13

Kostenrechnung und Controlling (Subject) / Heft 3 Teil 1 (Teilkostenrechnung) (Lesson)

Deckungsbeitragsrechnung

This lesson was created by Aglae.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Teilkostenrechnung - Basics: Unterschied Voll und Teilkostenrechnung - typische Probleme bei der Verrechnung von Gemeinkosten (5) - 2 Grundtypen der Rechnung (1:2, 2:2) schaubild (Tree)? erklaeren (3 wichtige) Basics: Unterschied Voll und Teilkostenrechnung: - Teil und Vollkostenrechung arbeiten mit den Daten aus Kostenarten und Kostenstellrechnung- Vollkostenrechnung: Gemeinkosten werden durch Zuschlagssaetze auf Kostentraeger verteilt- Teilkostenrechung: arbeitet nur mit direkt zurechenbaren Gemeinkosten  => Zuschlagssaetze der Vollkostenrechnung sind also hoeher- kalkuloerter Verkaufspreis sollte aber identisch sein, da am Marktpreis orientiert Selbstkosten Teilkostenrechnung = 331,50 Selbstkosten Vollkostenrechnung = 576,00 - beide Systeme orientieren sich am Marktpreis- Vollkostenrechnung: progressiv = Gewinnzuschlag  567,00 + 30% = 750,00 (Angebotspreis)- Teilkostenrechnung: retrograd = Deckungsbeitrag  418,50 + 126% DB = 750,00 (Angebotspreis) typische Probleme bei der Verrechnung von Gemeinkosten: - Produkte/Gruppen beanspruchen die Kostenstelle unterschiedlich  verursachen unterschiedliche Gemeinkosten- keine Proportionalitaet zwischen Gemeinkosten und verwendeter Basis  Proportionalisierung ist willkürlich- Produkte mit geringen Herstellkosten = hohe Verwaltungs- und Vertriebskosten- sehr hohe Zuschlagssaetze => grosse Abweichungen/Fehler- Relation Gemeinkosten und Einzelkosten verschiebt sich im Laufe der Zeit Teilkostenrechnung: Block der Fixkosten (nicht verteilte Gemeinkosten) beruecksichtigen: 2 Grundtypen (Teilkostenrechnungssysteme) 1. Teilkostenrechnung auf Basis variabler Kosten a) einstufiges Direct Costing= globale Fixkostenbehandlung - Spaltung der Kosten in variabel und fix- variable (proportionale) Kosten werden dem Produkt zugerechnet- fixe Kosten = zeitproportional, werden der Periode zugerechnet (Betriebsbereitschaft)  werden von Deckungsbeitraegn gedeckt b) mehrstufiges Direct Costing= differenzierte Fixkostenbehandlung - Fixkosten auf einzelnen Hierarchiestufen- jedes Produkt traegt seine eigenen produktspezifischen Fixkosten- Produktgruppe bezahlt Produktgruppenfixkosten- usw... 2. Teilkostenrechnung auf Basis von Einzelkostena) mit globaler Gemeinkostenbehandlung (nicht ueblich) b) relative Deckungsbeitragsrechnung= mit differenzierter Gemeinkostenbehandlung - von Riebel, auf Basis "relativer" Einzelkosten- "Verteilung echter Gemeinkosten laesst sich logisch nicht zwingend loesen"    (siehe Kuppelproduktion)- nur eindeutig mit der Leistung verbundene Kosten sollen zugerechnet werden
  • Teilkostensystem auf Basis variabler Kosten: - Deckungsbeitragsrechnung im Fix-Variabel Konzept: Praemissen (5) - 3 Methode zur Spaltung von Fixen und Variablen Kosten (nennen, erklaeren) - Zukuenftige Kosten haengen aber von weiteren Faktoren ab (7) Deckungsbeitragsrechnung im Fix-Variabel Konzept: Praemissen: - allein die Beschaeftigung (Ausbringung) ist die relevante Einflussgrösse- alle Kosten lassen sich eindeutig in variable und fixe Kosten trennen- variable Kosten sind proportional zur Menge und lassen sich eindeutig einer Leistung zurechnen- Erloese sind proportional zur Menge, lassen sich eindeutig einer Leistung zurechnen- Fixkosten sind konstant und eindeutig mit einer Abrechnungsperiode verbunden Spaltung in Fixe und Variable Kosten: 3 Methoden 1. Buchhalterische Methode - Buchhalter entscheidet