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Unterrichtsmethoden (Subject) / Spielerische Methoden (Lesson)

Definitionen usw.

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  • 01. Definition für spielerisches Lernen - keine verbindliche Definition in der schulpädagogischen Literatur - Merkmale, die auf nahezu alle Spielformen zutreffen
  • 02. Merkmale spielerischen Lernens 1. Spielen ist frei von fremden Zwecken (soielen, um zu spielen). 2. Spielen ist in sich zielgerichtet. 3. Spielen findet in einer Scheinwelt, der Spiel-Welt statt. 4. Spielabläufe sind mehrdeutig und offen. 5. Spielen schafft eine handelnde Auseinandersetzung mit den Mitspielern oder dem Spielobjekt. 6. Spielen erfordert die Anerkennung von Spielregeln. 7. Beim Spielen müssen gleiche Rechte und Gewinnchancen für alle Mitspieler bestehen. 8. Spielen macht Spaß. AnmerkungSpielen in der Schule ist nicht zweckfrei, sondern ein zielgerichteter Versuch beim Aufbau sozialer, kognitiver, kreativer und ästhetischer Kompetenzen.
  • 03. Begründungen für spielerisches Lernen 1. Kinder erschließen sich auf spielerissche Weise ihre Welt (Erwerb sozialer Rollen, ...). 2. das Spiel fördert einen gleitenden Übergang vom Kindergarten in die Schule. 3. Spiele fördern die Erfahrung konzentrierten Handelns. 4. Das Üben und Wiederholen kann durch Spiele motivierend gestaltet werden. 5. Spiele bieten die Möglichkeit, neue Wege auszuprobieren, nach Lösungen zu suchen und Phantasie zu wagen. 6. Spiele können einen entspannteren Umgang mit sozialen Konflikten ermöglichen (bspw. im Rollenspiel). 7. Interaktionsspiele tragen dazu bei, dass mit - und voneinander handlungsbezogen gelernt wird (bspw. Kennlernspiele). 8. Spiele bieten Bewegungsanreize und helfen, Anspannungen abzubauen. 9. Kinder haben ein recht darauf, zu spielen.-> UN-Kinderrechtskonvention, Art. 31
  • 04. Spielpraxis Trotz allem wird im Unterricht wenig gespielt-> kostet Zeit-> erfordert viel Vorbereitung-> schwer zu benoten-> Gefühle, Körper (der ganze Mensch) spielen mit -> widerspricht dem rationalen Schultrieb (Meyer, 2011)
  • 05. Didaktische Fragen an das spielerische Lernen 1. Warum will ich mit den SuS spielen? Welche kognitiven oder sozialen Zwecke will ich erreichenP Gibt es konkrete Anlässe für eine Spielstunde? 2. Welches Interesse können die SuS an den ausgewählten Spielen haben? 3. Welche Erfahrungen können SuS einbringen? 4. Welche Spielregeln gibt es? Müssen Spielregeln fixiert werden? Dürfen diese während des Spiels verändert werden? 5. Nach welchen kriterien werden die Spielgruppen bestimmt? Wie können Außenseiter integriert werden? 6. Welche Spielmaterialien oder Requisiten müssen bereitsgestellt werden?
  • 06. Didaktischer Ort - Spielphasen (bspw. Interaktionsspiele im unterricht) - Bewegungsspiele (bspw. im Sportunterricht) - Spielprojekte - Pausenspiele - Spielhofgestaltung (bspw. naturnah)
  • 07. Klassifikation nach H. Petillon, 2007 Play= spielerischer Umgang mit Alltagssituationen Game= vorstrukturierte Spiele1. Spiele zur Förderung des Problemlöseverhaltens2. Spiele zur Förderung des Übungsverhaltens3. Spiele zur Förderung von Selbstkonzept und Sozialverhalten 1. Spiele zur Förderung des Problemlöseverhaltens- Objektspiele (Sand, Bauklötze, Steine, ...)- Ratespiele (Bilderrätsel, Worträtsel, Quiz, ...)- Planspiele (mit vorgegebenen Situationen) 2. Spiele zur Förderung des Übungsverhaltens- Quartett- Memory- Domino oder Lotto 3. Spiele zur Förderung von Selbstkonzept und Sozialverhalten- Interaktionsspiele (von mehreren Personen nach best. Regeln gespielt)- Kooperative Spiele (Ereichen eines gemeinsamen Ziels)- Darstellendes Spiel (Roellesn-, Stegreifspiel, Pantomime, Standbild, Figurenspiel, Schattenspiel, Hörspiel)
  • 08. Darstellendes Spiel Darstellendes Spiel = Das darstellende Spiel bzw. Szenische Spiel veranschaulicht Szenen und Ereignisse unter Einsatz von Körper, Stimme, Gestik und Mimik sowie Requisiten, Raum und Licht.
