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Neuropsychologie (Subject) / VL 6 (Lesson)
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- Verschiedene Sichtweisen auf Resilienz (3) > stabile Eigenschaft > dynamischer Prozess > Ergebnis
- Resilienz als Eigenschaft (5) > resiliere = zurückspringen > aus Materialwissenschaft: bezeichnet Eigenschaft, bei Druck zu verformen und danach wieder in Ursprungsform zurückspringen zu können > Psychologie: stabile, angeborene Eigenschaft, sagt psychopath. Symptome aufgrund bedeutsamer Stresserfahrung vorher > operationalisiert durch Fragebögen, zB Connor Davidson Resilience Scale oder spez. Resiliendimensionen, zB Optimismus > Kritik: Interaktion pers. Eigenschaften + Umwelt nicht beachtet, prädik. Werte nur sehr gering + Varianzaufklärung ebenfalls
- Resilienzfaktoren (4) > sozialer Status > Optimismus > soziale Unterstützung > Genetik + Epigenetik
- Resilienz als dynamischer Faktor (4) > Prozess, sich bei widrigen Umständen, Trauma, Bedrohungen oder anderen bedeutsamen Stresserfahrungen gut anzupassen > Resilienz =/ Abwesenheit Psychopathologie! > Stattdessen: Wiederlangen Gleichgewicht -> Operationalisierung: erholt sich jemand wieder? > kann sich im Leben verändern, nicht stabil
- Resilienz als Ergebnis (3) > entscheidend, ob Individuum trotz Stressbelastung gesund bleibt oder psychische Auffälligkeiten entwickelt > Resilienz = Abwesenheit Psychopathologie! > Nachteil: binäre Einteilung der Individuuen + kein Spielraum Interaktion zw. Individuum und Umwelt
- Kauai Study Werner und Smith, 1992 (3) > Untersuchten alle Kinder die 1955 auf Kauai in Hawaii geboren wurden prenatal, mit 1,2, 10, 18 und 32. > 1/3 der Personen hatten hohe Risikofaktoren (Armut, Krankheit), stressreiche kritische Lebensereignisse (zB Scheidung Eltern) und Erholung von Traumata (Krieg, Naturkatastrophen) > aber 1/3 davon wurde trotzdem zu leistungsfähigen, fürsorglichen Erwachsenen
- 3 Gruppen der produktiven Faktoren > außerfamiliäre Faktoren wie Mentoringbeziehungen, positive Schulerfahrungen, Verbindungen zu prosozialen Einrichtungen > personeninterne schützende Faktoren: evocative type, beziehungsfähig, sozial kompetent, Intelligenz, Selbstregulation > protektive Familienmerkmale: sichere Beziehung zu Bezugsperson, angemesse Kohösion der Familie, autoritativer Erziehungsstil..
- Integration verschiedener Ansätze (4) > Unterscheidung zwischen der Operationalisierung der Resilienz und dessen, was zu diesem resilienten Ergebnis führt > Resilienz = Psychopathologie zum Zeitpunkt X relativiert an den zuvor erfahrenen Stressoren --> nicht binär sondern dimensional > Annahme: zwsichen der Stresserfahrung und dem Outcome werden sogenannte RM aktiviert, die das Individuum in Lage versetzen psych. Gesundheit wiederherzustellen > RF = wichtige Komponenten, da sie FUnktion von RM beeinflussen + steuern können
- Modell der Integration verschiedener Ansätze > Resilienfaktoren wie soz. Status -> Resilienmechansimen wie Immunisierung, Emotionsregulation -> Resilienz
- Fazit (3) > Erforschung Resilienz für die Prävention psych. Erkrankungen wichtig! und Verhindern weiterer Erkrankungsphasen bei Patienten > unterschiedliche Definition von Resilienz -> unterschiedl. Operationalisierungen -> entscheidend für Interpretation Ergebnisse > Kenntnis der unterschiedlichen Konzeptionen von Resilienz als Pmerkmal, als dynamischer Prozess oder Ergebniss eines solchen Prozesse für Verständnis wichtig
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- Kaurin et al, 2018 Studie zu Selbstmitgefühl (5) > ZSH Selbstkritik und depressiven Symptomen in Abh. von Anzahl erlebter traumatischer Ereignisse wird durch Selbstmitgefühl moderiert > Studie an 123 Feuerwehrmännern > fühlten Fragebögen aus über momentane depressive Symptome, traumatische Arbeitserlebnisse und Compassion Scale > positiver Zusammenhang zwischen Selbstkritik und Depression -> moduliert durch Maß an Selbstmitgefühl > ABER NUR bei denen, die signifikante Anzahl an traumatischen Erlebnissen
- Studie Forkus et al, 2019 (4) > Zusammenhang pot. traumat, Erfahrungen und PTSD, Depressionschwere und selbstverletzung wird durch Selbstmitgefühl moderiert > 203 US Veteranen > Unterschied PTSD nur bei high exposure to events > Unterschied Depressionen deutlich größer bei high exposure to events
- Was fördert diesen Anpassungsprozess? (4) > psych. Mechanismen mit guter Evidenz: Emotionsregulationsstrategien, Selbstmitgefühl, SWE > neurobiologische Mechanismen mit erster Evidenz: ventromedialer präfrontaler Kortex und ACC -> effektive Emotionsregulation
- Zusammenfassung > erforschung neuronale und psych. RM wichtig -> Ziel von psych. Interventionen > psych. Mechansimen und neurobiologische Mechanismen
