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Finanzwirtschaft (Subject) / Kapitalmarkt (Lesson)
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- Top Down vs. Bottom Up Ansatz Top-down-Ansatz: Portfolio-Konstruktion beginnt mit der Asset Allocation Asset Allocation: 1. Entscheidung in der Portfolio Strukturieren In welche Asset Klassen wird investiert? Wieviel Volumen des gesamten Portfolios wird risikolos angelegt? Bottom-Up-Ansatz: Portfolio-Konstruktion beginnt mit der Auswahl spezieller Wertpapiere
- aktive vs. passive Anlagestrategie passive Strategie: - in effizientem Markt sinnvoll - langer Anlagehorizont, ohne Änderung von Anlageentscheidungen aktive Strategie: - laufende Identifikation fehlbewerteter Wertpapiere
- Finanzintermediäre Vermittlung von Angebot und Nachfrage der drei großen Finanzmarkt-Teilnehmergruppen: - Unternehmen - Haushalte - Staat --> Bündelung & Investition der finanziellen Mitteln von Anlegern Vorteile: - effizientere und professionellere Verarbeitung von Informationen - leichtere Diversifikation (Risikostreuung) - Portfolioüberwachung durch professionelle Fondsmanager
- Investmentbanken vs. Universalbanken Investmentbanken: Fundraising für Unternehmen Universalbanken: Vereinigung von kommerziellen Bankgeschäft (Commercial Banking) & Investmentbanking
- Einschränkung systemisches Risiko (Störung der Funktion des gesamten Finanzsystems) - NICHT systematisches Risiko bei Portfoliotheorie - Transparenz (bessere Kenntnis der jeweiligen Gegenpartei: Counterparty-Risk) - hohe Kapitalanforderungen (Verhandlungspartner müssen entsprechendes Kapital hinterlegen) - häufige Abwicklung/Abrechnung von Wertpapiergeschäften (Vermeidung von zu hoher Verlust-Anhäufung) - wertfreie Risikoanalyse
- Einteilung von Fondsgesellschaften - Nach Rückgaberecht (offen und geschlossen) - Nach Anlageprodukten (Aktienfonds, Anleihenfonds, Rohstofffonds, Mischfonds Geldmarktfonds, Dachfonds, Hedgefonds) - Nach Themen (Ethik, Technologie, Gesundheit,…) oder Branchen - Nach geographischen Regionen (Länderfonds, Regionenfonds, internationale Fonds) - Nach Ertragsverwendung (ausschüttende und thesaurierende Fonds) - Nach Anlageverwaltung (Aktive Fonds, Passive Fonds wie Indexfonds und ETFs)
- closed end vs open end fund Closed-end Funds: - geschlossene Fonds - feststehende Anzahl von Anteilen / feststehende Kapitalsumme - keine Rückgabe von Fondsanteilen an den Fonds selbst Open-end Funds - offene Fonds - jederzeitiger Kauf & Verkauf von Anteile zum aktuellen Rücknahmepreis
- Net Asset Value Investmentfonds Summe aller bewerteten Vermögensgegenstände abzüglich sämtlicher Verbindlichkeiten NAV div. durch Zahl der ausgegebenen Fondsanteile = Wert eines Anteils
- Vorteile Investmentfonds - professionelles Fondsmanagement - Risikostreuung - maximaler Anlegerschutz
- Fundamentalanalyse - Top-Down Ansatz Methode der Aktienanalyse - basierend auf fundamentalen Daten - betriebswirtschaftliche Daten eines Unternehmens (wie Gewinn, Cashflow, Kostenstruktur, Ertragskraft, Zukunftsaussichten) - volkswirtschaftlichen Daten (Branche, Land, Volkswirtschaft) z.B.: Veränderung von Angebot und Nachfrage, Zinspolitik der Zentralbank, Wirtschaftspolitik staatspolitische Veränderungen = Top-Down-Ansatz Berechnung des "fairen & angemessenen" Preises (=fair value, intrinsic value, innerer Wert)
