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Assistenzhundetrainer (Subject) / Psychiatrische und neurologische Krankheitsbilder und ihre Relevanz für die Tier (Lesson)
Psychiatrische und neurologische Krankheitsbilder und ihre Relevanz für die Tier
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- Welche Aussagen zu den Grundlagen der Gesprächsführung sind zutreffend? Korrekte Antworten: 3 von 5 Antwortmöglichkeiten A X X Empathie bezeichnet das Sich-Einfühlen in den Patienten, das sich-identifizieren und die Welt aus seinem Blickwinkel zu sehen. B - Empathie bedeutet, dass man die Distanz zum Patienten aus dem Weg räumen muss, nur so kann man ihn wirklich verstehen. C X X Wertschätzung des Patienten ohne Vorbedingungen bedeutet, dass der Pat. so angenommen werden sollte, ohne bewertet oder verurteilt zu werden. D - Wertschätzung des Patienten hat Grenzen: Wenn man einen Patienten hat, der eine Meinung vertritt die nicht akzeptabel ist, sollte man ihm dies gleich sagen. E X X Selektive Authentizität bedeutet, dem Patienten echt zu begegnen. ACE BelehrungRichtige Antworten: A, C und E. Sie beschreiben die Grundlagen der Gesprächsführung nach Carl Rogers. Zu B: Eine gewisse Distanz sollte gewahrt bleiben, alles andere wäre nicht professionell. Zu D: Man würde mit diesem Punkt arbeiten, aber nicht so rabiat vorgehen, wie im Antwort D beschrieben.
- Welche Aspekte zur nonverbalen Kommunikation treffen zu? Korrekte Antworten: 3 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X Das äußere Erscheinungsbild ist wertvoll für die Diagnostik. B X X Die Körperhaltung kann viele Informationen darüber vermitteln, ob eine Person schüchtern, extrovertiert, selbstbewusst oder gleichgültig ist. C - Man kann immer vom äußeren Erscheinungsbild auf die Persönlichkeitsstruktur eines Patienten rückschließen. D X X Die Sprache und das Sprechen können weitere wertvolle Informationen liefern. ABD BelehrungRichtige Antworten: A, B und D. Es ist wichtig, sich die nonverbale Kommunikation einmal bewusst zu machen. Die meisten Prozesse unseres täglichen Lebens laufen so ab. Zu Antwort C: Man kann nicht immer Rückschlüsse ziehen. Es gibt Patienten mit Alzheimer-Demenz, denen man es nicht ansieht , d. h. sie haben eine gute Fassade , wie Neurologen es bezeichnen. Wahrscheinlich gehört das zur Grunderkrankung selbst. Auch bei Animal Hoardern kommt es, je nach Subtyp, darauf an: Einigen würde man es sicher nicht ansehen! Seien Sie also vorsichtig bei Antwort C: Man sollte niemanden voreilig abstempeln .
- Welche gehören zu den Hauptsymptomen depressiver Episoden? Korrekte Antworten: 3 von 5 Antwortmöglichkeiten A X X Depressive, gedrückte Stimmung B X X Interessenverlust und Freudlosigkeit C X X Verminderung des Antriebs mit erhöhter Ermüdbarkeit (oft selbst nach kleinen Anstrengungen) und Aktivitätseinschränkung D - Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzung oder Suizidhandlungen E - Schlafstörungen ABC BelehrungRichtige Antworten: A, B und C. Es handelt sich um die Hauptsymptome depressiver Episoden. Bei Antwort D und E handelt es sich um Zusatzsymptome depressiver Episoden, die ebenfalls wertvolle Informationen vermitteln können. Weitere Zusatzsymptome sind: verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit, negative und pessimistische Zukunftsperspektiven, verminderter Appetit.
