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Diagnostik und Evaluation (Subject) / D. in der klinischen Psychologie (Lesson)
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- Was ist die Definition, was die Ziele und Aufgaben der D. in der kl. Psy? Klinisch-psychologische Diagnostik ist…„die wissenschaftlich begründete Erhebung klinisch-psychologisch bedeutsamer Phänomene mit Hilfe valider und reliablerMethoden, die unterschiedliche Ebenen und Aspekte des zu Diagnostizierenden (Systeme, Situationen, Kognitionen, Verhalten, biopsychologische Indikatoren), Datenquellen, und Zeitpunkte nutzen. Prinzip der Multimodalität(Seidenstücker & Baumann, 1987) Die gewonnenen Daten dienen als Hilfe für Schlussfolgerungen und Entscheidungen, die für Auftraggeber und Ausführende so sparsam wie notwendig und so nützlich und ethisch einwandfrei wie möglich sein sollten.“
- Was sind die Funktionen von D. in der kl. Psy.? BeschreibungFestlegung des diagnostischen Objektsz. B. Angststörung in den unterschiedlichen Facetten ihres Auftretens (z. B. Fluchtverhalten, berichtete Emotionen, gemessene Emotionsindikatoren zu Hause oder an öffentlichen Plätzen)Beschreibung des Problem-und/oder Zielverhaltens in Hinblick aufSymptomatologie, Topologie (Eigenschaften, Intensität, Häufigkeit, Dauer, Verlauf, etc.), Auftretensbedingungen, ProblemträgerAnnahme: objektive und theoriefreie Deskriptionnicht möglich, aufgrund a priori Hypothesen, Auffälligkeitshypothesen, kulturellen Einflüssen; außerdem ist Interpretationsrahmen Sinn stiftendStichwort: Konstruktivismus! Klassifikation & Selektion von (i.d.R.) Personen zu festgelegten Merkmalsklassen mit Hilfe international anerkannter Systeme zurReduktion von Komplexität>>Zusammenfassung diagnostischer Objekte nach Ähnlichkeit (Differentialdiagnsotik)>>eindeutige Kommunikation über den GegenstandsbereichAnnahme: Konstanz und geringe Beeinflussbarkeit der diagnostischen ObjekteSpezifität:Anteil der richtig als psychisch gestört Diagnostizierten in der Gruppe der tatsächlich Gestörten (richtig positiv)Sensitivität: Anteil der richtig als gesund Diagnostizierten in der Gruppe der tatsächlich Gesunden (richtig negativ) ErklärungWenn-Dann-Aussagen mit dem Ziel bestmögliche Person-Bedingungskombinationen zu arrangierenUnter welchen Bedingungen tritt das Problemverhalten auf, Welche Faktoren halten es aufrecht?Diagnostische Erklärungen sind nicht nur theorie-sondern auch paradigmenabhängig(Beispiel: verhaltenstheoretische Diagnostik betont aktuelle Ursachen, psychoanalytische lebensgeschichtliche Aspekte)Ist eine Intervention überhaupt indiziert? Wenn ja, welche? Welcher individuelle Zuschnitt ist nötig? Welche Rahmenbedingungen (Einzel-/Gruppentherapie, Therapeut (Werte, Erfahrung, Geschlecht), Klientenvariablen(Motivation, Ressourcen) sind zu berücksichtigen VorhersageVorhersage des Störungsverlaufs ohne Behandlung, Prognose des Behandlungserfolgs EvaluationBeurteilung des Erfolges einer Intervention (Ist-Soll-Vergleich am Ende; summativeEvaluation)Fortlaufende Beurteilung der Veränderung, um ggf. therapeutische Maßnahmen anzupassen (formative Evaluation)
- Nenne und beschreibe die Arten der D. in der kl psy.! Status-vs. Prozessdiagnostik•StatusdiagnostikEs geht um den augenblicklichen Ist-Zustand (Status) eines diagnostischen Objektes•ProzessdiagnostikEs geht um die Diagnostik prozessualer VeränderungenBeispiel»Veränderung zwischen Satus 1 (psychischer Zustand vor Beginn einer Behandlung) und Status 2 (Zustand nach Abschluss einer Behandlung) Norm-vs. Kriteriumsorientierte Diagnostik•Normorientierte DiagnostikEs geht um die individuelle Position relativ zu einer Normgruppe•Kriteriumsorientierte DiagnostikEs geht um die individuelle Position bezogen auf ein bestimmtes Kriterium»Z.B. wurde das individuelle Behandlungsziel erreicht? Testen vs. Inventarisieren•TestenStichprobe des Verhaltens / ErlebensTestwert wird normorientiert interpretiert»Weicht Person X auf einer Depressivitätsskale bedeutsam von der Norm ab?•InventarisierenIndividuelles Verhaltensrepertoire erheben»Z.B. wie zeigt sich bei einem SpinnenphobikerAngst?»Welche Coping-Strategien hat er? Diagnostik als Messen vs. Diagnostik als Informationsverarbeitung für Behandlungsziele•Diagnostik als MessenEng verwandt mit Diagnostik als Testen / normorientierter Diagnostik»Es geht darum ein Merkmal mit einem Test zu messen und dieses dann mit einer Normgruppe zu vergleichen•Diagnostik als Informationsverarbeitung für BehandlungszieleEs geht darum, anhand der Diagnostik individuelle Behandlungsziele zu bestimmenIst verwandt mit kriteriumsorientierter Diagnostik und InventarisierenBeispiel: „ADHS-Kind“1.InventarisierenVerhaltensrepertoire des Kindes erfassen (kann nur 5 Min. still sitzen)2.Kriteriumsorientierte DiagnostikAus dem Wissen über das Verhaltensrepertoire ein individuelles Erfolgskriterium ableitenDiagnostik als Informationsverarbeitung für BehandlungszieleAls individuelles Behandlungsziel wird festgelegt, dass das Kind nach der Behandlung 15 Min. ruhig sitzen kann! Nomothetische vs. Ideographisch orientierte Diagnostik•Nomothetisch orientierte DiagnostikDiagnostik basiert auf Gesetzhaftigkeiten, die für alle Individuen gleichermaßen gelten»Allgemeine Indikation•Ideographisch orientierte DiagnostikDiagnostik bezieht sich stärker auf den individuellen Einzelfall»Differentielle Indikation Modifikationsorientierte Diagnostik•Zuweisung von Behandlungsarten und VorgehensweisenIndikationsorientierte Diagnostik•Zuweisung von Behandlungsarten und Vorgehensweisen+•Wie müssen diese für den Einzelfall angepasst werden?Adaptive Diagnostik•Interventionsbegleitende Diagnostik um die Behandlungsstrategien an aktuelle Therapieverläufe anzupassen
- Was sind die Merkmale klinisch-diagn. Prozessmodelle? deskriptiv (Ablauf beschreiben)Identifikation von Fehlerquellen im diagnostischen Urteilsprozessexplanativ (Ablauf verstehen)Empirisch informiertes Verständnis zur Verbesserung des Prozessespräskriptiv (Ablauf optimieren)Formulierung von expliziten Entscheidungsregeln, z. B. DSM, ICD und strukturierte Interviewsstatistisch vs. klinisch (Meehl, 1954)Datenintegration mittels Gleichungen vs. intuitive, erfahrungsbezogene Merkmalskombinationstatistisch („blackbox“) vs. processtracingStatistisch: beschränkt sich auf Angabe von Formeln und präskriptiven Regeln für die „blackbox“;Processtracingwill die „blackbox“ öffnen, um die tatsächlich ablaufenden Prozesse zu verfolgen,Beispiel: Rekonstruktion der Hypothesenbildung in Erstgesprächen (Caspar et al.)Standardisierung vs. IndividualisierungStandardisiertes Vorgehen fokussiert den diagnostischen Prozess vom Beginn bis zur selektiven Indikationsentscheidung
- Lerne den diagnostischen Prozess für D. in der kl. Psy. auf den Folien Tutorium/Vorlesung! Entweder 13 Schritte Schema oder VL Diagnostik: der diagn. Abklärungsprozess!
- Beschreibe und erkläre den Vorgang der Indikation und Fallkonzeption im diagn. Prozess! (VL-Folie mit Tabelle) Siehe Tabelle auf Folien! (Teil 1: KL. D. , F. 12/13; Tutorium: F.20-24)
- Nenne und beschreibe die Merkmale des medizinischen Krankheitsmodells und die Annahmen des psychosozialen Modells. Merkmale des medizinischen Krankheitsmodells•Umschriebene Krankheitseinheiten mit charakteristischer Ätiologie und charakteristischem Verlauf•Umweltfaktoren bleiben außen vor•Das krankmachende Agens ist organisch•Das Individuum trägt keine Verantwortung für seine Krankheit•Annahme eines einfachen Ursache-Wirkungs-Prinzips•Kategoriale DiagnostikPatienten und ihre Probleme können nach klar definierten Regeln in bestimmte Kategorien eingeordnet werdenKategoriale Diagnostik wird durch das Ursache-Wirkungs-Prinzip begründet:Es gibt klar abgrenzbare Krankheiten, die auf eindeutige Ursachen zurückgeführt werden könnenWenn es für diese Krankheiten wirksame klinisch-therapeutische Maßnahmen gibt……dann garantiert die korrekte Zuordnung einer Person zu einer Diagnose-Kategorie den optimalen TherapieerfolgWelche Behandlung ein Patient bekommt hängt nur davon ab, welche Diagnose ihm im Rahmen der kategorialen (Differential-) Diagnostik zugewiesen wird!Es wird also davon ausgegangen, dass die allgemeine Indikation allein schon für die Fallkonzeption ausreicht!•Kritik:Für die Erklärung psychischer Probleme greift ein einfaches Ursache-Wirkungs-Prinzip zu kurzStattdessen sollte von Multikausalität und Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Faktoren ausgegangen werdenWird im psychosozialen Modell berücksichtigt!Annahmen des psychosozialen Modells•MultikausalitätPsychische Störungen werden nie durch nur einen Faktor hervorgerufen•KontextbedingtheitAlle psychischen Störungen finden in einem Kontext stattWechselwirkungen mit diesem müssen berücksichtigt werden•KontinuitätsannahmeZwischen „normal“ und „gestört“ werden fließende Übergänge angenommen (statt qualitativer Unterschiede)•ÄquivalenzannahmeNormale und gestörte Verhaltensweisen unterliegen den gleichen Veränderungsprinzipien»So wie ein Problemverhalten „erlernt“ wurde, kann es auch wieder „verlernt“ werden•Ressourcenorientierung•ZweckbestimmtheitHerausfinden, welche Funktion die Symptomatik für den Patienten hat»Auch wenn der Patient Leidensdruck hat, muss es sowas wie einen „Sekundären Krankheitsgewinn“ geben»„Säge dem Patienten nicht den Ast ab, auf dem er sitzt, bevor nicht eine Alternative aufgebaut wurde!“Kategoriale (Differential-) Diagnostik + dynamische Entwicklungsdiagnostik!Welche Behandlung ein Patient braucht hängt nicht nur davon ab, welche Diagnose ihm im Rahmen der kategorialen (Differential-) Diagnostik zugewiesen wird!Zusätzlich muss beachtet werden, wie sich eine Störung entwickelt hat, welche Ressourcen zur Verfügung stehen und welche Funktion die Symptomatik für den Patienten hat »dynamische EntwicklungsdiagnostikDie Fallkonzeption brauch also allgemeine unddifferentielle Indikation!
