329

Medizin (Subject) / Spezielle Schmerztherapie (Lesson)

Fragen zur Vorbereitung auf die Prüfung "Spezielle Schmerztherapie"

This lesson was created by prellmarke.

Learn lesson

Advertisement
  • Medikamente PDA - LA: Bupivacain (Carbostesin), Levobupivacain, Ropivacain - Opioide: Morphin, Sufentanyl - Adjuvantien: Clonidin, Ketamin
  • Medikamente zur Migräneprophylaxe - bei chronischer Migräne mit oder ohne Übergebrauch von Schmerz- oder Migränemitteln sind Topiramat und OnabotulinumtoxinA wirksam - Betablocker - Calciumantagonisten  Am besten durch kontrollierte Studien belegt ist die prophylaktische Wirkung der Betablocker Propranolol und Metoprolol, des Kalziumantagonisten Flunarizin,  sowie Antikonvulsiva Valproinsäure und Topiramat und Antidepressiva Amitriptylin
  • Medikamentöse Migräneprophylaxe 1. Wahl: - Betablocker (Metoprolol)- Flunarizin (Calciumantagonist)- Valproat (Antikonvulsivum)- Topiramat 2. Wahl: - Naproxen- Pestwurz- Amitriptylin- ASS- Magnesium
  • medikamentöse Schmerztherapie der diabetischen Polyneuropathie - Pregabalin (Lyrica) - Tricyclica - Duloxetin - Gabapentin keine NSAR Cox2
  • medikamentöse Therapie Fibromyalgie - Amitriptylin 10-50 mg/d - Duloxetin 60mg/d bei komorbider Major Depression und/oder Angststörung - Pregabalin 150-450 mg/d bei komorbider Angststörung keine Opioide, keine NSAR
  • Medikamentöse Therapie Migräneanfall - ASS / PCM / Naproxen / Ibuprofen / Metamizol - Triptane (bei Kindern nur Sumatriptan) - MCP (wg. Übelkeit, jedoch erst ab 14. LJ, davor Domperidon)
  • medikamentöse Therapie nicht-spezifischer Kreuzschmerzen - NSAR - Antidepressiva bei komorbider Depression - Cox-2 Hemmer - evtl. kurzzeitig Opioide
  • Medikation (Analgetika) Schwangerschaft, Stillzeit - 1. Wahl -> PCM - Co-Analgetikum: Amitriptylin - Opiate Mittel der Wahl in der Stillzeit, Fentanyl oder Morphin - cave: Opioide kurz vor Geburt: Atemdepression des Neugeborenen
  • Meditationsverfahren - transzendental: Wiederholen eines Mantras - Achtsamkeitsmeditation: Wahrnehmung des Augenblicks
  • Meloxicam Mobec 7,5 mg, 15 mg - Besonderheit: begrenzte COX-2-Selektivität -> weniger GI Nebenwirkungen - lange Wirkdauer -> 1 x tgl. - Anw.: rheumatoide Arthritis - Arthroseschübe
  • Advertisement
  • Meloxicam (Mobec) gehört zu den NSAR - begrenzte Cox2-Selektivität, weniger gastrointest. NW - lange Wirkdauer: 1 x / Tag - Ind.: rheumat. Arthritis, akute Arthroseschübe
  • Messung von Schmerzchronifizierung - Mainzer Stadienmodell (nach Gerbershagen I-III): 4 Achsen --- Zeit --- Lokalisation --- Medikamenteneinnahme --- Vorgeschichte - von Korff: "Disability Score" (Ausfalltage im letzten Jahr, Ausmaß der selbst eingeschätzten Behinderung in 3 Bereichen 3 Schätzungen der Schmerzintensität. Insgesamt Korff 1 - 4
  • Metabolisierung von Morphium - hepatische Glukuronidierung Morphin-6-Glukuronid -> Hauptmetabolit, hauptsächliche WirkungMorphin-3-Glukuronid -> inaktiv, prokonvulsiv
  • Metamizol = Novalgin -> 20 Tropfen = 500 mg - reversibler Cyclooxygenasehemmer - stark analgetisch / antipyretisch / schwach antiphlogistisch - NW: Leukopenie, Agranulozytose, Thrombopenie, Exanthem, anaphylaktische Reaktion - sehr gut vei viszeralem Schmerz wg. spasmolytischer Wirkung - cave: Schock bei i.v. Gabe
  • Methylnaltrexon - Handelsname: Relistor - peripherer Opioid-Antagonist - Ind.: opioidinduzierte Obstipation bei Palliativpat.
  • Migräneprophylaxe - Stress- Zeitmanagement, Pausen, Schlaf - PME, Ausdauersport, Biofeedback - Betablocker (Metoprolol) - Tricyclica (Amitriptylin) - Antikonvulsiva (Valproat) - Calciumantagonist (Flunarizin) - Therapie mindestens 6 - 9 Monate
  • Morbus Fabry hereditäre Polyneuropathie bei angeb. lysosomaler Speichererkrankung bei alpha-Galaktosidase-A-Mangel Klinik: PNP-Schmerzen schon im Kindesalter Therapie: Enzymersatztherapie möglich
