33
bayerisches wörterbuch b (Subject) / b3 (Lesson)
Advertisement
- Beckel, der Beckel, der[bäggl] Eigenart, Schaden(Kann sowohl körperlicher als auch seelischer Natur sein. …seit seiner Krankheit hod a an leichten Beggl. …schaug nur hi, wia de wieder rumlafft! De hod aar an scheena Beckl!)
- Beidl, der Beidl, der [baidl] 1. Geldbeutel 2. Hodensack 3. Trottel, Depp
- Beidlschneider, der Beidlschneider, der[baidlschnaidà] Ausbeuter, Wucherer
- Beindl, das beinern (Adj.) beinhart (Adj.) beinig (Adj.) [boànig] Beindl, das [boàndl] Knöchelchen, kleiner beinern (Adj.) [boànàn] knöchern, aus Knochen hergestellt beinhart (Adj.) [boàhardd] knochenhart beinig (Adj.) [boànig] 1. knochig (Fleisch mit vielen Knochen) 2. mager, dürr 3. fest, hart (beinig, beinhart)
- Beisl, das Beisl, das [baisl] Kneipe, Bierschenke
- Beiß, der od. das beißen Beiß, der od. das [baiss] Hautausschlag, Juckreiz beißen [baissn] jucken (…geh kratz mi am Buckl, mi beißt’s!)
- Beißzange, die Beißzange, die[baiszangà] 1. Kneifzange 2. boshafte, gehässige, giftige Frau
- Bechaza BechazaQuelle BR 28.02.12: 'Da Bechaza' ist in der Oberpfalz ein 'lauter Schrei'. more: es ist abgeleitet vom zeitwort beeng oder bejng bedeutet schreien, ein uraltes wort, ahd. bargan? im dialekt noch erhalten und von diesem bejng ist abgeleitet bechezen mit der bay. intensivierungsilbe ätzen also intensiv schreien behetzen und dazu ist abgeleitet der behetzer ein intensiver schrei, ein sehr lauter schrei, so wie ein juchezer einmaliges juchzen ist, so ist eben der behezer ein Bechaza.
- beichat Quelle BR 17.02.12: 'Beichat' sagt man in Oberbayern für 'unförmig'.- ein mensch der etwas unförmig gestaltet ist, von dem kann man sagen, er ist beichat - beichet ist letztlich abgeleitet vom wort balg (balck) - der unförmige mensch schaut also balgartig aus - und in der mundartlichen aussprache wird aus dem beiwort "belgicht" - eben beichat.Wohl von Bacchatio = die Schwelgerei und wer gerne in Genüssen schwelgt nimmt zwangsläufig zu und wird beichat.
- Bawalatschn Bawalaadschn Bawalatschn Altbayern Provisorium Als Provisorium (umgangssprachlich auch „Provi“; von lat. provisio, „Vorsorge“) bezeichnet eine für den vorübergehenden Zweck eingerichtete Sache, wobei die zeitliche Beschränkung des Gebrauches von vornherein festgelegt wird. etwas Großes und Unhandliches
- Advertisement
- Belch, der [bäich] belchat belchert (Adj.) [bäichàd] belfern [bäifàn] Belch, der[bäich] Belch – Bäich(Schimpfwort) grober, unhöflicher, ungebildeter Mensch (…so an ausgschamter Belch!) belchat belchert (Adj.)[bäichàd] belchat – belchert – belchad – bäichad – bäichad grob, ungehobelt, unhöflich, ungebildet (…da neie Kollege is belchat!) Quelle BR 17.02.12: 'Beichat' sagt man in Oberbayern für 'unförmig'.- ein mensch der etwas unförmig gestaltet ist, von dem kann man sagen, er ist beichat - beichet ist letztlich abgeleitet vom wort balg (balck) - der unförmige mensch schaut also balgartig aus - und in der mundartlichen aussprache wird aus dem beiwort "belgicht" - eben beichat.Wohl von Bacchatio = die Schwelgerei und wer gerne in Genüssen schwelgt nimmt zwangsläufig zu und wird beichat. belfern [bäifàn] zanken, schimpfen ständig, bellen bzw. schimpfen
- Beize, die Beize, die [boàzzn] billige Kneipe, Spelunke
- Belli, der [bälle] Belli, der [bälle] 1. Kopf, Schädel (…mei, hat der an Belli auf!) auch: Bellibum 2. Schellen-Siebener, zweithöchster Trumpf beim Watten
- beißn (einen) stören, beunruhigen Dees beißt mi net!
- Beißn, die keifendes Weib
- Beistrich Komma
- belzen sich (irgendwo) nicht mehr belzen können belzen[bäizzn] sich drücken (von der Arbeit), faulenzen sich (irgendwo) nicht mehr belzen können = sich (irgendwo) nicht mehr wohlfühlen, es (irgendwo) nicht mehr aushalten können
- belzig (Adj.) belzig (Adj.) [bäizzig] 1. gefühllos, taub (Gliedmaßen) 2. holzig (Gemüse: Kohlrabi, Rettich) 3. schlecht gelaunt, mürrisch, verärgert
- Beer Beer Altbayern Wald
- Beggamandl Beggamandl Altbayern Vogelscheuche
- Behmdiache Behmdiache Altbayern Kopftuch
- Bemmerl Bömmerl, das Bemmerl Bömmerl, das[bemmàl] Bemmerl – Bemmal – Bömmerl – Bömmal a) Tierkot z.B. von Mäusen, Ratten, Hasen, Schafen, Ziegen (…etz flagga do scho wieder a Hauffa Bemmerl!) b) weinerliches, quengelndes Kind (…gib doch amoi a Ruah, du Bömmerl!)
- bempern bimpern bempern[bemmbbàn] koitieren, Geschlechtsverkehr ausüben, ficken, Liebe machen (…hörst as, d’Nachbarn bempern scho wieda!)
- Bemsel, der Bemsl, der Bemsel, der Bemsl, der[bemmsl] 1. großer Pinsel, Malerbürste 2. Wedel (Weihwasserwedel)
- bengsen bengsen [benxn] 1. betteln, bitten 2. nörgeln, quengeln
- Behmdiache Behmdiache Altbayern Kopftuch
- beidd a weng beidd a weng Altbayern Warte!
- Beigge, Fensterbeigge, Mistbeigge, Hosnbeigge Beigge, Fensterbeigge, Mistbeigge,Hosnbeigge Altbayern: aufgesetzter beweglicher Verschlußeiner Öffnung
- beikn Balken uelle BR 26.06.12: 'Beikn' sind im Werdenfälserland die 'Fensterläden'.- beikn ist eigentlich nur die mundartliche mehrzahlform zum dialektwort bolkn (balken) - nur dass das wort in der mundart nicht nur den dicken balken bedeutet - den wir aus der schriftsprache kennen - kann auch was dünneres bedeuten - bohle oder brett - und festerläden sind nichts anderes als bretter die man dem Fenstern eben vorhängt - mit denen man die Fenster schließt.
- bekufen Quelle PD Profi. Klepsch: bekufen = schmeicheln; kufen = heuchlerisch freundlich; angeblich jiddisch
- Advertisement
- beijdl(buidl)schmatzat beijdl(buidl)schmatzat Altbayern scheinheilig
- Beivegldreeg Beivegldreeg Altbayern Honig
- Bekkekroonke Bekkekroonke Altbayern Spinne