- Was sind die Merkmale der verhaltenstheoretischen Ansätze? Abkehr von nicht beobachtbaren SachverhaltenHaben ihren Ursprung im (orthodoxen) Behaviorismus»Nur das diagnostizieren/beachten, was beobachtbar istBehaviorismus konzentriert sich ausschließlich auf Prozesse, die sich zwischenOrganismus und Umwelt abspielenOrganismus selbst = Black BoxKritik am klassischen trait-orientierten AnsatzWenn beobachtbares Verhalten auf stabile Eigenschaften zurückgeführt wird, dann müsste das Verhalten auch stabil sein»Verhalten ist aber nichtstabil!Verhalten wird von der Situation geprägt (Situationismus)+Verhalten wird von Wechselspiel zwischen Person und Umwelt geprägt (Interaktionismus)Zielt auf Erfassung von Merkmalen ab, die für lerntheoretisch begründeteFallkonzeptionen von Bedeutung sindFallkonzeption ist Teil der DiagnostikDie Fallkonzeption ist ein Teil der Diagnostik»Es geht um die Frage, wie die Person das Problemverhalten erlernt hatWie hat sich das Problemverhalten entwickelt, wodurch wird es heute aufrechterhalten?Problemverhalten muss in irgendeiner Weise mal verstärkt worden seinWas kann man tun, damit das Problemverhalten wieder verlernt wird?Fallkonzeption brauch allgemeine + differentielle Indikation!Ausrichtung an psychologischen Grundlagen und empirischer ForschungPräferenz für Merkmale des Verhaltens erweitert um handlungstheoretische, kognitive und systemische AspekteAnnahme, Patienten können valide über Aspekte des eigenen Funktionierens Auskünfte gebenOrthodoxe Verhaltensbeobachtung zugunsten einer störungsorientierten, kategorialen Diagnostik (ICD, DSM) erweitert
- Was sind verschiedene therapeutische Orientierungen in der kl.-psych. D.? 1.Verhaltenstheoretisch orientierte Modelle>1.Allgemeine Merkmal>2.SORKC-Modell (Kanfer& Saslow, 1974)>3.Problem-und Verhaltensanalyse (Bartling et al., 1998)>4.Kritische Würdigung2.Plananalyse>1.Allgemeine Grundlagen>2.Definition und zentrale Konzepte>3.Das Erschließen von Plänen>4.Kritische Würdigung3.Kognitiv orientierte klinisch-psychologische Diagnostik>1.Methoden zur Erfassung kognitiver Produkte>>1.Bestätigungsmethoden>>2.Produktionsmethoden>2.Methoden zur Erfassung kognitiver Prozesse Je weiter wir nach unten gehen, desto stärker wird der kognitive Einfluss!
- Stelle die Ziele und Annahmen traditioneller und verhaltensorientierter Diagnostik gegenüber (Tabelle VL, F.18)! Worin unterscheiden sie sich? Verh.theo. D. >< Tradition. D.Verhalten ist Funktion von Situation oder Person-Situation-Interaktion >< Verhalten ist Funktion intrapsychischer VariablenUrsachen: Verh.stör. sind Folge von Lerngeschichten und daraus resultierenden, sie aufrechterhaltenden Bed. >< Verh.stör. sind Folge einer pathologischen Struktur oder eines ProzessesAbweichung von einer sozialen Norm >< Abweichung von einer natürlichen NormBedeutung: Verhalten ist eine situationsspezifische Stichprobe aus dem Repertoire einer Person>< Verhalten ist ein Zeichen für einen zugrundeliegenden Zustand oder eine EigenschaftAufbau: Berücksichtigung kontextueller Merkmale >< geringe Berücksichtigung kontextueller MerkmaleVorliebe: direkte Methoden >< indirekte MethodenWissenschaftstheor. Position: Idiografisch >< Nomothetisch /Gesetze zu individuellen Unterschieden
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- Welche Herangehensweisen gibt es für die Problem- und Verhaltensanalyse? SORKC-Modell von Kanfer & Saslow (horizontale Analyse)Problem-und Verhaltensanalyse nach Bartling (horizontale + vertikale Analyse)Plananalyse nach Caspar (vertikale Analyse)(Vertikale Verhaltensanalyse nach Sulz)
- Wie sind horizontale und vertikale Analyse zu unterscheiden? •Wenn wir im diagnostischen Prozess zu dem Punkt „Verhaltens-und Problemanalyse“ kommen müssen wir dran denken, dass wir die horizontale + vertikaleAnalyse berücksichtigen!Horizontal»Analyse des Problemverhaltens in konkreten SituationenVertikal»Über die Analyse des Problemverhaltens in konkreten Situationen hinaus übergeordnete Aspekte analysierenWelche Herangehensweise(n)wir dafür benutzen ist aber uns überlassen!Wie kann man die Verhaltens-und Problemanalysen (z.B. in der Klausur) kombinieren?•Horizontale Analyse : z.B. SORKC+•Vertikale Analyse: z.B. Plananalyse
- Beschreibe das verhaltensanalytische System nach Kanfer & Saslow (5 Schritte). 1.Anfängliche Analyse der problematischen Situation2.Abklärung der Problematischen Situation1. + 2. Funktionale Analyse des ProblemverhaltensEs geht um die Analyse der funktionalen ZusammenhängeSORKC-Modell liefert den Rahmen für diese Analyse!Es stellt eine Beziehung her zwischen:Komponenten des SORKC-ModellsS Dem Problemverhalten vorausgehende situative Bedingungen (Stimulus) Beispiele für Stimuli:•Blicke von Personen•Beengte räumliche Verhältnisse (keine Fluchtmöglichkeiten)•Alleinin die Öffentlichkeit gehen müssenO OrganismusBiologische und psychische Personenmerkmale•Organische Ursachen ausgeschlossen / organische Vorerkrankungen?•Vorerfahrungen•Erwartungen, Einstellungen, Schemata, Bindungstyp•KomorbiditätenR Problemverhalten (Reaktion)Reaktionen auf verschiedenen Ebenen•Kognitive Reaktion (z.B. „ich fühle mich hilflos“)•Emotionale Reaktion (z.B. Angst)•Physiologische Reaktion (z.B. Herzrasen)•Behaviorale Reaktionen (z.B. Vermeidung / Flucht)K Kontingenzen (Verstärkerpläne) (Stabilisierungsfunktion der Symptome)Mit welchen Gesetzmäßigkeiten folgen Konsequenzen?•Unmittelbar vs. Verzögert•Kontinuierlich vs. IntermittierendC Konsequenzen (Consequence)Welche Konsequenzen hat das Problemverhalten?•Positive Verstärkung•Negative Verstärkung•Bestrafung Typ I (direkte Bestrafung)•Bestrafung Typ II (indirekte Bestrafung)SORKC-Modell ist eine s.g. horizontale Verhaltensanalyse!Problemverhalten in der konkreten Situation 3.Motivationale Analyse• Feststellen, welche Verstärkerbereiche im Einzelfall überhaupt vorliegenWelche positiven Konsequenzen werden bevorzugt?Welche negativen Konsequenzen werden besonders gefürchtet?Extrinsische oder intrinsische Therapiemotivation? • Ziel ist es positive Verstärker/Konsequenzen zu finden, die man dann therapeutischnutzen kann!4.Entwicklungsanalyse• Ziel: ein Erklärungsmodell erarbeiten, dass zur funktionalen Analyse (SORKC) passt• Es geht darum, die Lerngeschichte des Patienten (die zu dem Problemverhalten geführthat) zu rekonstruieren• (Wie) kam es z.B. zuVermeidungslernen»Z.B. die Patientinwurde schon im Elternhaus für selbstständiges Verhalten eher bestraftLernen am Modell»Z.B. die Mutter der Patientin zeigte in öffentlichen Situationen auch ein ängstliches Verhalten und mied diese so oft es gingReizgeneralisierung»Z.B. nach dem Tod der Mutter (wurde vom Bus überfahren) ……Entwickelte sich die Symptomatik der Patientin zunächst nur für verkehrsreiche Situationen aus denen man schlecht entkommen konnte……und wurde dann auf alle Situationen generalisiert, die von der Patientin mit geringen Fluchtmöglichkeiten assoziiert wurden5.Analyse der Selbstkontrolle• Welche Möglichkeiten besitzt der Patient (unabhängig von anderen Personen oderEinflüssen), sein Problem zu kontrollieren und alternatives Verhalten aufzubauen?• Gefragt wird z.B.:Kann der Patient seine Symptome / sein Problem kontrollieren?Welche Voraussetzungen einer Selbstkontrolle sind gegeben?»Ist der Patient zur Selbstbeobachtung in der Lage?»Kann der Patient die situativen Bedingen verändern?Z.B. Rahmenbedingungen so verändern, dass mehr Kontrolle erlebt wird»Kann der Patient Reaktionsabfolgen verändern?Z.B. nicht direkt fliehen sondern erst durchatmen und langsam bis 10 Zählen um sich zu beruhigen»Verfügt der Patient (zumindest in Ansätzen) über nutzbares Alternativverhalten
- Nenne die Kritik am SORKC-Modell. • Keine angemessene Rekonstruktion kognitiver Strukturen und Prozesse möglichKognitive Strukturen und Prozesse können mit ihren vielfältigen Teilaspekten (z.B. subjektive Theorien, Attributionen) nicht angemessen rekonstruiert werden, wenn man sie auf die Ebene des Verhaltens reduziert»Alles was im SORKC-Modell zu Emotionen/Kognitionen behandelt wird, bezieht sich immer explizit auf das spezielle Problemverhalten und nicht auf allgemeine Aspekte!Kurz gesagt: „situationsgetriebene“ Analyse auf Basis der Lerngesetzte der operanten Konditionierung greift einfach zu kurz!• Fehlende Algorithmen zu Auswahl und Molarität des ProblemverhaltensEs gibt keinen „Algorithmus“ der einem vorgibt, wie vorgegangen werden soll um das Problemverhalten zu skizzierenEs ist unklar, wie „feingliedrig“ das Verhalten segmentiert werden soll»Kleine (spezifische) Verhaltenseinheiten oder breitere (molarere) Verhaltenseinheiten?•Problematische Zuweisung der Bedeutung von Ereignissen als Reaktion oder KonsequenzEs ist schwer zu sagen, ob ein Ereignis eine Reaktion oder eine Konsequenz istZ.B. „Angst“ »Emotionale Reaktion oder Konsequenz (Bestrafung Typ I)?•Post hoc Zuordnung mit Gefahr tautologischer ErklärungenWeil oft nicht wirklich klar ist, ob etwas jetzt eine Reaktion oder eine Konsequenz ist, kann es zu tautologischen Erklärungen (s.g. „Zirkelschlüssen“) kommen»Tautologische Erklärungen sind Zirkelschlüsse, die aus logischer Sicht zwar immer wahr sind, jedoch keinen wirklichen Erklärungswert haben! (die Erklärung dreht sich quasi im Kreis)Weil jemand sich aggressiv verhält bekommt er soziale SchwierigkeitenWeil er soziale Schwierigkeiten hat ist er schlecht gelauntWeil er schlecht gelaunt ist verhält er sich aggressiv
