Botanik (Subject) / Systematische Botanik (Lesson)

There are 63 cards in this lesson

Vorlesung

This lesson was created by Monale.

Learn lesson

  • Wie definiert man Darwinismus? Mechanismus evolutionärer Veränderung: Selektion wirkt auf variable erbliche Merkmale
  • Was sind die drei Voraussetzungen der Evolution im Sinne Darwins? Prinzip der Heritabilität- Nachkommen sind ihren Eltern ähnlicher als nicht-verwandten Individuen- Setzt Reproduktion voraus Prinzip der Variation- Individuen in einer Population unterscheiden sich voneinander- Variation entsteht durch imperfekte Replikation Prinzip der Selektion- Einige Formen überleben / vermehren sich besser als andere in ihrer Umwelt- Konkurrenz oder ‚Constraints‘ durch die Umwelt resultieren in Selektion
  • Welche zwei Typen von evolutionärer Veränderung unterscheidet man? Anagenese: Veränderungen innerhalb evolutionärer Linien (=Transformation)- Typisch für Mikroevolution (Effekt von Evolution innerhalb von Populationen (Populationsgenetik): Veränderung von Allelfrequenzen über Generationen)-> z.B. über Selektion die zur Evolution von Adaptationen führt Kladogenese: Aufspaltung evolutionärer Linien (=Diversifikation)- Typisch für Makroevolution-> z.B. über Adaptationen die Reproduktive Isolation nach sich ziehen. => “Nicht-adaptive” Evolution kann dieselben Muster bewirken.
  • Was ist eine Phylogenie? ► Wir kennen niemals die genaue evolutionäre Geschichte! ► Eine Phylogenie ist eine Hypothese zum evolutionären Muster einer Organismengruppe. ► Sie kann als Diagramm (“phylogenetischer Baum”)graphisch dargestellt werden- zeigt hierarchische Sequenz von Aufspaltungen- kann Informationen zum Zeitpunkt der Aufspaltungen enthalten (zeitlich geeichte -“dated”-     Phylogenie).
  • Welche zwei Typen von evolutionärer Veränderung unterscheidet man? Anagenese: Veränderungen innerhalb evolutionärer Linien (=Transformation)- Typisch für Mikroevolution (Effekt von Evolution innerhalb von Populationen (Populationsgenetik): Veränderung von Allelfrequenzen über Generationen)-> z.B. über Selektion die zur Evolution von Adaptationen führt Kladogenese: Aufspaltung evolutionärer Linien (=Diversifikation)- Typisch für Makroevolution-> z.B. über Adaptationen die Reproduktive Isolation nach sich ziehen. => “Nicht-adaptive” Evolution kann dieselben Muster bewirken.
  • Was ist eine Phylogenie? ► Wir kennen niemals die genaue evolutionäre Geschichte! ► Eine Phylogenie ist eine Hypothese zum evolutionären Muster einer Organismengruppe. ► Sie kann als Diagramm (“phylogenetischer Baum”)graphisch dargestellt werden- zeigt hierarchische Sequenz von Aufspaltungen- kann Informationen zum Zeitpunkt der Aufspaltungen enthalten (zeitlich geeichte -“dated”-     Phylogenie). ► Phylogenie gibt auch Einblick in die zeitliche Dimension der Diversitätsentwicklung- Organismische Merkmale können sich über die Zeit verändern- Phylogenie, d.h. die evolutionären Geschichte einer Organismengruppe, kann also anhand von Merkmalen von Organismen rekonstruiert werden
  • Wie unterscheidet man Taxonomie und Klassifikation? ► Taxonomie – Teil der Systematik, der sich mit der Klassifikation von Organismen und der dafür erforderlichen Verfahren und Regeln beschäftigt ► Klassifikation – Ordnung einer Objektvielfalt nach vom Beobachter mehr oder weniger subjektiv ausgewählten Kriterien
  • Nennen Sie Beispiele für "Merkmal" und "Merkmalszustände". Merkmal (Character): Form Merkmalszustände (Character states): rund, nicht rund
