Prinzip des wirksamen Reizes
Die Wirkung eines Reizes hängt von seiner Höhe und vom Trainingsuzstand der Person ab (vgl. Reizstufenregel)
Prinzip der progressiven Belastungssteigerung
Steigern sie Ihre Trainingsbelastung progressiv! Über einen längeren Zeitraum gleichbleibende Belastungen rufen keine weitere Leistungssteigerung hervor, da sich der Organismus an den Reiz angepasst hat. Die Trainingsbelastung muss also in gewissen Zeitabständen gesteigert werden durch Erhöhung der Trainingshäufigkeit, Erhöhung des Trainingsumfangs innerhalb der Trainingseinheit, Verkürzung der Pausen, Erhöhung der Trainingsintensität, Änderung der Belastungskomponenten, durch höhere Koordinative Ansprüche, Zahl der Wettkämpfe.
Prinzip der Variation der Trainingsbelastung
Variieren sie ihre Triningsbelastung! Gleichartige Traininsreize über einen längeren Zeitraum können zu einer Stagnation führen. Durch Veränderung des Belastungsreizes kann dies verhindert werden. Diese Variation der Belastugsreize kann sich im Training nicht nur auf Intensitätsänderungen, sondern vor allem auf den Wechsel von Trainingsinhalten, der Bewegungsdynamik, der Pausengestaltung, also auch der Trainingsmethoden, beziehen.
Prinzip der optimalen Gestaltung von Belastung und Erholung
Belastung und Erholung müssen zusammen geplant werden! (vgl. Gesetz zur Homöostase und Superkompensation)
Prinzip der Wiederholung und Kontinuität
Langsam aufgebaute Form baut sich langsam ab, schnell erworbene Form baut sich schnell ab (vgl. Gesetz zur Anpassungsfestigkeit).
Prinzip der Periodisierung und Zyklisierung
Bauen sie das Training planmäßig in Trainingszyklen auf! Das Fanzjahrestraining muss planmäßig aufgebaut sein, damit ein hoher Leistungszuwachs erzielt wird und bei den wichtigsten Wettkämpfen die höchste Leistungsfähigkeit erreicht wird. In der Praxis zählen zur Periodisierung folgende Abschnitte eines Jahres: Vorbereitungsperiode(n), Wettkampfperiode(n), Übergangsperiode(n).
Prinzip der Individualität und Altersgemäßheit
Die Altersstufe ist das MAß aller Dinge (vgl. Gesetz zur Trainierbarkeit)
Prinzip der zunehmenden Spezialisierung
Das Allgemeine hat stets Vorrang vor dem Speziellen. Aber: Das Allgemeine ist auch immer auf die speziellen Anforderungen einer Sportart auszurichten. Beispiel: Zu Beginn des Trainingsprozesses erfolgt das Krafttraining verstärkt unter dem Aspekt der allgemeinen Kräftigung, wobei alle größeren Muskelgruppen auf ein höheres Lesitungsniveau gebracht werden. In Anschluss werden dann die leistungsbestimmenden Muskeln für eine Sportart geschult. Zum Beispiel könnte bei einem Kugelstoßer die Übung "Drücken in Rückenlage" ergänzt werden durch ein "Drücken in Schrägrückenlage".
Prinzip der regulierenden Wechselwirkung einzelner Trainingselemente
Beachten sie alle leistungsbestimmenden Faktoren und deren Zusammenwirken! Beispiel: Im Sportspiel gibt es keine einseitigen Belastungen. Alle wichtigen Leistungsparameter sind je nach Sportspiel und Spielsituation in unterschiedlichen Ausprägungen gefragt. Durch das Berücksichtigen vielseitig orientierter Elemente können negative Effekte ausgeschlossen werden. Ein Sportspiel kann somit auch positiv zur Gesundheitsförderung beitragen.