- Welche Aussagen zur Depression sind zutreffend? Korrekte Antworten: 4 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X Vielen Betroffenen fällt es schwer, über psychische Beschwerden zu sprechen. B X X Die Früherkennung depressiver Störungen ist sehr wichtig. C X X Häufig werden vom Patienten Schlafstörungen, Appetitstörungen, Kraftlosigkeit, Schmerzen oder andere unspezifische Krankheitsmerkmale geschildert. D X X Die Inzidenz der Depression nimmt in den westlichen Industrieländern zu. ABCD
- Welchen Aussagen zur bipolaren Störung stimmen Sie zu? Korrekte Antworten: 3 von 5 Antwortmöglichkeiten A X X Es gibt Berufe, in denen manische Patienten sogar besonders geduldet bzw. beliebt sind, z. B. die besagten Motivations-Coaches, Schauspieler, kreative Berufe, Künstler, etc. B X X Die bipolare Störung ist häufiger, als man noch vor einigen Jahrzehnten dachte. C X X Bipolare Erkrankungen gehen mit einer hohen Rezidivrate einher. D - Patienten mit bipolarer Störung sind meist nicht arbeitsfähig. E - Wahnhafte Episoden kommen bei Patienten mit bipolarer Störung nicht vor. ABC BelehrungZu Antwort D: Eine bipolare Störung schränkt per se die Arbeitsfähigkeit nicht ein. Es gibt sogar Berufsgruppen, die besonders attraktiv erscheinen, vgl. dazu auch Antwort A. Es ist jedoch wichtig, den passenden Beruf mit möglichst geregelten Arbeitszeiten zu finden. Zu Antwort E: Diese könne sehr wohl vorkommen, v. a. in der manischen Phase. Dabei kann es zu jedweder Form von Halluzinationen kommen, sprich in optischer, akustischer
- Welche Aussage zu Persönlichkeitsstörungen trifft zu? Korrekte Antworten: 1 von 3 Antwortmöglichkeiten A - Eine Person kann nur eine Persönlichkeitsstörung haben. B - Eine Person kann nur zwei Persönlichkeitsstörungen haben. C X X Es gibt Personen, die mehrere Persönlichkeitsstörungen haben. C BelehrungRichtige Antwort: C. Selbstverständlich kann eine Person mehrere Persönlichkeitsstörungen haben! Dabei benennt man die dominante Persönlichkeitsstörung, also die, unter der der Patient am meisten leidet, im Arztbrief und sortiert die weiteren dahinter. Im Rahmen der ICD-10-Kodierung codiert man es auch als kombinierte Persönlichkeitsstörung .
- Welche Aussagen treffen zur emotional instabilen Persönlichkeitsstörung zu? Korrekte Antworten: 5 von 5 Antwortmöglichkeiten A X X Impulsiver Typ: Betroffene neigen zu emotionalen Ausbrüchen B X X Beide Typen: Störung der Impulskontrolle ist ein zentrales Thema C X X Borderline-Typus: Manipulatives Verhalten ist nicht selten D X X Den Borderline-Typus kennzeichnet ein chronisches Gefühl von Leere E X X Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit Suizidversuchen und parasuizidalen Handlungen kommen beim Borderline-Typus vor ABCDE BelehrungRichtige Antworten: Alle Antworten treffen zu. Bitte bedenken Sie, dass es bei der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung zwei Typen gibt: Den Borderline-Typus und den impulsiven Typ. Beide unterscheiden sich in einigen Aspekten.
