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Quantitative und Qualitative Bildungsforschung (Subject) / StEG-Studie (Lesson)
- 1. StEG-Studie Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen – StEGZweite Phase (2012-2015) Der flächendeckende Ausbau von Ganztagsschulen war und ist eine der größten Reformen imdeutschen Schulwesen. Er wurde insbesondere durch das Investitionsprogramm »Zukunft Bildung undBetreuung« (2003 bis 2009) des Bundes und durch verschiedene Programme in den Ländern massiv gefördert. Als die »Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen« (StEG) 2005 startete, lag der Anteilder schulischen Einrichtungen, die ganztägige Bildung und Betreuung anboten, bundesweit bei 28 Prozent; bis 2015 hat er sich auf 59,5 Prozent mehr als verdoppelt. Inzwischen nutzt mehr als ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland schulische Ganztagsangebote. Die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen - StEG ist ein länderübergreifendesForschungsprogramm zur Entwicklung von Ganztagsschulen- und Angeboten in Kooperation des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), des Deutschen Jugendinstituts (DJI), des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Technischen Universität Dortmund sowie der Justus- Liebig-Universität Gießen, das die Entwicklung seit 2005 wissenschaftlich begleitet und evaluiert. In der ersten Förderphase von StEG (2005 bis 2011) wurde festgestellt: Die Teilnahme am Ganztag kann das Sozialverhalten, die Schulfreude und die Schulnoten verbessern und die Gefahr der Klassenwiederholung verringern. Das gelingt aber nur unter bestimmten Bedingungen, nämlich wenn die Qualität der Angebote gut ist, wenn die Angebote ausreichend häufig genutzt werden und wenn das Beziehungsklima an der Schule stimmt. Die zweite Phase des Forschungsprogrammes konzentriert sich auf die Bedingungen, die für die Wirkung von Ganztagsschulen verantwortlich sind. Es soll ermittelt werden, wie sich die Teilnahme am Ganztag auf die Lernentwicklung von Schülerinnen und Schülern auswirkt, wie die Teilnahme die Schullaufbahn und den weiteren Bildungsweg beeinflusst und wie die außerschulischen Angebote gestaltet sein müssen, damit die angestrebten Wirkungen auch tatsächlich erzielt werden. Die Studie geht in der zweiten Phase auf die Ergebnisse und Befunde sowie offenen Fragen der ersten Phase ein. Die zweite Phase besteht aus dem Systemmonitoring in den Jahren 2012 und 2015 sowievier Teilstudien, welche die Qualität und Wirkung von Ganztagsangeboten untersuchen. Die Studien ergänzen sich gegenseitig und weisen inhaltliche Verknüpfungen auf, so dass die Ergebnisse der einzelnen Teilstudien wechselseitig genutzt werden können.
- 2. StEG-Studie: Ziele und Design SYSTEMMONITORING 2012 Schulleitungsbefragung -> Organisation & Strukturen, schulische Ressourcen, pädagogische Konzeption und Schulentwicklung - Angebot und Teilnahme StEG-P - ENTWICKLUNG GRUNDLEGENDER FÄHIGKEITEN Ziel: Qualität der Angebote & Effekte auf die Kompetenzentwicklung Zielgruppe: Primarstufe Design: längsschnittlich StEG-S - LESEVERSTÄNDNIS UND SOZIALE FÄHIGKEITEN Ziel: Qualität der Angebote & Effekte auf die Kompetenzentwicklung Zielgruppe: Sekundarstufe Design: längsschnittlich StEG-A - ALLTAG HINTER DEN DATEN Ziel: Effekt der Ganztagsschulteilnahme auf Bildungsverläufe Zielgruppe: Sekundarstufe Design: retrospektiv StEG-Q - STABILITÄT VON BILDUNGSVERLÄUFEN Ziel: Qualitätive Erfassung der Angebotsentwicklung und -wirkungen Zielgruppe: Primar- und Sekundarstufe Design: längsschnittlich SYSTEMMONITORING 2015 Schulleitungsbefragung -> Organisation & Strukturen, schulische Ressourcen, pädagogische Konzeption und Schulentwicklung - Angebot und Teilnahme
- 3. StEG-Studie: Zielgruppe * Schülerinnen und Schüler der Primarstufe und der Sekundarstufe 1 * Eltern * Lehrkräfte * Schulleitungen * weiteres pädagogisch tätiges Personal * Kooperationspartner -> insgesamt mehr als 50.000 Personen an 300 Schulen
- 4. StEG-Studie: Methoden * Online-Befragungen mit standardisierten Fragebögen * Kompetenztests * Einzelinterviews * Gruppendiskussionen * telefonische Folgebefragungen
- 5. StEG-Studie: Wichtige Erkenntnisse * die Mehrheit aller deutschen Schulen wird als Ganztagsschulen mit einem breiten Bildungs- angebot betrieben -> fachbezogene Angebote, Förderangebote, Kultur- u. Sportangebote, Berufsbildungsangebote usw. * uneinheitliche Umsetzung der Ganztagsschulmerkmale durch die einzelnen Bundesländer -> dadurch unterschiedliche Definition, Ausgestaltung und Konzipierung * Kooperationen mit außerschulischen Partnern (Sport, Ki-Ju-Hilfe, kulturelle Bildung) * Schulleitungen sehen die materielle, personelle u. räumliche Ausstattung der Schulen meist als genügend an * durchschnittlich nimmt die Hälfte der Schüler am Ganztag teil * Ganztagsangebote fördern die psycho-soziale Entwicklung (Sozialverhalten, Motivation, Selbstbild), wenn die Qualität hoch ist * Teilnahme an einzelnen Förderangeboten hat keinen messbaren Effekt auf fachl. Leistungen * je älter Schülerinnen u. Schüler werden, desto weniger nehmen sie Angebote in Anspruch * Interessen ändern sich im Laufe der Schulzeit (Sekundarstufe 1 - Sport-, Musik-, Medien- und Technikangebote oder Kurse zu Gesundheit und Ernährung. Später: Lernangebote, Angebote zur Beruforientierung sowie zum sozialen Engagement * dauerhafte Nutzung kann Noten verbessern und Klassenwiederholungen verringern * dauerhafte Teilnahme unterstützt am Ende der Schulzeit beim Übergang in weiterführende Schulen oder die Berufsausbildung * positive Wirkungen auf Schulnoten, Motivation, Lernbereitschaft, Schulfreude und das prosoziale Verhalten sind abhängig von Angebotsqualität und Regelmäßigkeit d. Teilnahme * Angebotsqualität hat eine sehr große Bedeutung -> zeichnen sich die Angebote durch eine hohe Qualität aus, erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer individuelle Anerkennung, kognitive Aktivierung und Partizipationsmöglichkeiten. Ebenfalls spielt ein gutes Schulklima sowie eine gute Schüler-Lehrer bzw. Schüler-Betreuer- Beziehung eine wichtige Rolle * freiwillige Teilnahme an Angeboten kann schulische Leistungen fördern * Atmosphäre in außerschulischen Angebote wird als positiv beschrieben, da lockerere Regeln gelten als im Unterricht * Außerschulische Angebote und Unterricht sind nur an jeder zwetien Schule miteinander verknüpft * Es besteht weiterhin Entwicklungsbedarf in Hinsicht auf die mit dem Ganztagskonzept verfolgten Ziele und auch in in der Verknüpfung von Angeboten und Unterricht
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