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- Bewertungsmodelle Aktien - Aktienkurs Kein definitiver Wert für die Aktie angemessener Wert durch Verwendung mehrerer Methoden Dividend Discount Modell: Dividenden --> Aktienkurs Total Payout Modell: Gesamtsausschüttung --> Eigenkapital --> Aktienkurs Discounted Free Cash Flow Modell: FCF --> Unternehmenswert --> Eigenkapital --> Aktienkurs Multiplikatoren: Multiplikatoren --> Unternehmenswert --> Eigekapital --> Aktienkurs
- Anleihenkurs bid price (=Geldkurs): zu diesem Preis kauft eine Bank ask price (=Briefkurs): zu diesem Preis verkauft eine Bank Angabe in %, in Ganzem und 32stel durch : getrennt 102/24 = 102 + 24/32 = 102,75%
- Stückzinsen, Clean Price, Dirty Price Stückzinsen (accrued interest): anfallende Zinsen vom letzten Zinszahlungstermin bis zu Tag vor der Bezahlung d. Kaufpreises Dirty Price: Preis inkl. Stückzinsen Clean Price: Preis bereinigt Dirty Preis: Clean Price + Stückzinsen Käufer zahlt die Stückzinsen an den Verkäufer, da der Käufer nicht mehr die ganz Zeit auf die nächste Zinszahlung warten muss
- Zahlungen an die Inhaber einer Anleihe 1. Kuponzahlung (Zinszahlung) 2. Tilgung zum Nennwert
- Einflussfaktoren für eine Anleihe - Zinsänderung (Duration) - Laufzeit - möglicher Ausfall (Default Risk) je näher die Fälligkeit rückt, desto mehr nähert sich der Preis dem Nennwert
- Rendite einer Anleihe (Yield to Maturity, YTM, Effektivverzinsung) Rendite = konstanter jährlicher Zinssatz zur Berechnung Anleihekurs heute = Barwert zukünftiger Zahlungen unter Annahme der Haltung d. Anleihe bis zu deren Fälligkeit -
- holding period return / holding period yield = Rendite bei einer bestimmten Haltedauer (Zeitpunkt vor maturity) abhängig vom Anleihe-Rücknahme-Preis am Ende d. Behaltedauer --> schwer berechenbar
- Erklärungen für Zinsstrukturkurven - Erwartungshypothese - Liquiditätspräferenzhypothese - Marktsegmentierungshypothese Erwartungshypothese: - Erwartungen über Zinssatzentwicklung - persönlicher Erwartungen für Spot Rate & Forward Rate bestimmen Zinssatz Liquiditätspräferenztheorie - Annahme: Invesoren bevorzugen kurzfrisitge Laufzeiten --> besser rasch Geld zu haben anstatt langfristig zu binden dementsprechend aufgrund v. Angebot & Nachfrage: --> Forward Rate > Spot Rate Je länger man anlegt, desto höher sind die Zinsen = normale Zinsstrukturkurve Marktsegmenthypothese - Einteilung d. Markts in Gruppen (nach Fristigkeit) - kurzfristig: Geldmärkte - mittelfristig: Swap-Märkte - langfristig: Bond-Märkte
- Duration = Preissensitivität gegenüber Änderungen d. Marktzinssätze Preis = Barwert aller CF Duration = Zeit in Jahren bis Immunität gegenüber Zinsänderungen = Zinsimmunisierungsmaß --> Zeitpunkt f. Zurückerhalten d. investierten Kapitals Voraussetzung: keine Änderung d. Zinssatzes während d. Laufzeit lange Duration --> höheres Zinsänderungsrisiko kurze Duration --> niedrigeres Zinsänderungsrisiko Nullkuponanleihen: sehr zinssensibel je höher Kupon - desto kleiner die Duration je länger Laufzeit - desto höher die Duration (bei gleichbleibenen Kupon) je niedriger die Rendite - desto höher die Duration (bei Nullkuponanleihe)
- Operating Leverage Nachfrageelastizität d. Gewinns --> Ausmaß v. Unternehmensreaktion (Änderung d. Gewinns) auf Änderung wirtschaftl. Rahmenbedingungen & Änderung d. Nachfrage je höher die Fixkosten, desto sensibler reagiert ein Unternehmen auf Nachfrageänderungen