- Welche psychiatrischen Störungen findet man häufig kombiniert? Korrekte Antworten: 4 von 5 Antwortmöglichkeiten A X X Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung B X X Abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung C X X Depression D X X Essstörung, z. B. Anorexia nervosa E - Bipolare Störung ABCD BelehrungRichtige Antworten: A - D. Oft sind unsichere Patienten auch abhängig, da sie auf die Meinung oder Leitung durch andere Menschen angewiesen sind. Anfällig sind sie durch den meist hohen Perfektionismus für depressive Störungen. Patientinnen mit Anorexia nervosa haben sehr oft ein unsicheres Selbstbild, sind von der Meinung anderer abhängig und können zusätzlich Depressionen haben. Zu Antwort E: Die bipolare Störung zeigt sich i. d. R. nicht im Zusammenhang mit den aufgeführten Erkrankungen
- Welchen Aussagen zu den Phobien stimmen Sie zu? Korrekte Antworten: 2 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X Agoraphobie: Hier dreht sich die Angst darum, das Haus zu verlassen um z. B. einkaufen zu gehen und Geschäfte zu betreten. B - Soziale Phobie: Es besteht Angst, in Menschenmengen und auf öffentlichen Plätzen zu sein und alleine mit Bahn, Bus oder Flugzeug zu reisen. C - Agoraphobie: Die Angst besteht vor sozialen Situationen und damit einhergehender prüfender Betrachtung durch andere Menschen. Sie haben Angst, sich zu blamieren . Dies kann in beruflichen aber auch privaten Situationen der Fall sein. D X X Bei Phobien können folgende Symptome fehlen: Herzrasen, Atemnot, Zittern, Erröten, Händezittern, Übelkeit oder Drang zum Wasserlassen. AD BelehrungRichtige Antworten: A und D. Antwort A und B definieren die Agoraphobie. Antwort C definiert die soziale Phobie. Zu Antwort D: Diese Symptome sind nicht obligat. Sie können jedoch auftreten. Zusätzliche Panikattacken sind möglich.
- Was ist ein phobischer Begleiter? Korrekte Antworten: 1 von 3 Antwortmöglichkeiten A - Die Symptome der Phobie, die eine Person mit Phobien jeden Tag begleitet. B - Der Therapeut, der den Patienten begleitet , sprich: therapiert. C X X Eine Person, die zur Reduktion der Angst in bestimmte Situationen mitgenommen wird , z.B. zum Einkaufen, etc. und durch die die Angst spürbar weniger wird bzw. weg ist. C BelehrungRichtige Antwort: C. Die Patienten werden jedoch abhängig davon, dass jemand mit zum Einkaufen kommt und meiden diese Situationen allein. Das führt langfristig zur Verstärkung der Angst.
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- Welche dieser Kriterien müssen bei der Diagnose des Alkoholabhängigkeitssyndroms erfüllt sein? Korrekte Antworten: 5 von 5 Antwortmöglichkeiten A X X Ein starkes Verlangen oder eine Art Zwang, Alkohol zu konsumieren. B X X Schwierigkeiten, die Einnahme zu kontrollieren was den Beginn, die Beendigung und die Menge des Konsums betrifft. C X X Toleranzentwicklung gegenüber den Wirkungen der Substanz. D X X Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen zugunsten der Alkoholeinnahme. E X X Fortdauernder Alkoholgebrauch trotz des Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen, wie z. B. Leberschädigung durch exzessives Trinken, depressive Verstimmungen infolge starken Alkoholkonsums. ABCDE
- Wie viele der in Frage 11 genannten Kriterien zum Alkoholabhängigkeitssyndrom müssen erfüllt sein erfüllt sein, um die Diagnose zu stellen? Korrekte Antworten: 1 von 4 Antwortmöglichkeiten A - Alle Kriterien B - Ein Kriterium C - Zwei Kriterien D X X Drei Kriterien D BelehrungRichtige Antworten: dDrei Kriterien müssen erfüllt sein, um die Diagnose des Alkoholabhängigkeitssyndroms stellen zu können. Zudem müssen diese Kriterien gemeinsam während des letzten Jahres erfüllt worden sein.
- Welches Symptom findet sich üblicherweise nicht bei der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)? Korrekte Antworten: 1 von 5 Antwortmöglichkeiten A - Wiederholtes Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhallerinnerungen, Flashbacks) B X Gefühl von Betäubt sein (in Watte gepackt sein) C - Depression D - X Binge-Eating-Störung E - Emotionale Stumpfheit (numbness) D BelehrungRichtige Antwort: D. Eine Binge-Eating-Störung findet sich i. d. R. nicht im Zusammenhang mit der PTBS. Die weiteren Antworten kennzeichnen typische PTBS-assoziierte Symptome. Weitere Symptome sind: Schlafstörung, lebhafte Träume, meist in Form von Albträumen, Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, Teilnahmslosigkeit, Freudlosigkeit, Vermeidung von dem Trauma ähnlichen Aktivitäten und Situationen, Vigilanzsteigerung, übermäßige Schreckhaftigkeit, Angst, Suizidgedanken.