- Beschreibe die Problem- und Verhaltensanalyse nach Bartling. •Lerntheoretisch geprägte Diagnostik um handlungstheoretische Perspektive erweitertAnnahme: diagnostisches Geschehen ist ein interaktiver Problemlöseprozess•Problem und Verhaltensanalyse beinhaltetHorizontale Verhaltensanalyse»Analyse des Problemverhaltens in Situationen»Prozess der InformationsverarbeitungHandlungsplanung, ausführung & BewertungVertikale Verhaltensanalyse (Sulz->siehe Folien VL, 28)»Analyse von Regeln und Plänen nach denen der Patient sein Verhalten ausrichtet»Analyse von Systemregeln•Außerdem wird die Therapeut Patient Beziehung besonders betontWeil es ja um einen interaktiven Problemlöseprozess gehtFazit/Kritik an der Problemund Verhaltensanalyse nach Bartling et al.•Insgesamt handelt es sich bei der Problem und Verhaltensanalyse von Bartling et al. umein ausdifferenziertes, in sich schlüssiges (stringentes) SystemWelche Möglichkeiten das Vorgehen (z.B. hinsichtlich weiterer theoretischerAnreicherungen) eröffnet, ist jedoch noch nicht ausgelotet•Es ist unklar, wie zuverlässig und valide dieses Vorgehen im Vergleich zu anderenDiagnosesystemen ist
- Nenne und beschreibe die Phasen des sozial-interaktiven Problemlöseprozesses nach Bartling. Der sozial interaktive Problemlöseprozess wird in fünf Phasen eingeteilt:1.Problemstellung•Gemeinsam mit dem Patienten werden die Problembereiche festgelegt•Analyse der Zusammenhänge der Problembereiche und der Folgeprobleme•Bestimmung des Ausgangspunktes für die ProblembewältigungDafür werden:Alle bisherigen Informationen gesammeltHandlungsprioritäten benanntDas Krankheitsverhalten analysiertDie aktuelle Lebenssituation analysiert2.Problemanalyse (Rekonstruktion der Entstehung, Ausformung u. Aufrechterhaltung des Problems) -> hypothetisches Bed.modell•Problembereiche werden auf verschiedenen Ebenen analysiert:Ebene des Verhaltens in Situationen (horizontal) (Situation, Wahrnehmungsprozess, innere Verarbeitung, Verhalten i. S. von Handeln/Erleben, Konsequenzen-> siehe Tabelle)Ebene der Regeln und Pläne (vertikal)»Entspricht der Plananalyse nach CasparEbene der Systemregeln (vertikal)»Betrachtung des Problems aus systemischer Sichtweise•Regeln und Pläne einer Person werden maßgeblich mitbestimmt durchDie Normen, die das Individuum als Mitglied verschiedener Systeme für sich als verbindlichansieht (explizite und implizite Systemregeln)Die Rollen, die das Individuum in den jeweiligen Systemen einnimmt•Systembezogene Analyse solleinen Gesamteindruck des Problems im Kontext der wichtigsten Lebensbereiche des Patienten vermittelnDie Funktion des Problems im Rahmen des jeweiligen sozialen Gefüges verdeutlicheninkl. Rekonstruktion der Lerngeschichte,Reflexion der Therapeut-Patient-Beziehungzusammenfassende, verschiedene Problembereiche übergreifende Zusammenhangsstruktur3.Zielanalyse•Analyse der Änderungsvoraussetzungen•Festlegung der Bedeutung und Sequenz (Priorität) der ZielbereicheDazu gehört:Die Analyse des Leidensdrucks aus Sicht»Des Patienten»Der Bezugspersonen»Des TherapeutenAnalyse der TherapiemotivationDie Analyse der Erwartungen des PatientenDie Analyse der Ressourcen des PatientenAntizipation der Folgen der Zielerreichung4.Mittelanalyse•Auswahl der therapeutischen Strategien/Handlungsmittel•Festlegung und Ausgestaltung des BehandlungsplansDie Ausgestaltung des Behandlungsplans bezieht sich dabei explizit auf die in derProblemanalyse herausgearbeiteten AnsatzpunkteUnd beinhaltet die Reflexion geeigneter VeränderungsprinzipienAus denen dann konkrete Techniken abgeleitet werdenBeispiel: DepressionProblemanalyse zeigt: irrationale Kognitionen sind ein Ansatzpunkt für die TherapieEin geeignetes Veränderungsprinzip ist die kognitive UmstrukturierungUnd die Kognitive Therapie nach Beck die konkrete Technik5.Durchführung und Bewertung der Behandlung•In einem letzten Schritt wird die gewählte Behandlung erprobt, bewertet und falls nötigkorrigiert
- Wie ist die kritische Würdigung verhaltenstheor. orientierter Diagnosesysteme? Keine empirische Evaluation der entscheidenden Bestimmungsstücke eines verhaltenstheoretisch orientierten Diagnosesystems ValiditätIst eine individuelle Verhaltens-und Problemanalyse überhaupt notwendig?Inkonsistente Befundlage:Empirische Überlegenheit eines standardisierten Vorgehens (Schulte et al., 1991)Keine Unterschiede in der Effektivität des Vorgehens (Nelson-Gray et al. (1989)Studienergebnisse nicht aussagekräftig, da zentrale Variablen nicht untersucht wurden.Vergleich zwischen verkürzter vs. ausführlicher funktionaler AnalyseKeine abschließende Bewertung der Empirie möglichTraining funktionaler Analyse und Gebrauch strukturierter Vorgaben erhöhen Übereinstimmung der diagnostischen UrteileBedeutung einzelnen KomponentenBefunde weisen auf Notwendigkeit einer Standardisierung der diagnostischen Systeme -zumindest in ihren Teilschritten hinFazitReliabilität &Validität von Problem-und Verhaltensanalysen sind weder umfassend noch im Hinblick auf verschiedene Teilkomponenten (Problemauswahl,Rekonstruktion der Lerngeschichte ,Nutzung taktisch relevanter Merkmale,Behandlungsplanung) hinreichend untersucht worden.operationale verhaltenstheoretische Diagnostik
- Was sind die allgemeinen Grundlagen der Plananalyse nach Caspar? •Therapieschulübergreifender Ansatz•Ausgangskonzept / Grundlage der Plananalyse ist das TOTE Modell (Miller et al) (Test-Operate-Test-Exit)Danach verhält sich der Mensch bewusst oder unbewusst so, dass er Mittel ( Operations )einsetzt, um sein Ziel zu erreichen und dabei immer wieder testet, wie weit Ziele schonerreicht bzw. wie weit Voraussetzungen für entsprechende Handlungen gegeben sind•Ziel: Überwindung des orthodoxen BehaviorismusAnnahme: Verknüpfung von Reiz Reaktion Konsequenzen („horizontaleVerhaltensanalyse“) allein reicht nicht aus!•Vertikale VerhaltensanalyseAnalyse von Verhalten plus motivationalem ÜberbauAnalyse von Regeln und Plänen»Wichtig: Pläne umfassen Ziel --& HandlungskomponentenEs geht nicht nur darum, welches Ziel erreicht werden soll,……sondern auch darum, wie man dieses Ziel erreichen kann•Analyse der hierarchisch organisierten PlanstrukturUntergeordnete Pläne haben keinen Selbstzweck, sondern stehen im Dienst derübergeordneten Pläne»Man spricht daher auch von instrumenteller HierarchieHierarchisch verschachtelte Pläne = hierarchisch organisierte Planstruktur!»Planstruktur umfasst letztlichAlle wichtigen Ziele/Pläne+Alle bewussten und unbewussten Mittel, die Menschen zur Realisierung dieser einsetzen•Plananalyse ist kompatibel mit neueren Ansätzen, wie z.B :Ansatz der evolutionären PsychologieModell der Selbstregulation von Carver & Scheier
- Definiere die zentralen Konzepte der Plananalyse nach Caspar. KomponentenZielkomponente (Zweck) plusOperationskomponente (Mittel)Bewusstheitkeine Voraussetzung (Pläne können bewusst oder unbewusst gebildet werden)Unterscheidung nach Grawe (1986) inSelbstkonzept (= Bewusste Repräsentation des Ichs) vs. regulierendes Selbst (Tatsächliches Funktionieren/ tatsächliches Verhalten -> kann z.T. von Selbstkonzept abweichen)Nutzen objektiv (messbar-Noten) und/oder subjektiv (fühlt sich besser) Motive interpsychisch (eher um das eigene Wohlbefinden) /intrapsychisch (eher sozialer Natur) -> Unterscheidung/Abgrenzung oft schwierig, da oft eng miteinander verbunden HierarchieVerschachtelung von Motiven & MittelnKriterium für Hierarchie: InstrumentalitätMittel stehen im unteren Teil,Motive, Absichten im oberen Teil derHierarchie Planstruktur•Typisch sind (mehrere) Verzweigungen nach oben und nach untenVersuchen mit ein und demselben Verhalten gleichzeitig mehrere Ziele zu erreichenBzw. haben mehrere Verhaltensweisen , um ein Ziel zu erreichen
