Klinische Psychologie (Subject) / 11. Somatoforme Störungen (Lesson)

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11. Somatoforme Störungen

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  • Wie wurden sie unter ICD-10 klassifiziert? F4 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen 
  • Wie werden sie unter ICD-11 klassifiziert? 6C 20-2Z Disorders of bodily distress or bodily experience 
  • Wie wurden sie im DSM-IV klassifiziert?  somatoforme Störungen 
  • Wie werden sie im DSM-5 klassifiziert? Somatische Belastungsstörung und verwandte Störungen 
  • Welches gemeinsame Merkmal haben die Störungen klassifiziert nach DSM-IV und DSM-5? es liegt eine Fokussierung auf körperliche Symptome vor  durch diese wird psychisches Leiden ausgelöst 
  • Worauf wird fokussiert bei Klassifikation sowohl nach DSM-IV als auch nach DSM-5 und was löst das aus? auf körperliche Symptome und das löst psychischens Leiden aus 
  • Was wurde bis DSM-IV klassifiziert? körperliche Symptome ohne organisches Korrelat 
  • Was wird ab DSM-5 klassifiziert? körperliche Beschwerden und Belastung durch diese (egal ob es ein organisches Korrelat gibt oder nicht) 
  • Was stand vor dem DSM-5 im Vordergrund? dass die körperlichen Beschwerden kein organisches Korrelat hatten 
  • Was ist das Problem an der Klassifikation vor DSM-5? es sollte kein organisches Korrelat vorliegen - das ist ein wenig reliables Merkmal (denn man kann nicht abschließend nachweisen, dass kein Korrelat vorliegt) - außerdem ist das stark pathologisierend 
  • Was steht ab DSM-5 im Vordergrund? dass die körperlichen Beschwerden Leiden auslösen  - unabhängig davon, ob reale körperliche Beschwerden vorliegen  - Positivsymptomatik rückt in den Vordergrund 
  • Was rückt seit DSM-5 in den Vordergrund? die Positivsymptomatik  dass körperliche Beschwerden Leiden auslösen 
  • Welche Störungen gibt es unter DSM-IV? 1) Somatisierungsstörung 2) undifferenzierte somatoforme Störung  3) Konversionsstörung 4) Schmerzstörung 5) Hypochondrie 6) Körperdysmorphe Störung 
  • Somatisierungsstörung ist im DSM-IV
  • undifferenzierte somatoforme Störung ist im DSM-IV
  • Konversionsstörung ist im DSM-IV und DSM-5
  • Schmerzstörung ist im DSM-IV
  • Körperdysmorphe Störung ist im DSM-IV 
  • Somatisierungsstörung - Symptomatik - multiple und wechselnde körperliche Symptome über mindestens 2 Jahre, die nicht oder nicht ausreichend durch eine körperliche Krankheit erklärt werden können  - andauerndes Leiden und mehrfache Arztkonsultationen  - keine oder nur unzureichende Akzeptanz der ärztlichen Feststellung, dass keine ausreichende körperliche Ursache für die körperlichen Symptome vorliegt  - mindestens 6 Symptome aus mindestens 2 Gruppen: (gastro-intestinale-, kardiovakuläre-, urogenitale-, Haut- und Schmerzsymptome)  - nicht nur während einer psychotischen, affektiven oder Panikstörung 
  • Wie müssen die Symptome für eine Somatisierungsstörung sein? multiple und wechselnd über mindestens 2 Jahre  mindestens 6 aus mindestens 2 Gruppen: - gastro-intestinale Symptome - kardiovaskuläre Symptome - urogenitale Symptome - Haut- und Schmerzsymptome 
  • Wie lange müssen die Symptome für eine Somatisierungsstörung anhalten? minestens 2 Jahre 
  • Wie viele Symptome müssen für eine Somatisierungsstörung vorliegen? mindestens 6 aus mindestens 2 Gruppen:  - gastrointestinale Symptome (z.B. Bauchschmerzen) - kardiovaskuläre Symptome (z.B. Brustschmerzen) - urogenitlae Symptome (z.B. unangenehme Empfindungen im Genitalbereich)  - Haut- und Schmerzsymptome (z.B. Fleckigkeit oder Farbveränderungen der Haut) 
  • Was liegt bei einer Somatisierungsstörung nicht, oder nur unzureichend vor? Akzeptanz der ärztlichen Feststellung, dass keine ausreichenden körperlichen Ursachen für die körperlichen Symptome bestehen 
  • Eine Somatisierungsstörung führt zu andauerndem Leid und mehrfachen Arztkonsultationen 
  • Somatisierungsstörung darf nicht nur wann auftreten? während psychotischer, affektiver oder Panikstörung 
  • undifferenzierte somatoforme Störung - Gemeinsamkeiten mit Somatisierungsstörung medizinisch nicht erklärbare Symptome multiple und wechsende Symptome  unzureichende Akzeptanz negativer ärztlicher Diagnosen  nicht nur während psychotischer, affektiver oder Panikstörung 