  • Zeigen Sie die taxonomischen Rangstufen mit Beispielen auf Abteilung                                  -phyta                                SpermatophytaKlasse                                      -opsida                               AsteropsidaOrdnung                                   -ales                                  AsteralesFamilie                                     -aceae                                AsteraceaeGenus/Gattung                             -                                     HelianthusSpecies/Art (sp., spp.)                   -                                    Helianthus annuusSubspecies/Unterart (subsp., ssp.)  -                                    Helianthus annuus subsp. annuusVariety (var.)                                 -                                    Helianthus annuus var. annuusForm (f.)                                       -                                    Helianthus annuus f. annuus
  • Zeigen Sie die binäre Nomenklatur nach Carl. v. Linné anhand zwei Beispielen auf. Namen bestehen aus: • 1Gattungsname• 2Artname• 3Erstauthor bzw. Authoren 1Anemone 2vernalis 3L.                               ist ein Synonym von: 1Pulsatilla 2vernalis (L.) Mill. Bedeutung: Miller hat Linnés Taxon in die Gattung Pulsatilla transferiert. Prioritätsregel: die erste gültige Veröffentlichung ist maßgeblich
  • Was ist die Endosymbiontentheorie und wie wird diese argumentiert? Kernhypothese: Plastiden stammen von Cyanobakterien ab (Symbiogenese) ► Plastiden als unabhängig replizierende Organelle ► Doppelmembran(innere ähnlich Prokaryoten) ► Genom (haploid)        ►  Sequenzähnlichkeiten mit Cyanobac.        ►  DNA ringförmig, ohne Histone ► Transkription        ► mRNA ohne 3‘ poly-A ► Translation         ►  Polypeptide beginnen mit fMet statt Met         ►  70S Ribosome (rRNA wie Cyanobac.)
  • Welche drei Gruppen der Makroalgen kennen Sie? Rhodophyta (Rotalgen) Phaeophyceae (Braunalgen, Tange) Chlorophyta (Grünalgen)
  • Was ist die Endosymbiontentheorie und wie wird diese argumentiert? Kernhypothese: Plastiden stammen von Cyanobakterien ab (Symbiogenese) ► Plastiden als unabhängig replizierende Organelle ► Doppelmembran(innere ähnlich Prokaryoten) ► Genom (haploid)        ►  Sequenzähnlichkeiten mit Cyanobac.        ►  DNA ringförmig, ohne Histone ► Transkription        ► mRNA ohne 3‘ poly-A ► Translation         ►  Polypeptide beginnen mit fMet statt Met         ►  70S Ribosome (rRNA wie Cyanobac.)
  • Welche drei Gruppen der Makroalgen kennen Sie? Rhodophyta (Rotalgen) Phaeophyceae (Braunalgen, Tange) Chlorophyta (Grünalgen) Ähnlichkeiten in Form, aber phylogenetisch separate Gruppen► Alge (lat. Seegras/Tang)    → bezeichnet eine Lebensform: verschiedene wasserlebende photosynthetische Lebewesen'► Haploid (1n) !
  • Was ist die Endosymbiontentheorie und wie wird diese argumentiert? Kernhypothese: Plastiden stammen von Cyanobakterien ab (Symbiogenese) ► Plastiden als unabhängig replizierende Organelle ► Doppelmembran(innere ähnlich Prokaryoten) ► Genom (haploid)        ►  Sequenzähnlichkeiten mit Cyanobac.        ►  DNA ringförmig, ohne Histone ► Transkription        ► mRNA ohne 3‘ poly-A ► Translation         ►  Polypeptide beginnen mit fMet statt Met         ►  70S Ribosome (rRNA wie Cyanobac.)
  • Welche drei Gruppen der Makroalgen kennen Sie? Rhodophyta (Rotalgen) Heterokontophyta (Braunalgen, Tange) Chlorophyta (Grünalgen) Ähnlichkeiten in Form, aber phylogenetisch separate Gruppen► Alge (lat. Seegras/Tang)    → bezeichnet eine Lebensform: verschiedene wasserlebende photosynthetische Lebewesen'► Haploid (1n) !
