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Approbation (Subject) / Herbst 2018 (Lesson)
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- Was sind reflexiven Fragen? - laden den Befragten zum gedanklichen Experimentieren ein und werden im Konjunktiv formuliert
- Was sind Strategische Fragen? - dienen zur Beeinflussung des Befragten und enthalten bereits eine gewünschte Antwort → rhetorische Frage
- Zirkuläre Fragen • sichtbarmachen verborgener und unausgesprochener Denkstrukturen, die Partnerschaft/ Familie prägen und bestimmen • im Konjunktiv formuliert, zielen auf den vermuteten Standpunkt Dritter (auch Anwesender) ab, besonders geeignet, triadische Beziehungen sichtbar zu machen • „Was würde X sagen, wenn man ihn fragte …?“
- Allparteilichkeit als therapeutische Haltung zu Mehrpersonensystem Allen Mitgliedern in Familientherapie wird gleichermaßen zugesprochen z.B. kein Familienmitglied bei familientherapeutischen Vorgehen bevorzugt behandeln oder sich mit einem verbünden
- Wann ist man gleichgestellt mit Schwerbehinderten? Gleichstellung. Behinderte Menschen mit einem festgestellten Grad der Behinderung (GdB, vergleiche Schwerbehinderung) von weniger als 50, aber mindestens 30, können den schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden (§ 2 Absatz 3 SGB IX).
- wie sind Erwerbsunfähigkeit und teilweise Erwerbsminderung definiert? Erwerbsunfähigkeit < 3 Stunden täglich Erwerbstätigkeit nachkommen => Anspruch auf Rente wg. voller Erwerbsminderung teilweise Erwerbsminderung 3-6 Stunden täglich tätig
- Quantitative Bewusstseinsstörungen - wirken sich auf die Vigilanz/ den Wachheitsgrad aus, verschiedene Wachheitsstufen Benommenheit • Verlangsamung von Denken/ Handeln bis zur Apathie • durch Ansprache oder Anfassen leicht weckbar • Beeinträchtigung der Orientierung • Geringe spontane sprachliche Äußerungen, reduzierte Auffassungsgabe Somnolenz • Apathie oder Schläfrigkeit, noch weckbar • Keine spontanen sprachlichen Äußerungen; wenn unverständlich (Murmeln) • Reflexe sind erhalten, Herabgesetzte Konzentration und Aufmerksamkeit • Sopor • Schlafgleicher Zustand/ bewusstlos, reagiert jedoch noch auf sehr starke Reize von außen (z. B. Schmerzreize) • Nicht mehr orientiert, keine sprachlichen Äußerungen, Reflexe erhalten Koma • tiefe Bewusstlosigkeit, reagiert auch nicht mehr auf Reize von außen • weitere Grade bis hin zum tiefsten Koma anhand zunehmender Reflexausfälle feststellbar bis zentrale Lebensreflexe erlischen -> Lebensgefahr durch Aussetzen der Atmung • Keine Abwehrbewegungen, Sonderfall Wachkoma oder Apallische Syndrom
- Gedankenausbreitung • Patient empfindet, dass sich seine Gedanken im Raum ausbreiten, denkt, dass die Gedanken von Dritten gelesen werden • andere haben teil an den Gedanken, wissen was der Patient denkt • Ich-Störung bei der die Grenze zwischen Ich und Umwelt durchlässig ist
- Gedankenabreißen äußert sich darin, dass… der Patient das Gefühl hat, ein eben noch flüssiger Gedanke würde plötzlich abreißen. Vorkommen bei: Schizophrenie (Betroffener nimmt Gedankenabreißen als Einflussnahme anderer wahr)
- Gedankeneingebung • Gedanken und Vorstellungenwerden als von außen eingegeben, gemacht, gesteuert empfunden • Ich-Störung bei der die Grenze zwischen Ich und Umwelt durchlässig ist
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- somatischen Folgeerscheinungen der Anorexie • Hypokaliämie und Hypothermie • Bradykardie, Hypotonie • erniedrigter Nüchternblutzucker • Niereninsuffizienz und erhöhten Amylasewerten Kachexie, Akrozyanose, Schwindel, Kollapsneigung, Elektrolytimbalancen, Zytopenie, Hautatrophie, Haarausfall, Lanugobehaarung, Dekubitus, Hormonstörungen (Geschlechtshormone ↓, Cortisol ↑, Wachstumshormone ↑), Amenorrhoe, Kleinwuchs, Osteoporose, reversible Hirnatrophie