- Was bedeutet EMDR? Welche Aussagen treffen zu? Korrekte Antworten: 4 von 5 Antwortmöglichkeiten A X X Die Abkürzung steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing B X X Es handelt sich um eine spezielle Therapieform, die meist in einer tiefenpsychologisch-orientierten Psychotherapie angewandt wird. C X X Es handelt sich um eine Therapieform, die bei PTBS angewandt wird. D X X Patienten sollten für die EMDR-Therapie stabilisiert sein. E - Jeder Psychotherapeut kann eine EMDR-Sitzung durchführen. ABCD BelehrungRichtige Antworten: A – D. Um EMDR durchzuführen, braucht man als Psychotherapeut/Psychiater/Psychologe eine spezielle Ausbildung. Klassischerweise wird die EMDR bei PTBS eingesetzt und zeigt gute Erfolge. Patienten müssen im Vorfeld gut aufgeklärt sein. Im Rahmen der EMDR-Sitzung(en) wird das traumatische Erlebnis in Erinnerung gerufen und vom Patienten erneut erlebt, so dass eine Stabilisierung vor der Therapie essentiell ist. Betroffene werden im Therapieverlauf in geschütztem, ruhigem Umfeld an die traumatische Situation herangeführt. Beim aktiven Erinnern sollen Betroffene rasch die Blickrichtung ändern. Dadurch soll eine Integration des traumatisch Erlebten durch Stimulation beider Gehirnhälften erreicht werden.
- Welche Symptome finden sich typischerweise nicht bei Schizophrenie? Korrekte Antworten: 2 von 6 Antwortmöglichkeiten A X X Dysmorphophobie B - Gedankenlautwerden, -eingebung, -entzug, -ausbreitung. C - Gedankenabreißen oder -einschiebungen in den Gedankenfluss. D - Kommentierende oder dialogische Stimmen. E - Anhaltende Halluzinationen jeder Sinnesmodalität F - X Anhedonie AF BelehrungRichtige Antworten: A und F. A und F finden sich nicht bei der Schizophrenie. Zu A: Typisches Symptom bei Essstörungen, z. B. Anorexia nervosa. Zu F: Typisches Symptom bei depressiven Störungen. Antworten B – E: Typische Symptome im Rahmen einer Schizophrenie. Es handelt sich um eine Auswahl der Leitsymptome nach ICD-10 für Schizophrenie.
- Was charakterisiert die Anorexia nervosa? Korrekte Antworten: 3 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X Besonders häufig sind Frauen betroffen. B X X Strenge Regulation des Essverhaltens C X X Methoden: Verweigerung der Nahrung und viel sportliche Betätigung D - Extremer Perfektionismus mit massiven Versagensängsten und wenig Selbstbewusstein ABC BelehrungRichtige Antworten: A - C. A – C charakterisieren die Anorexia nervosa (Magersucht). Antwort D charakterisiert die Bulimia nervosa (Ess-Brechsucht). Ein gering ausgeprägtes Selbstwertgefühl und depressive Verstimmungen sind häufig. Gedanken kreisen um das eigene Aussehen und die Figur. Das Essverhalten ist unregelmäßig, Mahlzeiten werden ausgelassen, häufig Diäten oder Fastenkuren durchgeführt. Die Vorstellung, zuzunehmen, ist für viele Patientinnen unerträglich. Wie erwähnt dominiert die Scham sehr stark, so dass die Erkrankung sehr lange geheim gehalten wird. Betroffene zeigen einen starken Perfektionismus mit hohen Anforderungen an sich selbst. Das fast vorprogrammierte Scheitern, da die Ziele meist unerreichbar hoch sind, wird als Niederlage empfunden, welche weitere Versagensgefühle und Scham erzeugt.
