SKL-Ortho/Chirurgie mündlich (Subject) / Schulterluxation (Lesson)

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  • Definition Luxation des Humeruskopfes aus der Gelenkpfanne des Schultergelenks
  • Einteilung • traumatische Schulterluxation• postraumatische Schulterinstabilität mit reziviedierender Schulterluxation • habituelle Schulterinstabilität und -luxation
  • Luxationsrichtungen • Luxatio anterior/subcoracoidea (90 % der Fälle)→ Humeruskopf luxiert nach ventral unter den Proc. CoracoideusRückfläche drückt gegen Glenoidrand → Hill-Sachs-Delle (Eindrückung)Dehnung oder Riss des Lig. Gleohumerale inferius Schädigung des vorderen Labrums, Abriss (Bankart-Läsion) • Luxatio axillaris: Der Humeruskopf luxiert nach unten in Richtung Axilla • Luxatio posterior: Hierbei erfolgt die Luxation nach hinten • Luxatio subscapularis: Humeruskopf nach ventral aus der Pfanne geschlagen, kommt durch muskuläre Zugwirkung in der Fossa subscapularis zum liegen (selten) • Luxatio subacromialis: Humeruskopf wird bei starker Innenrotation und gleichzeitiger Retroversion (Extension) nach hinten unter dem Acromion herausgedreht • Luxatio infraspinata: hierfür ist eine starke Rotation sowie eine gleichzeitige Abduktion nötig. Der Humeruskopf rutscht dann erneut unter dem Acromium hindurch und kommt in der Fossa infraspinata zum liegen (selten)
  • Pathogenese traumatische Schulterluxation • Stürze auf abduzierten und außenrotierten Arm
  • Klinik • Arm in Adduktionsstellung• Schmerzen• von dorsal leeres Glenoid tastbar
  • Diagnostik • Röntgenaufnahme in zwei Ebenen• MRT nach Reposition zum Ausschluss von Labrumverletzungen• CT bei begleitenden Frakturen
  • Therapie • Repositionsmanöver nach Arlt◦ Arm über gepolsterte Stuhllehne, Reposition durch sukzessive Traktion• Manöver nach Kocher◦ Abuktion → Außenrotation → Innenrotation → Adduktion • Kurznarkose für Reposition mögich→ Überprüfung Repositionsergebnis in Röntgen, Prüfung Funktion N. Axillaris• anschließende Ruhigstellung des Arms in Gilchrist-Verband 2-3 Wochen• operativ◦ bei Jungen Menschen arthroskopische oder mittels Arthotomie→ Fixation Labrum
  • mögliche Begleitverletzungen • Ruptur Rotatorenmanschette• subkapitlae Humerusfraktur• Läsion plexus brachialis• Läsion N. axillaris (autonomens sensibles Areal lateral des Akromions)
  • Ätiologie rezidivierende Schulterluxation • nicht verheilte ventrale Gelenkkapsel nach Erstluxation → posttraumatische Instabilität
  • Pathogenese rezividierende Schulterluxation • zunehmende Auweitung der Gelenkkapsel→ leichtere Luxation, aber auch leichter Reposition• große Hill-Sachs-Dele kann ursächlich sein → Verharken am ventralen Glenoid in Außenroation und-Abdukionsbewegung → hebelt Kopf aus der Pfanne
  • Therapie rezividierende Schulterluxation • operativ◦ Rekonstruktion und Refixation des Labrums◦ Raffung ventrale Gelenkkapsel (Kapselshift)◦ größere knöcherne Defekte am Glenoid → Defektrekonstruktion mit bikortikalem Beckenkammspan
  • habituelle Schulterluxation Fehlende traumatische Genese Luxation bereits bei unbedachten Bewegungen (Wurfbewegungen, Sprung ins Wasser)
  • Ursachen habituelle Schulterluxation • morphologische Auffälligkeiten◦ kleines, flachen oder deformiertes Glenoid◦ angeborene Schwäche Gelenkkapsel◦ muskuläre Dysbalancen• rezividierende Miktotraumata → Laxizität Gelenkkapsel
  • Folgeerkankungen habituelle Schulterluxation • sekundäre Omarthrose