12
Einführung in die theoretische Philosophie (Subject) / 4. Wissenschaftstheorie (Lesson)
D-N Modell
I-S Modell
H-D Modell
Karl Poppers
Positionen
Falsifikationismus
Humes Kausalitätskritik
Goodmans Erkenntnisse
This lesson was created by AKeyn.
Advertisement
- Was besagt das Deduktiv- Nomologische Modell hinsichtlich strukturellen Beschaffenheit wissenschaftlicher Erklärungen? Wissenschaftliche Erklärung: - Explanandum: = logisch valide Konklusion eines Arguments = Prämissen enthalten eine oder mehrere korrekte Verallgemeinerungen = entsprechende Rand- oder Initialbedingunen
- Kerncharakter des D- N Modells Konklusion = Explanandum, das zu Erlärende = ergibt sich logisch zwingend aus dem Explanas Prämissen = Explanas, die Erklärung = gültig annerkannte Verallgemeinerung(en) (Naturgesetze) = Rand-, bzw. Initialbedingungen (Instanziierung der Verallgemeinerung)
- Probleme des D-N Modells Kausale Asymmetrie: Wenn P Q erklärt, erklärt Q nicht P Wenn mehrere Wirkungen dieselbe Ursache haben, kann man nicht die eine Wirkung durch die andere erklären (Wenn P Q&R erklärt, erklärt Q nicht R) Ein vergangenes Ereignis kann in der Wissenschaft nicht mit gegenwärtigen oder zukünftigen Bedinungen erklärt werden.
- Kerncharakter des Induktiv- Statistischen Modells Konklusion= Explanandum, das zu Erklärende = aus statistischen Zusammenhang induktiv abgeleitet Prämissen= Explanas, das Erklärende = statistische Informationen Eplanas <-----Wahrscheinlichkeitsverhältnis----------> Eplanandum Erfolg: - gesamtes zur Verfügung stehendes Wissen wird berücksichtigt
- Probleme des I-S Modells - Höhe der Wkt. für einen statistischen Zusammenhang allein ist nicht entscheidend für den Erfolg einer Erkärung (siehe Tumor, nur weil man Kopfschmerzen hat) - Unterscheidung zwischen relevanten und irrelevanten Einflüssen muss getroffen werden -> nur relevante Einflüsse für statistische Erklärung erfolgreich -> Erklärungszusammenhang muss im Hinblick auf die Wkt. seiner Alternativen evaluiert werden
- Kerncharakter des Hypothetisch-Deduktiven Modells - keine Erklärungen - Bestätigung von Hypothesen - Prämisse= die zu stützende Hypothese + beobachtbare Instanz (+ weitere Hypothesen) - Konklusion: beobachtbare Konsequenzen Grundannahme des Verifikationismus: Eine Hypothese lässt sich durch Beobachtung ihrer Instanzen (teilweise) bestätigen.
- Probleme des H-D Modells Problem des Verifikationismus (Rabenparadoxie) Problem der statistischen Analyse: Statistische Hypothesen lassen sich hier nicht so leicht überprüfen. Problem der Alternativhypothesen: Jedes beobachtbare Resultat eines H-D Tests bestätigt nicht nur die zu stützende Hypothese, sondern ein beliebige Vielzahl anderer, mitunter im Widerspruch stehender Hypothesen.
- Karl Poppers Position zum (1) klassischen Bild wissenschaftlicher Hypothesenbildung (2) der Bestätigung (1) Wissenschaft beginnt nie mit Beobachtungen (induktiv), sondern immer mit Vermutungen (deduktiv) (2) Beobachtungen können nie die Wahrheit wissenschaftlicher Hypothesen begründen (Verifikation), wohl aber ihre Falschheit (Falsifikation). Hypothesen lassen sich gar nicht verifizieren, allenfalls falsifizieren. -> Ziel: Hypothesen durch negative Beispiele zu Fall zu bringen (Falsifikationismus)
- Humes Kritik des Kausalitätsbegriffes - Kausalität nicht empirisch, sondern metaphysischer Begriff - kommt in unserer Erfahrung nicht vor - Wir projizieren lediglich ein Kausalverhältnis auf bestimmte Korrelationszusammenhänge
- Was wir tatsächlichen wahrnehmen (statt Kausalität) - temporale Asymmetrie zwischen Ursache und Wirkung - raum-zeitliche Nähe - wiederholbaren Ablauf der Ereignisse
- Advertisement
- Goodmans Erkenntnisse und Lösung Erkenntnisse: 1. Nicht immer ist es rational, von der Beobachtung einzelner Fälle auf noch nicht beobachtete Fälle zu schließen. 2. Nicht-projizierbare Prädikate sind weit verbreitet und lassen sich leicht kontruieren. Lösung: Verankerung -> gutartige Projektionen enthalten wissenschaftlich verankerte Prädikate -> inakzeptable Projektionen enthalten nicht wissenschaflich verankerte Prädikate gut verankert= häufig verwendet
- Induktive Argumente vs. Deduktive Argumente erkenntniserweiternd vs. nicht erkenntniserweiternd nicht notwendig wahr vs. notwendig wahr nicht erosionsbeständig vs. erosionsbeständig graduell vs. absolut