  • Nenne Sie Merkmale der Makroalgengruppen. Rhodophyta (Rotalgen)►  überwiegend marin►  ca. 4000 Arten►  meist trichal und pseudoparenchymatisch organisiert►  Lieferanten von Agar Agar, Carageenan und Algenkalk Phaeophyceae (Braunalgen, Tange)wichtige Makroalgenklasse innerhalb der Heterkontophyta;►  marin►  ca. 2000 Arten►  trichal bis parenchymatisch organisiert►  früher wichtiger Rohstoff zur Pottasche- und Jodgewinnung, heute für Alginat Chlorophyta (Grünalgen)► limnischundmarin► ca.7000Arten► von einzellig bis trichal, siphonal und selten parenchymatisch organisiert► wirtschaftlich unbedeutend► wichtige Phytoplankton-Organismen und Symbionten in Flechten
  • Wo sind Makroalgen zu finden? An Land, zB in Flechten
  • Was sind Flechten? ► Symbiotische Lebensgemeinschaft zwischen       ≥1Pilz(Mykobiont)       und ≥ 1 photosynthetischen Partner (Photobiont), zB                    ► Grünalgen (Chlorophyta)                    ► Cyanobakterien (Blaualgen) ► 25 000 Flechtenarten (2000 in Mitteleuropa)                    ► TaxonomierichtetsichnachPilz-Partnern
  • Wann und wie fand die Kolonisierung des Landes statt? ► Landpflanzen sind seit ca. 470Ma belegt          ►  Möglicherweise aber älter (?515Ma, Kambrium)          ►  Moose (Lebermoose?) unter den ältesten  Landpflanzen          ►  Fossile Sporen/Sporangien im Oman aus Ordivizium (?450Ma)► Signifikantes Ereignis in der Geschichte des Planeten          ► Terrestrische Flora zuvor vermutlich von krustenbildenden Algen, Flechten,   Cyanobakterien und Pilzen dominiert► Ermöglicht durch [O2]↑↑ (ursprünglich von Cyanobakterien)          ►  Resultierende Ozonschicht reduzierte UV Strahlung          ►  War vermutlich für Landgang notwendig► Landpflanzen          ► trugen wesentlich zur Verwitterung von Gestein und Entstehung von Böden bei          ► ermöglichten rapide Zunahme terrestrischer Biodiversität
  • Welche Schwierigkeiten bringt das Leben an Land mit sich? ►  Gametenübertragung in nicht-aquatischer Umgebung►  Gameten und Sporen benötigen Schutz vor Austrocknung►  Leben an trockener Luft benötigt Aufnahme, Speicherung und Minimierung von Verlust von Wasser►  Stabilität: Schwerkraft, kein Auftrieb.►  Schließlich Konkurrenz um Wasser und Licht → Anpassungen im Lebenszyklus
  • Welche Synapomorphien der Embryophyten sind durch die Landanpassung entstanden? ► Vielzelliger Embryo, oft mit Ruhestadium= Mehrzellige Entwicklung auf «Mutterpflanze» ► Sporopollenin in Sporenwänden= Extrem resistentes Heteropolymer ► Vegetationskörper aus stark differenziertem Gewebe aufgebaut ►Multizelluläre «Gametangien»= Archegonien (♀) und Antheridien (♂)
  • Was haben Moose und Embryophyta gemeinsam? ► Sind begeißelt ► Besitzen Photosynthesepigmente (wie Grünalgen und Landpflanzen) und gleiche Photosyntheseprodukte
  • Was sind Besonderheiten der Moose? ► Generationswechsel mit Betonung des Gametophyten (n) ► Sporophyt (2n) nur kurzlebig und abhängig vom Gametophyt (im Gegensatz zu Farnen und Blütenpflanzen!) ► Besitzen meistens kein speziell differenziertesLeitungsgewebe, auch kein Lignin (→ limitiert Wuchsform) ► Wasser- und Nährstoffaufnahme erfolgt über die ganze Oberfläche (im Gegensatz zu Farnen und Blütenpflanzen!) ► Blättchen (Phylloide) sind (außer Mittelrippe) aus einzelner Zellschicht (im Gegensatz zu Farnen und Blütenpflanzen!)