- medizinisch-physiologische Begleitmerkmale der Bulimie • Hypokaliämie (erniedrigte Kaliumwerte), Elektrolytstörungen • Ösophagitis (Entzündungen der Speiseröhre), Reflux • Rachenschleimhautentzündung (Pharingitis) • Zyklusstörungen, Amenorrhoe • • Herzrhythmusstörungen, Tetanien, Ödeme, Zahnschmelzerosionen, Parotisschwellung Nephropathien (Erkrankungen der Niere oder der Nierenfunktion)
- F 94.0 elektiver Mutismus A = Sprachausdruck und Sprachverständis liegt im Test innerhalb von zwei Standardabweichungen enstprechend dem Alter des Kindes B = Nachweisbare Unfähigkeit in bestimmten sozialen Situationen in denen erwartet wird dass das Kind spricht, zu sprechen. In anderen Situationen ist das Sprechen möglich C = länger als vier Wochen D = Ausschluss tiefgreifende Entwicklungsstörung, umschriebene Entwicklungsstörung des Sprechens und der Sprache, Schizophrenie, passagerer Mutismus bei Trennungsangst E = Störung beruht nicht auf fehlenden Kenntnissen der gesprochenen Sprache
- F95.2: Tourette - Syndrom • = kombinierte vokale und motorische Tics (nicht notwendigerweise gleichzeitig) • fast jeden Tag, länger als ein Jahr, ohne Remission, die länger als zwei Monate dauerte• Beginn in Kindheit oder Adoleszenz • Verstärkung der Tics in Stress-Situationen • Verschwinden der Tics im Schlaf • Kurzzeitige willentliche Unterdrückung der Tics ist möglich
- F07.0 Organische Persönlichkeitsstörung Auffällige Veränderung des gewohnten prämorbiden Verhaltens: Äußerung Affekten, Bedürfnissen und Impulsen. auch kognitive Beeinträchtigungen und ein verändertes Sexualverhalten können Teil des klinischen Bildes sein. Zur Diagnose wird die Ätiologie einer Hirnerkrankung + 2 der folgenden Merkmale benötigt: 1. reduzierte Fähigkeit zu zielgerichteter Aktivität 2. Verändertes emotionales Verhalten: Witzelsucht, Labilität, Euphorie, Wut 3.Bedürfnisse werden impulsiv ausagiert bis hin zum Stehlen... 4. Kognitive paranoide Vorstellung, exzessive Besch.mit Themen 5. Veränderung der Sprachproduktion, umständlich, Schreibsucht 6.Verändertes Sex.verhalten. Dazugeh. Begriffe: Frontalhirnsyndrom, Leukotomiesyndrom Lobotomiesyndrom, org. Pseudoopsychopathie, PKS bei limb. Epilepsie
- Ganser Syndrom • wird nach ICD-10 den dissoziativen Störungen (Konversionsstörungen) zugeordnet. F 44.80 • durch unstimmige und falsche Antworten auf einfache Fragen, oder falsche Handlungsabläufe gekennzeichnet • Vorbeiantworten• fluktuierende Bewusstseinseintrübung• pseudoneurologische Phänomene (Analgesien, Kribbelgefühle, Lähmungen)• akustische oder visuelle Pseudohalluzinationen Weiters können ein kindisch-läppischer Affekt, depressive Verstimmungen, Unruhe, Gedächtnislücken, dissoziative Fugue-Zustände, Sehfeldeinschränkungen, Echopraxien und pseudoepileptische Anfälle auftreten. Die Symptomatik tritt akut auf und hält meist nur kurz an. Sie kann nachher vom Patienten meist nicht mehr erinnert werden. Betroffen sind vor allem Männer jüngeren und mittleren Alters, das Syndrom wurde aber auch in Einzelfällen bei Kindern beschrieben
- Entzugssyndrom Kokain • psychische Aspekte deutlich im Vordergrund • dysphorische Stimmung• Lethargie, Müdigkeit• psychomotorische Verlangsamung oder Unruhe• Craving• Appetitsteigerung• Schlafstörungen (Insomnie oder Hypersomnie, bizarre Träume)
