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Allgemeine Didaktik Mittelschule 2. Semester (Subject) / 8. Entwicklungslogische Didaktik- Feuser (Lesson)
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- Lernen ist Tätigkeit Lernen ist Bedingung, Komponente und Ergebnis von Tätigkeit • Bedingung: weil Bildung und Realisierung von Zielen immerWissen über Gegenstände etc. voraussetzt • Komponente: da in jeder Art von Tätigkeit immer auch wasüber den Gegenstand etc. gelernt wird • Ergebnis: ohne eigene Tätigkeit/Aktivität kommt es zu keinemLernergebnis Lernen setzt Tätigkeit und Tätigkeit setzt Lernen voraus
- Was ist Tätigkeit? „ist die spezifische menschliche Form der Aktivität, derWechselwirkung mit der Welt, in der der Mensch diese undzugleich sich selbst verändert“ • Kooperation• durch den Akt der Wechselwirkung entsteht eine neue,zwischen den Agierenden, tätigen Menschen sichorganisierende Tätigkeit – die erst durch die Kooperationerzeugt wird
- Struktur von Tätigkeit In der Auseinandersetzung mit einem Thema, das ich mir über ein Buch erschließe, bildet sich der Gegenstand. In der weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema veränder ich den Gegenstand.
- Lerntätigkeit Intentionale, bewusste Aktivität des Menschen, gerichtet auf dieAneignung menschlicher Kultur • Menschliches Lernen ist gekennzeichnet durch Anpassung anvorhandenes gesellschaftliches Wissen – durch Aneignung vonWissen Anpassung an Gesellschaft möglich • Momentan auch Wissen an die Bedürfnisse der Menschenangepasst nicht nur Übernahme von Wissen ausvorhergehenden Generation • Anpassung erfolgt im Prozess des Handelns selbst - Lerntätigkeit verändert Subjekt und Objekt
- Entwicklung der Lerntätigkeit - nur in Kooperation von Lernern und Lerenden (nicht zwingend LK) - bevor Komplexes intrapersonell (im eigenen Kopf) verankert werden kann, muss es interpersonell ( mit anderen) erfahren werden - Kooperation erwächst aus der Unmöglichkeit für das Individuum, welches auf sich allein gestellt ist, sich die menschliche Kultur anzueignen -> Kooperation aus Eigennutz
- Handlung ist nicht gleich Tätigkeit ...aber unterstützend - Bedürfnis...Befriedigung...Ziel - Handlung hat ein Anfang und ein Ende - geplant, bewusst, kontrolliert
- Interiorisation (gedankliche Erarbeitung einer Handlung , die im Lernprozess, ausgehend von der Handlung mit Gegenständen, über deren bildhafte und daran anschließende lautsprachliche Darstellung, zur eigentlichen Denktätigkeit führt) - Sprache zum Werkzeug des Denkens - zwischen Denken und Handeln Sprache als Vermittlung - Tätigkeit zunehmend auf Gedankenebene - über gemeinsame Tätigkeit Wirkung auf Objekt und Kooperation Materielle Handlung: am realen, materiellen Gegenstand Materialisierte Handlung: Bilder, Zeichen, Modelle Äußere Sprache ohne Gegenstände: mit sich selbst reden Innere Sprache: Gedanken
- Lerngegenstand Lerngegenstand ist veränderbar und anders denkbar• Enthält verschiedene Perspektiven - Es gibt nicht den alleinigen „richtigen“Blick• Seine Veränderbarkeit ist die bedeutungsvollste Eigenschaft desLerngegenstandes• Man muss mit dem Lerngegenstand praktisch handeln, ihn erproben,verändern, ihn verfremden können, um ihn ganzheitlich erfassen zukönnen• Ohne individuelle, handelnde Aneignungsformen kann Bildung nichtgelingen• Der Lerngegenstand braucht Kommunikation, Austausch, um verschiedeneSichtweisen erkenn- und verstehbar zu machen, denn das Verstehen selbstist nur kommunikativ denkbar• Die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand dient der Entwicklung• Der „Lernstoff“ wird in der Tätigkeit mit anderen und aus der Perspektivedes eigenen Entwicklungsniveaus erfasst und durchdrungen