- Was trifft zum Animal Hoarding zu? Korrekte Antworten: 4 von 4 Antwortmöglichkeiten Ihre Antwort Korrekte Antwort A X X Angesprochen oder aufgedeckte Betroffene streiten die Situation ab und bagatellisieren. B X X Betroffene Tiere sind oft von Ektoparasiten wie Flöhen und Milben befallen, zudem finden sich häufig Viruserkrankungen, bakterielle und Pilzerkrankungen. C X X Das nicht artgerechte Halten und die oft extreme Vernachlässigung der Tiere können zu erheblichen psychischen Störungen führen. D X X Animal Hoarding ist ein veterinärmedizinisches, medizinisches, soziales und juristisches Problem. ABCD BelehrungRichtige Antworten: Alle Aussagen treffen zu. Zu Antwort A: Unter Leitung von Dr. Patronek wurde die Klassifizierung in vier Typen beschrieben: Überforderter Pfleger (Overwhelmed Caregiver): Zunächst werden Tiere in einer noch überschaubaren Anzahl angesammelt, auch passiv, d. h. er nimmt Tiere auf, sucht nicht aktiv nach ihnen. Auslöser ist meist ein einschneidendes Ereignis in der Biographie, z. B. Verlust des Arbeitsplatzes. Die Tiere werden als Familienmitglieder betrachtet und gegen die Leere angehäuft. Häufig leben die Halter sehr zurückgezogen, haben kaum soziale Kontakte. Sie sind meist in der Lage, gesundheitliche Mängel und beginnende Überforderung zu erkennen, reagieren jedoch bagatellisierend. Es findet in den meisten Fällen im Gegensatz zu anderen Typen kein Ignorieren der Probleme statt. Gegenüber Behörden ist er meist einsichtig und kooperativ, nimmt Hilfe an. Rettertyp (Rescuer Hoarder): Typisch ist der missionarischen Drang zur Rettung von Tieren. Diese sucht er aktiv und nimmt sie z. B. aus dem Bekanntenkreis oder vor Einschläferung auf. Er erfüllt in den meisten Fällen die Kriterien einer Zwangsstörung. Wie beim ersten Typ ist die Anzahl der gesammelten Tiere zunächst überschaubar und wächst schließlich immer weiter, dass sich Überforderung einstellt. Im Gegensatz zum ersten Typen lebt der Rettertyp nicht isoliert! Behörden gegenüber verhält er sich abweisend und versucht, zu bagatellisieren bzw. zu leugnen. Züchtertyp (Breeder Hoarder): Tiere werden zunächst für den Verkauf oder Ausstellungen gezüchtet. Durch die Zunahme der Tierzahl kommt es nach und nach zur Überforderung und der Züchtertyp kann die artgerechte Haltung nicht mehr gewährleisten. Im Gegensatz zu den anderen Typen werden die Tiere meist außerhalb der Wohnung gehalten und somit werden die Lebensbedingungen der Person und ihrer Familie nicht beeinträchtigt. Züchtertypen haben meist moderate Einsicht gegenüber der Problematik. Ausbeutertyp (Exploiter Hoarder): Das Tieresammeln geschieht alleine zur Befriedigung eigener Bedürfnisse. Es besteht eine ausgeprägte Persönlichkeitsstörung, zudem empfindet der Ausbeutertyp keine Empathie für Tiere, ebenfalls nicht für Menschen. Es kann eine dissoziale Persönlichkeitsstörung vorliegen (vgl. Kap. 4.3.3). Der Betroffene fühlt sich als Experte und hat starken Kontrollzwang. Die Situation wird verleugnet und ignoriert (unbewusster und bewusster Anteil!). Gegenüber Behörden ist er vehement ablehnend und damit am schwierigsten zu betreuen. Meistens wird in den Medien dieser Typus dargestellt. Zudem wird der beginnende Horter (Incipient Hoarder) beschrieben. Bei ihm ist noch ein Mindestmaß an Pflege der Tiere vorhanden, er erkennt Mängel und versucht sie aktiv abzustellen. Dennoch sind die ersten Anzeichen erkennbar: Es werden z. B. zu viele Tiere in einem Käfig gehalten. Dies kann umschlagen in weiteres Sammeln von Tieren und verschlechterten hygienischen Zuständen.
