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Volkswirtschaftslehre (Subject) / Mikroökonomie (Lesson)

Einführung, Konsumentscheidung der Haushalte, Produktionsentscheidung der Unternehmen, Marktgleichgewicht, Ökonomik des öffentlichen Sektors

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  • Definiere BWL und VWL! BWL: Bewirtschaftung knapper innerbetrieblicher Ressourcen; betrieb bildet die zentrale Einheit VWL: Bewirtschaftung knapper gesamtwirtschaftlicher Ressourcen; Betrieb ist Teil des Marktes
  • Definiere Mikroökonomie und Makroökonomie! Mikroökonomie: Analyse, wie Haushalte und Unternehmen Entscheidungen treffen und wie diese auf den Märkten zusammentreffen Makroökonomie: Untersuchung gesamtwirtschaftlicher Phänomene einschließlich Arbeitslosigkeit, Inflation und Wirtschaftswachstum
  • Worin besteht das Allokations-, Effizienz- und Verteilungsproblem? Was (Allokation) soll wie (Effizienz) für wen (Aufteilung) produziert werden? Allokationsproblem: Wecleh verschiedenen Güter und in welchen Mengen? Effizienzproblem: Mit welchen Produktions- und Einsatzfaktoren? Aufteilungsproblem: Wer soll den Nutzen aus den Gütern ziehen?
  • Was ist ein absoluter Vorteil? Ein absoluter Vorteil eines Produzenten besteht dann, wenn er ein Gut effizienter mit höherer Produktivität produzieren kann.
  • Was ist ein komparativer Vorteil? Ein komparativer Vorteil besteht dann, wenn die Opportunitätskosten eines Produzenten geringer sind als die eines anderes Produzenten.
  • Was sind Opportunitätskosten? Opportunitätskosten sind diejenige Mengen eines Gutes, die aufgegeben werden müssen, um etwas anderes zu erlangen.
  • Was sind die Vorteile der Arbeitsteilung? Arbeitsteilung führt nicht nur zu höheren Produktivität, sondern steigert auch die Wohlfahrt der gesamten Volkswirtschaft (es lässt sich also mehr konsumieren).
  • Definiere Nutzen und Grenznutzen! Nutzen ist ein Maß für diejenige Bedürfnisbefriedigung, die bei Konsum eines Gutes entsteht. Grenznutzen beschreibt den zusätzlichen Nutzen bei Konsum einer zusätzlichen Einheit des Gutes.
  • Welche Annahmen gelten für Nutzen- und Produktionsfunktionen? - Stetigkeit - Nichtsättigung (Je mehr, desto besser) - abnehmender Grenznutzen bzw. Grenzertrag - Güter sind substituierbar
  • Was ist eine Indifferenzkurve? Nenne vier Eigenschaften! Ein Indifferenzkurve ist der geometrische Ort aller Güterkombinationen, die denselben Nutzen stiften. Eigenschaften: 1) konvexer Verlauf 2) Negative Steigung Steigung  3) Können sich niemals schneiden 4) Je weiter sich die Kurve vom Ursprung entfernt, desto höher ist der Nutzen / Höher liegende Indifferenzkurven werden gegenüber tiefer liegenden bevorzugt 
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  • Was sagt die Steigung der Indifferenzkurve aus? Wie viele Einheiten von Gut 1 müssen aufgegeben werden, um bei unverändertem Nutzenniveau eine Einheit mehr von Gut 2 konsumieren zu können?  Je höher die Steigung, desto eher kan auf Gut 2 verzichtet und stattdessen Gut 1 konsumiert werden.
  • Was ist eine Budgetgerade? Eine Budgetgerade bildet mögliche Konsummöglichkeiten bei gegebenem Einkommen ab. Sie zeigt, was sich ein Haushalt leisten kann.
  • Was sagt die Steigung einer Budgetgerade aus? Wie viele Einheiten von Gut 1 müssen aufgegeben werden, um bei unverändertem Einkommen Gut 2 konsumieren zu können? Je höher die Steigung, desto eher kann auf Gut 1 verzichtet und stattdessen Gut 2 konsumiert werden.
