Klinische Psychologie (Subject) / 14 Abhängigkeiten (Lesson)

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14 Abhängigkeiten

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  • Die Kriterien eines Abhängigkeitssyndroms nach ICD-11 gelten universiell für alle Abhängigkeiten (also auch Verhaltensabhängigkeiten)
  • Die Kriterien von Entzugsyndromen decken sich nicht mit denen von Abhängigkeitssyndromen
  • Was wird einzelnen im ICD-10 beschrieben? die expliziten Symptome für jede spezifische Substanzintoxikation und Enzugssymptome (z.B. für Alkohhol, Cannabinoide usw.) 
  • Was sind die Kriterien des Abhängigkeitssyndroms nach ICD-10? - Verlangen oder Zwnag die Substanz zu konsumieren - verminderte Kontrolle über Substanzgebrauch (Beginn, Beendigung, Menge, Unfähigkeit verminderten Konsums)  - Entzugssymptome bei verringertem Konsum - Toleranzentwicklung gegenüber Substanzwirkung - Einengung auf Substanzgebrauch und -beschaffung  - Konsum trotz Bewusstheit über schädliche Folgen 
  • Abhängige haben nach ICD-10 eine verminderte Kontrolle über den Substanzgebrauch h
  • Abhängige konsumieren nach ICD-10 trotz Bewusstheit über schädliche Folgen 
  • Abhängige sind nach ICD-10 eingeengt auf Substanzgebauch und -beschaffung 
  • Abhängige entwicklen nach ICD-10 Toleranz gegenüber der Substanzwirkung 
  • Bei verringertem Konsum zeigen Abhängige nach ICD-10? Entzugssyndrom 
  • Nach ICD-10 haben Abhängige bezüglich der Substanz ein Verlangen oder einen Zwang sie zu konsumieren 
  • Wie ist die Einordnung von Trinkverhalten nach ICD-10 zu kategorisieren? risikoarmer Konsum  riskanter Konsum Schädlicher Konsum/ Substanzmissbrauch  Abhängigkeit 
  • risikoarmer Konsum ist unproblematisch 
  • riskanter Konsum ist sich am Wochenende extrem zu betrinken 
  • Wie nennt man die Stufe vor der Abhängigkeit im ICD-10 und wie im DSM-IV? ICD-10: Schädlicher Gebrauch DSM-IV: Substanzmissbrauchh 
  • Wodurch zeichnen sich schädlicher Gebrauch und Substanzmissbrauch aus? psychsiche oder physische Gesundheitsschädigung 
  • Was sind die 3 Aspekte von Abhängigkeit? psychische Abhängigkeit (Beschaffungsverhalten, pathologisches Einnahmemuster) physische Abhängigkeit (körperliche Wirkung, Entzugserscheinungen) Rückfalltendenz 
  • Wie ist die 12-Monats-Prävalenz für Alkohol-Abhängigkeit? 8,5%
  • Für welches Geschlecht ist die 12-Monats-Prävalenz einer Alkoholabhängigkeit höher? Männer 
  • Wer hat eine Einteilung von Alkoholkonsumenten vorgenommen? Jellinek 1953 
  • Einteilung der Alkoholkonsumenten nach Jellinek: 1. Nichttrinker 2. Trinker (Alkoholkonsumenten)   a) gelegentlich Trinkende   b) gelegentlich exzessiv Trinkende  3. Alkoholiker     a) nicht-süchtige        Alphha-Alkoholiker, Beta-Alkoholiker    b) süchtige         Gamma-Alkoholiker, Delta-Alkoholiker, Epsilon-Alkoholiker 
  • Nichttrinker - trinken aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen nie 
  • Trinker heißen auch - lassen sich unterteilen in Alkoholkosumenten  - gelegentlich Trinkende  - gelegentlich exzessiv Trinkende 
  • gelegentlich Trinkende trinken selten  - betrinken sich nie gefährdend  - nur aus Geselligkeit mal 1 Bier 
  • gelegentlich exzessiv Trinkende - betrinken sich auch mal, aber sehr selten  - die meisten Studenten fallen hier drunter 
  • Alkoholiker lassen sich einteilen in nicht-süchtige und süchtige 
  • nicht-Süchtige Alkoholiker lassen sich einteilen in Alpha-Alkoholiker Beta-Alkoholiker 
  • Alpha-Alkoholiker trinken um einen aversiven Zustand zu beenden  erleben negative Verstärkung  --> können zum Gamma-Alkoholiker werden 
  • Beta-Alkoholiker sind Gewohnheitstrinekr  - betrinken sich nicht  - trinken aus Gewohnheit und Geselligkeit z.B. jeden Abend 2 Bier 
  • Süchtige Alkoholiker lassen sich unterteilen in Gamma-Alkoholiker Delta-Alkoholiker Epsiolon-Alkoholiker 