  • Warum haben Moose eine unvollkommene Anpassungen an das Landleben? ► Moosbiotope sind meist feuchte und schattige Standorte- Resorption von Wasser erfolgt über die gesamte Pflanzenoberfläche- Befruchtung ist wasserabhängig ► Stomata fehlen meist ► Unvollkommene Abschluss-Gewebe (Cuticula sehr zart) ► Kein hochentwickeltes Leitgewebe- Oft wechselfeucht- Wassertransport kapillar- Einfache langgestreckte, leere Zellen mit verdickten Wänden als Wasserleitbahnen (Hydroiden) ► Keine Wurzeln, nur Rhizoide
  • In welche drei Abteilungen werden die Moose zusammengefasst? Musci / Bryopsida (Laubmoose)– Laubmoose i.e.S. - Bryidae– Torfmoose - Sphagnidae– Klaffmoose - Andreaeidae Hepaticae (Lebermoose)– Jungermanniopsida– Marchantiopsida Antheropsida (Hornmoose)
  • Nennen Sie Eigenschaften der Laubmoose? ►  10-12 000 spp►  immer beblättert, d.h. mit Blättchen und Stämmchen►  Blattstellung meist spiralig►  Kapsel mit Deckel und Zahnkranz (Peristom)
  • Nennen Sie Eigenschaften der Torfmoose / Sphagnidae. Zwei Gattungen, incl. Sphagnum, ca. 200 Arten► Stämmchen ohne Rhizoide► Blätter mit besonderer Morphologie► Kapsel mit besonderen Merkmalen Eine der häufigsten Pflanzen der Erde (ca. 1% Erdoberfläche!) Pflanzen wachsen an der Oberfläche weiter, tiefere Schichtensterben (→Torf), in dichten Polstern Torfbildend, oft in Hochmooren, mit niedrigem pH-Wert Als Brennmaterial in Finnland und Irland (wenig Bäume) Hält Wasser, ist sauer und anti-septisch► Gartenmaterial► Gartenbau - gegen Pilz, für kranke Pflanzen► Verbandsmaterial im 1.WK► Konservierung von Moorleichen
  • Nennen Sie Eigenschaften der Lebermoose/Hepaticae. ► Marchantiopsida – meist thallös->Älteste Fossilien aus dem Perm (292-252 Ma) ► Jungermanniopsida – meist folios-> Unterscheidung von Laubmoosen an Blättchen und Sporenkapsel ► Ölkörper in den Zellen der Blättchen (charakteristisch) ► Oft thallös (ohne Stengel und Blätter), aber manchmal beblättert- Wenn beblättert, Blätter in drei Reihen ..- .. Blätter ohne Mittelrippe ► Sporophyt kurzlebiger als bei Laubmoosen ► Sporenkapsel- öffnet sich meist mit 4 Klappen- meist mit Schleuderfäden (Elateren) zur Auflockerung der Sporen
  • Erklären Sie den Gasaustausch und die Fortpflanzung des Brunnenlebermoos (Marchantia polymorpha). ► Thallus mit Grundgewebe (Speicherschicht) und Assimilationsparenchym- Gasaustausch via kaminartige Atemöffnungen- Speicherschicht mit Ölkörperzellen- Unterseite mit Ventralschuppen ► Rhizoide haben nach innen vorspringende Wandverstärkungen (Zäpfchenrhizoide) ► Sexualorgane auf spezialisierten Trägerorganen des Gametophyten (Gametangiophoren) ► Vegetative Vermehrung über Brutkörper / Brutbecher (Gemmen) ► Wichtiger genetischer Modellorganismus- Transformierbar(haploid!)- Simples,sequenziertesGenom ► Häufigste und am weitesten verbreitete Art der Lebermoose ► Auf allen Kontinenten: Tropen – Arktis -> Braucht nur gewisse Grundfeuchte ► Fungizide Wirkung-> Haut/ Nagelpilz-Behandlung
  • Was wissen Sie über Hornmoose? ► Fossil belegt seit Silur (ca. 430 Ma)► Unabhängige Entwicklung von Laub und Lebermoosen► Hornmoose (Antheropsida), ca. 100-250 spp. (z.B.Anthoceros) – sehr kleine Gruppe ►  Gametophyt nicht in Blättchen & Stämmchen gegliedert:thallös = grüne auf Erde wachsende Lappen►  Sporophyt schotenförmig, oben zweiklappig aufspringend, unten weiterwachsend ► Einfache Plastiden mit zentralem Pyrenoid wie bei Chlorophyta= Pyrenoid: subzell./plastidiäres Mikrokomparitment zur CO2-Anreicherung► sonst bei keinen anderen Landpflanzen
