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Unterrichtsmethoden (Subject) / Themenbezogene Kommunikation (Lesson)
- 01. Definitionsversuche für "Kommunikation" = Kommunikation bezeichnet den Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen, wobei die Mitteilung sprachlich (verbal) oder/und nichtsprachlich (nonverbal) erfolgen kann. )Köck & Ott 1979) = Bei der themenbezogenen Kommunikation handelt es sich um stark strukturierte Gesprächsformen. Die Strukturierung erfolgt über sie organisatorischen Abläufe und die Aufgaben. Der Vorteil ist, dass sich die Schüler im Gespräch "nicht verlieren", sondern themenorientiert miteinander arbeiten. (Traub 2006) Verbale Kommunikation beinhaltet- alles, was mit Sprache ausgedrückt wird- die Stimmlage- die Betonung- die Sprechgeschwindigkeit- den Sprachfluss- die Pausen Nonverbale Kommunikation beinhaltet- alles, was zur Körpersprache gehört:- Mimik- Gestik- Blickkontakt- Bewegungen des Körpers
- 02. Ein- und Zweiwege-Kommunikation Einwege-Kommunikation= der Sender richtet eine Nachricht an den Empfänger, dieser verbleibt in der Rolle des Zuhörers Zweiwege-Kommunikation= der Empfänger einer Nachricht wendet sich mit einer Antwort zurück an den Sender, die Funktionen eder Beteiligten kehren sich um
- 03. Komm.-Modell nach P. Watzlawick Modell nach P. Watzlawick Kommunikation = Interaktion -> man kann nicht nicht kommunizieren= Inhalt und Beziehung, die Beziehung beeinflusst den Inhalt Struktur- gleiche Struktur bei jedem Kommunikationsprozess:A teilt etwas mit - B hört zu, nimmt es auf - B fragt nach - A verdeutlicht - B antwortet - A hört zu ... - digitale Komm. ist eindeutig und i.d.R. verbal- analoge Komm. ist vieldeutig und meist nonverbal=> immer gleichzeitig Symmetrie- symmetrisch -> auf Gleichheit basierend- komplementär -> auf Ungleichheit basierend: ein Partner ergänzt das Verhalten des anderen
- 04. Komm.-Modell nach F. Schulz von Thun Modell nach F. Schulz von Thun - weiter ausdifferenziert: vier Seiten einer Nachricht => Nachrichtenquadrat:* Sachebene: Wie kann ich einen Sachverhalt klar und deutlich mitteilen* Beziehungsebene: Wie behandle ich meinen Mitmenschen durch die Art meiner Kommunikation?* Selbstoffenbarungsebene: Was will ich mit meiner Nachricht on mir preisgeben?* Appellebene: Was möchte ich mit meiner Nachricht bewirken, welchen Einfluss möchte ich nehmen? Vier Ohren des Empfängers* Wie ist der Sachverhalt zu verstehen? (Sachebene)* Wie redet mein Gesprächspartner mit mir, was hält er von mir? (Beziehungseb.)* Was ist das für ein Mensch? (Selbstoffenb.)* Was soll ich auf Grund seiner Miteilung tun, denken, fühlen? (Appell)
- 05. Komm.-Störungen Kommunikationsstörungen - unterschiedliche Sprachmilieus (deutsch, bilingual, Herkunftssprache,...) - Selbstkonzept des Empfängers - Bild des Empfängers vom Sender - Korrelierte Botschaften (Subtext, der nicht ausgesprochen wird)
- 06. Kommunikation im Unterricht Kommunikation im Unterricht nach den KMK-Bildungsstandards SuS können ... - verständlich, situationsangemessen und partnerbezogen sprechen und anderen ... zuhören - mit anderen gezielt über ein Thema sprechen..., eine eigene Meinung dazu äußern, zu anderen Meinungen Stellung nehmen und o grundlegende demokratische Verhaltensweisen anwenden - Gesprächsregeln achten - über das Gelingen von Kommunikation nachdenken und Konsequenzen daraus ziehen
