Geographie und Umwelt (Subject) / Geotourismus (Lesson)
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Geotourismus, Geopark
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- Geotourismus Geotourismus hat sich in den letzten Jahren als Tourismussparte etabliertGeoparks (z.B. Mare in der Eifel, Grand Canyon, Uluru) als Element Form des Naturtourismus Das geologische Element bezieht sich auf: Form (Lanschaftsform, Gebirgsform, Form des Gesteins, Form des Sediments) und Prozesse (Vulkanismus, Glazialphormologie —> Wie ist es entstanden) Geotouristen wollen Lernen, Bewundern, Fördern
- Wie werden die geologischen Elemente in den Tourismus involviert? Prozesse: z.B. Vulkanismus, Wasserfälle, Klippen, Delta, Gebirge, Gletscher Form: z.B: Vulkanentstehung, Gletscherelemente, usw. Tourismus: themenspezfische Unterkünfte, Geolodges/-resorts, Touren, Aktivitäten, Geoconservation (=Schutz und Konservierung des Gesteins)
- Definitionen Geotourismus nach Dowling und Newsome:Geotourism is a form of natural area tourism that specifically focuses on geology and landscape. It promotes tourism to geosites and the conservation of geo-diversity and an understanding of earth sciences through appreciation and learning. This is achieved through independent visits to geological features, use of geo-trails and view points, guided tours, geoactivities and patronage of geositevisitor centres nach Megerle (2008)Geotourismus ist eine Sparte des Thementourismus, der auf einer Erfassung, Aufarbeitung, Inwertsetzung und Vermarktung des breiten Themenspektrums der Erd- und Landschaftsgeschichte inklusive ihrer Wechselwirkungen zu Vegetation, Fauna, Kulturlandschaftsgeschichte und zur heutigen Landschaftsnutzung durch den Menschen basiert.Mittels methodisch-didaktischer Formen der Umweltbildung erfolgt eine ganzheitliche Vermittlung der regionalen Besonderheiten, um hierdurch ein Bewusstsein und Verständnis sowie ein Regionalbewusstsein zu schaffen.Ein qualitativ hochwertiger Geotourismus kann und sollte somit einen relevanten Beitrag zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung leisten.Im engeren Sinne umfasst Geotourismus integrative Gesamtkonzepte für die Region (u.a. in Form von Nationalen Geoparks),
- wie sehr stehen die folgenden Arten mit dem Geotourismus in Verbindung? : Ökotourismus, Kulturtourismus, Abenteuertourismus Geotourismus und Ökotourismus haben eine starke Verbindung, weil sie beide die Natur schützen wollen und man von ihr lernen soll Geotourismus und Kulturtourismus: mittlere Verbindung (Bsp. Uluru) Abenteuertourismus: Gelände und Landschaft wird benötigt, aber es geht nicht um Naturschutz, sondern zur Naturnutzung (meistens nicht umweltfreundlich), daher nur leichte Verbindung
- Zentrale Elemente des Geotourimus nach Bowling Lt. Dowling ist Geotourismus durch fünf Prinzipien gekennzeichnet: elementare Prinzipien eines geotouristischen Angebotes (müssen bei Geotourismus vorhanden sein, 4 und 5 sind wünschenswert) 1. basiert auf Geologie/geologischem Erbe 2. Nachhaltigkeit 3. geologisch informativ (Geo-Interpretation) 4. lokal profitabel- lokale Bevölkerung sollte in Geotourismus einbezogen werden (Hotellerie, Gastronomie, lokale Unternehmen, Touren,…)- Geotourismus-Angebote werden oft von lokaler Bevölkerung betrieben- über Geotourismus Mittel zum Erhalt/Managements des geologischen Erbes- Beispiel: Grand Canyon Skywalk 5. Zufriedenheit der Besucher- Es gibt sehr unterschiedliche Nachfragegruppen beim Geotourismus
- Sechs Gruppen von Geotouristen Klassifizierung nach Grant 1. Unaware Visitor (keine Vorkenntnisse oder Erwartungen) 2. Aware Visitor (einige Vorkenntnisse, Interessiert sich besonders für die Aussicht und Aktivitäten) 3. Interested Visitor (kein spezifisches Interesse in der Thematik, aber lernt gerne neue Dinge= 4. Geo-Amateur (Amateur, aber kommt weil er sich dafür interessiert) 5. Geo-specialist (hochinteressiert) 6. Geo-expert (stark interssiert und informiert)
- Stellenwert des Geotourismus Zunehmendes Interesse an Geo-Themen Veränderung des Freizeitverhaltens in Richtung „Naturerlebnis“ Verstärkte Entwicklung geotouristischer Angebote durch Nutzung lokaler/ regionaler Ressourcen
- Geoparks (Unterscheidung) Gütesiegel für Gebiete, die über besonderes geologisches Erbe verfügen (kein Schutzgebiet) Unterscheidung von int. und nat. Geoparks (mehr nationale als internationale) - internationale Geoparks (UNESCO) --->Ziel des Netzwerkes: Plattform für Austausch von Wissen, Erfahrungen, Personal Marketing (Label ist Vorteil für das regionale Marketing) ----> auch regionale Netzwerke, z.B. Europäisches Geopark-Netzwerk - nationale Geoparks (Nationalpark) ---->seit Beginn im Jahr 2002 sind 14 Geoparke in D. zertifiziert worden---->Alfred-Wegener-Stiftung hat Richtlinien für nationale GeoParke entworfen und übernimmt Zertifizierung
- Die drei Säulen des Geoparks Schutz Umweltbildung Geotourimus
- Anforderungen/Ziele des Geotourismus Infotainment (Information und Entertainment (Freizeitwert)) Strukturentwicklung (Wertschöpfung, Arbeitsplätze)
- Aktuelle Situation im Geotourismus Ist-Zustand: - Große Potentiale, viele Einzelangebote- zahlreiche Projekte in Umsetzung/Vorbereitung Defizite- Unzureichende Koordination- Mangelnde Qualitätssicherung - Fehlende Vernetzung- Marketing-Defizite (regionale Konzepte, nicht immer besonders professionell))- Konkurrenzdenken- Keine/wenige zielgruppengerechte Produkte
- Erfolgsfaktoren für Geoparks in Deutschland - Regionale Kooperationen (Verbindung mit Gastgewerbe) - Einbindung in touristische Vermarktungsstrukturen (DMOs, VVV, regional und überregional, damit es bekannt wird) - Reizvolle Packages -Zusammenarbeit mit Medien -Nicht reine Wissensvermittlung, sondern Animation, Infotainment und EdutainmentAuthentizität - Bottom-Up Ansatz (???!), Nutzung der endogenen Potentiale - Qualitätsmanagement und Qualitätskontrolle - Vernetzung (mit anderen Akteuren, z.B. um Wissen auszutauschen)
