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Volkswirtschaft (VWL) (Subject) / Kapitel 17 (Lesson)
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- Problem in der Makroökonomie (endogene Größe) In der Makroökonomie sehen wir uns nun mit dem Problem konfrontiert, dass die Einkommen der Verbraucher im Marktprozess selbst bestimmt werden. Das Einkommen ist also eine endogene Größe
- Warum ist die AD-Kurve keine gesamtw. Nachfragekurve und die AS-Kurve keine gesamtw. Angebotskurve? AD-Kurve - beschreibt Zusammenhang zwischen möglichen Gleichgewichten am Gütermarkt und Preisniveau unter der besonderen Annahme, dass die Notenbank eine ganz bestimmte geldpolitische Strategie verfolgt - Notenbank hält Geldmenge konstant - Zinssatz stößt nicht an die Nullzinsgrenze AS-Kurve - unterstellt, dass ein steigendes Preisniveau zu mehr Angebot führt zutreffende Interpretation geht von einer umgekehrten Kausalität aus - es ist nicht das steigende Preisniveau, das zu einer höheren Produktion führt -> der steigende Output führt zu einem höheren Preisniveau ---> Je besser Unternehmen ausgelastet, desto besser können Gewerkschaften Löhne durchsetzen, was sich dann in steigenden Kosten und Preisen niederschlägt -> es handelt sich um eine Phillips-Kurve für das Preisniveau Grundproblemdes AS-AD-Modell für Gesamtwirtschaft - Teil eines umfassenderen Modellrahemns, in dem die gesamtw. Angebots- und Nachfragekurve völlig anders abgeleitet wird
- Die zwei divergierenden Erklärungssätze der gesamtwirtschaftlichen Angebotspläne 1. Wie hoch würde das Angebot bei gegebenen technischen Möglichkeiten und Vollbeschäftigung am Arbeitsmarkt ausfallen? -> Vollbeschäftigungsangebot, Produktionspotenzial 2. Unternehmen richten sich bei Angebotsentscheidung nach aktueller Nachfragesituation, nicht mehr Güter produzieren als nachgefragt -> kurzfristiges Angebot
- Das gesamtwirtschaftliche Angebot bei Vollbeschäftigung (Herleitung) 1. Ausgangsbasis = Modell für den Arbeitsmarkt -> Zentrale Aussagen: Mit einem steigenden Reallohn - nimmt die von den Arbeitnehmern angebotene Beschäftigungsmenge zu - geht die von den Unternehmen nachgefragte Beschäftigungsmenge zurück 2. Schritt Ermitteln, wie hoch das mit der Beschäftigungsmenge N* produzierte gesamtw. Angebot ist -> dazu gesamtw. Produktionsfunktion -> Unterstellung: durch variablen (gesamte Arbeitsvolumen) und fixen (vorhandene Maschinen, Bauten und Infrastruktur -> Kapitalstock) gekennzeichnet Y = F(N, K¯) sonstige Annahmen: Für Arbeitseinsatz das Gesetz des abnehmenden Grenzertrags 3. Schritt: Verknüpfung der Produktionsfunktion mit dem Arbeitsmarkt - auf Arbeitsmarkt gleichgewichtige Beschäftigungsmenge ermitteln -> auf diese Weise hergeleitete Wert (N*) in Produktionsfunktion einsetzen -> ablesen des gesamtwirtschaftlichen Angebots bei Vollbeschäftigung (Yv) Wichtiges Ergebnis der Herleitung: - in der makroökonomischen Theorie wird das langfristige Angebot bei Vollbeschäftigung allein mikroökonomisch determiniert -> bleibt deshalb unbeeinflusst von makroökonomischen Größen (Zinssatz, Preisniveau oder der Nachfragesituation) Kapitalstock muss durch zusätzliche Investition ausgeweitet werden, dass Arbeitsreize verstärkt und Produktivität durch neue Technologie verbessert wird
- Gesetz des abnehmenden Grenzertrags -> mit jeder zusätzlich eingesetzten Arbeitsstunde geht der damit zusätzlich erbrachte Output zurück
- 3 Faktoren, von denen das Angebot bei Vollbeschäftigung bestimmt wird - Produktionstechnologie -> bestimmt Arbeitsnachfrage der Unternehmen und gesamtw. Produktionsfunktion - Präferenzen der Erwerbsfähigen für Freizeit- und Güterkonsum, die den Verlauf des Arbeitsangebots bestimmen - konstant unterstellte Kapitalstock