- Buchwert vs. Marktwert (Kurs) Buchwert - 1. Anhaltspunkt f. Marktwert - basiert auf "oiginal cost" Marktwert (Kurs) - beinhaltet Werte die in der Bilanz nicht abgebildet sind z.B.: Mitarbeiter Know-how Kurs zu Buchwert Verhältnis sollte > 1 sein
- Liquidation Value Verkauf eines Unternehmens: Summe aller Vermögenswerte abzügl. Schulden --> Untergrenze f. Aktienwert denn wenn liquidation value > market value --> Unternehmen als "takeover target" = gekauft & zerschlagen
- Tobin´s q Tobin´s q = Marktpreis div. durch Wiederbeschaffungskosten Wiederbeschaffungskosten = Kosten d. Wiederaufbaus d. Unternehmens von 0 auf wenn Marktpreis > Wiederbeschaffungskosten (Tobin´s q > 1 ) = Überbewertung
- Dividen Discount Modell aufgrund Gesetz d. einheitl. Preises: Aktienwert = Barwert zukünft. CF (Dividenden & Verkaufspreis) zukünft. CF sind risikobehaftet --> Abzinsung mit Eigenkapitalkosten (rE) =innerer Wert d. Aktie EK-Kosten: erwarteter Ertrag anderer auf dem Markt verfügbaren Anlagen mit gleichem Risiko rE = Dividendenrendite + Kurssteigerungsrate rE = Div1 / P0 + (P1 - P0) / P0 trade off: hohe Dividendenrendite --> niedrigere Kurssteigerungsrate
- Eigenkapitalkosten (Marktkapitalisierungkosten, rE) re = Eigenkapitalkosten = rE rf + Beta * (E(rm) - rf) risikoloser Zinssatz + Aktienrisiko * (erwartete Marktrendite - risikoloser Zinssatz) je größer das Aktienrisiko (Beta), desto höher die Rendite (unter Annahme eines risikoaversen Investors)
- Effizienzmarkthypothese stark effizienter Markt: öffentlich verfügbare & leicht interpretierbare Informationen --> Aktienkurs enthält alle Informationen Wettbewerb beseitigt Handlungsmöglichkeiten mit positivem Kapitalwert --> keine Arbitragemöglichkeit (risikoloser Gewinn) --> passive Anlagestrategie sinnvoll --> Halten des Marktportfolios --> Erzielen einer marktkonformen Rendite Mittelstarke Effizienz: öffentlich verfügbare Informationen sowie geheime Insiderinformationen --> Aktienkurs enthält nur diese Informationen --> Insiderinformationen führen zu Insidergeschäften --> private oder schwer interpretierbare Informationen führen zu einer zeitverzögerten Anpassung d. Aktienkurses --> Arbitragegewinne!!!! Schwache Markteffizient: --> Aktienkurs enthält nur historische marktrelevante Informationen --> Vergangenheit lässt nicht auf Zukunft schließen --> technische Analyse sinnlos existenzieller Widerspruch d. Effizienzmarkthypothese: - Investoren müssen glauben der Markt ist ineffizient --> so suchen sie nach Arbitragemöglichkeiten --> als Folge sind Märkte effizient - wenn Investoren glauben der Markt ist effizient --> kein Handel findet statt --> als Folge werden Märkte ineffizient
- Total Payout Modell Gesamtausschüttungsmodell sinnvoll bei Aktienrückkäufe durch das Unternehmen Abzinsung d. gesamten Ausschüttung (Dividenden + Aktienrückkäufen) für die Abzinsung: Wachstum d. Gesamtausschüttungen basierend auf Gewinnwachstumsrate ?0= ? / ??????ℎ???? ?????? ?= ?????????????ℎü?????= (???ü?????? ??????????????? + ??????????ä???) / (??−?) Barwert = Gesamtwert des Eigenkapital eines Unternehmens bewertet zum Marktpreis (=Marktkapitalisierung)Eine Steigerung der Investitionen sollte natürlich den Aktienkurs nachhaltig erhöhen, allerdings passiert das natürlich nur dann, wenn die zusätzliche Investition einen positiven Kapitalwert aufweist.