  • Nennen Sie Eigenschaften des Acker-Hornmoos (Anthoceros agrestis). ► Europa: temperate Zone- Mittel/S-Europa, N-Afrika, N-Amerika- Mäßig häufig in DE, weit verbreitet ► Pionierart – besiedelt offene Erdstellen schnell ► Auf landw. Nutzflächen (Stoppeläckern)
  • Nennen Sie Eigenschaften früher Gefäßpflanzen. ► Frühe Gefäßpflanzen tauchten vor etwa ~420 Ma auf (Cooksonia: Erste Gefäßpflanze) ► Die ersten Gruppen existieren heute nicht mehr ► Frühe Gefäßpflanzen waren samenlos und homospor- Produzierten nur eine Art von Sporen nach der Meiose- Wie z.B. In Farnen, Schachtelhalmen und einigen Lycophyten ► Bereits im Devon sind Interaktionen mit anderen Organismen (Tiere/Fraß, Mykorrhiza) belegt
  • Was sind die Innovationen früher Gefäßpflanzen? ► Sporophyt ist die bedeutendere/größere und freilebende Generation  ► Wassertransport durch Leitgewebe ► Verzweigte Sprosse erlauben höhere Anzahl an Sporen ► Reproduktion weniger wasserabhängig► Oogamie: Nur eine Gamete (Spermatozoide, begeißelt) muss durch lebensfeindliche Umgebung befördert werden (Eizellen unbeweglich)
  • Wie ist das Leitgewebe aufgebaut? Trachëiden► Langgestreckte Xylem-Zellen zur Wasserleitung mit lignifizierter Zellwand ►Lignin stabilisiert Stiel/Wuchsachse (Druckfestigkeit)- oft fossilisiert► Cellulose gibt Zellwänden zusätzlich Zugfestigkeit(Lignin und Cellulose: häufigste organ. Verbindungen auf der Erde!) ► Einzige wasserleitende Zellen der meisten Gefäßpflanzen- Außer Angiospermen und Gnetophyten: haben auch Tracheen (Gefäßelemente)
  • Vergleichen Sie Moose und Farnartige. Gemeinsamkeiten:► Befruchtung ist wasser- abhängig- Eizelle bleibt in Archegonium► Isokonte Spermatozoide- werden durch Gamone geleitet Unterschiede:► Sporophyt dominiert bei Farnen ► Gametophyt zeigt geringe Differenzierung
  • Wann und bei wem ist Heterosporie bei Gefäßpflanzen entstanden? ► In einigen Lycophyten, Farnen und allen Samenpflanzen► Mehrmals unbhängig entstanden► Bereits im frühen Devon (~370Ma) verbreitet
  • Wie ist Heterosporie definiert? ► Produktion zweier Arten von Sporen in zwei verschiedenen Sporangien ► Mikrosporen in Mikrosporangien gebildet→ entwickeln sich zu ♂ Gametophyten ► Megasporen in Megasporangien gebildet→ entwickeln sich zu ♀ Gametophyten ► Beide Typen viel kleiner und simpler als in homosporen Gefäßpflanzen
  • Wieso benötigen samenlose Gefäßpflanzen feuchte Umgebung? In samenlosen Gefäßpflanzen schwimmen die beweglichenSpermatozoide durchs Wasser ins Archegonium → benötigenfeuchte Umgebung
  • Was ist die Endosporische Entwicklung? Bei heterosporen Gefäßpflanzen: ► Die Gametophyten heterosporer Pflanzen entwickeln sich innerhalb der Sporenwand► Die reduzierten Gametophyten sind oft auf Nahrung vom Sporophyten angewiesen
  • Was ist der kormophytische Aufbau und welche Vorteile kennen Sie? ► Spross und Wurzelsysteme-> Erste Gefäßpflanzen hatten kaum differenzierte über- und unterirdische Gewebesysteme- Wurzeln: Verankerung und Absorption von Wasser und Mineralstoffen- Sprosse und Blätter – Photosynthese   - Blätter = flächige Assimilationsgewebe   - Stockwerkartige Anordnung erlaubt effektive Nutzung des Luftraumes   - Verzweigte Sprosse erlauben höhere Anzahl an Sporen-  Leitgewebe leiten Wasser/Mineralien zu und photosynthetische Produkte weg von den Blättern► Blätter - Mikrophylle: sind kleine, oft nadelförmige Blätter mit einem einzelnen Strang Leitgewebe    - Ursprünglich schuppenartige Gebilde ohne Leitgewebe    - Vielleicht aus sterilem Sporangium gebildet- Megaphylle: Mehrere Leitgewebe-Stränge     - Vermutlich aus ganzen Spross-Systemen entwickelt, verflacht + zu Blattspreite verwachsen     - Zumindest 3× unabhängig entstanden in Farnen, Schachtelhalmen und Samenpflanzen