- Symptome Sedativaentzug Kopfschmerzen Tremor bei vorgestreckten Händen vorübergehende optische Halluzinationen F13.3Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika: EntzugssyndromF13.4Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika: Entzugssyndrom mit Delir
- Opioide & Opiate (Heroin) - Entzugssymptomatik • erhöhte Herzfrequenz• erweiterte Pupillen • Durchfall • Unruhe / Angst• erhöhter Tränenfluss • stechende Muskelschmerzen Therapie: warmer Entzug ( = mit Medikamenten + ärztl. Unterstützung), Substitution-Ersatzbehandlung
- F21 Schizotype Störung Eine Störung mit exzentrischem Verhalten und Anomalien des Denkens und der Stimmung, die schizophren wirkt, obwohl nie eindeutige und charakteristische Symptome aufgetreten sind. Es gibt kein beherrschendes oder typisches Merkmal; jedes der folgenden kann vorhanden sein: Drei oder 4 der o.g. Merkmale sollen mind. 2 Jahre bestanden haben. Es dürfen nie die Kriterien für Schizophrenie erfüllt gewesen sein. 1. Inadäquater, eingeschränkter Affekt 2. Seltsames, eigentümilches Verhalten/Erscheinung 3.Wenig soziale Bezüge 4.Seltsame Glaubensinhalte, magisches Denken 5.Misstrauen 6. Zwanghaftes Grübeln ohne inneren Widerstand(dysmorphophober, sexueller od. aggressiver Inhalt) 7.Ungewöhnliche Wahrnehmungserlebnisse, Depersonalisationserleben... 8. Denken u.Sprache vage, umständlich, gekünstelt... 9. Gelegentliche quasipsychotische Episoden mit intensiven Illusionen, Halluzinationen..
- Akrophobie Akros= Gipfel Höhenangst
- Stimuluskontrolle • durch situative Bedingungen Verhalten fördern/reduzieren • = zb Hinweisreize weitgehend beseitigen, die Problemverhalten mitbedingen/ erleichtern 》 übergewichtige Patienten: nur Nahrungsvorräte für den nächsten Tag eingekaufen, Lebensmittel nicht frei zugänglich, damit Drang zur Essensaufnahme nicht durch herumliegende Speisen stimuliert wird
- Locus of Control Ausmaß der Überzeugung, "Herr des eigenen Schicksals zu sein" (Kontrollüberzeugung) Internaler LOC (Zielerreichung hängt von mir ab): höhere Arbeitsmotivation und Zufriedenheitbessere Leistung bei Aufgaben, die Lernen, Problemlösen, Eigeninitiative beinhalten Externaler LOC (Zielerreichung hängt von Umwelt ab): bessere Leistung bei einfachen Aufgaben, bei denen Anweisungen befolgt werden müssen
- Shaping Verhaltensformung neue Verhaltensweisen werden gelernt und schrittweise ausgebaut positive Verstärker zunächst für jede Annäherung an das Zielverhalten Schrittweise werden die Anforderungen erhöht, bis nur noch die richtige Ausführung der komplexen Zielverhaltensweise verstärkt wird. Kleine Schritte hin auf ein erwünschtes Verhalten werden verstärkt. Zuerst die Anfangsschritte, dann die nachfolgenden Schritte
- Piaget: Was ist Akkomodation und Assimilation? Assimilation: - Kind wirkt auf Umwelt (wendet Schema an) Akkomodation: Umwelt wirkt auf Subjekt (Kind verändert Schema) - durch die die vorhandenen Schemata so verändert werden, dass sich neue äußere Informationen in sie integrieren lassen. (Wissensstruktur/ Schema ändert sich) - neue GA- kann Mutter mit anderen Augen sehen - die Anpassung von kognitiven Schemata Erweiterung bzw. Anpassung eines Schemas (also der kognitiven Strukturen) an eine wahrgenommene Situation, die mit den vorhandenen Schemata nicht bewältigt werden kann Akkommodation kommt zustande, wenn die Assimilation nicht ausreicht um eine Situation zu bewältigen. Akkommodation bedeutet die vorhandenen kognitiven Strukturen so anzupassen, dass sie der Realität (wieder) entsprechen und zukünftig für eine verbesserte (da ausdifferenziertere) Problemlösung dienlich sind.