- Wie kann die Planstruktur mit dem Patienten erschlossen werden? Mögliche Fragen zum gemeinsamen Erschließen:Zu welchem Zweck verhält die Person sich wie?Welchen Motiven dient das konkrete Handeln (Von unten nach oben gefragt)?Welche Mittel setzt die Person zum Erreichen wichtiger Ziele ein (Von oben nach unten gefragt)?Planstruktur hat hypothetischen Charakter. •Erschließen der Beziehung der Planstruktur zu EmotionenEmotionen sind ein zentraler Bestandteil psychischer Störungen»Müssen daher auch mit einbezogen werden!Heuristische Leitfragen dazu sind:»Die Blockierung/Begünstigung welcher Pläne führt zu negativen/positiven Emotionen?»Welche Pläne dienen der Bewältigung/dem Vermeiden unangenehmer Gefühle?»Hat die Emotion eine instrumentelle Funktion? •Motivorientierte BeziehungsgestaltungDas Konzept der motivorientierten Beziehungsgestaltung stützt sich auf 2 Grundannahmen:1.Hinter jedem Problemverhalten stecken letztlich akzeptable MotivePläne dienen auf höchster Ebene Grundbedürfnissen, die per Definition nicht gut oderschlecht sein können2.Patienten können sich besser mit ihren Problemen beschäftigen, wenn ihre wichtigstenzwischenmenschlichen Bedürfnisse in der Therapiebeziehung „gesättigt“ werdenSoweit die Therapeutenrolle dies zulässtZ.B. Wertschätzung, Vertrauen, Akzeptanz usw.
- Wie ist die kritische Würdigung der Plananalyse nach Caspar? Die Plananalyse…•Ist ein interpretierendes VerfahrenDiagnostiker konstruiert gemeinsam mit dem Klienten die Planstruktur»Es geht um die Deutung des Verhaltens (welches Verhalten dient welchem Ziel und•Verbindet konzeptgeleitetes und induktives VorgehenKonzeptgeleitet»Basiert auf theoretischem Hintergrundwissen des Therapeuten über KonzepteZ.B. hinsichtlich des TOTE Konzepts, motivorientierter Beziehungsgestaltung, Leitfragen usw.Induktiv»Im Sinne einer Bottom Up StrategieVom konkreten Verhalten zu den übergeordneten Plänen/Motiven kommen•Verbindet strukturelle und funktionale SichtweisenStruktureller (hierarchischer) Aufbau der Planstruktur + instrumentelle Funktioneninnerhalb der Planstruktur•Ist ein Set von heuristischen Konzepten / RegelnKeine fest vorgeschriebene Vorgehensweise sondern „heuristische Leitfragen“•Ist kein umfassendes psychotherapeutischen Konstrukt sondern die hypothetischePlanstruktur ist ein Zwischenprodukt auf dem Weg zu einer maßgeschneiderten Fallkonzeption
- Was sind die allgemeinen Grundlagen für kogn. orientierte kogn.-psych. Diagnostik? Wie werden die Methoden ausgewählt? •Aspekte dysfunktionaler Informationsverarbeitung stehen im VordergrundAnnahme:Psychopathologisch veränderte Merkmale der Wahrnehmung und Aufmerksamkeit, desDenkens, Erinnerns und Schlussfolgerns sowie die ihnen zugrundeliegenden Strukturen spieleneine wesentliche Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen!•Bei der Klassifikation kognitiver Phänomene wird unterschieden, zwischen:Kognitive ProdukteErgebnisse der Informationsverarbeitung in bestimmten Situationen»Z.B. Kognitionen in Form von Gedanken, Bildern, Vorstellungen, Erwartungen,Selbstverbalisationen usw.Dysfunktionale kognitive Produkte können zur Erschließung dysfunktionaler Prozesse undpsychopathologisch veränderter Strukturen genutzt werdenKognitive ProzesseArt und Weise der Informationsverarbeitung»Z.B. Merkmale der Aufmerksamkeit, des Erinnerns, Schlussfolgerns und ProblemlösensKognitive StrukturenGrundlegende, von konkreten Situationen abstrahierte kognitive Entitäten (Einheiten)»Z.B. kognitive Schemata, semantische Netzwerke sowie die Repräsentation von Informationen inverschiedenen Gedächtnisspeichern (KZG, LZG)Auswahl von Methoden der kognitiven DiagnostikArt der Schlussfolgerungen: Top-Down vs. Bottom-UpWas soll diagnostiziert werden: Inhalte, Bedeutungen vs.Formale Merkmale
- Nenne verschiedene Methoden zur Erfassung der unterschiedlichen kognitiven Phänemoene. Wie werden die Methoden systematisiert? Methoden zur Erfassung kognitiver Produkte:Bestätigungsmethoden»Strukturierte Fragebogenverfahren»Der Klient hat die Möglichkeit bestimmten Aussagen (Items) zuzustimmen / zu widersprechen•ASS SYM•AKV•PASProduktionsmethoden»Wiedergabe von Gedanken•Methode des Lauten Denkens•Methode des Gedankenauflistens•TagebücherMethoden zur Erfassung kognitiver Prozesse:Bewusst ablaufende Prozesse•TCQ•PSWQUnbewusst ablaufende Prozesse•Emotional Stroop Test•Visual Dot Probe Test•Lexikalische EntscheidungsaufgabeMethoden zur Rekonstruktion von Gedächtnisprozessen•Recall und Recognition•Wortstamm Satzergänzungsaufgaben•IATMethoden für kogn. Strukturen (nicht in VL behandelt)Systematisierung der Methoden anhandGrad der StrukturierungZeitbezug (retrospektiv, aktuell, zukünftig)AntwortformatArt des StimulusQuelle der Beurteilung
- Beschreibe eine Methode zur Erfassung kogn. Produkte für Bestätigungs- und für Produktionsmethoden. Bestätigung:Änderungssensitive Symptomliste zu Entspannungserleben, Wohlbefinden, Beschwerdenund Problembelastungen ASS SYM , Krampen•Operationalisierung der Indikationsbereiche von EntspannungstrainingsProgressive Relaxation bzw. autogenes Training (ist ein Entspannungstraining indiziert?)•Verfahren zur indirekten Veränderungsmessung (störungsübergreifend)•Selbstbeurteilung•Durchführungszeit: i.d.R. 10 15 Min (ökonomisch!)•Subskalen des ASS SYM:1.Körperliche und psychische Erschöpfung (SYM ERSCHÖ)2.Nervosität und innere Anspannung (SYM ANSPAN)3.Psychophysiologische Dysregulation (SYM DYSREG)4.Leistungs und Verhaltensschwierigkeiten (SYM LEISTU)5.Schmerzbelastung (SYM SCHMER)6.Probleme in der Selbstbestimmung und kontrolle (SYM SELBST)Jede Subskala wird mit jeweils 8 Items erfasst»Zustimmung zu den Items auf vierstufiger Likert Skala (0 3)»Bezieht sich auf die letzten 14 TageUm Veränderung zu messen wird der ASS SYM vor und nach der Behandlung erhobenAuswertung•Voraussetzung für die Auswertung:Höchstens eine Auslassung pro Skala bzw. maximal 6 Auslassungen insgesamtBestimmung der Skalenrohwerte durch Summation der Items pro Skala; (Min = 0; Max = 24)Ermittlung des Gesamtrohwertes durch Addition der SubskalenrohwerteTransformation der Rohwertein T-Werte und %rang-Werte (Normwerte)bei Veränderungsmessung Differenzwertbildung der T-Werte aus Vor-und NachtestwertQualitative, idiografische Auswertung unter besonderer Beachtung der mit „3“ skalierten ItemsInterpretationStandartmessfehler & VertrauensgrenzenÜber den Standardmessfehler können wir das Vertrauensintervall eines Tests definieren!Kritische Differenz zweier Skalenwerte•Die kritische Differenz wird zur Beurteilung inter bzw. intraindividueller Unterschiede benutzt•Beurteilung inter individueller UnterschiedeFrage: Unterscheiden sich 2 Personen bedeutsam voneinander?Die interindividuelle T Wert Differenz muss dabei zumindest den angegebenen kritischen Differenzwert erreichen» D.h. die T Werte der zwei Personen unterscheiden sich signifikant, wenn ihre Differenzder kritischen Differenz ist!•Beurteilung intra individueller UnterschiedeFrage: Unterscheiden sich die Werte einer Person zu unterschiedlichen Mzp bedeutsam voneinander?Auch hier muss die intraindividuelle Testwert Differenz der kritischen Differenz sein!Gütekriterien:Objektivität•Durchführungsobjektivitätschriftlich vorgegebene, standardisierte Instruktionen•Auswertungs --/ InterpretationsobjektivitätStandardisiertes Vorgehen / Vorschriften zur Auswertung und Interpretation im ManualReliabilität•Reliabilitätskoeffizienten sind befriedigend!•Skaleninterkorrelation (allgemein)Profilreliabilität•Die Profilreliabilität prof r tt ist anders definiert als die Reliabilität von Einzeltests/ skalenProfilreliabilität ist dann am größten, wenn die Einzeltests/ skalen hoch reliabel sind undzugleich niedrig interkorrelieren!Damit sind Profilinterpretationen beim ASS SYM ausgeschlossen !»Die einzelne Skalen können nur isoliert (und nicht untereinander vergleichend)interpretiert werden!Validität•Konvergente ValiditätErinnerung:Bezieht sich auf die Korrelation zwischen verschiedenen Tests, die dasselbe Konstrukt messenMessung desselben Konstruktes mit zwei verschiedenen Verfahren sollte (hoch) korrelierenBeispiel für unterstützende Befunde:»Korrelation von ASS SYM mit anderen Beschwerdefragebögen (z.B. SCL 90 R) ist hoch•Diskriminante ValiditätErinnerung:Bezieht sich auf die Korrelation zwischen verschiedenen Tests, die theoretisch unabhängige/verschiedene Konstrukt messenTests sollten nicht (oder nur gering) miteinander korrelierenBeispiel für unterstützende Befunde:»Die mit dem NEO FFI erfasste Extraversion ist (als konstruktferne Variable) nicht essentiellmit den ASS SYM Skalen korreliert
- Lerne weitere Methoden zur Erfassung kognitiver Phänomene auf den Tutorium und VL-Folien! Folien lernen!
