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bayerisches wörterbuch b (Subject) / b4 (Lesson)
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- benzen benzn Benzerei, die benzen benzn [bennzn] 1. betteln, bitten 2. nörgeln, quengeln benzn (neibenzn) Gesamtbayern jemanden löchern durch hartnäckiges Fragen oder Bitten belästigen, jemandem keine Ruhe lassen"den Bürgermeister mit Fragen löchern" benzn/hi-benzn Altbayern insistieren/mosern m i t Zielrichtung benzad penetrant nörgelnd, in einem hineinreden Benzerei, die[bennzàrai] Betteln, Nörgeln 'Benzn' bedeutet in Altbayern, eindringlich auf jemanden einreden, jemanden mit seinen Bitten und Betteleien fast in die Enge treiben. Wo kommt es her? Es gibt verschiedene Meinungen. Die plausibelste scheint die, dass es sich hierbei um das alte Wort 'beengetzen' handelt. Es bedeutet: jemanden in die Enge treiben, da steckt auch das Wort Enge drin und die bayerische Intensivierungsendung 'ätzen'. Das Wort 'beengetzen' wurde im heutigen altbayrischen Dialekt einfach lautlich zu 'benz' zusammengezogen zu.
- Besen, der Besen, der [bä:sn] 1. hauswirtschaftliches Reinigungsgerät 2. unfreundliche, böse (Ehe-)Frau 3. ungepflegte Frau Duden kratzbürstige, ruppige weibliche PersonGebrauchsalopp abwertendBEISPIEL sie ist ein richtiger Besen! kratzbürstig aufsässig, bockig, störrisch, trotzig, trotzköpfig, verbockt, widerborstig, widersetzlich, widerspenstig; (bildungssprachlich) renitent; (umgangssprachlich) bockbeinig, dickköpfig, kratzig; (umgangssprachlich scherzhaft) stachelig; (oft scherzhaft oder ironisch) unbotmäßig; (landschaftlich) aufmüpfig; (süddeutsch, österreichisch mundartlich) stützig
- Bettbrunzer, der Bettseicher, der [beddsoàchà] Bettnässer
- Betthaserl, das Betthaserl, das [beddhàsàl] hübsche, willige Bettgenossin
- Betthaserl, das Betthaserl, das [beddhàsàl] hübsche, willige Bettgenossin
- Bettstadl, das Bettstadl, das [beddschdà:dl] Kinderbettchen
- Betthupferl, das Betthupferl, das[beddhubbfàl] etwas Feines (z.B. Süßigkeiten), mit dem man Kindern das Schlafengehen „versüßt“. Gesamtbayern Einschlafhilfe
- Bettstatt, die Bettstatt, die [beddschdå:d] Bett
- Bettzieche, die [bezziàch] Bettzieche, die [bezziàch] Bettüberzug
- Beutel, der Beutel, der [baidl] 1. Geldbeutel 2. Hodensack 3. Depp, Idiot, Trottel
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- berngralig Bärenkrallig (?) Quelle BR 27.11.13/04.12: Berngralig bedeutet in der Oberpfalz mürrisch und verschlossen.- das ist ein dialektwort aus der oberpfalz - in den sammlungen des bayerischen wörterbuches haben wir bedeutungen wie - mürrisch - einsilbig - oder verschlossen - der einsender aus der obapfoiz nennt sogar bedeutungen wie kaputt und abgeschlagen von einem menschen - der ist berngralig - wo kommt das her - er verhält sich nämlich wie ein bär - der in seiner höhle seinen winterschlaf gemütlich hält - und wird dann gestört - dann fährt er eben seine krallen raus dan ist er eben bärngralig - und auch ein mensch der mürrisch ist weil er eben gestört worden ist - der ist genauso berngalig -
- Bi i dui Bi i dui Altbayern Bin ich durch
- Biafuizl Biafuizl Altbayern Bierfilz (Bierdeckel)
- Biaserl (Biasal) Biaserl (Biasal) Altbayern Bündchen oder Manschette an Hemdoder Bluse .Manschetteverstärkter Abschluss des Ärmels an einem Herrenhemd, einer Hemdbluse, einem Kleid"steife, frisch gestärkte Manschetten"
- Beuschtling Quelle BR 15.01.15: a Beuschtling sagt ma in Oberbeiern für Kehrbesen- in dem wort beuschtling steckt eine mundartaussprache des wortes borste drinn - und die kehrbesen sind aus borsten gemacht worden früher - des wäre also schriftdeutsch borstling - borstling in owabaian a borschdling - für kehrbesen -gefunden: Altbayern, Boischdling/Boischling = Kehrbesen, Handbesen; die alten Besenbinder haben wohl Birkenreisig zusammen gebunden; der Stiel kam wohl erst später dazu.
