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SKS (Subject) / Wetter (Lesson)
Alle 101 Fragen zur Wetterkunde
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- Welche Windsituation ist mit der Formulierung „Nordwest 6“ bezüglich 1. der Schwankungsbreite in Windrichtung und 2. der Schwankungsbreite in der Windstärke (Böen) verbunden? 1. Die Schwankung in der Windrichtung kann biszu 45° um die Hauptwindrichtung betragen, alsovon Westnordwest (WNW) bis Nordnordwest(NNW).2. Es können Böen auftreten, die etwa 1 bis 2 Bftüber dem Mittelwind liegen.
- Was ist mit dem Zusatz „Schauerböen“ bei der Windvorhersage verbunden? Besonders während der Passage und auf derRückseite von Kaltfronten treten in der näherenUmgebung von Schauern Böen auf, die den Mittelwindum 2 Bft überschreiten können.
- Warum werden Gewitterböen in der Windvorhersage zusätzlich angegeben? Besonders im Sommer können bei SchwachwindlagenGewitter mit Böen auftreten, die Sturm- oderOrkanstärke erreichen können.
- Wie ist der Aufbau von Seewetterberichten? Hinweise auf Starkwind oder Sturm, Wetterlage,Vorhersagen, Aussichten und Stationsmeldungen.
- Welche lokalen Effekte, die das vorherrschende Windfeld stark verändern, können in Seewetterberichten nur eingeschränkt berücksichtigt werden? U. a. Land-/Seewind-Zirkulation, Düsen- undKapeffekte.
- 1. Wann werden Starkwindwarnungen verbreitet? 2. Welche Bezeichnung hat die Starkwindwarnung im internationalen Sprachgebrauch? 1. Bei erwarteten oder noch andauerndenWindstärken zwischen 6 und 7 Bft.2. Near-gale warning.
- 1. Wann werden Sturmwarnungen verbreitet? 2. Welche Bezeichnung hat die Sturmwarnung im internationalen Sprachgebrauch? 1. Bei zu erwartenden oder noch andauerndenWindstärken von mindestens 8 Bft.2. Gale warning.
- Welche Wellenhöhe wird bei der Angabe des Seegangs in Seewetterberichten verwendet? Die kennzeichnende (charakteristische) Wellenhöhe.
- 1. Wie ist die kennzeichnende (charakteristische) Wellenhöhe definiert? 2. Womit müssen Sie rechnen? 1. Mittlere Höhe der gut ausgeprägten (Mittel desoberen Drittels) – nicht extremen – Wellen.2. Einzelne Wellen können das 1,5fache derkennzeichnenden Wellenhöhe erreichen.
- Was bedeutet rechtdrehender bzw. rückdrehender Wind? Rechtdrehend bedeutet Änderung der Windrichtungim Uhrzeigersinn. Rückdrehend bedeutetÄnderung der Windrichtung gegen den Uhrzeigersinnum mindestens 45°.
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- Sie hören am Ende eines Seewetterberichts die Stationsmeldungen. Was sagen Windrichtung und Windgeschwindigkeit gegenüber den Verhältnissen auf See aus? Durch die Umgebung der Wetterstation kann dieWindrichtung verfälscht werden. Die Windgeschwindigkeitist meist reduziert, in Einzelfällenauch erhöht.
- Welche Sichtweiten umfasst der Begriff „diesig“? Sichtweiten über 1 km bis 10 km (bzw. ca. 0,5 bis6 Seemeilen).
- Seegebiete sind international festgelegt. In welchen amtlichen Veröffentlichungen können Sie nachlesen, wo sich das Seegebiet „Fischer“ befindet? Im „Handbuch Nautischer Funkdienst“, im „Jachtfunkdienstfür Nord- und Ostsee“ oder in der„Admiralty List of Radio Signals“.
- Sie wollen einen Törn in einem für Sie fremden Küstenrevier fahren. Wie können Sie sich über mittlere Windverhältnisse für bestimmte Jahreszeiten oder Monate informieren? In den entsprechenden Hafen-, Revierführern.Außerdem z. B. in Monatskarten.
- 1. Was für Wetter muss meistens erwartet werden, wenn der Luftdruck über einen Zeitraum von 3 Stunden um 10 hPa fällt? 2. Was muss bei einem an Bord beobachteten starken Luftdruckfall beachtet werden? 1. Schwerer Sturm.2. Der Kurs und die Fahrt des Schiffes in Bezugauf das Tiefdruckgebiet.