- Beschreibe Produktionsmethoden zur Erfassung kogn. Produkte, sowie ihre Vor- und Nachteile! Methode des lauten Denkens•Lautes Aussprechen von GedankenVor, während und/oder nach der Durchführung einer Aufgabe•Lautes Denken in SituationenNachteile:»U.U. inkompatibel mit sozialen SituationenLautes Denken nicht in allen Situationen möglich (stört manchmal einfach)Beispiel z B Patient fühlt sich noch unwohler (als eh schon wenn er z B an öffentlichen Plätzen seine Gedanken auch noch verbalisieren soll (Fremde können das hören) bzw ist er mit der Situation so beschäftigt, dass es schwer fällt parallel noch die aktuellen GedankenauszuformulierenIn dem Fall greift man gerne auf die Methode des Tagebuchs/Gedankenauflistens zurückVorteile:»Keine RetrospektionseffekteKognitionen werden ohne Zeitverzögerung in einer Situation erfasstErinnerungsfehler werden vermindert Methode des Gedankenauflistens•Aufschreiben von Gedanken in Bezug auf eine definierte Situationi.d.R. im Nachhinein•Vorteil:Gut geeignet für Situationen in denen „Lautes Denken“ störend/unangenehm ist•Nachteil:Anfällig für Verzerrungen bei der Rekonstruktion der Gedanken (Retrospektionseffekte)Nicht geeignet für Personen, die nicht in der Lage sind Gedächtnisprotokolle zu erstellen(z.B. kleine Kinder)•Statistisch gesehen gibt es bei dieser Methode Hinweise auf:Konvergente und kriterienbezogene ValiditätReliabilität und ÄnderungssensitivitätTagebücher•Tagebücher sind gut etabliert und gehören bei manchen Störungen zu denStandardverfahrenPatient wird angeleitet Kognitionen, die im Zusammenhang mit seinem Problemverhaltenauftreten zu beobachten und zu protokollierenEs gibt z.B. spezielle Tagebücher für…»…das Essverhalten von Patienten mit Essstörungen»…Patienten mit Schmerzproblematik»…depressive Patienten•Nachteile:RetrospektionseffekteMitunter ziemlich komplex»Bedarf einer eingehenden Instruktion des Klienten, da Tagebücher sonst nicht „richtig“geführt werden können»Trennung von Gedanken und emotionalen Inhalten fällt oft schwerGütekriterien sind insgesamt nicht ausreichend überprüft
- Beschreibe Methoden zur Erfassung kogn. Prozesse. Bewusstseinsgrad kognitiver Prozesse hat Implikationen für DiagnostikBewusst ablaufende ProzesseFragebogenverfahren zur Erfassung von»Vermeidung von GedankenZ.B. Thought Control Questionnaire (TCQ)»Perseverativem Denken (anhaltendes/wiederholtes Grübeln)Z.B. Penn State Worry Questionnaire (PSWQ)Unbewusst ablaufende ProzesseExperimentelle Methoden zur Erfassung von»Selektiven Aufmerksamkeitsprozessen , z.B.Emotional Stroop TestVisual Dot Probe TestLexikalische EntscheidungsaufgabeMethoden zur Rekonstruktion von GedächtnisprozessenExplizite Gedächtnisprozesse»Direkte Tests, bei denen eine explizite Aufforderung zur bewussten Erinnerung gegeben wird»Reproduktions und Wiedererkennungsaufgaben (Recall vs. Recognition)Implizite Gedächtnisprozesse»Indirekte Tests, bei denen keine Aufforderung zur bewussten Erinnerung gegeben wird, z.B.»Wortstamm oder Satzergänzungsaufgaben»Implicit Association Test (IAT)
- Nenne Verfahren zur operationalen Diagnosestellung. Beispiele für Breitband Interviews für psychische Störungen sind:Composite International Diagnostic Interview (CIDI)Diagnostisches Expertensystem für Psychische Störungen (DIA X)Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen für DSM IV TR (DIPS)Strukturiertes klinisches Interview für DSM IV (SKID I)
- Warum sind Verfahren zur operationalen Diagnosestellung überhaupt notwendig? Klinische Urteilsbildung im Rahmen eines freien Gesprächs ist nur wenig zuverlässig /valideDas liegt daran, dass Diagnostiker „ bad habits “ haben„bad habits “ der klinischen Urteilsbildung:Ignorieren/schlechte Nutzung von BasisratenUnangemessene Gewichtung diagnostischer EinzeldatenMissachtung von Regressionseffekten (Regression zur Mitte)Unangemessene Erfassung von Kovariation bei KomorbiditätGebrauch von Heuristiken, z.B. VerfügbarkeitsheuristikConfirmation BiasHindsight Bias
- Beschreibe ein Verfahren zur operationalen Diagnosestellung. Strukturiertes Klinisches Interview für DSM IV (SKID I, Wittchen et al. al.)Das SKID I ist ein strukturiertes und standardisiertes Verfahren, mit dem psych. Syndrome undStörungen nach den Kriterien des DSM IV diagnostiziert werden können! Art des Verfahrens•Halb strukturiertes klinisches Interview zur Erfassung von Achse I Störungen nach DSM IVHalbstrukturiert: vorformulierte Fragen aber frei formuliertes Nachfragen•Zusätzlich werden auch Kodierungsoptionen für die Beurteilung der Achsen III, IV und Vangeboten Anwendungsbereich•Ambulant und stationär im psychiatrisch psychotherapeutischen undallgemeinmedizinischen Bereich•Klassifikatorische Eingangs und Verlaufsdiagnostik•Erwachsene ab 18 JahreModifiziert auch für Jugendliche ab 14 Jahren möglichBearbeitungsdauer•SKID I: rund 100 Minuten•SKID II: rund 30 MinutenVoraussetzungen für die Anwendung•Klinische Erfahrung•Kenntnis des DSM IV & SKID Manual•Teilnahme an einer SKID Schulung•Das SKID I beginnt mit einer kurzen Exploration und s.g. Screening FragenDabei gibt es eine genaue Leitlinie, wie vorgegangen werden soll•Nicht nur welche Fragen gestellt werden sollen…•…sondern auch, wie reagiert werden soll, wenn z.B. keine genauen Angaben gemacht werdenScreening Fragen fragen einige……aber nicht alle Störungsbilder des SKID überblicksartig abScreening Fragen geben einen Hinweis, welche Sektionen im darauffolgenden Interviewvertieft werden müssenSektionen des SKID I•Das SKID I beinhaltet 10 Sektionen, anhand derer psychische Störungen diagnostiziert werden•Sektion A: Affektive Syndrome (Derzeitige / frühere Major Depression Episoden;Derzeitige Dysthyme Störung)•Sektion B: Psychotische und assoziierte Symptome •Sektion C: Differentialdiagnose psychotischer Störungen (Schizophrenie; Wahnhafte Störung; Psychotische Störung NNB)•Sektion D: Differentialdiagnose affektiver Störungen (Bipolare Störung; Major Depression)•Sektion E: Missbrauch und Abhängigkeit von psychotropen Substanzen (Alkoholmissbrauch / abhängigkeit; Substanzmissbrauch)•Sektion F: Angststörungen (Panikstörung; Agoraphobie; Zwangsstörung; Generalisierte Angststörung; Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD))•Sektion G: Somatoforme Störungen(Schmerzstörung; Hypochondrie)•Sektion H: Essstörungen(Anorexia Nervosa; Bulimia Nervosa)•Sektion I: Anpassungsstörung (derzeitig)•Sektion J: Optionale Störungen(Aktuelle Stressstörung)•SKID I hat einen „dreispaltigen“ Aufbau:Links stehen die Fragen , die dem Patienten gestellt werdenIn der Mitte steht die Benennung und Erläuterung der Kriterien zu den FragenRechts stehen die AntwortkategorienDas Ganze ist eine Fremdbeurteilung!Bei dem SKID I handelt es sich um ein „präskriptives Verfahren mit Entscheidungsalgorithmen“D.h., dass das SKID I uns Entscheidungsregeln vorgibt, an die wir uns halten müssenJe nachdem, wie etwas ausgeprägt ist, wird man an eine andere Stelle im SKID I weitergeleitet Gütekriterien:Objektivitätbei instruktionsgemäßer Durchführung und entsprechender klinischer Erfahrung gegebenReliabilitätInter-Rater-Reliabilität: .57 <κ<1.00 (Zanarini, et al., 2000)Retest-Reliabilität: κ>.60, ausgenommen DysthymeStörung und GAS bei einem 7 –10tägigen Retest-Intervall (Zanariet al., 2000).ValiditätAngststörungen und Essstörungen:κ>.60Affektive Störungen, SomatoformeStörungen und Substanzabhängigkeiten: κ<.40 (Saile, Weiland-Heil & Schwenkmezger, 2000).