- 07. Morgenkreis als ausgew. Komm.-Methode Morgenkreis = SuS und Lehrkraft sitzen gemeinsam in einer Runde. Jeder Teilnehmer kann zu jedem sprechen und Blickkontakt herstellen. Varianten- täglicher MK zu Beginn des Unterrichts- Montagmorgen-MK zum Wochenauftakt, ergänzt durch den Wochenschlusskreis Lernchancen- alle SuS können miteinander ins Gespräch kommen- wenig Distanz durch fehlende Tische- Lehrkraft wechselt in die Rolle des Gesprächspartners, der Moderationsaufgaen übernimmt- im Anfangsunterricht: Anknüpfen an Erfahrungen aus dem Kindergarten Verlauf- Fläche im Zimmer freiräumen- evtl. Beginn mit einem Lied- evtl. Nutzung eines "Sprechsteins" (wer den Gegenstand hat, hat das Rederecht)- Gesprächsanlässe schaffen (Organisatorisches, Buchvorstellungen, Bewertungen von Ausflügen, ...)- Auflösen des MK, Tische wieder hinstellen Einsatzmöglichkeiten- grundsätzlich ab der 1. Klasse geeignet- Erfahrungen austauschen- über Sachthemen diskutieren- Vorkenntnisse zu einem neuen Thema ermitteln- organisatorische Absprachen treffen Kommentar- bekannteste gemeinschaftsbildende Ritual in der GS- in den höheren Klassen immer die Bereitschaft der SuS beachten-> keine Bereitschaft mehr -> Ritual beenden- problematisch: Berichten von Wochenenderlebnissen
- 08. Schreibgespräch als ausgew. Komm.-Methode Schreibgespräch = es werden Beiträge zu einem vorgegebenen Thema notiert und schriftlich diskutiert, ohne dass dabei gesprochen wird. Lernchancen- intensives Auseinandersetzen mit dem Thema- Schüler, die sich im Unterricht wenger beteiligen, werden aktiviert- Beiträge können ergänzt, bestätigt oder in frage gestellt werden- es entsteht ein breites Spektrum von Meinungen Verlauf- Aufteilung in Kleingruppen. Auf einem großen Blatt Papier in der Mitte des Tisches wird das Thema notiert.-> Leise Musik, es wird nicht mehr gesprochen. Wer einen Gedanken äußern möchte, schreibt ihn auf das Papier.-> Impuls kann aufgegriffen werden: neue Beiträge, Unterstreichungen, Pfeile, Zeichnungen, ...-> Austausch der Blätter unter den Gruppen, Schreibgespräche der anderen können nachvollzogen werden, Fragen stellen, ergänzen Kommentar- einsetzbar in jeder U-Phase in jedem Fach- begünstigt werden SuS mit hoher Schreibkompetenz- evtl. haben einige SuS ein Problem mit der durchgängigen Ruhe
- 09. Sprechmühle als ausgew. Komm.-Methode Sprechmühle = SuS äußern sich in Tandems zu vorgegebenen Frageimpulsen. Lernchancen- Austausch von Meinungen und bereits vorhandenem Wissen.- in wechselnden Konstellationen werden alle Schüler zum Sprechen gebracht.- Sprechen und Zuhören werden trainiert Verlauf- große, freie Fläche, Lehrkraft überlegt zwei bis drei Frageimpulse und wählt geeignete Musik-> mit Einsetzen der Musik schlendern alle SuS umher-> wenn Musik beendet ist, wendet sich jeder dem Schüler zu, der ihm am nächsten steht-> Bestimmung wer A, wer B ist-> auf de Frageimpuls äußert sich zunächst A, dann B-> Musik setzt erneut ein, SuS schlendern wieder umher ...-> Auswertungsphase: Fragen können im UG besprochen werden Einsatzmöglichkeiten- gut als Einstiegsmethode- Voraussetzung: Frageimpulse geben Gelegenheit zum Sprechen Kommentar- es ist zu erwarten, dass eineige SuS nicht zum Thema sprechen - Impuls zur Bestimmung von Partner A und B sollte eine aufgelockerte Atmosphäre herstellen
- 10. Partnerinterview als ausgew. Komm.-Methode Partnerinterview = stark strukturierte kommunikationsfördernde Methode und stammt aus dem Bereich des Lernens durch wechselseitiges Lehren (WELL). Lernchancen- genaues Zuhören beim Vorlesen der Aufgabe- genaues Eingehen auf die Frage beim geben der Antwort- alle SuS nehmen beim Überprüfen der Antwort die Rolle des Lehrenden ein- trainiert werden narrative und empathische Fähigkeiten Verlauf- Bildung von Tandems, Festlegung wer A und B ist-> Arbeitsblatt mit Fragen (bereits behandelte Inhalte, Meinungen, Vorwissen ermitteln,...)-> A und B beantworten wechselseitig die Fragen (immer Rollentausch Frager-Antworter)-> Auswertung im Plenum, Korrektur Klärung offener FragenEinsatz- Vorwissen aktivieren- Wissen festigen- Meinungen und Interessen ermitteln Kommentar- Interview im Vordergrund, weniger das Gespräch- Differnzierung durch unterschiedliche Frageniveaus möglich
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