- Lerngegenstand- Lerntätigkeit- Lernhandlung Lernende muss der Akteur sein• Muss zugleich auch befähigt werden, um auf denLerngegenstand einzuwirken (die Wesensmerkmale einesGegenstandes erschließen kann)• Lernhandlungen müssen vom Schüler selbst angeeignet werden• Analyse des Lerngegenstandes ist Voraussetzung• Lernhandlungen selbst zum Gegenstand der Lerntätigkeit,damit sie als Mittel der Lerntätigkeit wirksam werden können
- Die vier Säulen der entwicklungslogischen Didaktik (jeder kann alles lernen) Gemeinsamer Gegenstand: - Prozess zb: gemiensame Organisation eines Theaterstückes Innere Differenzierung: - verschiedene Bereiche innerhalb des Prozesses zB: Kalkulation der Kosten, Kostüme, Service... Individualisierung: Bereiche auf Bedürfnisse einzelner angepasst -> Weiterentwicklung Kooperation: Entfaltung neuer Fähigkeiten über Austausch mit Person, die bereits Fähigkeiten hat
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- Was ist Entwicklung? - Veränderung, die das Ergebnis von Wechselbeziehungen zwischen individuellen Ausgangsbedingungen eines Menschen und seinen Randbedingungen ist - Individuum steht immer im Austausch mit seiner Umwelt (Faktor für Entwicklungspotenzial) - Entwicklung eines S abhänging, was für Möglichkeiten L in ihm sehen - Entwicklung ist Dialog
- Lernen und Entwicklung Lernen findet stets in der Zone der nächsten Entwicklung statt,damit dies erfolgen kann müssen die dialogischen, interaktivenund kommunikative Prozesse auf der Basis der momentanenWahrnehmungs-, Denk- und Handlungskompetenz in einergegenstandsbezogenen Kooperation zugänglich sein.didaktische Dimension – die Handlung (durch bedürfnisrelevanteMotive initiiert, Zielen unterworfen und auf die objektive Seitedes Gegenstands bezogen)
- Zone der nächsten Entwicklung Die Frage danach, was braucht der Schüler/ die Schülerin im jetzigenMoment von mir, das er/ sie sich langfristig weiterentwickeln kann. Zone der aktuellen Entwicklung Das Niveau auf dem das Kind dieAufgaben selbstständig lösenwerden kann. Zone der nächsten Entwicklung Jenes Niveau auf den Aufgabenunter Anleitung, unter Mithilfe derErwachsenen/ Pädagogen gelöstwerden .
- Ziel des didaktischen Modells wie ein Kind unter seinen individuellen Bedingungen aufseinem Entwicklungsniveau die ihm z.B. im Unterrichtdargebotene „Welt“ wahrnimmt“ • dient der Entwicklung des Schülers/der Schülerin, seiner/ihrerEmanzipation und fortschreitend selbstständigerenRealitätskontrollen
- Der gemeinsame Gegenstand - Prozess - wie ein Baum, bei den Wurzeln (Fach und Humanwissenschaften) Grundlage und äußerste Zweigspitzen sind die indiviualisierten Lernziele - Annäherung über Blütenblatttechnik
- Tätigkeitsanalyse Interessen zukünftiges Denk-und Handlungsniveau Vorwissen Aneignung Denkniveau aktuell Bedürfnisse Lerntätigkeit
- Handlungsstrukturanalyse höheres Lerniveau erreichen inwiefern unterschiedliche Lerntätigkeiten ermöglicht wodurch kann sich die Sache durch die SuS erschlossen werden Handlungen zerlegen Womit beschäftigen sich die Sus konkret? Steuerung durch die Lehrkraft didaktisch- methodische Strukturhilfe Kooperation mit wem und wie
- Sachstrukturanalyse wissenschaftliche Zugänge Sachzusammenhänge elementarer Bildungsgehalt subjektiv bedeutsam Nutzen für S exemplarischer Bildungsgehalt Inhalt der Sache