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- Was sind die Ziele und Funktionen der Evalutation in der kl.-psy.-D.? Wissenschaftliche Fundierung des praktisch klinisch-psychologischen HandelnsLösung von Erklärungs-, Prognose-& Gestaltungsproblemen (Brocke, 1979)Voraussetzungen einer wissenschaftlich fundierten Lösung ist (nach Perrez, 1991) …Nachweis der beabsichtigten Wirksamkeit des mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu vereinbarenden (diagnostischen und therapeutischen) Vorgehens, unter Ausbleiben von schädigenden in Bezug auf:Indikation (allgemein, differentiell, adaptiv)Effektivität (efficacy, effectiveness)EffizienzFür welche Personen lassen sich durch welche Durchführenden welche Ziele unter welchen Interventionsbedingungen mit welchen Interventionsmethoden am besten erreichen? (Patry& Perrez, 2000)Zielsetzung erfordert Strategien der formativen und summativen Evaluationwissenschaftlich fundierte Diagnostik (Brocke, 1993) i. R. einer KontrolliertenForderung nach Qualitätssicherung (QS) und –management(QM) in der Psychotherapie und psychosozialen VersorgungGlobalziel 31 der Weltgesundheitsorganisation (WHO)>>§§135-138 SGB V>>Psychotherapierichtlinien>>Regelungen zum Patientenschutz und der Patientenrechte>>wirtschaftliche und versorgungspolitische Überlegungen …QM umfasst Gesamt der Maßnahmen, „deren globales Ziel darin besteht die Qualität gesundheitsbezogener Dienstleistungen, d. h. die konkrete Versorgungspraxis systematisch und kontinuierlich zu hinterfragen, zu bewerten, zu fördern und … zu verbessern“ (Nübling & Schmidt, 1998).>>Abgleich Ist/Soll-Zustand (Donabedian, 1964) in Hinblick auf Struktur, Ergebnis, Prozess mittels empirisch bewährter oder konsensuellbegründeter diagnostischer und therapeutischer Methoden sowie qualitätsdefinierenden Standards (Kriterien)
- Nenne und beschreibe die Methoden der Prozessdiagnostik. Nenne auch Nachteile. Wie löst man das Problem der beiden Methoden? Direkte Veränderungsmessung•Eine Änderung wird anhand von Veränderungsaussagen im Zeitvergleich direkt abgegeben•Diese Veränderungsaussagen könnenSelbstaussagen von Patienten (Selbstbeurteilungen)Oder Fremdbeurteilungen (z.B. durch den Diagnostiker) sein•NachteileRetrospektionseffekteSozial erwünschtes AntwortverhaltenIndirekte Veränderungsmessung•Verwendet Differenzen zwischen Vortest und NachtestwertenAus Differenz wird das Ausmaß der Veränderung vom Diagnostiker indirekt erschlossen•NachteileRegressionseffekteReliabilitäts Validitäts DilemmaPhysikalismus Subjektivismus Dilemma (Bedeutsamkeitsproblem)Korrelation von Anfangs und DifferenzwertAuch hier Problem sozial erwünschten AntwortverhaltensDirekte und indirekte Veränderungsmessung solltenimmer im Verbund eingesetzt werden
- Was macht Veränderung (egal ob direkt oder indirekt) klinisch Bedeutsam? •Annahme von Jacobson und Truax (1991)Klinische und nicht klinische Stichproben gehören unterschiedlichen Populationen anDiese können durch einen geeigneten Trennwert unterschieden werdenZur Bestimmung eines Trennwertes/ Kriteriumswertes werden die Verteilungsparameter(Mittelwert und der Stichproben) der Stichproben verwendetJe nachdem für welche Stichprobe die Verteilungsparameter bekannt sind ergeben sich 3Möglichkeiten zur Bestimmung eines Trennwertes:Bei bekannten Verteilungsparametern der klinischen und nicht klinischen Stichprobe»C 1 = (Standardfehler0M1 + Standardfehler1M0) / (Standardfehler0 + Standardfehler1)Die Symptomatik sollte nach einer Behandlung so weit reduziert sein, dass die behandeltePerson näher am Mittelwert der nicht gestörten Population liegt, als an dem der gestörtenPopulation.Bei ausschließlich bekannten Verteilungsparametern der klinischen Stichprobe»C 2 = M1 - 2 Standardfehler1Das Ausmaß der Symptomatik sollte nach der Behandlung mindestens zweiStandardabweichungen unterhalb des Mittelwertes der zugehörigen kranken PopulationliegenBei ausschließlich bekannten Verteilungsparametern der nicht klinischen Stichprobe»C 3 = M0 + 2 Standardfehler0Das Ausmaß der Symptomatik sollte nach der Behandlung innerhalb von zweiStandardabweichungen vom Mittelwert der gesunden Population liegen
- Nenne die Instrumente der Prozessdiagnostik. Indirekt/ störungsübergreifend:•AT SYM (Änderungssensitive Symptomliste)•ASS SYM (änderungsssensitive Symptomlisten)•SCL 90 R (SymptomCheckliste90R)•Therapiestundenbogen (z.B. STEP)Indirekt/ störungsbezogen:•AKV (Fragebogen zu körperbezogenen Ängsten, Kognitionen und Vermeidung)•PAS (Panik- und Agoraphobieskala)•BDI (Becks-Depressions-Inventar)•H-Skala (Skalen zur Erfassung von Hoffnungslosigkeit)•IAF (Interaktions-Angst-Fragebogen)Direkt/ störungsübergreifend:•VFE-PT (Veränderungsfragebogen zum Entspannungserleben und Wohlbefinden-Psychotherapie)•VEV (Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens)Direkt/ störungsbezogen:•GAS
- Nenne Beispiele für Therapiestundenbögen und beschreibe eins ausführlich. •Störungsübergreifend + indirekt•Beispiele für TherapiestundenbogenStundenbeurteilung (Klient/Therapeut) Selbstbeurteilungsverfahren (SB K; SB T)Bielefelder Klienten Erfahrungsbogen (BIKEB)Klienten/Klientinnen StundenbogenStundenbogen für die Allgemeine und Differentielle Einzelpsychotherapie (STEP)STEP:•2 Versionen des STEPErleben einer Therapiesitzung im Einzelsetting durch die P atienten (STEP P)Darauf bezogene Fremdwahrnehmung der T herapeuten (STEP T )„Formales“•Beide Versionen des STEP sind inhaltlich parallel aufgebautJeweils 3 inhaltlich komplementäre Subskalen (K, P,Insgesamt 12 komplementär formulierte Items7 stufiges Antwortformat (1 = stimmt genau; 7 stimmt überhaupt)Die Subskalen•Jeweils 3 inhaltlich komplementäre Subskalen zu der in einer Sitzung erlebten bzw.wahrgenommenen…Motivationalen Klärung bei dem Patienten ( Klärungsperspektive , K )»Ist es dem Patienten gelungen, seine Perspektive zu verstehen / Einsicht zu gewinnen?STEP P K:K:„In der heutigen Sitzung habe ich mehr Einsicht in meine Person und ProblemeSTEP T K:K:„In der heutigen Sitzung gelang es dem Patienten mehr Einsicht in seine Probleme zuAktiven Hilfe zur Problembewältigung ( Problembewältigungsperspektive , P )»Wurden dem Patienten Hinweise/Anleitungen zur Problembewältigung gegeben?STEP P P:P:„Heute habe ich praktische Hinweise zur Bewältigung meiner SchwierigkeitenSTEP T P:P:„Heute habe ich dem Patienten Anleitungen zur ProblembewältigungTherapeutischen Beziehung ( Beziehungsperspektive , B )»Fühlt der Patient sich in der Therapiestunde gut aufgehoben?STEP P B:B:„Ich habe heute von dem Therapeuten Hilfe und UnterstützungSTEP T B:B:„Der Patient nahm heute meine Hilfe und UnterstützungAuswertung•Rohwerte mithilfe von Auswertungsschablonen bestimmenTransformation in T Werte und PRVerlaufsauswertung•Pro Skala werden die T Werte in das Profil eingetragenMan kann sich anschauen:»Wie sich die Subskalen im zeitlichen Verlauf verändert haben»Stimmen Einschätzungen des Patienten und Therapeuten überein?Wo liegen die Unterschiede?(Multi-Trait-Multi-Method-Analyse siehe Folien Tutorium, S.18-21)•Bei MTMM Analysen werden konvergente & diskriminante Validität verglichenDabei wird (kurz erwartet, dass konvergente Validität > diskriminante Validität+Bzgl. Diskriminanter Validität:»Korrelationen bei Heterotrait Monomethod > Heterotrait Heteromethod (Grund: Methodenvarianz)Gütekriterien•ObjektivitätBei instruktionsgemäßer Durchführung / Auswertung gegeben•ReliabilitätGute Reliabilität der Subskalen»Interne Konsistenzen liegen zwischen .76 und .91Profilreliabilität gegeben»Profilreliabilität = .66 (STEP P ) & . 71 (STEP T•ValiditätDreifaktorielle Struktur faktorenanalytisch replizierbarPrognostische Validität»Zufriedenheit mit der Sitzung»Längerfristigen Therapieerfolg bei depressiven Patienten
- Beschreibe das direkte, störungsbezogene Instrument. GAS: (Goal Attainment Scaling)•Störungsbezogen + direkt•Das GAS ist universell einsetzbarKann bei allen möglichen Störungen angewandt werdenKann auch in anderen Anwendungskontexten (z.B. Pädagogische Psychologie) angewandt werdenWieso ist das GAS störungsbezogen , wenn es doch bei vielen Störungen anwendbar ist?!Bei der Umsetzung bezieht das GAS sich auf die spezifische Störung !Unterschied GAS (störungsbezogen) und VEV (störungsübergreifend):»VEV wird für jede Störung in exakt gleicher Form gemachtEgal ob der Patient depressiv ist oder eine Angststörung hat » jeder Patient macht 1:1 denselben FB»GAS wird bei der Anwendung auf die jeweilige Störung bezogenGAS für Patient mit Depression sieht anders aus, als GAS für Patient mit Angststörung!