  • Wie lautet die allgemeine Gleichung einer Budgetgerade und wie lässt sie sich zeichnen? Einkommen = Preis*Menge y = p1*X1 + p2+X2 (Preise sind gegeben) Schnittpunkt mit y-Achse: y/p2 = X2 ...
  • Was beschreibt der optimale Konsumplan? Ein Konsument wählt dasjenige Güterbündel, das ihm unter Berücksichtigung seines Einkommens den maximalen Nutzen stiftet. Es ist der Tangentialpunkt der Indifferenzkurve und der Budgetgerade: -px/py = GNx/GNy
  • Was beschreibt der Substitutions- und Einkommenseffekt? Substitutionseffekt: SE einer Preisänderung beschreibt die Änderung der nachgefragten Menge, die daraus resultiert, dass der Haushalt das relativ teurer gewordene Gut durch das relativ günstiger gewordene Gut ersetzt. Bsp: p1↑=> X1↓ ; X2↑ Einkommenseffekt: EE beschreibt die Änderung der nachgefragten Menge beider Güter, wenn sich aus der durch Presiänderung hervorgerufene Kaufkraftänderung ergibt. Bsp: p1↑=> X1↓ ; X2↓ ABER: SE > EE! Also insgesamt: p1↑=> X1↓ ; X2↑
  • Woraus ergibt sich die gesamte Marktnachfrage? aus Horizontaladdition aller individueller Nachfragefunktionen.
  • Welche Gründe gibt es dafür, dass sich die Nachfragekurve verschiebt? Änderung der - Einkommen - Präferenzen (Trends) - Erwartungen - Einkommen - Bevölkerungsgröße - Preise verwandter Güter
  • Was sagt die Steigung der Nachfragekurve aus? Über sie lassen sich Aussagen der Preiselastizität machen: Verhältnis aus der prozentuale Änderung Nachfragemenge und der prozentualen Preisänderung (ΔX/Δp) ΔX/Δp > 1: Elastisch: Preisänderung bewirkt große Mengenänderung ΔX/Δp < 1: unelastisch: Preisänderung wirkt sich kaum merlklich auf die nachgefragte Menge aus
  • Was beschreibt die Konsumentenrente? Konsumentenrente KR = Zahlungsbereitschaft - tatsächlicher Kaufpreis Misst den Nutzen aus der Teilnahme der Nachfrager am Marktgeschehen.
  • Was beschreibt die Produzentenrente? Produzentenrente PR = Verkaufspreis - Kosten eines Gutes Misst den Nutzen aus der Teilnahme der Anbieter am Marktgeschehen. 
  • Was ist Produktivität? beschreibt das Verhältnis von Input zu Output.
  • Was stellt ein Nutzengebirge dar? stellt den Gesamtnutzen dar, der sich aus allen konsumierten Gütern ergibt.
  • Was stellt das Ertragsgebirge dar? Stellt Gesamtoutput (Gesamtertrag) dar, der sich aus aus allen produzierten Gütern ergibt.
  • Was sind Isoquanten? (Höhenlinien des Ertragsgebirges) Geometrischer Ort aller Faktoreinsatzkombinationen, die zur gleichen Produktionsmenge führen.
  • Nenne vier Eigenschaften von Isoquanten! 1) können sich niemals schneiden 2) Individuum ist zwischen zwei Faktorbündeln indifferent (bringen denselben Output), wenn auf derselben Isoquante 3) Je weiter vom Ursprung entfernt, desto höher ist das Outputniveau (desto mehr wird produziert) 4) negative Steigung
  • Was sagt die Steigung einer Isoquante aus? Wieviel Einheiten Kapital ersetzen bei unbveränderten Outputniveau eine Einheit Arbeit? Wenn hohe Steigung, kann eher auf Arbeit verzichtet werden. Wenn niedrig, dann wird eher eine Maschine mehr angeschmissen und Leute entlassen.
  • Was beschreibt die Isokostenlinie? beschreibt die möglichen Einsatzverhältnisse von Arbeit und Kapital.  C = wL + rK Gesamtkosten = Lohnsatz * Arbeit + Zinssatz * Kapital
  • Was sagt die Steigung der Isokostenlinie aus? Wie viele Einheiten Kapital ersetzen bei unverändertem Kostenniveau eine Einheit Arbeit?