- Prompting • engl. für soufflieren, Ziel = Abbau von Problemverhalten & Aufbau erwünschten Verhaltens • verbale/ verhaltensmäßige Hilfestellung, welche Aufmerksamkeit des Lernenden auf gewünschtes Verhalten (Zielverhalten) lenkt • hat Lernprozess unterstützende Funktion, wird meist Kombination mit Modelllernen eingesetzt • z.B. Vormachen gewünschten Verhaltens, verbale Hinweise, an Regeln erinnern, Rückmeldungen, Bekräftigungen Indikationsbereiche sind zum Beispiel das Erlernen komplexer motorischer Verhaltensweisen, der Spracherwerb oder das Erlernen adäquaten Sozialverhalten
- Bedingungen des therapeutischen Prozesses nach Rogers 1. Zwei Personen stehen in Kontakt2. 1 Person ist im Zustand der Inkongruenz: verletzlich und voller Angst3. 2te Person ist kongruent zur ersten Person4. Therapeut empfindet bedingungslose positive Beachtung gegenüber dem Klienten5. Therapeut erfährt empathisch vom inneren Bezugsrahmen des Patienten6. Patient nimmt 4 und 5 teilweise wahr 3 Basisvariablen des Therapeutenverhaltens: Kongruenzbedingungslose positive WertschätzungEmpathie
- Identifikation mit dem Aggressor • bei der Bildung des Über-Ichs, zur Moral und zur Selbstkritik beteiligt • besondere Form des Einfühlungsvermögens in den Angreifer, wird introjiziert • Technik der Bewältigung von Angst vor Kritik • dient Abwehr Angst- und Hilflosigkeitsgefühle und einer symbolischen Rückerlangung von Kontrolle • Verantwortung für das Geschehen bei gewaltsamen Übergriff bzw. einer psychischen Grenzüberschreitung wird sich selbst zugeschrieben und/oder Einstellung/ Verhalten des Angreifers übernommen Bei der Wendung gegen das Selbst wird die ganze Beziehung verinnerlicht
- Verdrängung Schuld- und schambesetzte ES-Impulse werden von Ich und Über-Ich ins Unbewusste verdrängt Können von dort in Träumen oder unbewussten Ersatzhandlungen wieder zutage treten Soll das Ich vor einem bedrohlichen Einfluss schützen radiert keine Erinnerung aus, erschwert aber den Zugang > Repression: innerer konfliktreicher Wunsch wird abgewehrt
- Abwehrmechanismen - Reaktionsbildung • ein Triebimpuls wird durch einen entgegengesetzten Impuls ersetzt • Gefühle werden durch gegengesetzte Gefühle/Motive niedergehalten • z.B. aggressiver Impuls durch ein besonders fürsorgliches Verhalten, Hassgefühle, wenn Liebesgefühle gefährlich erscheinen spezifischer Abwehrmechanismus der Zwangsstörung
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- Regression überwiegend unbewusstser Rückzug auf eine frühere Entwicklungsstufe
- Verleugnung > äußerer Realitätsausschnitt wird zwar wahrgenommen aber verleugnet, "Mir kann so etwas ja nicht passieren" Veränderung in der Umgebung wird nicht emotional gelebt oder rational anerkannt - nicht wie bei der Verdrängung, wo ein konfliktreiches inneres Verlangen ins Unbewusste verlagert wird
- Abwehrmechanismus Vermeidung Triebregungen werden umgangen, indem Schlüsselreize vermieden werden.
- Abwehrmechanismen - Spaltung • positive und negative Selbst- und Objektrepräsentanzen werden zu Abwehrzwecken so voneinander abgetrennt, als beträfen sie zwei verschiedene Wesen • Gute Anteile werden idealisiert; schlechte entwertet, verdammt, dämonisiert
- Abwehrmechanismen - Verschiebung • Phantasien und Impulse werden von der Person, der sie ursprünglich gelten, abgezogen und auf andere Person/Tier verschoben • Aggression gegen Autoritäsperson = Tritte gegen einen Hund
- Abwehrmechanismen - Verneinung • Negierung eines Sachverhalts, Vorhandensein wird verneint z. B. Ich empfinde überhaupt nichts für xyz
- Abwehrmechanismen - Ungeschehenmachen • Einsatz faktisch unwirksamer Handlungen und Rituale (z. B. auf Holz klopfen), denen symbolische Kraft zugeschrieben wird • Ziel, Strafe bei Verbots- und Gebotsübertretungen abzuwenden.