- Was ist die Intention der GAS? Intention•Spezifikation der InterventionszieleWarum?»Oft sind Ziele einfach nur eine Negation des Ausgangszustanden (sehr global/undifferenziert)Das macht es schwierig zu evaluieren, ob Ziele erreicht wurdenGAS will Interventionsziele „griffiger“ machenWie?»SituationsbezogenheitZiel soll sich auf eine bestimmte Situation beziehen (nicht allgemein)»VerhaltensbezogenheitWie möchte ich mich konkret verhalten?»Klientenbezogene RelevanzZiele müssen für den Klienten subjektiv bedeutsam sein » zu Commitment führen»Handlungsanleitende FunktionZ.B. in Situation XY sollte ich mich so und so verhalten•Definition von Kriterien der ZielerreichungWoran erkenne ich eine Besserung?•Quantifizierung der ZielerreichungBestimmten Zuständen Werte zuweisenVeränderung wird dadurch messbar•Objektivierung von Besonderheiten im Interventionsprozess•Vergleich unterschiedlicher psychotherapeutischer Strategien möglichGAS kann therapieschulübergreifend eingesetzt werdenGut geeignet für vergleichende Therapieforschung
- Wie ist die Vorgehensweise beim GAS? Bewerte die GAS zusammenfassend. •Konstruktion zu Behandlungsbeginn•Umfasst 3 Schritte:1.Schritt»Bis zu 5 Zielbereiche benennen…»…und diese entsprechend ihrer subjektiven Relevanz gewichten2.Schritt»Pro Zielbereich 5 Indikatoren (Kriterien) der Zielerreichung definieren und auf einer fünfstufigen Skala von 2 bis + 2 anordnenMerkmale dieser IndikatorenSubjektiv bedeutsam für den KlientenRepräsentativRealistischVerhaltensnahMessbar (objektiv Beschreibbar)3. Schritt»Patient kann dann in regelmäßigen Abständen (und am Ende der Therapie) die Zielerreichung in einem Wertebereich von 2 bis + 2 einschätzenDas GAS ist einvon Theorie und Methodik unabhängiges,kriteriumsorientiertes Verfahren mithoher Praktikabilität,einsetzbar für den Einzelfall zurProzess-und Erfolgskontrolle sowie zurvergleichenden Therapieforschung.Vorteile des GAS:•Patient ist aktiv eingebundenCommitment / Motivation»Patient kann sich mit den Zielen identifizieren!Vorgehen ist für den Klienten sehr transparent / nachvollziehbar•Gibt dem Patienten Feedback über dieZielerreichung (motiviert)•In verschiedenen Anwendungskontexten und für verschiedene Störungen anwendbar
- Welche Varianten gibt es in der kontrollierten Praxis, um Evaluation aufzuzeichnen? Fokus: intraindividuelle Merkmalsfluktuation>Beschreibung, Erklärung und Vorhersage der intraindividuellen Verlaufscharakteristik mittelsKasuistik /Einzelfalldarstellung1.Kasuistik / EinzelfalldarstellungVorläufer der experimentellen Einzelfallanalysehermeneutisch-epistemiologischeVorgehensweisequalitative Ausrichtungretrospektive Fallbeschreibungenkeine Spezifikation der Interventionkeine systematischen Messungen der Interventionseffekte>>weder intern noch extern valide>>zur Hypothesengenerierung geeignetKomparative Kasuistik(Jüttemann, 1990)Qualitativ vergleichende Betrachtung von EinzelfällenZusammenfassung von ähnlichen Fällen zu KleingruppenIdiographisch-nomothetischeForschungsstrategieZiel: Generierung von funktional relevanten Hypothesen zur>>Erklärung des Wirkzusammenhangs von Interventionsmaßnahmen,>>Entstehung differenzieller TherapieeffekteNahtstellte zwischen qualitativer Falldarstellung und quantitativer FallanalyseQuantitativelyinformedqualitative singlecasestudiesQualitativelyinformedquantitative singlecaseanalysesEinzelfallanalyseBeobachtung einer spezifizierten Interventiongroße Bandbreite im methodischen VorgehenVorwiegend Dokumentationenpsychotherapeutischer Falldarstellungenmehrheitlich deskriptiv ausgerichtet mit prä-post Messungkeine KontrollbedingungZiel: Dokumentation des Behandlungsverlaufs>>Entwicklung von Dokumentationssysteme>>Figurationsanalyse von Grawe et al.EinzelfallexperimentIst „ein planmäßiges und replizierbares Verfahren, bei dem durch systematische Variation der unabhängigen Variable (Intervention) und Konstanthaltungmanderer Bedingungen die Veränderung der abhängigen Variable im zeitlichen Verlauf über zahlreiche Messzeitpunkte registriert werden kann“ (Fichter, 1989).
- Beschreibe das Einzelfallexperiment zur kontrollierten Praxis. Welche Merkmale sind für das Erhebungsdesign zu beachten? Was können die Validität beeinflussende Faktoren sein? •Übertragung des experimentellen Ansatzes auf den Einzelfall•Behandlungen durch klassische experimentelle Designs in ihrer Wirksamkeit prüfenHat das Ziel, die interne Validität zu sichern»Veränderungen in der Symptomatik sind wirklich auf die Behandlung zurückzuführenMerkmale des ErhebungsdesignsAnzahl der verschiedenen Phasen im Untersuchungszeitraum,Sequenz der Wiederholungen dieser Phasen,Anzahl der Messungen an verschiedenen Versuchspersonen zum gleichen Zeitpunkt,der Anzahl der pro Phase zu erfassenden Variablen,Auswahl der Bezugsgrößen undBei Interventionsstudien: Veränderungen der Anforderungen in der ZeitDie Validität beeinflussende Faktoren von EinzelfallexperimentenZwischenzeitliche GeschehenReaktive InterventionInterferenz multipler InterventionenInstrumentationInstabilitätExperimentelle EinbußenInteraktion von Selektion und anderen Störfaktoren
- Nenne und beschreibe die verschiedenen Designs für Einzelfallexperimente und gib Kritik. •Ausblendungsdesign•Sequentielles VorgehenBaseline A -> Intervention B -> Baseline A -> Intervention BErhebung einer stabilen Baseline->Einführen einer Intervention->Intervention wirdausgesetzt->Baseline wird wiederhergestellt->Intervention wird erneut eingeführt•Idee dahinter:Zeigt die AV gleichzeitig mit dem Einsetzen der Behandlung eine Veränderung……und ist diese beim Absetzen der Behandlung…und mit der Wiedereinführung der Behandlung replizierbar…dann lässt sich ein funktionaler Zusammenhang zwischen Behandlung und AV herstellen!Kritik?•Baseline Phase ist anfällig für StörvariablenUnklar, ob während der Baseline irgendetwas passiert ist (zwischenzeitliches Geschehen), was Auswirkungen auf die AV hatBei zweiter Baseline evtl. auch Hangover Effekte von davorliegender Interventions Phase•Ethisch problematisch eine Intervention (egal bei welchem Krankheitsbild) absichtlichabzusetzen, nur um eine weitere Baseline zu bekommen•Problematischer Widerspruch zwischen Theorie und Praxis!>>Theorie»Annahme, dass jedes problematische Verhalten / Erleben wie ein Lichtschalter an und ausgeschaltet werden kann»Hangover Effekte gibt es in der Theorie nicht>>Praxis»Manche Verhaltensweisen sind kaum/nicht reversibelZ.B. das Sprechen bei einem vor der Behandlung stummen autistischen Kind»Hangover Effekte werden erwartet und sind erwünscht!Zeigen, dass die Behandlung langfristig erfolgreich ist•Extendiertes Ausblendungsdesign•Untersuchen, ob eine kombinierte Behandlung günstiger ist als eine isolierte BehandlungBaseline (A) ->Intervention 1 B-> Intervention 1(B)+Intervention 2(C)->Internvetion 1 (B) ->Intervention 1(B)+Intervention 2(C)•Ermöglicht eine Aussage…zur Wirksamkeit von Intervention 1 allein+Zum Interaktionseffekt von Intervention 1 & Intervention 2Problem/Kritik?Keine Aussage über die Wirkung von Intervention 1(C) allein!•Multiples Baseline Design•Merkmal:Es gibt mehrere ZeilenDie Intervention setzt für die verschiedenen Zeilen zeitlich verzögert ein•Im Allgemeinen werden 3 Formen unterschiedenMultiples Baseline Design über VerhaltensweisenMultiples Baseline Design über PersonenMultiples Baseline Design über SituationenMultiples Baseline Design über Verhaltensweisen•Untersucht werden:Verschiedene unabhängige Verhaltensweisen…einer Person...