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SKL Neurologie (Subject) / Hirntumore (Lesson)

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  • Definition Hirntumore allgemein Sammelbezeichnung für gutartige oder bösartige Tumoren, die vom Gehirngewebe ausgehen. Im weiteren Sinn werden alle Tumoren, die innerhalb der Schädelhöhlewachsen, als Hirntumore bezeichnet - einschließlich der Metastasen extrakranieller Tumoren
  • Einteilung nach Dignität Grad I: gutartige (benigne) Tumoren, z.B. pilozytisches Astrozytom; Eigenschaften: hochdifferenziert, extrem langsames Wachstum, gute Prognose Grad II: halbgutartig (semibenigne) Tumoren, z.B. Astrozytom, Oligodendrogliom; Eigenschaften: hochdifferenziert, langsames Wachstum, gute Prognose Grad III: halbbösartig (semimaligne) Tumoren, z.B. anaplastisches Astrozytom; Eigenschaften: wenig differenziert, schnelles Wachstum, ungünstige Prognose Grad IV: bösartige (maligne) Tumoren, z.B. Glioblastoma multiforme; Eigenschaften: undifferenziert, sehr schnelles Wachstum, sehr ungünstige Prognose
  • Grad I Dignität Grad I: gutartige (benigne) Tumoren, z.B. pilozytisches Astrozytom; Eigenschaften: hochdifferenziert, extrem langsames Wachstum, gute Prognose
  • Grad II Dignität Grad II: halbgutartig (semibenigne) Tumoren, z.B. Astrozytom, Oligodendrogliom; Eigenschaften: hochdifferenziert, langsames Wachstum, gute Prognose
  • Grad III Dignität Grad III: halbbösartig (semimaligne) Tumoren, z.B. anaplastisches Astrozytom; Eigenschaften: wenig differenziert, schnelles Wachstum, ungünstige Prognose
  • Grad IV Dignität Grad IV: bösartige (maligne) Tumoren, z.B. Glioblastoma multiforme; Eigenschaften: undifferenziert, sehr schnelles Wachstum, sehr ungünstige Prognose
  • allgemeine Symptome → Hirndruckzeichen (Raumforderung)• Kopfschmerzen• Nausea (Übelkeit)• Erbrechen, va.a. morgens (schwallartig)• Vigilanzminderung• zerebrale Krampfanfälle• Wesenveränderungen• Sehstörungen• Stauugungspapille (selten)• eventuell Ausbildung eines Hydrocephalus
  • Supratentorielle Tumore Symptome (oberhalb des Kleinhirnzelts, v.a. Großhirn)• Paresen• Sensibilitätsstörungen• Gedächtnisstörungen• Orientierungsstörungen• Aphasien• zerebrale Krampfanfällen
  • infratentorielle Tumore Symptome Hirnstamm• kombinierte Hirnnervenausfälle• Störungen der lange Bahnen, v.a. der Pyramidenbahnen
  • Kleinhirntumore Symptome Kleinhirn • Intertionstremor• Dysmetrien/überschießende oder zu kurz ausgeführte Bewegungen• extremitätenbetone und rumpfbetonte Ataxiestörungen von Bewegungsabläufen• breitbasiger Gang • Dysarthrien• Nystagmus• Sysdiadochokinese (Beinträchtigung der Bewegungsoordination)• rasche Ausführung antagonistischer Bewegungen (z.B. Pro und Supination) gelingt nur eingeschränkt
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  • Diagnostik • neurologische Untersuchung• Biopsie• CCT• cMRT• Röntgennativaufnahmen des Schädels zum Ausschluss von krankialen Osteolysen • SPECT◦ Single-Photon-Emissions-CT/Einzelphotonen-Emmisions-CT◦ für Stoffwechselprozesse des Gehirns • PET◦ Positronen-Emissions-Tomografie◦ für Stoffwechselprozesse • Angiographie • EEG • Liquordiagnostik◦ Liquorpunktion auf Höhe LWK 4-5, Subarachnoidalraum◦ drei Reagenzgläser mit jeweils 15 Tropfen Liquor Hy
  • SPECT ◦ Single-Photon-Emissions-CT/Einzelphotonen-Emmisions-CT◦ für Stoffwechselprozesse des Gehirns
  • PET ◦ Positronen-Emissions-Tomografie◦ für Stoffwechselprozesse
  • Liquordiagnostik ◦ Liquorpunktion auf Höhe LWK 4-5, Subarachnoidalraum◦ drei Reagenzgläser mit jeweils 15 Tropfen Liquor
  • Einteilung nach Zelltypen • Gliome – von Nervenzellen ausgehend• Meningeome – von Menigen ausgehend• Neurinom – von Nervenscheiden ausgehend• Hypophysenadenom – von Hypophyse ausgehend• Glioblastome• Astrozytome• Oligodendrogliome• Ependymome
  • Therapie Resektion des TumorsRadiatiobei Glioblastomen Grad IV zusätzlich Chemotherapie
  • Unterteilung in vier Schweregrade Astrozytom • Grad I: Pilozystisches Astrozytom • Grad II: diffuses Astrozytom• Grad III: anaplastisches Astrozytom • Grad IV: Glioblasom
