27

Wettbewerbspolitik (Subject) / Wettbewerbspolitische Leitbilder (Lesson)

Wettbewerbspolitische Leitbilder

This lesson was created by L0wbird.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Klassischer Liberalismus Ziele Gegen Absolutismus und damit verbunden Merkantilismus im 18. Jh Abschaffung Monopolprivilegien
  • Klassischer Liberalismus Methodik Offene Märkte unsichtbare Hand freies Spiel der Kräfte
  • Klassischer Liberalismus Vertreter Adam Smith
  • Klassischer Liberalismus Handlungsempfehlung Rückbesinnung auf Kernaufgaben des Staates: Schaffung von Infrastruktur, Rechtsordnung keine staatliche Antikartell- und Antimonopolpolitik
  • Neoklassik Ziele Modell der vollständigen Konkurrenz Harmonie Einzel- und Gesamtinteressen gegen Modelllosigkeit des klassischen Liberalismus
  • Neoklassik Methodik Atomistische Marktstruktur vollkommene Info homogene Güter rationale Entscheidungen keine Reaktionszeiten keine Präferenzen (zeitlich, räumlich)
  • Neoklassik Vertreter Léon Walras, William Stanley Jevons
  • Neoklassik Handlungsempfehlung Keine Markteintrittsbürden keine staatlichen Interventionen in Preismechanismus
  • Ordoliberalismus / Freiburger Schule Ziele Schaffen einer freiheitlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung → gegen staatischer Gleichgewicht Ansatz der Neoklassik (hoher Einfluss auf GWB (1958))
  • Ordoliberalismus / Freiburger Schule Methodik Liberales Element: Schaffen möglichst vieler Freiheitsspielräume der Individuen vs. Ordnungselement wohlgeordneter Ablauf des Wettbewerbsprozess
  • Advertisement
  • Ordoliberalismus Freiburger Schule Vertreter Walter Eucken, Franz Böhm
  • Ordoliberalismus / Freiburger Schule Handlungsempfehlung Konstituierende + regulierende Prinzipien → Antimonopolpolitik Kartellverbote aktive Wirtschaftsverfassungspolitik → als-ob Wettbewerb
  • Konzept der optimalen Wettbewerbsintensität im weiten Oligopol Ziele Durch eine bestimmte Marktstruktur Maximierung der Wettbewerbsfunktion weites Oligopol
  • Konzept der optimalen Wettbewerbsintensität im weiten Oligopol Methodik potentielle Wettbewerbsintensität + effektive Wettbewerbsintensität → maximiert
  • Konzept der optimalen Wettbewerbsintensität im weiten Oligopol Vertreter Erhard Kantzenbach
  • Konzept der optimalen Wettbewerbsintensität im weiten Oligopol Handlungsempfehlung Monopol: Entflechtung, Fusionskontrolle → weites Oligopol ← Polypol: Fusion + Kooperation erlauben
  • Neuklassik österreichische Schule Ziele Verwirklichung Wettbewerbsfreiheit in Austausch und Parallelprozess → gegen Marktstruktur / Marktverhalten / Marktergebnis Ansatz
  • Neuklassik österreichische Schule Methodik „Harmoniethese“: zwischen Wettbewerbsfreiheit und ökonomischer Vorteilshaftigkeit gibt es keinen Konflikt „Wettbwerb = Entdeckungsverfahren“
  • Neuklassik österreichische Schule Vertreter Erich Hoppmann, Anlehnung an Hayek
  • Neuklassik österreichische Schule Handlungsempfehlung Künstliche Wettbewerbsbeschränkungen verbieten ( Kartelle, Monopole) natürliche Wettbewerbsbeschränkung → Einzelfallprüfung
  • Chicago School Ziele Liberal – konservatives Selbstverständnis Rückbesinnung auf vollständige Konkurrenz
  • Chicago School Methodik → gegen MS/MV/ME Ansatz „Survival of the fittest“ allokative + produktive Effizienz
  • Chicago School Vertreter Harald Demsetz, Robert Bork, Richard Posner
  • Chicago School Handlungsempfehlung → möglichst wenig staatliche Intervention bei natürlichen Wettbewerbsbeschränkungen → Fusionen OK, gegen Kartelle (horizontale)
  • Post-Chicago school Ziele Gegen extremes Martkvertrauen
  • Post-Chicago school Methodik Erkenntnisse der Spieltheorie oder Verhaltensökonomie Ökonometrie, Empirie Bejahung von Marktversagen
  • Post-Chicago school Vertreter American anti-trust institute competition policy center berkeley