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Hydrologie und Wasserwirtschaft (Subject) / Abwasserableitung (Lesson)

Abwasserableitung

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  • Erläutere die „Druckentwässerung“ als Entwässerungsverfahren! - Entwässerung über Druckrohrleitung - Im Vergleich zu den anderen Entwässerungsverfahren handelt es sich um lange Rohrleitungen ohne Zwischenschächte - Am Anfang einer Druckrohrleitung liegt ein Pumpwerk - Anwendungsfällefür Druckrohrleitungen => In der Regel nur für Schmutzwasser => Bei sehr geringem oder negativen Geländegefälle => Bei geringer Siedlungsdichte oder wenn nur zeitweise Schmutzwasser anfällt - Es sind relativ geringe Rohrdurchmesser erforderlich, dafür fallen kontinuierlich Kostenfür den Betrieb der Pumpen an
  • Welche Hauptziele hat die Siedlungsentwässerung? Entsorgungssicherheit: => Aufrechterhaltung hygienischer Verhältnisse in den Siedlungen in Verbindung mit der nachfolgenden Behandlung des Schmutzwassers in Kläranlagen => Schutzdes Menschen und ihrer Güter vor Überflutungen in den Siedlungen und gegen Vernässungder Gebäude => DWA-A 118: Möglichst weitgehenden Aufrechterhaltung der Nutzbarkeit der Siedlungsflächen unabhängig von den Witterungsverhältnissen („Entwässerungskomfort“) => Erreichen eines guten ökologischen und chemischen Zustandesder Oberflächengewässer und des Grundwassers - WHG (2009):Gebot, Niederschlagswasser nicht mit Schmutzwasser zu vermischen => schwierige Abgrenzung von nicht verschmutztem und verschmutztem Regenwasser - Leitlinien der integralen Siedlungsentwässerung => Gewässerschutzals gleichrangiges Schutzzielzur Entsorgungssicherheit => ganzheitliche Betrachtung der unterschiedlichen Teilsysteme des urbanen Wasserkreislaufs => Die Veränderungen des natürlichen Wasserhaushaltes durch Siedlungsaktivitäten sind in mengenmäßiger und stofflicher Hinsicht so gering zu halten, wie es technisch, ökologisch und wirtschaftlich vertretbar ist
  • Welche Hauptziele hat die Siedlungsentwässerung? Entsorgungssicherheit: => Aufrechterhaltung hygienischer Verhältnisse in den Siedlungen in Verbindung mit der nachfolgenden Behandlung des Schmutzwassers in Kläranlagen => Schutzdes Menschen und ihrer Güter vor Überflutungen in den Siedlungen und gegen Vernässungder Gebäude => DWA-A 118: Möglichst weitgehenden Aufrechterhaltung der Nutzbarkeit der Siedlungsflächen unabhängig von den Witterungsverhältnissen („Entwässerungskomfort“) => Erreichen eines guten ökologischen und chemischen Zustandesder Oberflächengewässer und des Grundwassers - WHG (2009):Gebot, Niederschlagswasser nicht mit Schmutzwasser zu vermischen => schwierige Abgrenzung von nicht verschmutztem und verschmutztem Regenwasser - Leitlinien der integralen Siedlungsentwässerung => Gewässerschutzals gleichrangiges Schutzzielzur Entsorgungssicherheit => ganzheitliche Betrachtung der unterschiedlichen Teilsysteme des urbanen Wasserkreislaufs => Die Veränderungen des natürlichen Wasserhaushaltes durch Siedlungsaktivitäten sind in mengenmäßiger und stofflicher Hinsicht so gering zu halten, wie es technisch, ökologisch und wirtschaftlich vertretbar ist
  • Erkläre den Unterschied zwischen „Emmission“ und „Immision“! - Emission / emissionsorientierte Anforderungen => Austrag (von Schadstoffen) in die Umwelt => Zulässige hydraulische und stoffliche Belastung aus einem (Kanal-) System in ein Gewässer wird anhand von Parametern des angeschlossenen Einzugsgebietes bestimmt - Immission / immissionsorientierte Anforderungen => Eintrag (von Schadstoffen) in die Umwelt => Bei der Festlegung zulässiger hydraulischer und stofflicher Belastungen wird die Leistungsfähigkeit / Belastbarkeit des Gewässers berücksichtigt
  • Welche Aufgaben haben die unterschiedlichen Entlastungsbauwerke? - Regenüberläufe: => Aufgabe: Abminderunghoher Mischwasserabflussspitzen - Regenüberlaufbecken / Stauraumkanäle: => Aufgabe: Zwischenspeicherung stärker verschmutzter Mischwasseranteile und Weiterleitung zur Kläranlage