  • pilozystisches Astrozytom • häufigster Gehirntumor bei Kindern und jungen Erwachsenen• Lokalisation◦ Bereich vorderer Sehnbahn◦ Bereich des Hypothalamus◦ Kleinhirn • langsamer Wachstum, gute Abgrenzung von gesundem Hirngewebe• gutartig
  • diffuses Astrozytom • vorallem bei Erwachsenen (30. - 40. Lebensjahr)• meist in weißer Substanz des Großhirns• unregelmäßiger Wachstum in benachbartes Gewebe• langsamer Wachstum • eingeschränkt gutartig• Übergang in anaplastischen Typ oder Glioblastom möglich
  • Gliome von Gliazellen ausgehend 30-50 % aller Gehirntumore
  • anapastisches Astrozytome • betrifft vorzugsweise Erwacsene (35 – 45 Jahre)• aus entarteten (anaplastischen) Zellen → relativ schneller Wachstum• kan direkt entstehen oder aus diffusem Typ hervorgehen • meist Entartung nach Monaten – Jahren → Glioblastom
  • maligne Glioblastome • entwicklung in kürzester Zeit bei Menschen mittleren Lebensalters • Operation, Strahlen- und Chemotherapie• Lebenserwartung nur etwas mehr als ein Jahr• Bildung meist in einer Großhirnhälfte, über Balnken in andere Hemisphäre → Schmetterlingsform• von Astrozyten ausgehend → Astrozytom Grad IV• Unterscheidung nach Entstehung◦ primäres Glioblastomaus gesunden Astrozyten hervorgehendEntwicklung ntnnerhlab weniger wochenvrwiegend ältere Personen im sechsten bis siebten Lebensjahrzehnt◦ sekundäres GlioblastomEntwicklung aus Astrozytom niedrigeren WHO-Grades (bereits bestehndem Tumor aus Astrozyten)Glioblastm Endstadium einer länger verlaufenden TumorerkankungAltersgipfel zwischen 50. und 60. Lebensjahr
  • Oligodendrogliome gehören zu diffus infiltrierenden neuroepithelialen Tumoren Dignität von benigne bis hoch maligne
  • Einteilung nach Dignität Oligodendrogliome • Grad I:benigne Oligodendroliome• Grad II: nierigmaligne Oligodendroliome• Grad III: anaplastische Oligodendroliome• Grad IV: hoch maligne Oligodendrogliome
  • Lokalisation Oligodendrogliome • Großhirnhemisphäre (Präferenz Frontallappen)• Infiltration des Cortex von weißer Substanz aus • alle Strukturen können befallen sein, selten Kleinhirn oder Hirnstamm
  • Ependymom Erkankungsalter Kleinkind- bis Erwachsenenalter Dignität: Grad I (benige) bis Grad IV (hochmaligne)
  • Lokalisation Ependymom • bei Kindern gewöhnlich supratentoriell• bei Erwachsenen: 4. Ventrikel, Seiteventrikel, 3. Ventrikel, Aquäduct, Kleinhirnbrückenwinkel (abnehmende Häufigkeit)• Spinal im Filum terminale, lokale Steuung prä- und postsakral möglich
  • Symptome Ependymom • Hydrocephalus Ausbildung typisch
  • Meningeome meist von Arachnoidea ausgehendmeist benigne → langsamen Wachstummeist ab 40 und 60 Lebenjahr
  • bevorzugte Lokalisation Meningeome • Sinus sagitalis → Konvenitätsmeningeom• Os spenoidae → Keilbeinmeningom• Kleinhirndach → Tentoriummeningeom• Blubus olfactorius, Formane magnum, Nervus opticus
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  • Symptome Menigeome • häufig Erreichen beträchtlicher Größe ohne symptomatisch zu werden• erst duch perifokales Ödem bemerkbar• Symptomatik von genauer Lokalisation abhängig • häufige Erstsymtome◦ Visusminderung zw. Geischtsfeldausfälle◦ Kopfschmerzen◦ epileptische Anfälle◦ Gangunsicherheit bei intrakranieller Lage • Foster-Kennedy-Syndrom◦ Optikusatrophie am ipsilateralen Auge◦ Papillenödem am kontralateralen Auge • Spinal◦ lokale Kompressionssymptome mit Schmerzen im entsprechenden Dermatom, ggf. Sensibilitätsstörungen und Wurzelparesen◦ beträchtlicher spinale Raumforderung → Spinalkanalstenose mit Myelopathie
  • Neuriome gutartig (WHO Grad I), langsam wachsend meist bindegeweig abgepalsete Tumore des peripheren Nervensystems, bestehen aus Schwann-Zellen Altersgipfel 20. bis 50. Lebensjahrzehnt
  • Lokalisation Neuriom Lokalisation Kleinhirnbrückenwinkel meist vom N. Vestibulocochlerai ausgehend → AkustikusneuriomHinterwurzel des Rückenmarks
  • Akustikusneuriom • einseitige Hypakusis• Tinnitus• Dreh- und Schwankschwindel zur betroffenen Seite• Nystagmus• bei sehr großem Akustikuseuriom → Komprimierung Nn. Facialis und trigeminus