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Einführung in die theoretische Philosophie (Subject) / 1. Argumente (Lesson)
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- Was ist eigentlich ein Argument? inhaltlich: Stützung einer Überzeugung durch Gründe formal: Aneinanderreihung von Aussagen
- Wann ist ein Argument formal gültig? - Informationen der Konklusion sind in den Prämissen enthalten - Konklusion folgt logisch aus Prämissen - Prämissen wahr -> Konklusion wahr - Konklusion kann nicht falsch sein, wenn die Prämissen wahr sind
- Modus ponens p Umkehrung ungültig p -> q _________ q
- Wann ist ein Argument material gültig? Ein Argument ist material gültig, wenn alle Prämissendes Arguments anerkannt werden.
- Indirekter Beweis (Reductio ad absurdum) BeimIndirekten Beweis wird eine Aussage argumentativgestützt , indem gezeigt wird, dass aus ihrer Negation einWiderspruch zu einer anerkannten These folgt
- (Sprach --)Probleme in der Argumentation Scheinbehauptung•Äquivokation•Widerspruch & Antinomie•Paradoxie•Dilemma•Petitio Principii & Circulus Vitiosus
- Scheinbehauptungen/Begriffe Aussagen und Begriffe, denen jede Anwendungsbedingungenfehlen und die in keinem Kontext korrekt oder inkorrekt , bzw. adäquatoder inadäquat sind. Dies kann aufgrund unzureichender oderfehlender Definition des Begriffs oder Erklärung der Aussagegeschehen.Beispiele:Mir geht‘s heute richtigschnurbelWenn das Nichtsnichtet , etwast das Etwas.
- Äquivokation Äquivokation ist ein Fehlschluss, der zustande kommt, wenn einWort auf Grund von Vagheit oder Mehrdeutigkeit (Ambiguität) innerhalb einesArguments verschieden verwendet wird. Vagheit: Wort hat keine starren Anwendungsbedingungen; Adäquatheit des Objektbezugs ist vom Kontext abhängig (Beispiel: „Mann“ im biologischen, soziologischen oder psychologischen Kontext) Mehrdeutigkeit: Wort hat in verschiedenen Kontexten unterschiedliche Bedeutungen (Beispiel: „Schluss“ im Kontext der Argumentation oder im Kontext der Beendigung)Beispiel:P1Alle Mäuse sind SäugetiereP2Manche Mäuse haben USB AnschlussKManche Säugetiere haben USB Anschluss
- Was ist eigentlich eine Definition xD ? Eine Definition stellt eine Identitätsbeziehung zwischen einem zudefinierenden Begriff (dem Definiendum ) und einem odermehreren anderen definierenden Begriffen (dem Definiens ) her. Definiend U m = der z U definierende Begriff•Definiens = die definierenden Begriffe (die genauere Beschreibung)•Explikand U m = der z U explizierende Begriff•Explikat = die explizierenden Begriffe (die genauere Beschreibung)
- Definitionstypen Nominaldefinition Realdefinition Rekursive Definition Ostensive Definition
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- Nominaldefinition Notwendig wahre, konventionell eingeführte Abkürzung mit einemoftmals willkürlich gewählten Definiendum ( true by convention ) (Bsp:Ein Pedometer ist eine Apparatur, die Fußschritte zählt)
- Realdefinition Zurückführung eines im Gebrauch befindlichen Begriffes aufgrundlegendere/verständlichere Begriffe; eine Realdefinition kann sichals falsch herausstellen, da ihr Wahrheitswert vom jeweiligenKenntnisstand abhängt ( true by facts ) (Bsp: Wasser ist H2O)
- Rekursive Definition Induktiv aufgestellte Regel bestimmt alle weiteren Anwendungsfälle(Bsp: 0 = natürliche Zahl. Wenn N = nat. Zahl, so auch N+1. Nichtssonst ist eine nat. Zahl)
- Ostensive Definition Definition durch hinweisendes Aufzeigen der Anwendungsfälle (Bsp:„Das hier ist ein
- Was ist eine Explikation? Beispiel:Mensch1 : biolog .) Säugetier, höherer PrimatMensch2 : (phil.) Federloser Zweibeiner Explikationen stellen keine Identitätsbeziehungen her, sondernspezifizieren einen Begriff ( Explikandum ), indem sein jeweiligerAnwendungskontext bestimmt wirdEine Explikation ist nicht „wahr“ oder „falsch“, sondern adäquat, bzw. inadäquat.
- Adäquatheitsbedingungen einer Explikation Explikat und Explikandum brauchen ähnliche Anwedungskontexte•Explikat ist exakter als Explikandum•Explikat ist fruchtbarer als Explikandum•Explikat ist einfacher als Explikandum
- Antinomie Entsteht, wennzwei gleichermaßen gut begründete Aussagenim Widerspruch zueinander stehen
- Ex Falso Quodlibet Aus einemwidersprüchlichen System vonAussagen ist jede beliebige Aussage ableitbar . Esist daher unbrauchbar
- Paradoxien Eine wohlbegründete Theorie, bzw. Konklusion stehtimWiderspruch zum Common Sense , also zur allgemeinakzeptierten, landläufigen Meinung.
- Petitio Principii: Ein Argument verwendet einebeweisbedürftige AussageBeispiel:P1Alle Männer mögen Kartoffelsalat ( beweisbedürftige Aussage )P2Mein Vater ist ein MannKMein Vater mag Kartoffelsalat
- Circulus Vitiosus Mindestens eine Prämisseeines Arguments enthält bereits die KonklusionBeispiel:P1Alle Männer mögen KartoffelsalatP2Mein Vater ist ein Mann, der Kartoffelsalat mag ( enthält bereits die KonklusionKMein Vater mag Kartoffelsalat
- Notwendige Bedingungen … sind diejenigen Merkmale, die jedes Exemplar, dasunter den zu definierenden Begriff (Definiendum) fällt,auch tatsächlich besitzt.
- Hinreichende Bedingungen … sind diejenigen Merkmale, die, wenn siegemeinsam gegeben sind, ausschließlich zuExemplaren des zu definierenden Begriffs(Definiendum) führen.
- Wissen ist... ... wahre, gerechtfertigte, Überzeugung?
- Ein performativer Widerspruch besteht, wenn... ...die Wahrheit einer Aussage ihre Falschheit,- die Falschheit einer Aussage ihre Wahrheit,- die Bejahung einer Frage ihre Verneinung, oder- die Verneinung einer Frage ihre Wahrheitvoraussetzt.
- Rabenparadox- Annahmen der Bestätigungstheorie (1) Ein Gesetz wird durch die Beobachtung seinerInstanzen bestätigt. (2) Die Bestätigung eines Gesetzes hängt von seinemInhalt ab, nicht davon, wie es formuliert wird.
- Verifikationismus Hypothesen werden durch positive Instanzen bestätigt.
- Äquivalenzbedingung: Beobachtungen, die einelogisch äquivalente Aussage bestätigen, bestätigen auch dieursprüngliche Aussage.
- Alle Raben sind schwarz ... daraus folgt? <--> Alle nichtschwarzen Dinge sind keine RabenBzwBeobachtungen von nichtschwarzen Objekten, die keine Raben sind, bestätigen die HypotheseAlle Raben sind schwarzEs handelt sich um eine Paradoxie, da aus gut begründeten Annahmen (einer Theorie)Folgerungen abgeleitet werden können, die tief verankerten Annahmen des Common Sensewidersprechen.