- Welche Symptome treten bei Störungen des Sozialverhaltens nicht auf? Korrekte Antworten: 1 von 5 Antwortmöglichkeiten A - Feuerlegen - B - Extremes Maß an Streiten oder Tyrannisieren C - Grausamkeit gegenüber Tieren (Tierquälerei!) D - Zerstörung von Eigentum E X X Starker Drang zur körperlichen Bewegung, motorische Unruhe E BelehrungRichtige Antwort: E Eine schwierige Frage! Antwort E ist auszuwählen. Warum? Antwort E würde zur ADHS passen oder zur sog. hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (ICD-10-Klassifikation: F90.1). Für eine reine Störung des Sozialverhaltens ist die motorische Unruhe i. d. R. nicht vorhanden.
- Was bedeutet die Aussage Time is Brain? Korrekte Antworten: 1 von 4 Antwortmöglichkeiten A - Bei Hirnblutungen muss der Patient so schnell wie möglich antihypertensiv (den Blutdruck senkend) behandelt werden. B - Wenn man altert, funktioniert das Gehirn immer schlechter. C X X Bei ischämischen Schlaganfällen muss der Patient innerhalb des sog. Zeitfensters in die nächste spezialisierte Klinik gebracht werden um den Thrombus aufzulösen und möglichst viel Hirngewebe zu retten. D - Wenn man clever ist, sollte man immer pünktlich sein. C BelehrungRichtige Antwort: C. Time is brain: Wichtig zu wissen, wenn es darum geht zu vermitteln, was ein Schlaganfall bedeutet: es bedeutet, dass irreversibel Hirngewebe untergeht! Je nachdem in welchem Bereich dies geschieht, können Funktionen nicht mehr ausgeübt werden und der Betroffene erleidet Symptome wie Lähmungen, Sensibilitätsstörungen, Koordinationsstörungen, Sehstörungen oder psychiatrische Symptomen, um nur einige zu nennen. Antwort A ist prinzipiell korrekt, steht aber nicht im Zusammenhang mit Time is brain . Genau genommen rettet man durch die o. a. Handlung auch Hirngewebe, weil die Nachblutung minimiert wird. Time is again wird von Neurologen jedoch im Zusammenhang mit ischämischen Schlaganfällen genannt. Antwort B und D: Zur Auflockerung Ich hoffe es hat geklappt!
- Welche Aussagen zu den Ischämien treffen zu? Korrekte Antworten: 4 von 5 Antwortmöglichkeiten A X X Die Diagnose ischämischer Schlaganfall versus Hirnblutung kann erst sicher durch die Bildgebung erfolgen B X X Bei akuter intrazerebraler Blutung ist die Senkung des systolischen Blutdrucks unter 140 mmHg vorzunehmen C X X Bei beiden sind psychiatrische Symptome möglich D X X Der arterielle Hypertonus (Bluthochdruck) ist der wichtigste Risikofaktor für ischämische Schlaganfälle E - Junge Menschen < 30 Jahre bekommen keine Ischämien. ABCD BelehrungRichtige Antworten: A – D. Zu D: Der arterielle Hypertonus ist noch immer der wichtigste Risikofaktor für ischämische Schlaganfälle. Erschwerend kommt die erhöhte Inzidenz für Arteriosklerose hinzu, die v. a. in den westlichen Industrieländern ansteigend ist. Zu E: Leider doch! Die Gründe für ischämische Schlaganfälle bei so jungen Patienten können sein: Genetische Dispositionen, ausgeprägtes kardiovaskuläres Risikoprofil Unfallbedingte Schäden an hirnversorgenden Arterien, Thrombose bei offenem Foramen ovale (Shunt zwischen rechten und linkem Herzen, durch das der Embolus aus dem Bein bei einer tiefen Venenthrombose nicht in die Lunge, sondern in die hirnversorgenden Arterien gespült wird und einen Schlaganfall verursachen kann), rheumatische Erkrankungen. Gründe für Hirnblutungen: Traumatische Ursachen, angeborene Fehlbildungen der hirnversorgenden Gefäße, rheumatische Erkrankungen.