- Wie verändert sich der an Bord beobachtete Luftdruckfall, wenn sich ein Fahrzeug mit Westkurs dem Zentrum eines ostwärts ziehenden Tiefdruckgebiets nähert? Der Luftdruckfall wird verstärkt.
- Mit welchen Windverhältnissen müssen Sie rechnen, wenn Sie im Hafen liegen und der Wind ablandig weht? Die im Hafen vorherrschenden Windgeschwindigkeitenentsprechen nicht den Verhältnissen auf derfreien See.
- Mit welchen Windverhältnissen müssen Sie rechnen, wenn Sie in einem relativ ungeschützten Hafen liegen und der Wind auflandig weht? Die im Hafen vorherrschenden Windgeschwindigkeitenentsprechen etwa den Verhältnissen auf derfreien See.
- Warum verstärkt sich der Wind in engen Durchfahrten? Durch den Düseneffekt (Trichtereffekt) in Durchfahrten.Dabei wird die Luftströmung „zusammengepresst“und beschleunigt.
- Mit welcher Windentwicklung ist zu rechnen 1. in Luv und 2. in Lee von Kaps oder Inseln? 1. Die Windrichtung ändert sich in Luv des Kapszum Teil stark und verläuft oft parallel zum Kap.Die Windgeschwindigkeit nimmt zu.2. Die Windrichtung kann bei besonders hohenGebirgen auch umlaufend werden. Die Windgeschwindigkeitist meist schwach, kann dafür örtlichaber sehr böig sein (Fallwinde).
- Welche Windverhältnisse erwarten Sie in der Nähe von Steilküsten 1. bei auflandigem und 2. bei ablandigem Wind? 1. Der Wind wird durch Küstenführung zum Teilbeschleunigt, wenn er nahezu auflandig oderparallel zur Küste weht.2.Weht der Wind ablandig, muss örtlich mit umlaufendenWinden und erhöhter Böigkeit (Fallwinden)gerechnet werden.
- Wie wird sich das Wetter wahrscheinlich entwickeln, wenn der Wind am Abend 1. abflaut oder 2. zunimmt? 1. Langsames Abflauen des Windes ist oft ein Zeichenfür gutes Wetter.2. Windzunahme am Abend kündigt häufig Starkwind,Sturm und Regen an.
- 1. Womit müssen Sie auf der Nordhalbkugel rechnen, wenn nach Durchzug einer Kaltfront der Wind rückdreht und der Luftdruck wieder fällt? 2. Wie nennt man die Wetterlage? 1. Meist deutliche Wetterverschlechterung miterneut auffrischendem Wind bis Sturmstärke.2. Troglage.
- Welche Windverhältnisse erwarten Sie auf der Nordhalbkugel während der unmittelbaren Passage eines markanten Troges? Der Wind dreht recht, meist über 60 bis 90°. Windebis Orkanstärke besonders auf der Rückseiteeines Troges.
- Wie entsteht Nebel? Zufuhr von Feuchte, Mischung von Luftmassen mithoher Feuchtigkeit und verschiedener Temperatur,Abkühlung der Luftmasse.
- Wie ist Nebel definiert? Sichtweite unter 1000 Meter.
- 1. Wie entsteht Kaltwassernebel? 2. Zu welcher Jahreszeit tritt diese Nebelart in europäischen Gewässern bevorzugt auf? 1.Warme und feuchte Luftmassen werden durchden kalten Untergrund (Meer) unter den Taupunktabgekühlt.2. Überwiegend im Frühjahr.
- 1. Wie entsteht Warmwassernebel? 2. Zu welcher Jahreszeit tritt diese Nebelart in europäischen Gewässern bevorzugt auf? 1. Kalte Luft strömt über warmes Wasser. DurchVerdunstung an der Wasseroberfläche kommtes bei hoher Differenz zwischen der Luft- undWassertemperatur zur Feuchtesättigung.2. Überwiegend im Herbst.
- 1. Wie entsteht Strahlungsnebel? 2. Wo ist diese Nebelart anzutreffen? 1. Nach Sonnenuntergang kann sich bei klaremHimmel die bodennahe Luftschicht über Landunter den Taupunkt abkühlen.2. Besonders auf Flüssen und engen Durchfahrten,außerdem durch seewärtige Windverdriftungin Küstennähe.
- Wodurch kann es im Mittelmeerraum in besonderen Fällen zur Sichtreduktion kommen? Bei bestimmten Wetterlagen kann mit der Luftmassetransportierter Saharastaub die Sicht starkvermindern.
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- Woraus besteht Seegang? Nr. Aus Windsee und Dünung.