…in der gleichen Situation•Für jedes Zielverhalten wird die Intervention zu einem anderen Zeitpunkt eingeführtMultiples Baseline Design über Personen•Untersucht wird…dasselbe Verhalten……in derselben Situation…bei mehreren Personen•Für jede Person wird die Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt•Beispiel: Esstempo (Verhalten) bei gemeinsamen Mahlzeiten auf der Station (Situation) bei 3 verschiedenen Magersuchtpatienten (A, B,C)Multiples Baseline Design über Situationen•Untersucht wird…dasselbe Verhalten……einer Person…in verschiedenen Situationen•Für jede Situation wird die Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt•Beispiel: Esstempo (Verhalten) bei einem Magersuchtpatienten (Person) bei gemeinsamen Mahlzeiten auf der Station (Situation 1) und isolierten Mahlzeiten im Zimmer (Situation 2)Multiples Baseline Design: Vor und NachteileVorteile•Untersuchung der Effektivität über verschiedene Verhaltensweisen, Personenoder Situationen hinweg möglich•Bei Designs über mehrere Verhaltensweisen (bzw. Situationen)Untersuchen, ob die Behandlung von Verhalten A (bzw. Situation A) bereits etwas an der Baseline von Verhalten B (bzw. Situation B) ändertNachteile•Problematischer Konflikt zwischen Theorie und PraxisWenn sich durch Behandlung von Verhalten A (bzw. Situation A) bereits etwas an der Baseline von Verhalten B (bzw. Situation B) ändert… >>für Theorie schlecht, da Verhalten/Situation unabh. voneinander sein sollten und experimentelle Kontrolle nicht mehr gegeben ist>>für Praxis gut, da dies für Generalisierung und Transfer spricht•Kombiniertes Design (Design mit multiplen Kontingenzen)•Hier werden die verschiedenen Design Typen, zu einem großen Design kombiniertBeispiel:schizophrener Patient, der zum Sprechen aufgefordert wird•Was wurde hier alles kombiniert?AusblendungsdesignMultiples Baseline Design über verschiedene VerhaltensweisenMultiples Baseline Design über verschiedene Situationen
- Worauf sollte man achten, wenn man selbst ein Einzelfalldesign entwerfen soll? •Am besten immer ein kombiniertes Design entwerfen!•Woran sollte man dabei denken?Mehrere VerhaltensweisenIn mehreren Situationen(Mind. 2 Designtypen kombiniert)Design muss zur Fallbeschreibung passen»Z.B. Interventionen aus Aufgabenstellung einbauen»Sinnvolle Verhaltensweisen / Situationen»Usw.•2 Möglichkeiten, wie man vorgehen kann:1. Das Design zeichnen2. Das Design (ausführlich!) beschreiben
- Beschreibe das 4-Phasen-Prüfmodell nach Krampen für die klinisch-psy. Interventionsforschung. Phase 0 Entwicklungsphase1.Andere Bezeichnung:•Erfindungsphase2.Methoden:•Illustrative Fallbeschreibung / Kasuistik3.Definition:•Erfahrungsbericht mit klinischer RelevanzEntwicklung neuer Interventionsmethoden oder neuartigerKombinationen bekannter Interventionsmethoden auf Grund von…Klinischen BeobachtungenTheoretischen ÜberlegungenUnsystematischer ErprobungPlausibilitätserwägungen4.Ziel/Funktion:•Entwicklung neuartiger / Weiterentwicklung bestehender BehandlungsmethodenUnter Berücksichtigung von innovativen Studien mit heuristischem WertPhase 1 Erkundungsphase1.Andere Bezeichnung:•Pilot Phase2.Methoden:•Feldstudie und FeldexperimentAnalog Studie mit nicht klinischen Stichproben und/oder Abweichungen von der klinischen Praxis in z.B. Setting oder StörungsgradVor experimentelle Designs mit Patienten ohne VergleichsgruppeQuasi experimentelle Designs mit Patienten (ohne Randomisierung)Systematische Einzelfallstudien mit Patient und Bedingungsvariation3.Definition:•Systematischer Einsatz und empirische Prüfung von Interventionsmethoden ohne Randomisierung4.Ziel/Funktion:•Erkundung der (Neben --)Effekte von Behandlungsmethoden bei (un-)auffälligen ProbandenPhase 2 Randomisierte Studien1. Andere Bezeichnung:•Wirksamkeitsstudie•Efficacy Study•Randomized control trials (RCTs)2.Methoden:•Experimentelle Designs mit randomisierter Zuordnung von Patienten zu minimal zwei Gruppen, z.B.Behandlungsgruppe vs. unbehandelte KGBehandlungsgruppe vs. Vergleichsgruppe mit Standardbehandlung3.Definition:•Prospektive kontrollierte Studie mit Patienten zur therapeutischen Wirksamkeit mit gezielter Hypothesenprüfung in einem standardisierten Setting4. Ziel/Funktion:•Gewährleistung der internen Validität von Behandlungsmethoden durch randomisierte StudienPhase 3 Testphase, 3A Multi Center Studien, 3B Meta Analysen1.Andere Bezeichnung:•Experimental treatment trials2.Methoden:• Multi Center Studie und MetaanalyseProspektive Verbundstudie (prospective multicenter study ):Prüfung im Großversuch: Behandlungsmethode wird in mehreren Settings nach demselben experimentellen Design mit (sehr) großen Patientenstichproben geprüftMetaanalyseAggregation der Befunde vieler experimenteller Studien3.Definition:•Prüfung einer Behandlungsmethode im echten kontrollierten Großversuch (3A: Multi Center Studie) oder im aggregierten Großtest (3B: Metaanalyse) an großen Patientenstichproben inmehreren Settings4.Ziel/Funktion:• Sicherung der externen Validität von BehandlungsmethodenPhase 4 Praxiskontrolle1. Andere Bezeichnung:• Versorgungsforschung•Praxistest unter Routinebedingungen•Studie zur Qualitätskontrolle, sicherung•Und noch ein paar mehr…2.Methoden:•Vor und quasi experimentelle Studien unter Routinebedingungen der Anwendungspraxis•Ökologisch valide Studien•Naturalistische Forschung3.Definition / 4. Ziel/Funktion:•Prüfung der Bewährung einer Interventionsmethode unter alltäglichen Anwendungs und PraxisbedingungenPhase 5 Prävention, Rehabilitation, Persönlichkeitsentwicklung1.Andere Bezeichnung:•Prevention trials•Quality of life trials2.Methoden:•Empirische / experimentelle Studien und Metaanalysen zu:Primär präventiven klinisch psychologischen Interventionen zur Reduktion von Inzidenz und PrävalenzTertiär präventiven (rehabilitativen) klinisch psychologischen InterventionenKlinisch psychologische Interventionen zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung (personal growth )3.Definition:•Empirische Evaluation klinisch psychologischer Interventionen…Zum Aufbau von Schutz und Resilienzfaktoren,Zum Abbau von Vulnerabilitäts und RisikofaktorenZur Förderung der Selbstaktualisierung bei Patienten und Gesunden4.Ziel/Funktion:•Berücksichtigung von Studien zur primären und tertiären Prävention sowie zur Persönlichkeitsentwicklung
- Was sind die Funktionen des erweiterten 4-Phasen-Prüfmodells nach Krampen? Berücksichtigung von innovativen Studien mit heuristischem WertErkundung der (Neben-)effektevon Behandlungsmethoden bei (un-)auffälligen Pbn.Gewährleistung der internen Validität von BehandlungsmethodenSicherung der externen Validität von BehandlungsmethodenBewährungsprobe von Behandlungsmethoden unter Routinebedingungen der AnwendungspraxisBerücksichtigung von Studien zur primären und tertiären Prävention
- Sortiere den Assessmentzielen eine Fragestellung und diagn. Methode zu. 1.BeschreibungSelektionHat eine bestimmte Person ein Problem?Ist eine differenzierte Diagnostik erforderlich? Liegt eine Störung mit Krankheitswert vor?Problembeschreibung>>Screening>>Beschwerden-Liste, z. B. ASS-SYM2. StatusdiagnostikKlassifikationWelcher Störungsgruppe lässt sich der Patient zuordnen?>>Klassifikatorische Diagnostik mittels diagnostischer Interviews nach DSM oder ICD3.ErklärungWie lässt sich das Problemverhalten spezifizieren? Wie ist es zustande gekommen? WelcheBedingungen erhalten das Problemverhalten aufrecht?>>Anamnese, VerhaltenstheoretischeDiagnostik, Psychometrische störungsbezogene dimensionale Diagnostik (ggf.S & F), Plananalyse4. PrognoseWie wird sich das Problemverhalten entwickeln? Welche Zeile strebt der Patient an? Was soll sich verändern? Welche Ressourcen hat der Patient? Welche therapeutische Behandlung ist indiziert? Wie wahrscheinlich ist eine erfolgreiche Therapie?>>GoalAttainmentScaling(GAS)>>Diagnostik der Ressourcen undTherapiemotivation5. Evaluation (formativ/Summativ)Ergebensich Veränderungen im Therapieverlauf?Welche allgemeinen und spezifischen Veränderungen werden erreicht?>>Störungsbezogene Diagnostik(ggf. S & F), GAS, Tagebuch, Therapiestundenbogen