- Bezerl Quelle BR 23.07.12: 'A Bezerl' ist in Oberbayern ein 'Lämmchen'.- bäzerl ist die verkleinerung auf erl zu einem wort bätz für das schaf - bätz für schaf entsteht dadurch dass man die lautgebung des schafs - bäh bäh - eben zu einem namen umgeformt hat - bätz eben - und bäzerl für ein lämmchen.Unseren Kindern hab ich erklärt, das ist ein Bätzala-mäh und nicht ein Bätzala-bäh. Heppala-mäh gibts auch = kleine ZiegenWohl eher von pecus = Schaf und bei uns machen alle Schafe mäh und nicht eines davon macht bäh; pecus = Schaf + aetatula = zartes Alter, Kindesalter; vulgärlateinischen pittittus = klein, gering, jung; schwäb. Bätz Widder wohl von pecus + aetas, Bätzel Schaf; Balatus = das Blöken eines Schafs;
- Bfalter Quelle BR 16.03.12: Der 'Bfalter' ist in der Oberpfalz ein 'Aufbewahrungsschrank', beispielsweise für Lebensmittel - pfalter das kommt letztlich von behalten ein behältnis wo lebensmittel aufbewahrt werden - ein Schrank eben - wieso aber pfalter von behalten - das ist genaus so wie behüten = zu bayerisch pfieten zum beispiel pfüat gott = behüten = bfüten - behalten = bfalten.
- Biabal, das Biabal, das[biàwàl] 1.kleiner Junge, Bub, Bübchen 2.(abfällig) Halbwüchsiger, Heranwachsender, Jugendlicher (…wos wuist denn du, Büaberl? Du konnst ja no ned amoi gradaus bieseln!)
- Bichl Bichl, der Büchl, der [bi:che] Bichl, der Büchl, der [bi:che] Anhöhe, Hügel Quelle BR 13.04.12: 'Bichl' sagt man in Oberbayern zum 'Hügel'- das ist eigentlich die dialektaussprache eines sehr altertümlichen standardsprachlichen wortes bühl - bühl in der standartsprache unüblich - im dialekt heute noch gang und gäbe für hügel - das ist ein altes germanisches wort - indogermanischer herkunft - also ein uraltes Wort - nur noch im dialekt erhalten.Als das wäre schon mal Bühl am Rhein und Gut Aiderbichl.Quelle Buck: Bühel, Bühl, Büchel, Pichl, Bichl, Biel usw. ahd. puhil, Hügel, Anhöhe. Überaus häufig.
- Bibal, das Biberl, das Bibal, das Biberl, das[biwàl] Küken
- bicken bicken [biggà] 1. aufkleben, kleben 2. klebrig sein (…der ganze Bodn bickt!)
- Biddschn, die Biddschn, die [biddschn] Eimer, Kanne
- Bierniegl Bierniegl Altbayern Gerstenkorn im Auge (kleine eitrigeEntzündung)
- Bierbrocken, der Bierbrocken, der[biàbroggà] warmes Bier mit Brotbrocken
- Biezniggl Quelle BR 23.10.2009: 'Biezniggl' sagt man im Bayerischen Wald zu einem jähzornigen oder trotzigen Kind. Das Wort besteht aus zwei Teilen: Der Vorname Nikolaus ist mit 'Niggl' gemeint und wird oft auch etwas geringschätzig für einen zu kleinen Menschen verwendet. In unserem Fall für ein 'Biezniggel', für ein Kind, das auch noch beißt, wütend und zornig ist
- Bierschwemm, die Bierschwemm, die[biàschwemm] Bierschwemme, Bierkneipe
- bereits fast: Dees Auto kost bereits 20.000 Duden 1. schon"es ist bereits sechs Uhr" SÜDWESTDEUTSCH•BESONDERS SCHWEIZERISCH fast, nahezu, so gut wie"bereits die ganze Ernte ist verdorben"
- Betthafa Nachttopf
- Bibgockl Bigauderer, der Truthan
- Bide, -ä Stenz, alberner Kerl (Zusammenh. mit. Büttel; Altf.. Püdel)) sonst unausmachbar)
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- Bidschä Budget Budget, Haushaltsplan Haushaltsplan, Voranschlag von öffentlichen Einnahmen und Ausgaben; EtatGebrauchPolitik, WirtschaftBEISPIELEdas Budget bewilligendie Abgeordneten stimmten dem Budget zuetwas vom Budget streichen (für etwas keine Geldmittel mehr bewilligen) jemandem für bestimmte Ausgaben zur Verfügung stehende GeldmittelGebrauchumgangssprachlich scherzhaftBEISPIELjemandes Budget ist erschöpft
- Bierbaß tiefe Stimme, zuweilen v. Saufen