  • 09. Rollenspiel (Methode des Darst. Sp.) Rollenspiel = SuS übernehmen die Rollen anderer Personen und gestalten spielerisch eine vorgegebene Situation.-> strukturierte Rollenspiele (vorgegebene Rollenanweisungen)-> unstrukturierte Rollenspiele (Freiraum, Rollen auszugestalten) Lernchancen- fördert die Empathiefähigkeit- ermöglicht rollengebundene Einsichten und öffnet den Blick für Interessen des anderen- hilft, sich von der eigenen Rolle zu distanzieren und sich mit Rollenerwartungen auseinanderzusetzen Verlauf- Vorbereitung, Durchführung und Reflexion nehmen je ca. 1/3 der zeit in Anspruch1. Auswahl eines Themas mit verschiedenen Handlungsmöglichkeiten2. Verteilung der Rollen (keine Rollenübernahme erzwingen!)3. Rollenkarten und Beobachtungsaufträge vorbereiten, Requisiten bereitstellen4. Durchführung des Rollenspiels5. dann abbrechen, wenn nichts Neues dazu kommt6. ggf. das Rollenspiel zu einem Standbild einfrieren7. Reflexion Einsatzmöglichkeiten- geeignet v.a. in Deutsch, Ethik, Religion, Englisch, Sachunterricht, außerdem bei konfliktsituationen- Nachspielen historischer Situationen- Verkaufsgespräche Kommentar- Hemmschwelle, sich in andere Rollen einzufühlen, ist in der GS eher niedrig- Für die Reflexion Beachten: Mitspieler sind verletzlich und angreifbar.- evtl. Requisitenkoffer bei häufigem Einsatz
  • 10. Standbild (Methode des darst. Spiels) Standbild= ist eine Form des szenischen Spiels, in der die SuS eine vorgegebene Situation mit Gestik, Mimik und Körperhaltung wiedergeben, ohne dabei zu sprechen Lernchancen- hilft beim Einfühlen in soziale Situationen- macht den Kindern die Bedeutung der Körpersprache erfahrbar- fördert die Zusammenarbeit in der Gruppe Verlauf1. Auswahl des Themas durch den "Regissuer" (Lehrkraft). Thema wird geheimgehalten2. Auswahl einer Gruppe von Mitspielern durch den Regisseur.3. Regisseur formt die Haltung der Mitspieler mit seinen Händen so lange, bis sie die gewünschte Position eingenommen haben. Mimik und Gestik werden vorgemacht. (es darf nicht gesprochen werden)4. Mitspieler verhalten sich passiv. Sie dürfen sich nicht gegen das Einnehmen einer bestimmten Haltung sperren.5. Nach Fertigstellung des Standbildes "erstarren" die Mitspieler für einige Sekunden6. Standbild wird beschrieben, erraten und gedeutet: Beobachter, Mitspieler und Regissuer tauschen sich aus Einsatzmöglichkeiten- Szenen eines Buches in Deutsch nachstellen- soziale Beziehungen nachstellen (Ethik, Religion, Sachunterricht) Kommentar- diverse Variationsmöglichkeiten- Grad der Lehrerlenkung kann reduziert werden- denkbar: in Kleingruppen jeweils ein Standbild zum gemeinsamen Thema bauen lassen
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  • 11. Pantomime (Methode darst. Spiel) Pantomime= ist eine stumme Variante des Darstellenden Spiels, bei der ein Einzelner etwas nachahmt oder ausdrückt Lernchancen- körperliche Ausdrucksmittel zu fördern- Genauigkeit der Darstellung zu entwickeln- Konzentrationsfähigkeit zu unterstützen- Beobachtungsfähigkeit der Zuschauer zu stärken Verlauf1. gespielt wird aus dem Stegreif: SuS spielen spontan und ohne inhaltliche Vorbereitung2. ein Schüler spielt pantomimisch vor, die Mitschüler versuchen, es zu erraten-> Variante 1: der Schüler, der als erstes richtig geraten hat, darf die nächste Pantomime übernehmen-> Variante 2: SuS in Kleingruppen, ein Schüler spielt vor, die anderen raten-> Variante 3: die ganze KLasse kann in eine Kettengeschichte eingebunden werden: ein Schüler beginnt zu spielen, der nächste setzt die Handlung fort Einsatzmöglichkeiten- Sprachen: Begriffe darstellen, Figuren aus Geschichten darstellen- Gefühle darstellen Kommentar- schnell und ohne große Vorbereitung inszenierbar- wirken motivierend, da Fantasie ausgelebt und i andere Rollen geschlüpft wird - offen und wenig planbar