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Differentielle Psychologie (Subject) / 4.4.4 Exemplarische Anwendung: Führungspersönlichkeit und Politikvorhersage (Lesson)

Sem. Adelmann

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  • Führungspersönlichkeit Führungsqualitäten und Selektionsmechanismen einer Organisation (sorgen dafür, dass nur bestimmte Personen in diese Positionen gelangen) + Sozialisation zum Führer, im Verlauf der Karriere kann sich die Persönlichkeit aufgrund der Erfahrungen verändern. > Sozialisation und Selektion legen nahe, dass es bestimmte Persönlichkeitseigenschaften gibt, die Führer auszeichnen. Andererseits ist ebenso offensichtlich, dass sich Organisationen in ihren Selektionsmechanismen und Sozialisationsbedingungen für Führer unterscheiden, sodass vond aher kaum mit einer einheitlichen Führungspersönlichkeit zu rechnen ist. Schulkinder die zu Führungspersönlichkeiten gemacht wurden, unterschieden sich in einigen Persönlichkeitseigenschaften von Gleichaltrigen.  Bester Prädiktor für Führungsqualität ist der IQ. + Verantwortungsgefühl und soziale Aktivität, bzw versch Variablen der sozialen Kompetenz wie Fähigkeit zu situationsangemessenem Verhalten und Empathie. > Heute werden Führungsqualitäten als ein Unterbereich des weiten Bereiches der sozialen Kompetenz betrachtet.
  • Politikvorhersage Andere Methodik: Biographische Daten bedeutender Führungspersonen nutzen um bestimmte Persönlichkeitseigenschaften quantiativ zu bestimmen. Vergleich mit Referenzgruppe und Unterschieden zwischen Personen, die die dieselbe Führungsposition innehatten und den Einfluss und die Effizienz und Merkmale ihrer politischen Amtszeit. = Historiometrie Zusammenhänge zwischen Einflussstärke politischer Führer und Persönlichkeitseigenschaften sind oft nichtlinear, U-förmig. Z.B. bei Durchsetzungsfähigkeit, Intelligenz, moralischem Anspruch und Pragmatismus. Antrittsreden können zur Motiverfassung dienen. Kodierung des Intimitätsmotivs (Einschränkng des Anschlussmotivs auf enge, persönliche Beziehungen) und des Machtbedürfnisses (Tendenz, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen den Willen anderer durchzusetzen). Setzte dann die Motivstärken in Beziehung zu Merkmalen der US-Politik in der Amtszeit der jeweiligen Präsidenten. > Die Differenz zwischen Macht- und Intimitätsmotiv erwies sich dabei als aufschlukssreicher als Intimitätsmotiv alleine.  Das Leistungmotiv von US-Präsidenten zeigte in weiteren Studien negative Zusammenhänge mit Kriterien des politischen Erfolgs. > In der Politik ist es selten möglich, die hohen, häufig idealistischen Ansprüche von Leistungsmotivierten an die Ergebnisse ihres Handelns unverfälscht umzusetzen. Politik verlangt Kompromissbereitschaft und einen langen Atem beim Aushandeln konsenualer Problemlösungen, eher Eigenschaften die für ein Machtmotiv typisch sind. Antrittsreden spiegeln damit nicht nur ein individuelles Motiv der jeweiligen Präsidenten, sondern auch die zum Zeitpunkt der Antrittarede allgemein herrschende Stimmunf wider. > Aus Themen in den Antrittsreden US-amerikanischer Präsidenten lassen sich einige Aspekte der Politik ihrer Amtszeit vorhersagen. Diese Vorhersage beruht auf Einflüssen ihrer Persönlichkeit und des Zeitgesites auf die Politik.
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