pädagogisch-psychologische Diagnostik (Subject) / Methoden (Lesson)
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die wichtigsten Datenerhebungsmethoden in der psychologischen und psychologisch-pädagogischen Diagnostik
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- sozialnormorientierter Test - auch normorientierte DIAGNOSTIK Beurteilung einer leistung / Merkmalsausprägung wird durch den Vergleich mit anderen Merkmalsträgern vorgenommen Mglkt 1: eigene Gruppe -->Erhebung der Daten nicht standardisiert (z.B. Klassenarbeit) -->Vergleichsmaßstab ist die durchschnittl. Leistung Mglkt 2: Normstichprobe -->Erhebung der Daten über standadisierte Tests (z.B. HSP) -->Vergleichsmaßstab ist die Normstichprobe
- wichtigste Datenerhebungsmethoden --> Verhaltensbeobachtung --> Gesprächs- und Interviewverfahren --> Testverfahren
- Verhaltensbeobachtung unsystematisch -> Zufallsbeobachtung, Alltagsbeobachtung systematisch -> geplant und organisiert
- Urteilstendenzen Beobachtungsfehler, Abgabe verzerrter Beurteilungen u.a.: -> Halo-Effekt (eine Ausprägung überstrahlt alles ) -> Milde- / Strengetendenz (zu strengoder zu mild beurteilt) -> Tendenz der Mitte (Mittelwert wird angenommen, obwohl Lstg anders liegen) -> Primacy-Effect (erster Eindruck überlagert alles) -> Regency-Effect (letzter Eindruck überlagert alles)
- systematische Verhaltensbeobachtung -> Minimierung von Beobachtungsfehlern -> klar definierter Beobachtungsgegenstand -> regelgeleitetes, standardisiertes Vorgehen -> Stichprobe ist repräsentativ z.B.: Verhaltensweise tritt wann / wie oft auf?
- Kappa von Cohen oder Cohen`s Kappa -> Beobachtungskoeffizient k=p0-pc / 1-pc -> bestimmt Qualität der Beobachterübereinstimmung -> 0<=k<=1 je größer der Wert von kappa, umso größer die Übereinstimmung bei den Beobachtern -> Werte unter 0.4 sind unbrauchbar, Werte ab 0.75 weisen auf hohe Übereinstimmung hin
- Test ist ein wissenschaftliches Routineverfahren zur untersuchung eines oder mehrerer empirisch abgegrenzter Persönlichkeitsmerkmale mit dem Ziel einer möglichst genauen quantitativen Aussage über den relativen Grad der individuellen Merkmalsausprägung (Lienert und Raatz, 1998)
- kriteriumsbezogener Test -> erlaubt Aussage, ob eine Person ein vorher festgelegtes Kriterium (z.B. Therapieziel, Mindest-Punktzahl usw) erreicht hat oder nicht -> fast ausschließlich schulisch -> = lehrzielorientierter Test -> benötigt inhaltliche Präzisierung und quantitative Festlegung (genaue Angabe Kompetenzgrad) des Lehrzieles
- Testverfahren -> nicht-standardisierte Verf. = informelle Verfahren z.B. Leistungskontrollen, mündliche Kontrollen, Vokabeltest usw. -> standardisierte Verfahren, 4 Gruppen Intelligenztest ( allgemeine Intelligenz, spezielle Begabungen) Entwicklungstest (frühe Kindheit) Leistungstest ( spezielle Leistungen, Schulleistungen) Persönlichkeitstest (Eigenschaften, Einstellungen, Interessen)
- Bezugsnorm -> soziale Bezugsnorm in einer Vergleichsgruppe erhobenen Werte -> sachliche oder kriteriumsbezogene Bezugsnorm Erreichen oder Nichterreichen eines vorab definierten Kriteriums -> individuelle Bezugsnorm Vergleich mit den eigenen vorher erbrachten Leistungen
- individuelle Bezugsnorm Lernverlaufsdiagnostik
- Beobachtungssystem -> ermöglicht Ziehung einer repräsentativen Stichprobe -> vorherige Festlegung manifester Variablen erhöht inhaltliche Validität -> hohe Beurteiler-Übereinstimmung durch standardisiertes Vorgehen und präzise Vorgaben der Protokollierung -> objektivität, Zuverlässigkeit, Gültigkeit
- diagnostische Kompetenz -> Fähigkeit von Beurteilern, Leistungsstand, Lernvoraussetzung und Lernverläufe sowie Schwierigkeiten von Aufgaben und Lernanforderungen akkurat einzuschätzen und effektiv zu nutzen -> nicht durch irrelevante Vorinformationen beeinflussen zu lassen
- Referenzgruppeneffekt Beurteilungsfehler Schüler mit durchschnittlicher Leistung werden in leistungsschwächeren Klassen besser beurteilt als in leistungsstärkeren
- Entscheidungsfehler -> zwei Arten: α-Fehler (Unterschätzung der Lstg.) und β-Fehler (Überschätzung der Lstg.) -> sind voneinander abhängig: Vermeidung des einen kann den anderen stärken
- Intelligenzquotient nach William Stern IQ=Quotient aus Intelligenzalter und Lebensalter mal 100 -> wird so nicht mehr eingesetzt: IQ sinkt mit steigendem Lebensalter -> geblieben ist: IQ=100 durchschnittliche Leistung IQ<100 unterdurchschnittlich IQ>100 überdurchschnittlich
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- Big Five -> 5 Hauptdimensionen der Persönlichkeit Aufgeschlossenheit - Openness Perfektionismus - Conscientiousness Geselligkeit - Extraversion Verträglichkeit - Agreeableness Neurotizismus - Neuroticism = OCEAN-Modell -> Sehr stabil, unabhängig, Weitgehend kulturstabil -> Standardmodell -> Erblichkeit 55-60%, 40-45% individuelle Umwelt, Fehler ca 5-10 % -> Diagnostik über Fragebogen, z.B. NEO-PI-R