  • Morphin - Handelsname: Capros, MSI, MST, Sevredol - Wirkdauer 2-4 Std. - gute Resorption aber geringe Bioverfügbarkeit wg. hohem first pass Effekt - NW Obstipation und Übelkeit - bei Niereninsuffizienz Akkumulationsgefahr
  • MPSS Mainzer Stadienmodell chronischer Schmerz - zeitlicher Verlauf - Schmerzlokalisation - Medikamenteneinnahme - Inanspruchnahme des Gesundheitswesens
  • Myofasziales Schmerzsyndrom Das myofasziale Schmerzsyndrom (MSS) ist ein Krankheitsbild, das durch Schmerzen im Bewegungsapparat gekennzeichnet ist, welche nicht von Gelenken, Periost, Muskelerkrankungen oder anderen neurologischen Erkrankungen ausgehen.Im Gegensatz zur Fibromyalgie liegt beim MSS stets ein lokal begrenzter Schmerzzustand vor.
  • mögliche Indikation für Opioid-Langzeitanwendung gemäß LONTS - diab. PNP - Postzoster Neuralgie - Phantomschmerz - Schmerz nach Rückenmarkverletzung - Radikulopathie - PNP anderer Genese - Arthrose - chron. Rückenschmerz
  • mögliche Ursachen für Wirkungsabnahme bei Opioiden - Krankheitsprogression - Toleranzentwicklung - opioidbedingte Hyperalgesie - Fehlgebrauch / Mißbrauch / Substanzabhängigkeit
  • Nachweis einer erfolgreichen Sympathikolyse - deutlicher einseitiger Temperaturanstieg - aufgehobene Transpiration - Laser- Doppler- Messung der Hautdurchblutung
  • Nalbuphin Nalbuphin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Schmerzmittel vom Opioid-Typ. Er wirkt agonistisch an den κ-Opioidrezeptoren und partiell antagonistisch an den µ-Opioidrezeptoren. Die Vorteile des Partialantagonisten liegen darin, dass eine opioidbedingte Atemdepression, z. B. postoperativ nach dem Einsatz von Fentanyl während der Narkose, aufgehoben werden kann bei gleichzeitiger Fortführung der Schmerzbehandlung, da Nalbuphin selbst analgetisch wirkt. - Analgetikum vom Opioid-Typ, nicht BtM! - Wirkdauer 3-6 Std. - Partialagonist
  • Naloxon - Handelsname Narcanti - reiner Opioidantagonist an allen Opioidrezeptoren - Antidot bei Opiatüberdosierung - hoher first pass effekt, geringe Bioverfügbarkeit nach peroraler Gabe, daher kaum systemische Wirkung. Naloxon wirkt lokal durch kompetitive Bindung an die Opioidrezeptoren der Darmwand und vermindert die opioidtypische Ostipation. - cave: Bei Naloxon besteht aufgrund der dosisabhängigen Wirkdauer (kürzer als bei den meisten Opioiden) die Gefahr einer Remorphinisierung des Patienten! - keine Wirkung bei Buprenorhinüberdosierung wg. der hohen Rezeptoraffinität des Buprenorphins
  • Eigenschaften von Naproxen - NSAR - Handelsname z.B. Dolormin - Hemmung der Prostaglandinsynthese - längere HWZ als Ibuprofen - aber höhere GI-Toxizität
  • Nebenwirkungen von Cox - Hemmern (Cox-abhängig) Infektion der oberen Atemwege, Durchfall, Dyspepsie, Oberbauchbeschwerden, Kopfschmerzen. Periphere Ödeme, Erhöhung des Blutdrucks.  COX-2-Hemmer verringern die Synthese von Prostacyclin, welches die Thrombozytenaggregation hemmt und vasodilatatorisch wirkt, während die COX-1-vermittelte Bildung des funktionellen Antagonisten Thromboxan (welches also die Blutplättchenaggregation fördert und eine Vasokonstriktion bewirkt) unbeeinflusst bleibt, sodass insgesamt eine erhöhte Gerinnungsneigung bei engeren Gefäßen resultiert. Vioxx® wurde deshalb im September 2004 vom Markt genommen.
  • Nebenwirkungen von Cox1- und Cox2-Hemmern - toxische Knochenmarkschädigung -> Anämie - allergisch, anaphylaktisch - Urtikaria, Erytheme, Photosensibilität - hepatotoxisch - kardiovaskuläres Risiko
  • Nervenzellen im Rückenmark, die durch Noxische Reize erregt werden - Nozizeptoren - wide dynamic range Neurone -> werden sowohl durch noxische als auch nicht noxische Reize aktiviert
  • Neuralgien im Bereich des Kopfes - Trigeminusneuralgie - Glossopharyngeus-Neuralgie (Schmerzanfälle im Rachenhintergrund, Ursache unbekannt) - Intermedius-Neuralgie (streng einseitige Schmerzattacken im Bereich des äußeren Gehörganges) - Okzipitalis-Neuralgie (häufig durch Muskelverspannung, KS im Versorgungsgebiet)