- Was verstehen Sie unter Windsee? Seegang, der durch den Wind am Ort oder in dernäheren Umgebung angefacht wird.
- Wovon hängt die Höhe der Windsee ab? Windgeschwindigkeit, Fetch (Windwirklänge) undWirkdauer des Windes.
- 1. Was verstehen Sie unter Dünung? 2. Was kann einsetzende hohe Dünung andeuten? 1. Seegang, der dem erzeugenden Windfeld vorausläuft,sowie abklingender (alter) Seegang.2. Einen eventuell aufziehenden Sturm.
- Was verstehen Sie unter der Wellenhöhe? Der senkrechte Abstand zwischen Wellenberg undWellental.
- Was verstehen Sie unter der Wellenlänge? Der horizontale Abstand zwischen zwei Wellenbergen.
- Welchen Seegang müssen Sie erwarten, wenn Sie küstennah bei ablandigem Wind fahren? Der Seegang wird nicht so hoch sein wie auf derfreien See, da der Fetch (Windwirklänge) nur sehrkurz ist.
- 1. Welchen Seegang müssen Sie erwarten, wenn Sie küstennah bei auflandigem Wind fahren? 2. Welche Gefahr besteht bezüglich der Entwicklung des Seegangs außerdem? 1. Der Seegang wird ähnlich ausgeprägt sein wieauf der freien See, da genügend Fetch (Windwirklänge)vorhanden ist.2. Dort, wo das Wasser fIacher wird, oder imBereich von Untiefen muss mit Brechern undGrundseen gerechnet werden.
- 1. Was verstehen Sie unter einer Grundsee? 2. Welche Höhen kann sie erreichen? 1. Meereswellen mit besonders hohen Brechern,die durch Untiefen oder Küstennähe bzw. durchansteigenden Meeresboden entstehen.2. Etwa das 2,5fache der kennzeichnenden(charakteristischen) Wellenhöhe.
- Wie verändert sich Seegang, wenn Wind und Meeresströmungen (z. B. Gezeitenstrom) entgegengesetzte Richtungen haben? Die Wellen werden kürzer und steiler.
- Wie verändert sich Seegang, wenn Wind und Meeresströmungen (z. B. Gezeitenstrom) die gleiche Richtung haben? Die Wellen werden länger und flacher.
- 1. Was verstehen Sie unter einer Kreuzsee? 2. Geben Sie 3 Beispiele an, wo mit Kreuzsee zu rechnen ist. 1. Windsee und Dünung laufen aus unterschiedlichenRichtungen heran.2. Kurz vor und bei dem Durchzug einer Kaltfrontoder eines Troges sowie in der Nähe des Tiefkerns
- Welcher Seegang ist in Lee kleiner Inseln zu erwarten? Kreuzlaufende See, die meist kurz und kabbeligist.
- Welche Faktoren können die Länge und Höhe des Seegangs erheblich verändern? Wassertiefe sowie Meeres- und Gezeitenströmungen.
- Im Internet finden Sie auf einer „Wetterseite“ eine Vorhersagekarte für die Dünung. Können Sie daraus ungefähr den vorherrschenden Wind über See ableiten? Nein. Dünung kann vorhanden sein, auch wennkein Windfeld unmittelbar vorhanden ist.
- Mit welchem Messinstrument wird an Bord die Windgeschwindigkeit gemessen? Mit einem Anemometer.
- Welche Windgeschwindigkeit zeigt das Anemometer an, wenn das Fahrzeug Fahrt durchs Wasser macht? Die scheinbare Windgeschwindigkeit.
- 1. Warum sollten Luftdrucktendenzen an Bord beobachtet und aufgezeichnet werden? 2. In welchem zeitlichen Abstand sollte man den Luftdruck aufzeichnen? 1. Eventuelle Wetterveränderungen (z. B. Trog,Annäherung eines Tiefdruckgebiets) könnenregistriert werden.2. Mindestens alle 4 Stunden.
- Mit welchem Messinstrument wird an Bord der Luftdruck gemessen? Mit dem Barometer oder Barographen.
- 1. Wie bestimmen Sie an Bord die Windstärke, wenn keine Windmessanlage vorhanden ist? 2. Wie bestimmen Sie an Bord die Windrichtung, wenn keine Windmessanlage vorhanden ist? 1. Die Windstärke wird geschätzt mit Hilfe derBeaufortskala in Anlehnung an das Seegangsbild.2. Die Windrichtung wird anhand der Verlagerungder Wellenkämme geschätzt.