  • Was versteht man unter der Telomtheorie? = Verschiedene Organtypen wie Blätter in Gefäßpflanzen sind aus wenigen Prozessen im wesentlichen aus Telomen hervorgegangen: ► Telom = gabelig verzweigte unbeblätterte Achsen (Lufttriebe), ursprünglich mit endständigen Sporangien ► Prozesse: Übergipfelung, Planation, Verwachsung, Reduktion und Einkrümmung Telom- und Stelärtheorie: = Erklärt auch komplexen Bau der Sprossachse bei Samenpflanzen Stelärtheorie: Aus ursprünglicherProtostele ergibt sich durch Verwachsung komplexerer Aufbau
  • Welche samenlosen Gefäßpflanzen kennen Sie und in welcher Reihenfolge sind die Gruppen entstanden? Cooksonia (†) -> Lycopodiophyta (Bärlappgewächse) -> Monilophyta (Farne) -> Progymnospermae (†)
  • Was sind Lycophyten? ► Rezente Lycophyten (Gruppe samenloser Gefäßpflanzen)- Nicht verholzt► Bärlappe (Lycopodiaceae)-  Sporophyt als dominante Generation-  Homospor-  Befruchtung benötigt Wasser-  Sporophyll als Sporangien-tragenden Mikrophyllen-  Teilweise nonphotosynthetische Sporophylle in Strobili (Zapfen, Sporophyllstände, ‚Blüten‘) am Ende oberirdischer Äste gruppiert ► Moosfarne (Selaginella)► Brachsenkräuter (Isoetes)
  • Was sind Monilophyten? Monilophyta (samenl. Gefäßspfl.) - Farne und Schachtelhalme, mit 4 Gruppen:► Equisetopsida – Schachtelhalme- eusporangiat = Sporangien von mehrschichtiger Wand umgeben► Psilotopsida – eusporangiat► Marattiopsida – eusporangiat► Polypodiopsida – echte Farne- Zumeist homospor und leptosporangiat- leptosporangiat = Sporangien von einschichtiger Wand umgeben ► Häufig fossilisiert (ab Karbon)► >12k spp. mit größter Diversität in den Tropen► Feuchte Lebensräume – Befruchtung benötigt Wasser► Möglicherweise Schwesterngruppe der Samenpflanzen?
  • Welche Sporangientypen haben die Monilophyten? Eusporangien: ►  die Wand ist (zwei oder) mehr-schichtig►  aus mehreren Epidermiszellen►  relativ gross►  enthalten viele Sporen►  z.B. Marattia Leptosporangien:►  Sporangienwand 1-schichtig►  aus einzelner Epidermiszelle►  Sporangienstiel bleibt schlank►  enthalten wenig Sporen (meist 64)
  • Was sind Progymnospermae? ► Vorläufer der Samenpflanzen (†)- Ca . 395 – 345 Ma (Mitteldevon - Unterkarbon) -  Charakteristika liegen zwischen samenlosen Gefäßpflanzen und Samenpflanzen - Reproduktion mittles sich frei verbreitenden Sporen-> Größtenteils homospor - Koniferen-ähnliche Bäume-> Prägten in extensiven Wälder die Vegetation
  • Welche Sporangientypen haben die Monilophyten? Eusporangien: ►  die Wand ist (zwei oder) mehr-schichtig►  aus mehreren Epidermiszellen►  relativ gross►  enthalten viele Sporen►  z.B. Marattia Leptosporangien:►  Sporangienwand 1-schichtig►  aus einzelner Epidermiszelle►  Sporangienstiel bleibt schlank►  enthalten wenig Sporen (meist 64)
  • Was sind Progymnospermae? ► Vorläufer der Samenpflanzen (†)- Ca . 395 – 345 Ma (Mitteldevon - Unterkarbon) -  Charakteristika liegen zwischen samenlosen Gefäßpflanzen und Samenpflanzen - Reproduktion mittles sich frei verbreitenden Sporen-> Größtenteils homospor - Koniferen-ähnliche Bäume-> Prägten in extensiven Wälder die Vegetation
  • Was sind Bärlappe (Lycopodiaceae)? ► Älteste Nachweise 420 Ma ► Oft mit Mykorrhiza ► 4 Genera / ~400-500 spp->  3 / 9 in Mitteleuropa– Lycopodium (Diphasiastrum) ~ 50 spp.– Huperza ~390 spp., meist tropisch– Lycopodiella ~40 spp.– Phylloglossum, 1 Art in AU/NZ Sporophyllstand/Strobili [hier werden die Sporen (n) produziert] (oberer Teil d. Pflanze) Sporophyt (2n) (unterer Teil)