nach einer Checkliste- Problem: semivariable Kosten (variable und fixe Kostenanteile)- zB Wartung des Autos kann fix (einmal pro Jahr) oder variable (abhaengig von km) sein  es ist eine eindeutige, vom Buchhalter abhaengige, Entscheidung noetig- Kritik: grob und willkuerlich  sehr guter Buchfuehrer = sehr gute Ergebnisse Beispiel: Herr X sammelt alle Belege seines Autos und sortiert Ende des Jahres in fix/variabelfix = 2900, variabel = 3000 variable Stueckkosten = 3000 Euro / 20 000 km = 0,15 Euro pro Kilometer K(x) = 2900 + 0,15 * x Vollkosten (Stueck) fuer Steuererklaerung = 5900 / 20 000 km = 0,295 Euro pro Kilometer 2. Mathematische Methode - Zwei Punkte Form der Ermittlung von Geraden  t: 20 000 km, Kosten 5900 Euro = Punkt P1: (x1 = 20 000, K1(x1) = 5900)  t-1: 28 000 km, Kosten 7100 Euro = Punkt P1: (x2 = 28 000, K2(x1) = 7100)- beides einzeichnen in Koordinatensystem- eine Gerade durch Punkte legen x (y=0): Fixkosten ablesen (2900) Steigung der Geraden m = variable Kosten m = K(x2) - K(x1) / x2 - x1 = 7100 - 5900 / 28 000 - 20 000 = 0,15 Euro pro Kilometer Fixkosten mathematisch:  K(x) = KF + 0,15 * x   7100 = KF + 0,15 * 28 000  nach KF aufloesen = 2900  => Kostengleichung: K(x) = 2900 + 0,15 * x Kritik: - Praxis: Perioden mit representativen Kosten und Auslastungen finden?- gemildert durch lange Beobachtungsperiode- Aperiodische Kosten koennen durch Rueckstellungen geloest werden 3. Methode der kleinsten Quadrate - aus einer Vielzahl von Vergangenheitswerten werden Wertepaare gebildet  Kosten : Beschaeftigung- Kostengerade wird durch das Streudiagramm gelegt- Summe der Quadrate der vertikalen Abstaende sind minimal - am einfachsten mit Excel (oder anderen modernen Tabellenkalkulationsprogrammen)- ansonste: Berechnung der Regressionsgeraden y = b + m * x Formeln und Berechnung siehe extra Karteikarte Zukuenftige Kosten haengen aber von weiteren Faktoren ab: - Investitions- und Rationalisierungsmassnahmen- hohe Innovation oder Fortschritt?- laufende Projekte- Beschaeftigungsaenderungen- Expansion in neue Maerkte- anstehende Gesetzesaenderungen- anstehende Preisverhandlungen => viele dieser Punkte koennen durch eine Plankostenrechnung geloest werden      wird im operativen Controlling (Budgeting) beruecksicht
  • Teilkostensystem auf Basis variabler Kosten: einstufiges Direct Costing - Basics was ist db und DB wie errechnen? - Gewinnermittlung mithilfe db/DB ausgehend von Stueckpreis, Umsatz - DB/db und Break-even-Punkt (Gefaessmodell, Koordinatensystem, Absatzmenge Formel, Umsatz? Basics: - orientiert sich am Verkaufspreis, durch den Markt vorgegeben- Rueckrechnung (retrograde Betrachtungsweise) = Deckungsbeitrag     gesamter DB: Erlös - variable Kosten     Stueckdeckungsbeitrag (db): Stueckpreis - variable Stückkosten- db * verkaufte Menge = DB- DB - fixe Kosten = Gewinn / Verlust Gewinnermittlung mithilfe des Deckungsbeitrags (Direct Costing) Stückpreis- variable Kosten pro Stueck= db pro Stueck* verkaufte Stueckzahl= Gesamtdeckungsbeitrag- fixe Kosten= Gewinn / Verlust Umsatz - variable Kosten= Gesamtdeckungsbeitrag- fixe Kosten= Gewinn / Verlust Deckungsbeitrag und Break-even-Punkt - Break-even durch DB bestimmen- Break-even = Mindestabsatzmenge (Gewinn = 0) (vollstandige Fixkostendeckung) Gefaessmodell- db = Gewinntropfen der in ein Gefaess tropft- Ablauf in Höhe Fixkosten- tropft in naechstes Gefaess wenn vollstaendige Fixkostendeckung- letzes Gefaess = Gewinn  hier kann Gewinn dann abgelesen werden- in Koordinatensystem: x-Koordinate = Menge oder Umsatz, y-Koordinate = Deckungsbeitrag Break-even: Gewinn = 0p * x = KF + kv * x Aufloesen nach x: Break-even Absatzmenge: x = KF / (p - kv) = KF / db  Break-even Umsatz:Mindestabsatzmenge * Marktpreis