- Abwehrmechanismen: Projektion • eigene verpönte Wünsche, Gedanken und Gefühle werden anderen Menschen zugeschrieben
- Welche vier Prozesse werden in der Prozess-/Erlebnisorientierten Therapie unterschieden? 1. primär adaptive emotionale Reaktion = ungelernte direkte adäquate Reaktion (Verletzung fürhrt zu Wut) 2. maladaptive emotionale Reaktion = gelernte direkte Reaktion (man reagiert auf Agression mit Liebe) 3. sekundäre reaktive emotionale Reaktion = adaptive Reaktion verschleiert primäre Emotion (Verlust mit Wut statt Trauer verschleiert) 4. Instrumentelle sekundäre Reaktion = Emotionen werden unabhängig von aktuellen Zustand gezeigt (Trauer zeigen um Zuwendung zu bekommen, nicht weil man traurig ist)
- Prozess/ Erlebnisorientierte Therapie nach Greenberg • humanistische Annahmen aus GT mit Emotionstherapie und Gestalttherapie geknüpft (aktiv-direktiv) • Fokus nicht mehr wie in klassischer Gesprächspsychotherapie die therapeutische Beziehung, sondern die emotionale Erfahrung des Patienten (Schematas und Prozesse) • Therapeut ist aktiv, Patient wie in anderen GT-Verfahren immer Experte seiner selbst. Im Zweifelsfalle geht es nach den Erfahrungen des Patienten.
- Was ist der Unterschied zwischen efficacy, effectiveness und efficiency? Effektivität (efficacy) • Wirksamkeit unter besonderen kontrollierten Bedingungen/ „Laborbedingungen“ • z.B. enge Einschlusskriterien, Zufallszuweisung, standardisierte Therapiedauer bzw. –dosis • z.B. in einem optimierten medizinischen Umfeld für definierte Zielgruppen Praxisbewährung (effectiveness) • Wirksamkeit unter Praxisbedingungen Praktikabilität, Bedinungen des Alltags • im jeweiligen realen Umfeld, Patientenzuteilung erfolgt wie in der Alltagsroutine • häufig synonym mit naturalistischen Studien Effizienz (efficiency) • Effizienz (Relation: Ergebnis/Kosten), Wirkungsgrad
- Qualitätsmodell von Donabedian Strukturqualität • Rahmenbedingungen, wie z.B. die sachlichen, personellen und strukturellen Voraussetzungen einer Heilbehandlung • Ressourcen eines Dienstleisters. Organisatorische Bedingungen. räumliche Ausstattung, Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten für die Nachfrager • Qualifizierungsmaßnahmen der MA, interne Vernetzung durch Teamsitzungen etc. Prozessqualität • bezieht sich auf die Durchführung und den Verlauf einer Leistung wie z.B. einer Therapie • Übereinstimmung mit anerkannten Standards, Kooperation und interdisziplinäre Zusammenarbeiot, Dokumentation etc. • Gesamtheit alle Aktivitäten während der Diesntleistungserstellung z.B. therapieverlauf, Wartezeiten Ergebnisqualität • Änderungen des Gesundheitszustandes der Patienten z.B. Heilerfolg • Erreichung genereller und individueller Ziele • z.B. Auswirkungen der Behandlung hinsichtlich Morbidität, Heilungsdauer, Lebensqualität
- Erkrankungen, die mit geistiger Behinderung einhergehen Fragiles X-Syndrom • nach down Syndom häufigste erblich (x-chromosomal) bedingte Ursache geistige Behinderung • erhöhte Brüchigkeit des X-Chromosoms, geht mit Hochwuchs, Hyperaktivität und meist Intelligenzminderung einher Fetales Alkoholsyndrom • Alkoholembryopathie • vorgeburtlich entstandener Schädigungen eines Kindes durch von der schwangeren Mutter aufgenommenen Alkohol Katzenschrei-Syndrom oder Cri-du-chat-Syndrom • wird auch als Lejeune-Syndrom oder nach seiner Ursache als 5p-Syndrom (Chromosom-5p-Syndrom) bezeichnet • 5:1 sind mehr Mädchen als Jungen von dieser Chromosomenbesonderheit betroffen