  • Definiere „Hauptschluss“ und „Nebenschluss“! Anordnung von Becken im Hauptschluss: => Die Speicherkammerund das Kanalnetzsind sowohl bei der Füllung, als auch bei der Entleerung hydraulischgekoppelt => Kanalnetz und Speicherkammer füllen und entleeren sich gleichzeitig => Der zur Kläranlage weitergeleitete Abfluss wird durch das Becken hindurchgeführt Anordnung von Becken im Nebenschluss: => Die Speicherkammerund das Kanalnetzwerden sowohl bei der Füllung, als auch bei der Entleerung hydraulischentkoppelt => Die Speicherkammer füllt und entleert sich späterals das Kanalnetz => Der zur Kläranlage weitergeleitete Abfluss wird am Becken vorbeigeführt
  • Warum ist eine Versickerung (vor Ort) von Niederschlagswasser sinnvoll? - Herstellung naturnaher Verhältnisse => Das Niederschlagswasser versickert dort, wo es anfällt => Vermeidung von Grundwasserabsenkungen infolge von versiegelten Flächen und fehlendem Niederschlagswasser - Einsparung von Kosten für die Regenwasserableitung => Kleinere Rohrdurchmesser => Kleinere zentrale Regenrückhaltemaßnahmen => Reduzierung der Abwassergebühren für den Grundstücksbesitzer (gesplittete Abwassergebühr) - Gewässerschutz => Geringere hydraulische Belastungen des Gewässers an Regenwassereinleitungen => Geringere hydraulische Belastung der Kläranlage bei Mischkanalisation
  • Worauf ist bei einer Niederschlagswasserversickerung zu achten? - Ziel und Nutzen der Niederschlagswasserversickerung: - Eine Vernässungvon Gebäuden ist auszuschließen => Abstand von Versickerungsanlagen zu Gebäuden - Keine Verunreinigung des Bodens und des Grundwassers durch Schadstoffe im Regenwasser => Wahl der Versickerungsanlage in Abhängigkeit von den angeschlossenen Flächen => Ausschluss von hoch belasteten Flächen => Eventuell Behandlung der Niederschlagsabflüsse vor der Versickerung => Ausreichender Flurabstand vom Grundwasser - Die natürliche Reinigungsleistung in Böden durch physikalische, chemische und biologische Rückhalte-und Umwandlungsprozesse ist so umfassend wie möglich zu nutzen - Der Boden muss geeignete (Versickerungs-) Eigenschaften besitzen => Hohe Wasserdurchlässigkeitenkönnen zu Verunreinigungen des Grundwassers führen => Geringe Wasserdurchlässigkeitenlimitieren die zu versickernde Niederschlagswassermenge - Die Versickerung darf nur in einem natürlichen Boden ohne Vorbelastungen erfolgen => keine Altlastenverdachtsflächen (=> Ausschwemmung von Schadstoffen ins Grundwasser)
  • Was sind Eigenschaften der Flächenversickerung? - Versickerung des Niederschlagswassers durch bewachsenen Boden auf Rasenflächen oder unbefestigten Randstreifen (von Terrassen-, Hof-und Verkehrsflächen) - Eigenschaften einer Flächenversickerung (+) => Die Flächenversickerung kommt der natürlichen Versickerung am nächsten (+) => Niederschlagswasser durchströmt die bewachsene Bodenzone (+) => dezentrale Versickerungsanlage (+) => oberirdische Versickerungsanlage (+) => Flächen mit relativ hohen Verschmutzungsgraden können angeschlossen werden (-) => keine Speicherfähigkeit (-) => Im Vergleich zu den anderen Anlagentypen ist ein hoher Flächenbedarf erforderlich und eine geringe hydraulische Belastung möglich
  • Was sind Eigenschaften der Muldenversickerung? - Oberirdische Vertiefungen mit geringer Einstauhöheohne Dauereinstau => Zur Vermeidung von Verschlickung und Verdichtung der Oberfläche hat sich eine Einstauhöheh ≤ 30 cm bewährt - Eigenschaften einer Muldenversickerung
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  • Was sind Eigenschaften des Versickerungsschachts? - Zwischenspeicherung des Niederschlagswassers in einem Schacht aus Beton oder Kunststoffe und Versickerung über poröse Schachtringe und eine Filterschicht in der Schachtsohle - Eigenschaften einer Schachtversickerung (-) => keine Durchströmung der bewachsenen Bodenzone (+) => dezentrale Versickerungsanlage (-) => unterirdische Versickerungsanlage (-) => begrenzte Einsatzfähigkeit (nur unbelastete oder sehr gering belastet Flächen) (-) => Vorreinigung zur Absonderung von Feststoffen (z. B. Laubfang) erforderlich (0) => eingetragene Schmutzstoffe lagern sich auf der Sohle ab und können bei Bedarf entfernt werden (+) => sehr hohe Speicherfähigkeit im Vergleich zum Flächenbedarf (+) => hohe hydraulische Belastung möglich (-) => es muss ein Grundwasserflurabstand von mindestens 1,5 m eingehalten werden