychotherapie - Gestalttherapie 4. Systemische Verfahren - Familientherapie
- welche weiteren Verfahren können im Rahmen von (stationärer) Psychotherapie neben den üblichen psychotherapeutischen Verfahren zur Anwendung kommen? Hypnotherapie (Hypnose) Entspannungsverfahren (autogenes Training, progressive Muskelrelaxation) Kunst- und Gestaltungstherapie Ergotherapie Musiktherapie Körpertherapie Tanztherapie
- Grundannahmen der Psychoanalyse/ tiefenpsychologischen Psychotherapie 1. Unbewusstes (psychische Prozesse sind größtenteils unbewusst) 2. Motive (Denken, Erleben und Verhalten sind motivational determiniert) 3. Interaktion (Psychische Prozesse sind eingebettet in Beziehungserfahrungen) 4. Entwicklung (Verinnerlichung von Beziehungserfahrung führt zu Strukturbildung)
- Was geschieht in der PA/ TP? Auseinandersetzung mit dysfunktionalen, nicht bewussten Anteilen der Person, besonders wie sie sich in der therapeutischen Bezeihung manifestieren und in dieser beeinflusst werden
- Introjekt - PA/ TP - unbewusst - wie du mir damals, so ich mir heute
- Identifikation - PA/ TP - bewusst - wie du mir damals, so ich heute den anderen
- Internalisierung - PA/ TP - Du bist immer noch überall präsent (frühere Bezugsperson)
- Welche therapeutischen Elemente werden bei der PA/ TP eingesetzt? 1. Fokussierung auf Emotionen und deren Ausdruck 2. Erkundunng von Versuchen unangenehme Gedanken und Gefühle zu vermeiden (Widerstand, Abwehr) 3. Identifizierung wiederkehrender Muster und Themen 4. Reflexion vergangener Erfahrungen 5. Fokussierung auf interpersonelle Beziehungen (Objektbeziehung, Bindung) 6. Fokussierung auf therapeutische Beziehung (Übertragung) 7. Erkundung von Phantasieerleben
- Kognitive Verhaltenstherapie - Grundannahmen 1. Symptome sind Folge dysfunktionaler Lernprozesse 2. Bezug auf empirische Psychologie 3. Bedeutung auslösender und aufrechterhaltender Bedingungen 4. Bedeutung kognitiver (und emotionaler) Prozesse (Fehleinschätzungen) 5. Ziel- und Handlungsorientierung
- KVT 3 Phasen 1. Phase: Behaviorismus Operantes Konditionieren, Systematische Desensibilisierung, Lernen am Modell 2. Phase: Kognitivismus Kognitionen, Vorstellungen, Wahrnehmungsprozesse 3. Phase: Metakognition - dialektisch-behaviorale Therapie - akzeptanz und commitment Therpaie - Schematherapie - cognitive behavioral analysis system of psychotherapy - achtsamkeitsbasierte kognitive Theraipe - metakognitive Therapie
- 3. Phase KVT Metakognition - dialektisch-behaviorale Therapie - akzeptanz und commitment Therpaie - Schematherapie - cognitive behavioral analysis system of psychotherapy - achtsamkeitsbasierte kognitive Theraipe - metakognitive Therapie
- 1. Phase KVT Behaviorismus - operantes Konditionieren - systematische Desensibilisierung - Lernen am Modell
- 2. Phase KVT Kognitivismus - Kognitionen - Vorstellungen - Wahrnehmungsprozesse
- Wirksamkeit/ efficacy = Signifikanz und Effektstärke
- Signifikanz = Zufallskritische Absicherung beobachtbarer Effekte durch statistische Signifikanz
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- Effektstärke = Quantifizierung der Größe eines Effekts durch seine Effektstärke
- Effektstärke Formel Effektstärke = MW (Interventionsgruppe) - MW (Kontrollgruppe) ------------------------------------------------------- Standardabweichung (KG)
- große Effektstärke > 0,3
- mittlere Effektstärke 0,5 - 0,8
- geringe Effektstärke < 0,5
- Was heißt eine Effektstärke von 1.0 Dass der Durchschnitt der behandelten Patienten um eine Standardabweichung gesünder ist, als der Durchschnitt der unbehandelten Patienten
- Wie hoch ist die Effektstärke von Psychotherapie? 1.0
- Effektstärken von Antidepressiva zw. 0,29 und 0,59
- Psychotherapie ist hochwirksam
- Welches Psychotherapieverfahren ist am wirksamsten? KVT
- Effektstärke von Psychotherapie 0,85-1,57
- Besserungswahrscheinlichkeiten durch Psychotherapie 68-76%
- Effektstärken für unbehandelte Kontrollgruppen? 0,10
- Wirksamkeit für kVT und psychodynamische Psychotherapie ist - was wurde dabei überwiegend untersucht? - wofür liegen insgesamt mehr Studien vor? gut belegt - Kurzpsychotherapien (<50 Stunden) - für kognitive Verhaltenstherapie
- Wirkfaktor der Psychotherapie - störungsspezifische Technik nur ein geringer Teil der Varianz (8-15%) sidn durch die spezifische therapeutische Technik/ das Verfahren aufgeklärt worden
- Wirkfaktor: Einfluss des individuellen Therapeuten Patienten einiger Therapeuten bessern sich schneller oder langsamer
- Therapeuteneffekte sind unabhängig von 1. Erfahrung 2. Geschelcht 3. Art der Ausbildung 4. Art der therapeutischen Grundhaltung
- professionelle Charakteristika von Therapeuten und therapeutische Effektivität hägnen nicht zusammen (professionelle Erfahrung, Lebenserfahrung, Art und Dauer der Ausbildung, Art der therapeutischen Grundhaltung, Anzahl der Supervision)
- Wirkfaktor: Beziehung/ therapeutische Arbeitsbeziehung von einigen als 30% von anderen als 7-17% eingeschätzt
- Was ist neben Therapeutenfaktoren der wichtigste Wirkfaktor bei Psychotherapie? Klienten/ Patientfaktoren