- Studie Jenness et al, 2016 : Catastrophizing, rumination, and reappraisal prospectively predict adolescent PTSD symptom onset following a terrorist attack Rational (2) > Frage, wie emotionsregulationsstrategien vor dem Trauma als Prädiktor für PTSD Symptome nach dem Boston Marathon 2013 dienen können bei jungen Erwachsenen UND > ob diese Assoziationen durch die Ausgesetzheit von Medienberichten dazu moduliert wird
- Studie Jenness et al, 2016 : Catastrophizing, rumination, and reappraisal prospectively predict adolescent PTSD symptom onset following a terrorist attack Methoden (4) > 78 Teens/ junge Bostoner Erwachsene, die vorher schon in Studien zu emotionsregulation etc mitgemacht hatten > 4 Wochen nach Terroranschlag > PTSD Symptome Selbstbericht + Media exposure per Onlinefragebogen > verglichen mit den Daten aus vorherigen Studien zur Emotionsregulation + Psychopathologie
- Studie Jenness et al, 2016 : Catastrophizing, rumination, and reappraisal prospectively predict adolescent PTSD symptom onset following a terrorist attack Ergebnisse + Conclusion (4) > Greater engagement in rumination prior to the attack predicted PTSD symptom onset > PTSD Symptomatik gleichniedrig bei LME, deutlich höher bei High Catastrophizing und HME > PTSD Symptomatik ähnlich bei LME und HME bei High positive Appraisal, aber viel unterschiedlicher bei low positive Appraisal > zeigt, dass Emotionsregulationsstrategien wichtiger Risikofaktor für PTSD bei jungen Leuten sind
- Ford et al., 2014: Emotion Regulation Moderates the Risk Associated with the 5-HTT Gene and Stress in Children Rational + Design (2) > höheres Depressionsrisiko wenn kurzes 5-HTT Gen und Stress -> was ist Grund für diese riskante Kombination aus Genetik und Umwelt? > Hypothese: individuelle Faktoren spielen protektive Rolle, spez. Fähigkeit zur Stressreduktion via Emotionsregulation als moderierender Faktor
- Ford et al., 2014: Emotion Regulation Moderates the Risk Associated with the 5-HTT Gene and Stress in Children Methodik (4) > 205 Kinder 9-15 J > Fragebögen + DNA für Gentest: Allel, Stresslevel, Reappraisal und depressive Symptomatik > Kontrollvariablen wie elterliches Stresslevel + Emotionsregulation > Follow up nach 18 Monaten
- Ford et al., 2014: Emotion Regulation Moderates the Risk Associated with the 5-HTT Gene and Stress in Children Ergebnisse + Conclusion (4) > Risikokinder: (Stress+ kurzes Allel) -> mehr depressive Symptome > sign. Interaktion 3. Ordnung: aber die davon, die effektiv Emotionen regulierten nicht! > wichtiger Befund: nicht nur Gene und Umwelt, sondenr auch individuelle Fähigkeit der selbstregulation könnte ein wichtiger Faktor sein, um Resilienz und Risiko zu verstehen > Selbstregulation ist lernbar! Public Health Implications!
- Neurobiologischen Resilienzfaktoren (2) > OFC: Resilienz moderiert ZSH zwischen niedriger OFC Aktivierung und Lebenszufriedenheit vollständig > neg. Zusammenhang zwischen Volumen OFC und Angst, mediiert durch Optimismus
- Neurobiologische Resilienzmechanismen > erste empirische Evidenz für funktionelle und anatomische Veränderungen im ventromedialen PFC und ACC -> liegen einer effektiven Emotionsregulation zugrunde
- Integration versch. Ansätze (4) > Unterscheidung Operationalisierung R (Aufrechterhaltung + schnelle WdH Gesundheit bei Stress) und dem, was zu diesem Ergebnis führt > operationalisierung erfolgt dynamisch, nicht binär > zw. Stresserfahrung und Ergebnis -> Resilienzmechanismen > Resilienzfaktoren sind zeitlich stabil und beeinflussen RM
- Welches Maß für Resilienz wird bei Humanstudien in den letzten Jahren oft benutzt? Connor Davidson Resilienz Scala
- Eine Reihe von Untersuchungen fokussiert sich auf Aktivierung und Konnektivität bei... (3) > sogenannten Ruhenetzwerken > Default Mode Network, Salienznetzwerk + exekutives Netzwerk > Netzwerke, die aktiviert sind wenn Individuum nichts tut
- Studie Kong et al, 2018 (4) > weniger Aktivierung links + medial OFC in Ruhe -> assoziiert mit höherer Resilienz > korreliert mit höherer Lebenszufriedenheit > sign. Korrelation OFC Aktivierung + Lebenszufriedenheit wird durch resilienz vollständig mediiert > OFC: Bewertung emotionaler, vor allem positiver Informationen
- Studie Dolcos et al., 2018 (3) > ZSH Optimismus + Volumen OFC > höheres OFC Volumen -> stärker Optimismus > negativ korreliert mit Angst > protektiver Effekt OFC Volumen auf Angst durch stärkeren Optimismus vermittelt
- Studie Yang et al., 2018 zu Resilienzfaktoren (5) > Aktivierung vmPFC unter Stress als mögl. Resilienzmechanismus > kognitive Anagramaufgabe zur Stressinduktion + ERholungsphase, sollten hierbei Aufgabe reflektierne bei neutralem oder positivem Film und pos. neg. Emotionen raten > kein Effekt emotionaler Kontext > mehr Aktivierung vmPFC bei SI -> mehr positive und weniger negative Emotionen ER > ZSH zw. Aktivierung vmPFC und positivem Emotionen mediiert durch met-kognitive Distanzierung