  • Was ist die Minmalkostenkombination? Ein Unternehmen wählt das Faktoreinsatzverhältnis (aus Arbeit und Kapital), das unter Berücksichtigung der Kosten den höchsten Ertrag erzielt.
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  • Was sagt die Gewinnmaximierungsbedingung aus? Die Gewinnmaximierungsbedingung bestimmt die gewinnmaximierende Produktionsmenge: Gewinn = Erlös - Kosten = E - K = pX * C(X) δG/δX = p - C(X)/X =! 0 = Grenzerlös GE - Grenzkosten GK => p = GK = GE
  • Was ist der Reservationspreis? Aus der Sicht des Konsumenten den maximalen Preis, den er für eine weitere Einheit des Gutes oder einer Dienstleistung zu zahlen bereit ist (z. B. abhängig von Einkommen und Präferenzen) und aus der Sicht des Anbieters den minimalen Preis, den er akzeptieren würde (z. B. aufgrund von Inputpreisen und Erwartungen) um eine weitere Einheit anzubieten. (auch: Vorbehaltspreis) Berechnung: pA(0) = ? (Schnittpunkt Angebotskurve mit y-Achse)
  • Was sind Grenzkosten? Änderung der Gesamtkosten, die durch Ausweitung der Produktion um eine Einheit hervorgerufen wird.  = Opportunitätskosten einer zusätzlichen Produktionseinheit  = Abgabepreis - Reservationspreis (Abgabepreis: Der Preis, der vom Endkunden an den Händler entrichtet werden muss).
  • Was ist der Grenzerlös? Zusätzlicher Erlös, der aus dem Verkauf einer Einheit resultiert.
  • Was ist der Grenzertrag? Welcher Zusammenhang besteht zu den Grenzkosten? Ertrag aus dem zuletzt eingesetzten Inputbündel. Es besteht ein inverser Zusammenhang zwischen GK und GErtrag: Steigende GK gehen mit sinkenden GErtrag einher!
  • Was resultiert aus GK > DK & GK < DK? GK > DK => Gewinn GK < DK => Verlust
  • Was ist die kurzfristige individuelle Angebotskurve? Kurzfristig bietet ein Unternehmen seine Produkte an, sobald p > DvK. Sobald  p < DvK, entscheidet es sich für die Produktionseinstellung, wobei immer noch die Fixkosten gezahlt werden müssen (Schnittpunkt des Minimums der DvK-Kurve mit GK-Kurve: Stilllegungspreis). Das Unternehmen kann so schnell reagieren, sobal der Preis wieder die DvK deckt. Entsprechend entsteht ein kurzfristiges Angebot, sobald p > DvK!
  • Was ist die langfristige individuelle Angebotskurve? Ein Unternehmen entscheidet sich für einen Marktaustritt, sobald der Preis auf lange Sicht nicht mehr die DK decken kann (p < DK). Es ist langfristig besser gestellt aus dem Markt auszutreten, da Erlöse geringer sind anfallende Gesamtkosten (andersherum kommt es zu Markteintritten, wenn p > DK). Entsprechend besteht ein langfristiges Angebot, sobald p > DK!
  • Wie berechnet sich Gewinnschwelle ( = break-even-point) und gewinnmaximierende Menge = verlustminimierende Menge? Gewinnschwelle: GK = DK = C'(X) = C(X)/(X) Nach x auflösen => Menge Diese Menge in DK-Funktion einsetzen => Preis Ab dieser Menge x und diesem Preis p wird Gewinn erzielt! An diesem Punkt =break-even-point beträgt der Gewinn = 0; Ab diesem Punkt: Gewinn! Gewinnmaximierende Menge: p = GK => Bei welcher Menge deckt der Preis die Grenzkosten und das Unternehmen erzielt maximalen Gewinn bzw. minimalen Verlust? Nach x auflösen => Menge
  • Was ist der Prohibitivpreis? Derjenige Preis, bei dem der Preis so hoch ist, sodass die Nachfrager die Menge 0 nachfragen. Berechnung: pN(0)= ?
