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bayerisches wörterbuch b (Subject) / b5 (Lesson)
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- Bifang Bifing, der Bifang Bifing, der[bi:fang / bi:feng] Bifang Bifingdas zwischen zwei Furchen liegende Ackerbeet, in dem z. B. Kartoffeln oder Rüben angepflanzt werden (…der Bifang is z‘ hoch! …do passn no fünf Bifing hi!)
- bigottisch (Adj.) bigottisch (Adj.) [bigoddisch] übertrieben fromm
- Billettl, das Billettl, das [billäddl] Eintrittskarte, Fahrkarte, Ticket
- Bifflamott (franz. boeuf à la mode) Sauerfleisch in dunkler Mehlsoße
- Bimbus, der Bimbus, der [bimmbus] Kopf, Schädel (…muasst du dein Bimbus oiwei vorn dro hobn?)
- bimsen bimsen [bimmsn] vor Zorn beben, zittern
- Binkel, der Binkerl, das [binggàl] Binkel, der[binggl] 1. Beule, Schwellung 2. hochnäsiger Schnösel Bündel [unangenehmer] Mensch (oft als Schimpfwort) Beule, Pickel Binkerl, das [binggàl] 1. kleine Beule, Schwellung, Pickel 2. Bündel, Gürteltasche
- Biphenn, die Biphenn, die[bibbhenn] Truthenne, Truthuhn, Pute
- Bixlmadam, die Bixlmadam, die [bixlmàdàmm] Frau aus bescheidenen Verhältnissen, die sich auftakelt und vornehm gibt, obwohl sie wenig Geld hat
- Blachen, die [blåchà(n)] Blachen, die[blåchà(n)] 1. Plane 2. Abdeckfolie
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- bixln bixlns .büchselnzur Kasse gebeten sein, zahlen
- Bixn die Büchsen 1. Büchse, Dose 2. lebhaftes, freches Mädchen 2. Vagina (bayer. Brauch: bei Geburt eines Mädchens eine Büchsen-Spur z. Haus zu legen)
- bladdad (Adj.) Bladdada, der Bladdn, die Blattn, die bladdad (Adj.) [bladdàd] kahl, kahlköpfig Bladdada, der [bladdàdà] Glatzkopf, Kahlköpfiger Platte, Glatze Blattn, die [bladdn] 1. Glatze, kahlgeschorener Kopf 2. Obere Schädelhälfte (Schädeldecke/Haare)
- Bladern, die Bladern, die [blå:dàn / bloudàn] Blase, Wasserblase ins. Hautblase
- bläda Socka, der bläda Socka, der[blädàsoggà] bläda Socka Depp, Idiot (…lass ma mei Ruah, bläda Socka! …du werst ma so a bläda Socka sei!)
- bläde Huisn, die bläde Huisn, die [blädehuisn] bläde Huisndummes, einfältiges Frauenzimmer; blödes Weib (…unsa Nachbarin is a bläde Huisn! …sei staad, du bläde Huisn!)
- binaggert binaggert Altbayern gehässig, bösartig, ekelhaft,nachtragend, mit Hinterlist und Tücke
- Binddaschlegei Bindaschlegl Binddaschlegei Altbayern Kaulquappe Quelle BR 15.05.12: 'Kaulquappen' nennt man in Oberbayern auch 'Bindaschlegl'.bindaschlegel heisst die kaulquappe in oberbayern - weil er in seiner form ein bisschen aussieht wie ein bestimmtes arbeitsinstrument - nämlich wie ein binderschlegel - der schlegel ein großes instrument aus holz - mit dem der binder zuschlägt - der binder - das ist der fassbinder - der macht die fässer - der binderschlegel für die kaulquappe aus oberbayern.
- bist ma sire? bist ma sire? Altbayern bist Du mir beleidigt?
- bist scho gschickt? bist scho gschickt? Altbayern bist du schon fertig zum ausgehen
- Bixnmuich Bixnmuich Altbayern Dosenmilch, Kondensmilch
- Bizloasch Bizloasch Altbayern Jähzorniger Kerl
- Blärrhafen, der Blärrhaferl, das Blärrhafen, der Blärrhaferl, das [bleàhå:fà][bleàhà:fàl] Kind, das bei jeder Gelegenheit „plärrt“.
- Bläß Kuh m weißem Fleck an der Stirn s.a. Bleß
- bläiksen Quelle Wugwiki: schreien - bläiksnWohl von blactero = blöken wie ein Widder; blactio = schreyen wie ein Cameel; blaesus = lispeln, stammeln. JB
- Blafon, der [blàfo:n] Zimmerdecke Blafon, der[blàfo:n] Zimmerdecke aus dem Französischen
- blahd blaht (Adj.) blahd blaht (Adj.) [blà:d] 1. dick, drall, fett 2. arrogant, selbstgefällig, eingebildet
- blahde Blunzen, die blahde Blunzen, die[blà:deblunnzn] fette, aufgeblasene Person
- a Blangerer Quelle BWB/BR 18.12.14: a Blangerer sagt man in Nidabajan wenn man Lust - wenn man Gust hat auf was bestimmtes zum Essen- also blangerer das ist eigentlich schriftdeutsch ein belangen - man sagt im beirischen nicht verlangen nach etwas - sondern belangen - und das hat nichts von der wortgeschichte her mit lang zu tun - das hängt von der wortwurzel mit gelingen zusammen - und die urbedeutung ist sehnsucht verspüren - also wie eigentlich heut im beirischen - a blangerer - gusto - sehnsucht - nach etwas bestimmten - aus niddabaian -
- blank 1. pleite: I bin blank 2. blank geh = ohne Mantel gehen
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- Blasengl Mensch m. aufgeblasenen Backen (wie Barockputten)
- Blatschari, der/das Blätschari, der/das Bletschari [blàdschà:re] [blädschà:re] Blatschari, der/das Blätschari, der/das[blàdschà:re][blädschà:re] 1. Fleck 2. Wunde Blatschare ist ein Fleck oder das Grind über einer Wunde. Kann auch ein Vogelschiss sein.Wohl von Plaga = Streich, Wunde, Schlag, Ritz, Loch; Wund-Pflaster = Emplatrum vulnerarium.Quelle br 08.06.11: 'Blatschari/Blatschare' nennt man in Altbayern alles, was ziemlich groß und unförmig ist. Zum Beispiel kann das Vogeldreck sein, auf dem Tisch oder große Schuhe, ein unförmiger Hut, großen Ohren. Dann sagt man beispielsweise: "Schau' seine Blatschari an". 'Blatschari' ist lautmalerisch - es handelt sich dabei wohl um etwas, das 'platsch' gemacht hat und zu einem großen unförmigen Haufen geworden ist. Und die Endung '-ari' soll gelehrt klingen, sie soll fremd klingen, damit das Wort ein bisschen aufgewertet wird. 'Blatschari' also für etwas Großes, Unförmiges aus Altbayern. 1. (abwertend) große Medaille (v.Blätschn = großes Blatt) 2. gr. breiter, unförmiger Hut
- Blaswürscht nb. heiße Kartoffeln ("Ersatzwürste" die man blasen muss)
- Blase, Blasn Blosn, die 1. Blase jeder Art 2. Harnblase 3. Gruppe Jugendlicher, die dick zusamenhält Gruppe, Clique