- Welche Aussage zur Epilepsie trifft nicht zu? Korrekte Antworten: 1 von 5 Antwortmöglichkeiten A - Bei der generalisierten Epilepsie findet sich epileptische Aktivität im gesamten Gehirn.- B - Das Hans-guck-in-die-Luft -Syndrom kann ein Hinweis auf eine generalisierte Epilepsie im Kindesalter sein. C - X Epileptiker müssen immer und lebenslang medikamentös behandelt werden. D - Eine primäre fokale Epilepsie kann sich im Zittern einer Hand äußern, wobei der Patient nicht das Bewusstsein verliert. E X Beim Schlafentzugs-EEG versucht man epileptische Aktivität zu provozieren. C BelehrungRichtige Antwort: C Eine medikamentöse Behandlung ist meist in der Anfangsphase obligat, wobei es immer auf die Ursache ankommt. Es stimmt, dass i. d. R. lebenslängliche Therapie erfolgen muss, ABER: Ist der Patient für längere Zeit anfallsfrei und hat keine organischen Auslöser (zerebraler Tumor, Hirnblutung etc.) kann man einen Auslassversuch wagen und die Therapie bei Anfallsfreiheit auch wieder absetzen. Das Antwort C, das muss immer in der Antwort trifft nicht zu. Zu B: Hier wird die Absence beschrieben, eine klassische generalisierte Epilepsie. Zu E: Ziemlich gemein, oder? Es handelt sich um einen sehr starken Reiz. Möglicherweise wird auch ein Anfall ausgelöst. Medikation und ärztliche Versorgung vor Ort müssen gesichert sein! Die Diagnose steht in einem solchen Fall ja dann auch
- Welche Verlaufsformen der Multiplen Sklerose kennen Sie? Korrekte Antworten: 3 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X Schubförmige Verlaufsform B X X Sekundär chronisch-progrediente Verlaufsform C X X Primär chronisch-progrediente Verlaufsform D - Tertiär-progrediente Verlaufsform ABC BelehrungRichtige Antworten: A - C Beim schubförmigen Verlauf gilt ein Schub als fokal-neurologisches Defizit, welches mindestens 24 Stunden anhält. Das kann eine Lähmung, Sensibilitätsstörung, Koordinationsstörung, Sprechstörung, Schwindel, Sehstörung, etc. sein. Die Symptomatik ist äußerst vielgestaltig. Der nächste Schub muss mindestens 30 Tage danach abzugrenzen sein. Die Symptomatik muss einem echten Schub entsprechen und darf nicht durch andere Ursachen erklärbar sein, z. B. Infekte u. ä. Schübe ereignen sich übrigens nicht nur in der schubförmigen Variante, sie können auf als aufgelagerte Schübe bei den sekundär- und primär chronisch-progredienten Formen auftreten! Ein häufiger Übergang besteht zwischen der schubförmigen Variante, die nach einigen Jahren in die sekundär chronisch-progrediente Form übergeht. Wenn nicht oder unzureichend behandelt wird, kann sich dieser Übergang schneller ereignen. Er kann aber auch ausbleiben! Die primär chronisch-progrediente Form ist am seltensten, daher gibt es wenige Daten. Betroffene weisen meist eine rasche Verschlechterung auf. Zu D: Dieser Begriff ist frei erfunden. Es gibt aber eine Sonderform, die in den letzten Jahren in den Mittelpunkt gerückt ist: das sog. klinisch-isolierte Syndrom (KIS). Dabei wird die Diagnose gestellt, wenn ein Symptom und/oder eine Läsion im MRT vorliegen. Die Diagnose Multiple Sklerose wird dann schon gestellt und der Betroffene wird behandelt. Man weiß heute, dass die Prognose umso besser ist, desto früher eine Behandlung begonnen wird