- Motorische Aphasie • Sprache wird verstanden, kann aber nicht gebildet werden • verlangsamte, stockende Spontansprache• Bildung kurzer Sätze im Telegrammstil (Agrammatismus)• große Anstrengung beim Sprechen• Lautverwechslungen (phonematische Paraphasie) • Verstehen was sie lesen, können nicht laut lesen, Schrift ist agrammatikalisch • sind auf in den meisten Fällen vaskulär bedingte Läsionen des Broca-Sprachzentrums der dominanten Großhirnhemisphäre zurückzuführen (Broca-Areal, Frontallappen)
- sensorische Aphasie • Wernicke-Region im Temporallappen• Austausch von Wörtern durch meist sinnverwandte Wörter • Sehr viel Sprachproduktion, aber ohne Sinn, Neologismen • schwer gestörtes Sprachverständnis • Sprachanstrengung ist gering (müheloses flüssiges Sprechen) • Sprachmelodie unverändert • Satzbau ist Durcheinander, Lesen und Schreiben erheblich beeinträchtigt
- globale Aphasie • motorisch und sensorisch)• sowohl gestörte Sprachprduktion als auch gestörtes Sprachverständnis• stereotype Floskeln• Automatismen
- Nennen Sie die drei wichtigsten Blutbestandteile: Erytrozyten Leukozyten Thrombozyten
- Unterschied spezifische und unspezifische Abwehr? Spezifische Abwehr durch T-Lymphozyten (zelluläre) oder B-Lymphozyten erworbene (humorale) Immunantwort des Körpers • durch Überstehen einer Krankheit oder Immunisierung durch Impfen, = spezifisch angepasste Immunantwort auf körperfremde Strukturen • Erkennt Antigene und bildet Antikörper und Gedächniszellen, um bei erneutem Kontakt mit Erreger eine angemessene Immunantowort zu ermöglichen (immunologisches Langzeitgedächnis) Unspezifische Abwehr angeborene, nicht erregerspezifische Immunantwort des Körpers bei der zb Granulozyten und Makrophagen beteiligt sind, die als fremd erkannte Zellen beseitigen • angeboren und tötet schnell körperfremde Organismen ab (Magensäure, Husten, Niesen, Säure im Schweiß)
- Behandlung von Tic-Störungen ohne komorbide Störung • innerhalb der atypischen Antipsychotika wird Risperidon zur Behandlung von Tic-Störungen eingesetzt • Somit erfolgt praktisch ausnahmslos eine Off-Label-Behandlung mit atypischen Neuroleptika Bei Komorbiditäten Für die medikamentöse Behandlung von Zwängen, Ängsten und Depression können primär selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) empfohlen werden. Für Kinder ab 8 Jahren ist ausschließlich Fluoxetin zugelassen. Für die Behandlung einer ADHS gilt auch bei Patienten mit gleichzeitig bestehenden Tics die Gabe von Methylphenidat als Therapie der 1. Wahl. Mehrere unabhängige Studien und eine Metaanalyse haben eindeutig zeigen können, dass Methylphenidat nicht zu einer anhaltenden Verschlechterung der Tics führt (e33, e35). Alternativ kommt eine Behandlung mit Atomoxetin oder auch Clonidin (in Monotherapie oder in Kombination mit Methylphenidat) in Betracht
- Habit Reversal Training - Azrin und Nunn (1973), Reaktionsumkehr ( Kombinationsbehandlung, wirkungsvollste verhaltenstherapeutische Behandlung von Tic-Störungen) - Selbstwahrnehmungstraining zur Früherkennung der Tics, Wahrnehmen von Vorgefühlen- Reaktionsumkehr (Einüben einer entgegengerichteten Reaktion, z.B. bei Augenblinzeln Öffnen und Schließen der Augen aller 3-5 Sek. oder bei Naserümpfen Ziehen der Oberlippe nach unten u. Zusammenpressen der Lippen); Erlernen der inkompatiblen Reaktion in der Therapie, erst bei sicherer Anwendung dort Übertragung in den Alltag)- Entspannung- Kontingenzmanagement