  • Worin unterscheidet sich die undifferenzierte somatoforme Störung von der Somatisierungsstörung? Bei undifferenzierter somatoformer Störung: - Symptome nur 6 Monate statt 2 Jahre  - kein andauerndes Leiden oder keine mehrfachen Arztbesuche  und/ oder die Symptombedingungen (mind. 6 aus mind. 2 Gruppen) nicht erfüllt 
  • undifferenzierte somatoforme Störung - medizinisch nicht erklärbare, multiple und wechselnde körperliche Symptome  - über mind. 6 Monate - unzureichende Akzeptanz negativer ärztlicher DIagnsoen  - nicht nur während psychotischer, affektiver oder Panikstörung  - kein andauerndes Leiden oder keine mehrfachen Arztbesuche und/ oder Symptombedingungen nur unzureichend erfüllt (mind. 6 aus mind. 2 Gruppen) 
  • Wann kann eine undifferenzierte somatoforme Störung vorliegen? - Symptome nur 6 Monate und kein andauerndes Leiden oder keine mehrfache Arztbesuche  - Symptome nur 6 Monate und Symptombedingungen nur unzureichend erfüllt - Symptome nur 6 Monate und kein andauerndes Leiden oder keine mehrfache Arztbesuche und Symptombedingungen nur unzureichend erfüllt 
  • Konversionsstörungen - Symptomatik - organisch nicht ausreichend erklärbare Symptome oder Ausfälle der willkürlichen motorischen oder sensorischen Funktionen, die eine neurologische oder sonstige somatische Störung nahe legen  - Symptome oder Ausfälle führen in bedeutsamer Weise zu Beeinträchtigung  - psychische Faktoren sind für die Symptome wichtig  - Symptome nicht absichtlich vorgetäuscht oder erzeugt  - Ausfäll i.d.R. nicht deckungsgleich mit neuronalen Innervationsgebieten 
  • Konversionsstörung, was sind die Ausfälle in der Regel? nicht deckungsgleich mit neuronalen Innervationsgebieten (dadurch kann man sie auch leicht identifizieren) 
  • Wozu führen Symptome und Ausfälle bei der Konversionsstörung? in bedeutsamer Weise zu Beeinträchtigung 
  • Was ist für die Symptome einer Konversionsstörung wichtig? psychische Faktoren 
  • Was sind die Symptome einer Konversionsstörung nicht? absichtlich vorgetäuscht oder absichtlich erzeugt 
  • Welches Symptom zeigt sich bei einer Konversionsstörung? ein organisch nicht ausreichend erklärbarer Ausfall der willkürlichen motorischen und sensorischen Funktionen, die eine neurologische oder sonstige somatische Störung nahelegen 
  • Was fällt bei Konversionsstörungen aus? willkürliche motorischhe oder sensroische Funktionen 
  • Was legen die Ausfälle einer Konversionsstörung nahe? neurologische oder sonstige somatische Störung
  • In welchem Rahmen wurde die Konversionsstörung früher diagnostiziert? im Rahmen der Hysterie oder auch Hysterische Anästhesien 
  • Wie wurde die Hysterie auch genant? Hysterische Anästhesie 
  • Wann war die Hysterie eine Modestörung? 1880 
  • Was war die Hysterie 1880? eine Modestörung 
  • Wer hat die ersten Untersuchungen bezüglich der Hysterie/ Konversionsstörung vorgenommen? Freud und Breuer 
  • Was war die Annahme von Freud bezüglich der Konversionsstörungen? - Beispiele - unverarbeitete Impulse konvertieren ins Körperliche  - Fräulein Anna: unverarbeitete Anzeichen eines unterdrückten Orgasmus - männlicher Patient: zitternder Arm, weil unter Schuldgefühlen mastubiert 
  • Schmerzstörung - Symptomatik - Schmerzen, die im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen  - psychische Faktoren sind wichtig für Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen  - Schmerzen in einer oder merheren anatomischen Regionen stehen im Vordergrund des klinischen Biles und sind von ausreichendem Schweregrad um klinische Beachtung zu rechtfertigen  - der Schmerz verursacht Beeinträchtigung  - psychische Faktoren spiele die Hauptrolle - Patienten zeigen meist schädliches Schonverhalten 
  • Was steht bei der Schmerzstörung im Mittelpunkt der klinischen Aufmerksamkeit? Schmerzen 
  • Was ist wichtig bei der Schmerzstörung für den Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen? psychische Faktoren 
  • Psychische Faktoren bei Schmerzstörungen spielen die Hauptrolle sie sind wichtig für Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen 
  • Exazerbation Verschlimmerung einer Krankheit 
  • Verschlimmerung einer Krankheit Exazerbation 
  • Was steht im Vordergrund des klinischen Bildes bei Schmerzstörungen? Schmerzen in ein oder mehreren anatomischen Regionen welche von ausreichendem Schweregrad sind um klinische Beachtung zu finden