  • Teilkostensystem auf Basis variabler Kosten: einstufiges Direct Costing - Die Wirkung von Kosten- oder Preisaenderungen auf DB und auf Koordinatenkreuz - Der Einfluss von Rabatt - Der Einfluss der Fixkosten (Fixkosten steigen, Grenzmenge berechenen? - Ermittlung von Preisuntergrenzen: kurzfristige und langfristige Preisuntergrenze erklaeren! (Formel langfristge Preisuntergrenze, DB langfristig, db langfristig) Die Wirkung von Kosten- oder Preisaenderungen - Preisaenderung oder Aenderung der variablen Kosten = Aenderung DB- DB steigt bei Preiserhoehung oder sinkenden variablen Kosten  Winkel im Koordinatenkreuz wird weiter  Schnittpunkt DB und Fixkosten wandert nach linkt- DB sinkt bei Preissenkung oder steigenden variablen Kosten Der Einfluss von Rabatt - Rabatt = Instrument des Marketings   "nur ein kalkulierter Rabatt ist ein guter Rabatt"- Rabatt gewaehrleisten oder nicht? - Rabatt => DB, HS, Umssatzrentabilitaet (direkte Wirkung!)- genaue Rechnung siehe extra Karte Der Einfluss der Fixkosten - Fixkosten steigen: Wie viel Mehrabsatz/Umsatz nötig?- Auch bei vorgebenen Gewinn anwendbar: Gewinn wird zu Fixkosten addiert Beispiel: Neuer Markt, Leasingrate = 1170 Euro, db = 9 Euro Grenzmenge = zusaetzliche Fixkosten / db = 1170 / 9 Euro = 130 Stueck Ermittlung von Preisuntergrenzen: a) kurzfristige Preisuntergrenze - Verkäufer: Preisuntergrenze = Ausstiegspunkt  sinkt Angebotspreis unter Schranke (Preisuntergrenze): kein DB mehr verdient  Geschaeft ist nicht rentabel- Vollkostenrechnung als Dispostionsgrundlage für Preisentscheidungen nicht geeignet  da progressives Vorgehen (kaum Orientierung am Marktpreis, Wertvorstellung des Kunden)  siehe Beispiel: Holzwurm rechnet sich durch Vollkostenrechnung aus dem Markt b) langfristige Preisuntergrenze - U überlebt nur wenn gesamten Kosten gedeckt- Gesamtkosten und Verkaufsmenge => langfristige Preisuntergrenze- je höher die Ausbringungsmenge desto niedriger die langfristige Preisuntergrenze  Fixkosten auf größere Stuckzahl verteilt- Auftraege ohne DB werden abgelehnt (Preis = variable Kosten)  Unternehmen verschwindet vom Markt  Trägt Fixkosten selbst- Verlust in höhe der Fixkosten ist nur kurzfristig zu verkraften => kurzfristige Preisuntergrenze also wo DB = Null langfristige Preisuntergrenze: Plangfristig = Gesamtkosten (500 Stück) / 500 Stück  = 90 Euro pro Stück Mendestdeckungsbeitrag: DBlangfristig = Plangfristig - variable Kosten dblangfristig = Fixkosten / Kapazität = 20 000 Euro / 500 Stueck = 40 Euro
  • Teilkostensystem auf Basis variabler Kosten: - Einstufiges Direct Costing im Mehrproduktunternehmen (DB Sorte, Gesamtdeckungsbeitrag, Betriebsergebnis | Zusammenfassung einstufiges Direct Costing (3) | nicht anwenden wenn/bei (2) - direkte Produktrentabilität (Basics, Erklärung, Ermittlung) DB pro Sorte = db (Stück) * Menge des Produkts Gesamtdeckungsbeitrag = ∑ DB pro Sorte Betriebsergebnis = Gesamtdeckungsbeitrag - Fixkosten Folgefrage: welche Produkte sollen hergestellt werden?siehe optimales Produktionsprogramm einstufiges Direct Costing Zusammenfassung: - Methode Teilkostenrechnung auf Basis von Fixen und Variablen Kosten- einfachste Form Direct Costing = retrograde Rechnung   Marktpreis => Deckungsbeitrag ermittelt- Voraussetzung: Existenz von Marktpreis, Spaltun der Kosten in fixe und Variable   nicht anwenden wenn/bei:- keine Marktpreise existieren- Unikate, Sonderanfertigung/Variation Anwendung der direkten Produktrentabilität: - einstufiges direct costing im Mehrproduktunternehmen ist zu global   Rückfall in summarische Rechnungsmethoden   Vollkostenrechnungsmängel bestehen also fort- direkte Produktrentabilität = Weiterentwicklung direct costing!! Direkte Produktrentabilität (DPR): - versucht dem einzelnen Artikel so weit wie möglich Ertrag und Kosten zuzuordnen- errechnet Produktspezifischen Deckungsbeitrag- Qualität der DPR steigern:  produktspezifische Personalkosten, Abschreibungen- häufig im Handel  in Supermärkten und Warenhäusern v.A. für: Putzen, Hygienemittel, Getränke, Tierprodukte..- im Handelscontrolling:   DPR pro Artikel, pro Quadratmeter Verkaufsfläche, pro Zeit, pro EK, pro Kapitalbindung- DPR-Vergleichszahlen = wie gut ist mein U (Benchmarking) Ermittlung Verkaufspreis- Wareneinstand= Bruttoertrag + Warespezifische Zusatzerträge= Gesamtertrag des Artikels - direkte Lagerkosten- direkte Ladenkosten- direkte Transportkosten= direkte Produktrentabilität => noch besser als DPR ist mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung (MDR)
  • Teilkostenrechnung auf Basis von Fixen und Variablen Kosten: Anwendung mehrstufiges Direct Costing: - Erklärung/Basics - Hierarchiestufen (4) - Beschreibung und Rechnung Direct Costing - Angebotskalkulation - Kritik MDR (4) + Alternative? = Verrechnung der Fixkosten stufenweise:     Produkt, Produktgruppe, Bereich (Profit-Center)  - Manager erfahren welchen Gewinnbeitrag einzelne Hierarchiestufe beiträgt  => alle benötigen zur Steuerung Infos über DB ihres Bereichs- MDR ist stark unternehmensorientiert (spiegelt den Aufbau des Us)- guter Einblick in Erfolgsstruktut: jedes Produkt, Gruppe, Bereich wird einzeln beurteilt- negatives Ergebnis:  Verlust durch Sonderaktion?  Fixkosten langfristig abbaubar?  Abhängigkeit zu anderen Produkten?  Absetzen? Hierarchiestufen: - Service-Center-Leiter:   Serviceleistung + idR Budgetverantwortung- Cost-Center-Leiter:  Vorgegebenes Ziel unter Einhaltung des Budgets erreichen- Profit-Center-Leiter:  verantwortlich für Umsatz und Kosten, Profit maximieren- RoI-Leiter:  Maximiert Gewinn pro eingesetztes Kapital, verantwortlich für Rentabilität Beschreibung mehrstufiges Direct Costing: DB tropfen von Gefäß zu Gefäß  1. Produktfixkosten (Spezialwerkzeuge, -Maschinen, Patente, Produktmanager)  2. Produktgruppenfixkosten (Spezialmaschinen, Marktforschung, Marketing)  3. bereichsfixkosten  ...   4. Gesamtfixkosten des Unternehmens   Letzer: Gewinn = bildet Aufbauorganisation umgekehrt ab! :) siehe Abb. S. 27 Rechnung: Bruttoerlös pro Produkt- Erlösschmälerungen= Nettoerlös je Produkt - variable Kosten je Produkt= Deckungsbeitrag I (Produktdeckungsbeitrag- Produktfixkosten= Deckungsbeitrag II (Restdeckungsbeitrag je Produkt) - Produktgruppenfixkosten= Deckungsbeitrag III (Deckungsbeitrag je Produktgruppe) - Bereichsfixkosten= Deckungsbeitrag IV - Unternehmensfixkosten= Betriebserfolg (Nettoerfolg) Angebotskalkulation: - MDR = retrograde Rechnung- Angebotskalkulation anhand Nachkalkutlation oder Erfahrung- Pro Stufe anteilige Fixkosten mittels Kosten der Vorstufe kalkulieren Zuschlagssatz = Produktfixkosten / variable Kosten (zB P1: 700 / 1800 = 38%) Rechnung: differenzierte Zuschlagskalkulation nach Art der Vollkostenrechnung Variable Kosten                                                                 1,80+ Anteilige Produktfixkosten Produkt X                 38,9%     0,70 (= 1,80 * 0,389)= Kosten der ersten Stufe + anteilige Produktgruppenfixkosten Gruppe 1= Kosten der ersten Stufe + anteilige Bereichskosten Bereich A= Kosten der dritten Stufe + anteilige unternehmensfixe Kosten= Kosten der vierten Stufe + Gewinnzuschlag= Angebotspreis Produkt X Kritik MDR: - in viele Punkten kritisiert- Kostenspaltung in variable und fixe Kosten sei subjektiv und wirklichkeitsfremd  Methode nimmt keine Rücksich auf die wirklich relevanten Kosten- zB Zusammenhang der Sprungfixen Kosten mit Ausbringungsmenge nicht berücksichtigt- besonders Kritisch: Annahme proportionaler variabler Kosten   obwohl: proportional, progressiv, degressiv, regressivbis auf Verzicht auf proportionalisierung der Fixkosten alle Nachteile der Vollkostenrechnung!!! => daher Riebel: relative Deckungsbeitragsrechnung (auf Basis "relativer" Einzelkosten)
  • Deckungsbeitragsrechnung auf basis von "relativen" Einzelkosten - Basics - Einzelkostenprinzip, Verrechnung, Identitätsprinzip, Deckungsprinzip - Bezugsgrößen (2 Gruppen) - Riebelsches System: Kostenspaltung (1:2, 2:2) Basics: - nach Riebel   Ziel: gänzlich auf aufspaltung verbundener Kosten verzichten  "Einzelkostenrechnung" = nur mit zurechenbaren Kosten- wem können die Kosten zugerechnet werden? kann immer nur relativ beantwortet werden   abhängig vom Bezugsobjekt   zB Stromkosten: Auf Basis des Us = Einzelkosten; Bereich = Gemeinkosten        wenn jeder Bereich Stromzähler: Bereich = Einzelkosten usw Einzelkostenprinzip:   Nur solche Erlöse und Kosten verrechnen die eindeutig verbunden Verrechnung:   Verbindet zwei Größen eindeutig miteinander  Kosten & Erlöse, Kosten & Produkte, Erlöse & Produkte o.Ä.  Identitätsprinzip:  Größen mit identischem dispositiven Ursprung werden gegenübergestellt  nach dem Identitätsprinzip zurechnenbaren Kosten = Einzelkosten  Überschüsse = Deckungsbeiträge Deckungsprinzip:  Produkte gemeinsam disponiert: gemeinsamen Gemeinkosten werden von db + db getragen Bezugsgrößen: - alle Arten von Objekten, Aufträge, Kunden, Verträge, Marktsegmente, Verkaufsbezirke...- Bezugsgröße =   Zahl, Größe, Größenordnung, nach der sich etwas richtet,   die Grundlage für die Berechnung von etwas istje nach Zurechenbarkeit: 1) Objektbezogene Bezugsgrößen- zurechnung nach sachlichen Gesichtspunkten- Produkte, Aktivitäten, Kostenstellen, Unternehmensbereichen, Kunden, Marktsegmenten,  Beschäftigungseinfluss, Zahlungswirksamkeit 2) Zeitliche Bezugsgrößen- Objekte mit unterschiedlich langen Zeiträumen (h, Schicht, Tag, Woche, Monat, Jahr)- unterschiedliche Lage zum Bezugszeitraum (Zielkauf nach 30 Tagen, Wechsel 90 Tage) Riebelsches System: Kostenspaltung- Buchhaltung übernimmt Kostenspaltung- Unterscheidung variable und fixe Kosten ist zu grob- daher Bereitschaftskosten und Leistungskosten a) zeitbezogen- Bereitschaftskosten (≈ Fixkosten)  Voraussetzung zur Realisierung des Leistungsprogramms- Leistungskosten (≈ variable Kosten)  hängen direkt vom Leistungsprogramm ab b) objektbezogen- Kostenträgereinzelkosten- Kostenstelleneinzelkosten
  • Deckungsbeitragsrechnung (Basis: "relative" Einzelkosten): Grundrechnung - Aufbau einer Grundrechnung, was ist das? - bedeutsame Merkmale (3) Aufbau einer Grundrechnung (-schematisierung): - das exkteste Verfahren hinsichtlich der verursachunggerechten Kostenzurechnung- gemeinsame zweckneutrale Datenbasis = Grundrechnung   davon ausgehend eine vielzahl von Abrechnungssystemen möglich  (hierarchisch mehrstufige, mehrdimensionale,    zeitlich feste oder roulierende Systeme der Erfolgsrechnung oder der Leistungsrechnung) bedeutsame Merkmale beim Aufbau der Grundrechnung: - Rechnungsgrößen homogen und frei von Überschneidungen- keine Verteilung einer Kostenart auf zwei Kostenkategorien- Rechnungsgrößen auf hierarchischer Ebene dem Betrachtungsobjekt zugerechnet  bei dem keine willkürliche Aufteilung mehr möglich                                           Kostenträger           |         Kostenstellen        |                     Kostenarten    KT       KT Gruppen  |    KST      Abteilungen    |    Summe Lesitungs- kosten Bereitschafts-kosten                                                                                                              |   Gesamtsumme
  • Deckungsbeitragsrechnung (Basis: "relative" Einzelkosten): - Artikeldeckungsbeitragsrechnung Schema - Kundendeckungsbeitragsrechnung Schema EDV greift auf Grundrechnung zurück und wertet Daten zielorientiert aus  zB Auswertung pro Artikel, pro Kunden => für Key-account Kunden (A-Kunden) (zusammen ca 60% des Umsatz)      spezielle Kalkulation empfohlen Kalkulationsschema Artikeldeckungsbeitragsrechnung Bruttoumsatz zu Listenpreis- Umsatzsteuer = Nettoumsatz zu Listenpreis- Rabatte- preisabhängige Vertriebseinzelkosten (Provision) = Nettoerlös I- mengenabhängige Vertriebseinzelkosten (Fracht) = Nettoerlös II- Rohstoffe, sofern Artikeleinzelkosten- Verpackung- Artikelsondereinzelkosten - Deckungsbeitrag I- Fertigungslöhne, sofern Artikeleinzelkosten = Deckungsbeitrag II Kalkulationsschema Kundendeckungsbeitragsrechnung Bruttoumsatz zu Listenpreis- Umsatzsteuer = Nettoumsatz zu Listenpreis- Rabatte- preisabhängige Vertriebseinzelkosten = Nettoerlös I- mengenabhängige Vertriebseinzelkosten = Nettoerlös II- Kunden Sonderkonditionen- Kundenwerbung- Kundenaußendienst- Kundenvariable Verwaltungskosten- Rohstoffe, sofern Artikeleinzelkosten- Verpackung- Artikelsondereinzelkosten = Kundendeckungsbeitrag I- Fertigungslöhne, sofern Artikeleinzelkosten = Kundendeckungsbeitrag II
  • Spezielle Kalkulationsprobleme Teilkostenrechnung: Bestimmung des optimalen Produktionsprogramms: - Basics - Fragen die entstehen - kein Engpass (welches Verfahren?) - ein Engpass (3 Schritte) - zwei Engpässe (Verfahren, 3 Schritte) - mehr als zwei Engpässe (4 Voraussetzungen, 5 Schritte (4:2)) Basics: - Engpässe Beschafffung (Materialwirtschaft):   Lagerhaltung (Roh- Hilfs- Betriebsstoffe & richtige Teile auf Lager)  Lieferzeiten (JIT?)  Kapazitäten Maschinen  Kapazitäten Personal- Engpässe Absatzbereich:  Lieferzeiten  Transportrestrikitonen  Finanzierungsrestriktionen  Import- und Exportkontingente- Enpässe Finanzbereich:  Budget / Haushalt - mit Engpässen planen: Maximalprinzip  bei gegebener Ausstattung megnegmäßigen Ertrag (Ausbringungsmenge) maximieren- hier kann Deckungsbeitragsrechnung helfen Fragen: 1. ohne Engpass- welche Produkte sind im Programm  2. mit Engpass- welche Produkte sind im Programm bei genau einem Engpass- welche Prodkte bei zwei Engpässen- welche Produkte bei mehr als zwei Engpässen- was darf ich für den Zukauf von Leistungen bei betrieblichen Engpässen bezahlen kein Engpass gegegeben: - Produktionsprogramm überdenken- zB weil Preise gestiegen und nicht weitergebbar- nicht mit Vollkostenrechnung, da falsches Ergebnis  Deckungsbeitrag des Produktes wird nicht beachtet und kann zu Verlust führen- kurzfristige Preisuntergenze = 0- jedes Produkt mit DB bleibt kurzfristig im Produktionsprogramm ein Engpass gegeben: 3 Schritte: - Deckungsbeitrag der einzelnen Produkte berechnen- relativen Deckungsbeitrag berechen    = absoluter Deckungsbeitrag / Ausbringungszeit je Stück im Engpass- Reihenfolge der Produktion bestimen zwei Engpässe gegeben = graphische Lösung - zB Gewicht und Raum, Stall und Futtermittel..- Optimierung erfolgt graphisch 1. Budgetgerade Engpass 1 zeichnen  2. Budgetgerade Engpass 2 zeichnen 3. Treffpunkt = Optimum mehr als zwei Engpässe = Simplex Methode 4 notwendige Eigenschaften: - es bestehen lineare Relationen- es liegen lineare Restriktionen vor- es exisstieren nicht-negative Zielgrößen- man hat die Möglichkeit zu minimieren oder zu maximieren Schritte: 1. Deckungsbeitragsgleichung und Ungleichungen für Nebenbedingungen aufstellen 2. Ungleichungen + Schlupfvariablen in Gleichungen verwandeln 3. aus Gleichungen Schema der Simplex-Methode erstellen 4. Rechenregeln anwenden a) erste Rechenregel: bestimmung Pivot-Element- Spalte auswählen: letzte Zeile kleinste Zahl- Zeile auswählen: alle Zeilen mit positiver Zahl der Spalte kommen in betracht  Zeile: kleinster Quotient Restriktion / Zeilenwert b) zweite Rechenregel: Pivot-Element 1 generieren- ausgewählte Zeile durch das Pivot-Element dividieren- dann jede andere Zeile minus geeignetes vielfaches Pivot Zeile - bis alles Zeilen in Pivot-Spalte = 0 5. Schritt 4 wiederholen bis in letzter Zeile keine negativen Werte mehr= letztes Simplex-Tableau mit Simplex-Lösung
  • Advertisement
  • Spezielle Kalkulationsprobleme Teilkostenrechung: - Preisobergrenzen bestimmen (Zukauf von Leistungen), erklären - Preisuntergrenze bei betrieblichen Engpässen (Zusatzauftrag) Preisobergrenze für Zukauf von Leistungen bei betrieblichen Engpässen: - Simplex-Methode: Schattenpreise = Preisobergrenzen- Preisobergrenze = bisheriger Preis + Schattenpreis- bei diesem Preis = Break-even (Unternehmer verdient nichts und verliert nichts)  neue Preise verbrauchen den ganzen Deckungsbeitrag Zusatzauftrag: Preisuntergrenze bei betrieblichen Engpässen: - Zusatzauftrag wird generell angenommen wenn posiver Deckungsbeitrag- wenn neue Fixkosen muss neuer Auftrag eigene Fixkosten durch Deckungsbeitrag tragen- Problematisch wenn Engpass durch Zusatzauftrag   neues Produktionsprogramm => andere Deckungsbeiträge fallen weg  diese müssen vom neuen Auftrag getragen werden- Rechnung Zusatzauftrag bei einem Auftrag siehe extra Karteikarte
  • Spezielle Kalkulationsprobleme Teilkostenrechnung: Outsourcing/Insourcing: - Basics - Gründe für Outsourcing (8) - Gründe für Insourcing (7) - unproblematisch / möglich für Outsourcing - je nach Entscheidungssituation steigt Preisobergrenze (Matrix malen) - gut kalkulierte Make-or-buy entscheidung? - Beispielrechnung (Vollkostenrechnung vs Teilkostenrechnung) = Make-or-buy Entscheidung - KLR hilft Manager die Entscheidung auf Kostenvergleich zu treffen- es werden Preisobergrenzen ermittelt = maximal zahlen für eine externe Leistung- Preisobergrenze: Eigenfertigung = Fremdfertigung- Eigenfertigung: variable Herstellkosten- Fremdfertigung: Bereitstellungspreis (Einkaufspreis + Bezugskosten)- bei Unterbeschäftigung eher selber machen- bei Überbeschäftigung zukaufen- Zukauf = langfristig abbau von Fixkosten Gründe für Outsourcung: - Vollbeschäftigung- Kapazitätsengpässe, fehlender Raum, fehlende Liquidität- kostengünstige Lieferanten- Fertigungs Know-how beim Lieferanten- Investitionen sind notwendig- interne Kostensteigerungen- Auslauf von Lizenzverträgen- sinkender Bedarf Gründe für Insourcing: - Unterbeschäftigung- Ablauf von langfristigen Beschaffungsverträgen- Investitionen- Änderungen bei Steuern oder Zöllen- Probleme mit Lieferanten- Preiserhöhungen- Bedarfanstieg unproblematisch für Outsourcing = Kauf von Standardteilen andere Möglichkeiten für Outsourcing: - Lohnarbeit- Fremdfertigung durch verlängerte Werkbank- Auslagern von Aufgaben (Factoring)- Produktion in Billiglohnländern- Internationale Zusammenarbeit (zB F&E) je nach Entscheidungssituation steigt Preisobergrenze                                                                          Beschäftigung                                             Vollbeschäftigung                                Unterbeschäftigung              unveränderliche        Preisobergrenze =                               Preisobergrenze =              Kapazitäten              variable Herstellkosten+                      variable Herstellkosten                                            Opportunitätskosten Kapazitäts-restriktionen              veränderliche            Preisobergrenze =                               Preisobergrenze =             Kapaziätten              variable Herstellkosten +                      variable Herstellkosten +                                            Opportunitätskosten +                          abbaubare Fixkosten                                            abbaubare Fixkosten => gutes Kalkulationsschema für Make-or-buy beruht auf Kalkulationsschema des Betriebes und berücksichtigt alle vier Entscheidungssituationen Beispielrechnung: - Vollbeschäftigung- zusätzlicher Auftrag: Nachlieferung 100 000 Tierfiguren- Eigenfertigung nur mit Aushilfen im Nachtschichtbetrieb:   + 100% Nachtzuschläge auf Fertigungslohn- 50% der Fertigungsgemeinkosten ist fix bisherige Kalkulation: 20 000 Materialeinzelkosten  + 2000 Materialgemeinkosten 10%= 22 000 Materialkosten 8 000 Fertigungslöhne+ 16 000 Fertigungsgemeinkosten 200%=  24 000 Kosten der Fertigung 46 000 Herstellkosten+ 9200 Verwaltung/Vertrieb 20%= 55 200 Selbstkosten + 5 520 Gewinnzuschlag 10%= 60720 Kalkulierter Preis 60 000 Angebot Preisobergrenzen Kalkulieren: Vollkosten 20 000 Materialeinzelkosten  + 2000 Materialgemeinkosten 10%= 22 000 Materialkosten 8 000 Fertigungslöhne+ 16 000 Fertigungsgemeinkosten 200%+ 8 000 Nachtzuschlag =  32 000 Kosten der Fertigung 54 000 Herstellkosten+ 10 800 Verwaltung/Vertrieb 20%= 64 800 Selbstkosten + 6 480 Gewinnzuschlag 10%= 71 280 Kalkulierter Preis 60 000 Angebot - 11 280 kalkulierter Verlust Preisobergrenzen Kalkulieren: Teilkkosten 20 000 Materialeinzelkosten  = 20 000 Materialkosten 8 000 Fertigungslöhne+ 8 000 Fertigungsgemeinkosten (variabler Anteil)+ 8 000 Nachtzuschlag=  24 000 Kosten der Fertigung 44 000 Herstellkosten 60 000 Angebot DB = 16 000 Interpretation: - sture Anwendung von Zuschlagssätzen führt zur falschen Verrechnung der Fixkosten- in beiden Fällen Preisobergrenze  = 60 000  hier würdem dem Lieferanten die gesamten Gewinne überlassen- bei Unterbeschäftigung sinkt die Preisobergrenze radikal  Nichtschicht einstellen (8 000), Aufträge selber fertigen  U würde maximal 36 000 bezahlen
  • Übersicht Kostenträgerrechnung auf Basis von Teilkosten 1. Deckungsbeitragsrechnung um Fix-Variabel Konzept a) 3 Methoden zur Kostenspaltung - buchhalterische Methode- mathematische Methode- Methode der kleinsten Quadrate b) einstufiges Direct Costing - Break-even- Kosten&Preisänderung- Rabatt- Einfluss von Fixkosten- Preisuntergrenze ermitteln c) direkte Produktrentabilität d)mehrstufiges Direct Costing 2. Deckungsbeitragstechnung auf Basis von relativen Einzelkosten - Aufbau einer Grundrechnung- Kundendeckungsbeitragsrechenung, Artikeldeckungsbeitragsrechnung 3. Spezielle Kalkulationsprobleme in der Teilkostenrechnung - Bestimmung optimales Produktionsprogramm  (0 Engpass, 1 Engpass, 2 Engpass, mehr als 2 Engpass)- Preisobergrenzen für den Zukauf bei betrieblichem Enpass- Zusatzauftrag - Preisuntergrenze bei betrieblichem Engpass 4. Outsourcing und Insourcing