  • Gamma-Alkoholiker - süchtige Variante des Alpha-Alkoholikers - 90% aller Alkoholkranken/ süchtigen  - erleben Kontrollverlust bei geringsten aversiven Zuständen  --> finden in allem einen Grund zu trinken; können nichts mehr aushalten 
  • süchtige Alkoholiker heißen auch Alkoholkranke 
  • Delta-Alkoholiker heißen auch Spiegeltrinker - haben einen permanent erhöhten Alkoholspiegel - sind die süchtige Variante des Beta-Alkoholikers - man gekommt meistens gar nicht mit dass sie konstant trinken und Alkohol im Blut haben 
  • Epsiolon-Trinker Quartalstrinker trinken nur zeitweise aber dafür dann exzessiv viel  fahren dafür auch teilweise mal ein Wochenende weg 
  • Welche Phasen hat der Gamma-Alkoholismus? 1. Voralkoholische Phase  2. Prodromalphase 3. kritische Phase 4. chronische Phase 
  • Voralkoholische Phase - Erleichterungstrinken (Alpha-Alkoholiker)  - Toleranzabnahme für seelische Belastung  - reduzierte Frustrationstoleranz, sodass immer häufiger getrunken wird  - Zunahme der Alkoholtoleranz 
  • Was nimmt in der Voralkoholischen Phase ab, was nimmt zu? ab: Frustrationstoleranz, Toleranz für seelische Belastungen  zu: Alkoholtoleranz 
  • Prodromalphase geht nahtlos aus voralkoholischer Phase hervor  dauert 6 Monate bis 5 Jahre retrograde Amnesien bzgl. Ereignisse während dieser Phase  alleiniges und heimliches Trinken  häufige Gedanken an Alkohol Tricks für schnellen Wirkungseintritt (z.B. Trinken durch einen Strohhalm) 
  • Wie lange dauert die Prodromalphase? 6 Monate bis 5 Jahre 
  • Kritische Phase Kontrollverlust, kleinere Alkoholmengen führen zu unwiderstehlichem Drang für weiteren Alkoholkomsum  zunächst aber noch Kontorlle ob und wann getrunken wird Versuch der Abstinenz (Gefahr, dass diese zeitweise funktioniert) Entzugssymptome (zittern, schwitzen) 
  • Chronische Phase morgendliches Trinken tagelange Räusche  seelischer, körperlicher und sozialer Abbau schwerste Entzungssymptome (Krämpfe, Delirium) Abnahme der Alkoholtoleranz (Leber zu sehr geschädigt) Alkoholkonsum wird wichtiger als alles andere 
  • Was wurde im ICD-11 und DSM-5 erstmalig aufgeführt? substanzungebundene Abhängigkeiten 
  • Welche substanzungebundenen Abhängigkeiten können diagnostiziert werden? Gambling Disorder (Störung durch Glücksspielen) Gaming Disorder (Störung durch Videospielen) Compulsive Sexual Behaviour Disorder Weitere nicht näher beschriebene Abhängigkeiten
  • Wie werden Verhaltensabhängigkeiten kodiert? eher behelfsmäßig als "Impulskontrollstörungen" 
  • Gambling Disorder Dauerhaftes, ständiges Glücksspielen, das auch nach Angabe des Patienten zu Beeinträchtigung oder Leiden führtImmer höhere Einsätze, um Erregung zu erreichenGescheiterte Versuche, Glücksspielen einzuschränken (dabei Unruhe und Reizbarkeit bei den Versuchen)Starke gedankliche Eingenommenheit durch GlücksspielenHäufiges Glücksspielen in belastenden GefühlszuständenFortgesetzes Glücksspielen, um Verluste auszugleichen („Chasing“)Vertuschung des Ausmaßes von GlücksspielenBeeinträchtigung in sozialer, familiärer, beruflicher oder sonstiger funktionaler WeiseExterne finanzielle Unterstützung, um finanzielle Probleme durch Glücksspielen zu überwinden
  • Wie ist das Denken von Personen mit Gambling Disorder? sie sind stark gedanklich durch das Glücksspielen eingenommen 
  • Gambling Disorder welche Probleme zeigen diese Personen und was machen sie dagegen? finanzielle Probleme und holen sich daher externe finanzielle Unterstützung 
  • In welches Weise müssen Personen mit Gambling Disorder Beeinträchtigung zeigen? in sozialer, familiärer, beruflicher oder sonstiger funktionaler Weise 
  • Was machen Personen mit Gambling Disorder bezüglich das Ausmaßes? sie vertuschen es 
  • Was ist Chasing das forgesetzte Glücksspielen um Verluste auszugleichen 
  • Warum setzten Personen mit Gambling Disorder das Glücksspiel fort und wie nennt man das? um Verluste auszugleichen  Chasing