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Testen und Entscheiden (Subject) / Testen und Entscheiden 7 (Lesson)
Testen und Entscheiden 7
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- Welches Vorgehen ist zu beachten bei vorliegender Suizid und Fremdgefährdung? Hinweise auf Selbst- oder Fremdgefährdung = Einweisung in geschlossene psychiatrische Abteilung Zwangseinweisung; notfalls durch Polizei
- Definieren Sie den Begriff Suizid und grenzen Sie Ihn von Selbstmord und Freitod ab. willentliche Beendigung d. eigenen Lebens > Selbstmord = keine Mordmerkmale im juristischen Sinne > Freitod = kein Ausdruck freier Entscheidung; Einengung gedanklicher Perspektiven und Verlust von Handlungsoptionen
- Erläutern Sie die drei größten Irrtümer im Hinblick auf Suizid. 1. Wer von Suizid spricht, tut es nicht. > 80% der Suizide wurden vorher angekündigt 2. Werden Suizidabsichten im Gespräch erfragt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit ihrer Umsetzung > Gespräche sind für betroffene entlastend. Sorge, durch Nachfragen eine Verschlimmerung herbeizuführen, ist unbegründet 3. Wer sich wirklich umbringen will, ist nicht aufzuhalten. > Präventionsstrategien/professionelle Krisenbewältigung können Suizide verhindern
- Welche allgemeinen, psychologischen und psychiatrischen Faktoren von Suizid kennen Sie? Depression; Schizophrenie; bipolare Störungen; Angststörungen; