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SKL Neurologie (Subject) / Hirnblutungen (Lesson)
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- Einteilung • ICB/IZB: Intrazerebrale Blutungen → Blutungen in das Hirngewebe• EDH: epidurales Hämatome → Blutungen zwischen Schädelkalotte und Dura mater• SDH: subdurales Hämatome → Blutung zwischen Dura mata und Arachnoidea• SAB: subarachnoidal Blutung → zwischen Pia mata und Arachnoidea
- Symptome • Hirndruckzeichen◦ Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, weite lichtstarre Pupille, Stauungspupille, Bewusstseinseintrübungen, fokalneurologische Symptome• fokalneurologische Symptome entsprechend der Raumforderungen• epileptische Anfälle• Hirnödeme mit der Gefahr der Herniation• psychische Begleitsymptome: zeitliche, örtliche Desorientiertheit; ausgeprägte, angstbesetzte, optische, akustische Halluziationen
- Diagnostik • stationär: Stroke Unit• Anamnese• neurologische Untersuchung• CCT, cMRT, Angiographie • EEG • Blutdruck-, Blutzuckerkontrolle• Labor: Gerinnungsfaktoren
- Intrazerebrale Blutung zweithäufigste Ursache für Apoplex nach ischämischem InsultBlutungen in Hirnparenchym
- Intrazerebrale Blutung Einteilung spontane ICB zerebrale Amyloidangiopathie (ca. 20 %, Patienten >70 Jahre) spontane ICB
- epidurales Hämatom Blutung zwischen Schädelkalotte und Dura materBlutung aus den Ästen der A. meningea media oder aus SinusAusbreitung des Hämatoms in der Temporalregion Klinik• 3 phasiger Verlauf• initiale Bewusstlosgkeit, freies Interball, erneute Bewusstseinseintrübung mit Auftreten von neurologischen Herdsymptomen (häufig kontralaterale Hemiparese)• in 60 % der Fälle keine initiale Bewusstlosigkeit• in 20 % der Fälle Auftreten eines akuten subduralen Hämatoms
- subdurales Hämatom Unterscheidung zwischen akuten und chronischen Subduralhämatomen • aSHD – akutes Subduralhämatom◦ nach schweren Schädel-Hirn-Traumata mit Hirnkontusionen • cSDH – chronisches Subduralhämatom◦ mehr als 14 Tage alt◦ bei älteren Patienten nach leichten Traumata/Stürzen bilateral◦ spontan unter Therapie mit Medikamenten, die Blutgerinnung hemmen
- Ursachen SAB • rupturierte Aneurysem (60%) → Bauchpresse (Stuhlgang, Geschlechtsverkehr)• arterielle Hypertonie• Traumata (SHT)
- Klinik akute SAB • plötzlich einsetzender vernichtender Kopfschmerz• Meningismus• Bewusstseinsminderung bis hin zum Koma• Übelkeit und Erbrechen• fokalneurologische Ausfälle wie z.B. Augenmuskellähmung• kontralaterale Hemiparese und Hemihypästhesie• epileptische Anfälle• Entwicklung eines Hydrocephalus
- Diagnostik SAB • Lumbalpunktion (blutiger Liquor)• Angiographie• CCT, cMRT
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- Therapie SAB • intensivmedizinische Überwachung der Vitalfunktionen• Sedierung und Analgesierung• Behandlung Hirnödem • Ausschaltung Aneurysmas (innerhalb der ersten 72 Stunden)◦ clipping → Abklemmen des Aneurysmas◦ coiling → Einbringen von Platin- oder Titanspiralen in den Aneurysmasack zum Verschließen der Schwachstelle◦ pCONus → Mischung aus endoluminaler Stent und intraneurysmalen Implantat • Verhinderung Gefäßspasmen (Vasospasmen)• Liquordrainage eines sich entwickelnden Hydrocephalus
- Komplikationen SAB • Vasospasmen◦ zwischen 4. und 14. Tag nach Aneurysmaruptur → reaktive Verengung der subarachnoidalen Arterien → Durchblutungsstörungen, zerebrale infarkte◦ Entstehung durch Blutabbauprodukte• Rezidivblutungen• Liquorstau mit Ausbildung eines Hydrocephalus durch Resorptionsstörung• Herzrhythmusstörungen
- Klinik TIA-Symptome, fokalneurologische Ausfälle können fehlen
- Therapie • engmaschige Überwachung◦ Vitalfunktionen: RR, Atmung, Puls◦ Pupillenreaktion • medikamentöse Behandlung des Hirnödems• Anfallsprophylaxe• Therapie Grunerkrankungen • operativ◦ Ausräumung Hämatom▪ Bohrlochtrepanation▪ Kraniektomie
- Ursachen spontane ICB • arterielle Hypertonie (ca. 35 %, Patienten 40-70 Jahre)◦ Blutungen hypersensitiver Genese gehäuft an typischer Lokalisation◦ Basalganglien◦ Thalamus◦ Kleinhirn, Pons (infratentoriell)
- Ursachen zerebrale Amyloidangiopathie (ca. 20 %, Patienten >70 Jahre)◦ Ablagerung Peptid (Beta-Amyloid) im zerebralen Blutkreislauf → Stenosen, Mikroaneurysmen◦ Gefäßmissbildungen◦ einblutende Tumore◦ Antikoagulantientherapie;/macumar◦ SinusvenenThrombose◦ chronischer Alkoholabusus◦ Intoxikationen◦ Vaskulitiden
- Ursache nicht spontane ICB schweres SHT
- Klinik epidural Hämatom • 3 phasiger Verlauf• initiale Bewusstlosgkeit, freies Interball, erneute Bewusstseinseintrübung mit Auftreten von neurologischen Herdsymptomen (häufig kontralaterale Hemiparese)• in 60 % der Fälle keine initiale Bewusstlosigkeit• in 20 % der Fälle Auftreten eines akuten subduralen Hämatoms