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Diätetik (Subject) / Ernährung und Krebs (Lesson)

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  • Entstehung bösartiger Tumore ist abhängig von Alter Disposition Exposition Die Exposition umfasst alle Umweltfaktoren, die Einfluss auf Tumorentstehung nehmen.Ein wesentlicher Umweltfaktor ist die Ernährung!
  • Krebsbegünstigende Faktoren Übergewicht und Adipositas Alkohol selbst nicht gentoxisch, aber: Häufige Fehlernährung bei hohem Alkkonsum Karzinogengehalt mancher alkoholischer Getränkegesteigerte Aktivität von Cytochrom P450 führt zur vermehrten Umwandlung von Karzinogenvorstufen in aktive Karzinogene. Kombination Alkohol und Tabakrauch Untergewicht Fette Fleischverzehr: durch Eisengehalt vermehrte Bildung freier Radikale KH Wenn man viel raucht und gleichzeitig viel trinkt erhöht sich das Risiko an Mundhöhlen-krebs zu erkranken um ein Vielfaches!!! (syneristische Wirkung)
  • Karzinogene in der Nahrung MYKOTOXINE: z. B. Aflatoxine, Ochratoxin, etc. Ochratoxin wird von verschiedenen Schimmelpilz- arten der Gattungen Penicillium und Aspergillus gebildet → Leber- und Nierenkarzinome Hauptquelle:Getreide und Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Kaffee, Bier, Traubensaft, Rosinen, Wein, Kakaoprodukte, Nüsse und Gewürze Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK): z. B. Benzpyren. Quelle: Pflanzliche NM über Umweltkontamination oder durch Erhitzen (rösten, räuchern, grillen) über 400°C. Heterozyklische Amine: z. B. Pyrolyseprodukte Entstehen beim Braten, Grillen, Erhitzen proteinreicher Nahrungsmittel. Wahrscheinlich mitverantwortlich für Entstehung von Darmkrebs N-Nitrosoverbindungen: Nitrit + sekundäre/tertiäre Amin → Nitrosamine stark kanzerogen (v. a. in Pöckelware wie Speck und Schinken, oder endogen gebildet aus Nitrat) Kanzerogenität bislang NUR im Tierversuch und in vitro nachgewiesen! In epidemiologischen Studien kein Hinweis! Neure Studien lassen hingegen positive Wirkungen für Nitrat vermuten: Nitrat → Nitrit → Stickoxid →gefäßerweiternd (aktuelle Forschungen zum Einsatz für Sportlerernährung und Brainfood) Peroxide, freie Radikale: ranziges Fett,erhitzte hoch ungesättigte FS -> oxidativer Stress
  • Substanzen mit krebsprophylaktischer Wirkung? Antioxidative Mikronährstoffe Carotinoide: ß-Carotin, Lycopin (Tomaten), Lutein ( Spinat), ß-Cryptoxanthin (Früchte), a-Carotin (Karotten) Sekundäre Pflanzenstoffe: (antikarzinogen) Flavonoide, Phytate, Cumarine, Terpene, Lignane, Isothiocyanate,... Vorkommen: Knoblauch, Kohlgewächse, Süßholzextrakte, Sojabohnen, Ingwer, Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Zitrusfrüchte  Folsäure Calcium: bindet prokarzinogene Substanzen Selen: Cofaktor der Glutathionperoxidase →wichtiger Schutzfaktor für oxidativen Stress.  ω-Fettsäuren
  • Krebs und die alltägliche Ernährung? Eine Heilung und vermutlich auch die Beeinflussung des Tumorwachstums ist durch diätetische Maßnahmen NICHT möglich! Aber: durch eine geeignete Umstellung der Ernährung kann die Inzidenz von Krebs-Erkrankungen um 30-40% reduziert werden! 1. Ausgewogen essen: v. a. pflanzliche Nahrungsmittel reich an Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreideprodukte (mögl. auf Vollkornbasis), Reis und Kartoffel 2. Übergewicht abbauen: optimaler BMI zwischen 21-23. Während des gesamten Erwachsenenlebens nicht mehr als 5kg zunehmen! Übergewicht fördert u. a. die Bildung von Gebärmutter-, Darm- und (nach den Wechseljahren) Brustkrebs 3. Körperliche Aktivität: PAL von mindestens 1,75 sollte während des gesamten Lebens erreicht werden 4. Obst & Gemüse: 5 x am Tag. Gemüse, Salat und Früchte senken das Risiko an Speiseröhren- Magen- und Lungenkrebs zu erkranken 5. Mehr Brot, Teigwaren, Reis, Kartoffel und Hülsenfrüchte: täglich 600-800g (mögl. unverarbeitet) erhöhen den Schutz vor Krebs (v. a. von Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Brustkrebs) 6.Weniger Fleisch: rotes Fleisch sollte höchstens 10% der Gesamtenergieaufnahme ausmachen. Täglich nicht mehr als 80g rotes Fleisch (Schwein, Lamm, Rind), besser sind Fisch, Geflügel oder Wild 7. Alkohol: Alkohol begünstigt die Krebsentstehung in Mund, Larynx und Ösophagus. 8. Pflanzenfett bevorzugen: täglich nicht > als 2 Kaffeelöffel Pflanzenöl (Oliven-, Raps-, Sonnenblumen-, Distel-, Maiskeimöl), 2 Kaffeelöffel Bratfett (Oliven-, Erdnussöl) und 2 Kaffeelöffel Streichfett (Butter, Margarine) 9. Schonend Zubereiten: niedrige Gartemperaturen; darauf achten, dass nichts anbrennt; verkohlte Stellenwegschneiden,... 10.Salzen: nicht > 6g/d. Hoher Salzkonsum = Risikofaktor für Magenkrebs 11.Lagerung: Vermeidung der Kontamination mit Schimmelpilzen (kühl und trocken lagern) 12.Nahrungszusätze: Vitamin- und Mineralstofftabletten sind KEIN Ersatz für eine gesunde Ernährung.Wer abwechslungsreich und ausgewogen ist kann auf sie verzichten! 13.Nicht Rauchen!
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