  • Advertisement
  • Neurapraxie - Axonotmesis - Neurotmesis Definitionen der Nervenschädigung - Neurapraxie: mildeste Form der Nervenschädigung. Axon und Hüllgewebe erhalten (z.B. Quetschung) - Axonotmesis: Axon durchtrennt, Hüllgewebe erhalten - Neurotmesis: Axon und Hüllgewebe durchtrennt
  • neurogene Entzündung - Freisetzung von Substanz P und CGRP (Calcitonin Gene related Peptide) aus Nozizeptoren -> Vasodilatation, Gefäßpermeabilität erhöht - neurogene Entzündung -> steril!
  • Neuropeptide -> Substanz P, CGRP werden bei der neurogenen Entzündung aus den Nervenendigungen von C-Fasern freigesetzt. -> Verstärkung der Schmerzen und Entzündungsreaktion (z.B. Migräne)
  • neurophysiolog. Wirkung der Akupunktur - peripher: Ausschüttung von Neurotransmittern, lokale Steigerung der Durchblutung - spinal: Aktivierung hemmender Bahnen - zentral: Endorphin-, Serotonin-, Noradrenalinausschüttung
  • NGF (nerve growth factor) -> Wachstumsfaktor, wichtig für die Entwicklung von Nozizeptoren -> vermehrte Bildung in entzündeten Geweben
  • nicht-medikamentöse Migräneprophylaxe - strenge Tagesrhythmik - Vermeidung Nikotin, Koffein, Alkohol - Ausdauersport - Akupunktur - Verhaltenstherapie - Kopfschmerzkalender - Biofeedback
  • Nichtmedikamentöse Therapie Fibromyalgie lt. Leitlinie - Ausdauertraining 2-3 / Wo mind. 30 min. - Wassergymnastik 2-3 / Wo mind. 30 min. - Trockengymnastik 2-3 / Wo mind. 30 min. - kognitive Verhaltenstherapie - multimodale Therapie - meditative Bewegungstherapie
  • nichtmedikamentöse Therapie nicht-spez. Kreuzschmerzen - kognitive Verhaltenstherapie - edukative Maßnahmen - Rehasport - Bewegungstherapie - Entspannungsverfahren - Massage in komb. mit aktivierenden Maßnahmen - Rückenschule nicht so empfehlenswert: TENS, Lasertherapie, Magnetfeldtherapie, Kälte, Ultraschalltherapie, Kinesiotape
  • Notfallmedikation Trigeminusneuralgie - Phenytoin (i.v. Antiepileptikum) - Pimozid (antipsychotisch) - GCS (Ganglion cervicale superius) - GLOA (ganglionäre lokale Opioidanalgesie)
  • Welche nozizeptiven Transmitter gibt es? - Glutamat - Substanz P - CGRP
  • Nuklearmed. Therapie bei Knochenmetastasen - Strontium - Samarium vorher Skelettszintigraphie
  • Was versteht man unter "Opiat - Fehlgebrauch?" nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch zur Optimierung des Allgemeinbefindens (z.b. zur Schlafförderung oder Stimmungsstabilisierung) = Mißbrauch
  • Opiatrotation Bestimmung der äquianalgetischen Morphindosis -> 50-75% der Dosis zu Beginn
  • Opioid - Rezeptoren mü-Rezeptoren: starke Analgesie, starke Atemdepression, Miosis, Euphorie, Toleranz, starke Abhängigkeit, Obstipation kappa-Rezeptoren: mäßige Analgesie, Sedierung, Dysphorie delta-Rezeptoren: Analgesie, Toleranz, Anhängigkeit, Atemdepression Merke: mü2: Atemdepression und Euphorie
  • Opioid Nebenwirkungen - Atemdepression - Obstipation - Toleranz - Sedierung - Abhängigkeit - Übelkeit / Erbrechen - Hirndruckanstieg - Konstriktion der Gallengänge - Hypotension - Pruritus, Exanthem, Urtikaria, Schwitzen
  • Opioide mit serotonergen Eigenschaften - Tapentadol (Palexia) - Tramadol
  • Opioidinduzierte Hyperalgesie (OIH) - Erhöhtes Schmerzempfinden durch Opioide - NMDA - Rezeptor - vermittelte Sensibilisierungsprozesse - Serotoninrezeptorvermittelte Prozesse?
  • opioidvermittelte Obstipation - häufigste NW der Opioide - Ursache: Pyloruskonstriktion + Mobilitätshemmung
  • orange flags = psychiatrische Störungen -> erfordert psychiatrische Abklärung
  • Oxycodon - Oxygesic - Oxycodon + Naloxon = Targin - 2 x MO - reiner mü-Agonist - Wirkdauer 11.14 h - keine langwirksamen Metabolite -> besser als Morphin bei Leber-/Niereninsuff. - hohe orale Bioverfügbarkeit - Targin hat auch die Zulassung bei "restless legs"