  • Was ist die Sättigungsmenge? Diejenige Menge, die bei einem Preis von 0 nachgefragt werden würde. Berechnung: pN(X) = 0 
  • Welche Gründe gibt es dafür, dass sich die Angebotskurve verschiebt? Änderung der - Erwartungen - Inputpreise - Anbieterzahl - Kosten Technischer Fortschritt
  • Was ist die Nullgewinnbedingung? Unter der Nullgewinnbedingung versteht man in der Wirtschaftswissenschaft die langfristige Gleichgewichtssituation, in der Unternehmen auf einem Markt keinen Gewinn mehr erwirtschaften. Es gilt p = GK = DK (langfristig!) Jedes Unternehmen bietet die Gütermenge an, bei der p = GK (gewinnmaximierend bzw. verlustminimierend). Solange p > DvK, entspricht die GK-Kurve der Angebotskurve. Solnage die am Markt bereits präsenten Unternehmen Gewinne erzielen, besteht Anreize für neue Unternehmen, in den Markt einzutreten.  Wenn p > DK => G > 0 => Markteintritte Wenn p < DK => G > 0 => Marktaustritte Es kommen solange Anbieter hinzu, bis kein Gewinn mehr erzielt wird. Dann ist die Anbieterzahl auf lange Sicht konstant.
  • Was passiert bei Änderung der Anbieterzahl auf dem Markt? Es verschiebt sich das Angebot, damit das Gleichgewicht und damit auch GK und DK für das jeweilige Unternehmen: n↓ => A↓ => GK↓ & DK↓ Weniger Anbieter führen zu einem geringerem Angebot, für die Unternehmen sinken GK & DK (es können mehr Gewinne erzielt werden). n↑ => A↑ => GK↑ & DK↑
  • Welche Auswirkungen hat Außenhandel? Wenn pWM > p*, dann ÜA => Export => erhöht PR! Wenn pWM < p*, dann ÜNf => Import => erhöht KR! In beiden Fällen wird die Wohlfahrt erhöht. Handel ist toll!
  • Was ist das Pareto-Kriterium? Eine Situation ist dann efiizient, wenn kein Marktteilnehmer mehr besser gestellt werden kann, ohne einen anderen schlechter zu stellen. Misst Funktionalität und Effizienz des Marktmechanismus.
  • Welche drei Funktionen übernimmt der Staat in einem Wirtschaftssystem? 1) Distributionsfunktion: Korrektur von Ungleichheiten. Reguliert Einkommen, Bildungspolitik und Versicherungen 2) Allokationsfunktion: Korrektur von Störungen durch Defekten im Marktmechanismus. Reguliert öffentliches Gut (Umweltpolitik und Rechtssicherheit) und Versicherungen 3) Stabilisierungsfunktion: Korrektur gesamtwirtschaftlicher Störungen. Reguliert konjunkturelle Schwankungen, Geld- und Fiskalpolitik
  • Welche Auswirkungen hat ein Höchstpreis? Die gesetzliche Festsetzung eines Höchstpreis ermöglicht sozial Schwachen den Konsum lebensnotwendiger Güter.  Kurzfristig: p↓ => p* > p' => ÜNf => WFV Problem: Durch den Nachfrageüberschuss müssen die wenigen Güter verteilt werden - Rationierung - First-come-first-serve - Türsteher-Verfahren Langfristig: Das Angebot gleicht sich einem neuen Gleichgewicht an: A↓ => noch größerer WFV Anbieter werden Produktion mindern bzw. einstellen => Rückgang des gesamten Angebots => Starke Wohlfahrtseinbußen Ein Höchstpreis ist unwirksam, wenn p' > p*
  • Welche Auswirkungen hat ein Mindestpreis? Die gesetzliche Festsetzung eines gesetzlichen Mindestpreises begünstigt Situation schwacher Anbieter. Folgen: p↑ => p' > p* => ÜA => WFV Der Staat muss den Angebotsüberschuss abkaufen und lagern! Erhebliche Wohlfahrtseinbußen durch  a) Mindestpreis b) Staatsausgaben Ein Mindestpreis ist unwirksam, wenn p' < p*
  • Welche Auswirkungen hat ein Mindestlohn? Analog zum Mindestpreis entsteht ein Angebotsüberschuss, da w' > w*. Dieser Überschuss führt zur Arbeitslosigkeit.