- wichtiges Grundprinzip der makroökonomischen Gleichgewichtsanalyse + drei Siuationen der Volkswirtschaft Da die Determinanten des Vollbeschäftigungsoutputs, vollständig unabhängig von den Bestimmungsgründen der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage sind, hängt es weitgehend vom Konsum und von den Investitionen ab, in welcher der drei denkbaren Situationen sich eine Volkswirtschaft befindet: 1. Unterbeschäftigungsgleichgewicht: (deflationäre Lücke) - Nachfrage zu gering, um vorhandene Kapazitäten und Arbeitsangebot voll auszulasten 2. Überhitzungsgleichgewicht: (inflationäre Lücke) - genau der Gegenteil - von den Konsumenten, Investoren oder dem Ausland mehr Güter nachgefragt, als von inländischen Produzenten ohne inflationäre Spannungen angeboten werden können 3. Vollbeschäftigungsgleichgewicht: - passt alles zusammen, aber dies erfordert eine ganz spezielle Parameterkonstellation auf der Nachfrageseite
- Die Welt von Keynes: Wie es zu einem Gleichgewicht bei Unterbschäftigung kommen kann im Beispiel: Gleichgewicht bei 6 Einheiten -> Vollbeschäftigungsangebot von 8 Einheiten Rest von 2 Einheiten -> Sparen -> Ersparniss ist größer als die geplante Investition (1) Ungleichgewicht auf dem Gütermarkt auch als Ungleichgewicht in der finanziellen Sphäre Sparpläne im Verglich zu Investitionsplänen zu hoch Sexante > Iexante Versuch der Unternehmen die Nachfrage über den Punkt A hinaus zu stimulieren, würde scheitern -> würden auf ungeplanten Lagerbestand von einer Einheit sitzen bleiben -> und damit das Angebot in der nächsten Periode deutlich reduzieren Gleichgewicht von kurzfristigen Angebot und gesamtw. Nachfrage durch Gleichgewicht von Spar- und Investitionsplänen gekennzeichnet Sexante = Iexante bei Unterbeschäftigungsgleichgewicht von Y = 6 -> Y - a - bY = 6-2-3-= 1 -> entspricht genau den geplanten Investitionen Nachfragemangel auch als Problem einer zu hohen Sparneigung der Haushalte (bzw. einer zu geringen Konsumneigung) beschrieben Keynes erkannt, dass Sparen gesamtwirtschaftlich sehr nachteilige Folgen hat
- Die Welt von Keynes: Wie es zu einem Gleichgewicht bei Unterbschäftigung kommen kann im Beispiel: Gleichgewicht bei 6 Einheiten -> Vollbeschäftigungsangebot von 8 Einheiten Rest von 2 Einheiten -> Sparen -> Ersparniss ist größer als die geplante Investition (1) Ungleichgewicht auf dem Gütermarkt auch als Ungleichgewicht in der finanziellen Sphäre Sparpläne im Verglich zu Investitionsplänen zu hoch Sexante > Iexante Versuch der Unternehmen die Nachfrage über den Punkt A hinaus zu stimulieren, würde scheitern -> würden auf ungeplanten Lagerbestand von einer Einheit sitzen bleiben -> und damit das Angebot in der nächsten Periode deutlich reduzieren Gleichgewicht von kurzfristigen Angebot und gesamtw. Nachfrage durch Gleichgewicht von Spar- und Investitionsplänen gekennzeichnet Sexante = Iexante bei Unterbeschäftigungsgleichgewicht von Y = 6 -> Y - a - bY = 6-2-3-= 1 -> entspricht genau den geplanten Investitionen Nachfragemangel auch als Problem einer zu hohen Sparneigung der Haushalte (bzw. einer zu geringen Konsumneigung) beschrieben Keynes erkannt, dass Sparen gesamtwirtschaftlich sehr nachteilige Folgen hat
- Wie kommt es zur zyklischen Schwankung der Investitionen? Situation: mit guter wirtschaftlicher Entwicklung -> Unternehmen schätzen Zukunft auch positiv ein -> nehmen Hohe Investitionen vor -> erhöht Einkommen und bestätigt vorgenommene Investitionsentscheidung -> erhöhen aber gleichzeitig den Kapitalstock und damit den Vollbeschäftigungsoutput -> Gefahr: Investitionsboom -> Überkapazität -> deflationäre Lücke -> Investitionen nehmen drastisch ab -> negativer Effekt auf Nachfrage -> irgendwann wieder Korrektur, da bei zu geringen Investitionen der Kapitalstock schrumpft, somit auch der Vollbeschäftigungsoutput
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