- Welche Symptome können Ihnen bei einem Parkinson-Betroffenen begegnen? Korrekte Antworten: 4 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X Akinese/Hypokinese (reduzierte Beweglichkeit) B X X Tremor (Ruhezittern, unwillkürlich) C X X Rigor (Erhöhter Muskeltonus) D X X Posturale Instabilität (reduzierte Stellreflexe, Betroffene fallen nach hinten um) ABCD BelehrungRichtige Antworten: Alle Antworten sind korrekt. Bei A - C handelt es sich um die klassische Parkinson-Trias. Antwort D ist das vierte Symptom.Der Gesichtsausdruck von Betroffenen sieht ?steinern- und ?unbeweglich- aus. Mimik ist erschwert möglich.Das vierte Symptom ist die sog. posturale Instabilität. Bei der Erkrankung sind fast immer Stell- und Haltereflexe reduziert. Betroffene können das Gleichgewicht v. a. bei Neigung nach hinten nicht aufrechterhalten und fallen dann evtl. einfach nach hinten um. Dabei kann es zu schwersten Verletzungen kommen! Man unterscheidet ferner verschieden Formen, den akinetisch-dominanten Typ, den Tremor-dominanten Typ oder eine ?Zwischenform-. Letztere ist am häufigsten, d. h. betroffene weisen sämtliche Symptome ? in individueller Ausprägung ? auf! Obwohl der Ruhetremor für die meisten Patienten sehr unangenehm ist ? man sieht diesen ja von außen, d. h. sie fühlen sich in sozialen Situationen dann sehr unwohl, hat der Tremor-dominante Typ die bessere Prognose. Die schlechteste hat der akinetisch-dominante Typ. Meist liegen, wie gesagt, sämtliche Symptome, also Mischformen, bei Betroffenen vor.An psychiatrischen Symptomen können Depressionen auftreten.
- Für welchen Demenztyp gibt es eine kausale Therapie? Korrekte Antworten: 1 von 5 Antwortmöglichkeiten A - Alzheimer’sche Demenz B - Vaskuläre Demenz C - Frontotemporale Demenz D - Demenz bei Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung E X X Für alle existiert keine kausale Therapie E BelehrungRichtige Antwort: E Leider gibt es für keine dieser Demenzformen eine kausale Therapie. Es gibt verschiedene symptomatische Therapien. Die Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung endet immer tödlich. Bei der vaskulären Demenz ist die beste Prophylaxe die konsequente Einstellung des kardiovaskulären Risikoprofils. Untergegangenes Hirngewebe kann man nicht mehr retten, d. h. eine kausale Therapie ist in diesem Stadium auch hier nicht möglich.
- Für Erkrankungen aus dem Autismus-Spektrum gelten: Korrekte Antworten: 3 von 4 Antwortmöglichkeiten A X X Betroffene haben Schwierigkeiten mit dem sozialen Umgang (z. B. Beziehungen mit Gleichaltrigen, mit Eltern) B X X Sie haben eine veränderte Kommunikation (verbale und nicht-verbale Kommunikation) C X X Charakteristisch sind eingeschränkten Interessen, stereotypen, sich wiederholende Verhaltensweisen D - Sie reagieren in jedem Fall aggressiv auf Veränderungen. ABC BelehrungRichtige Antworten: A - C Bei den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen treten qualitative Abweichungen in den wechselseitigen sozialen Interaktionen und Kommunikationsmustern auf. Es zeigt sich ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten. Für das betroffene Kind sind die qualitativen Auffälligkeiten sind in allen Situationen ein grundlegendes Funktionsmerkmal, quasi typisch für das individuelle Kind. Beim frühkindlichen Autismus kann sich selbstverletzendes Verhalten zeigen. Veränderungen der Umwelt, z. B. umgestellte Spielsachen oder Möbel im Kinderzimmer bedeuten große Verunsicherung und Panik. Zur Aggressivität kommt es aber nicht zwangsläufig.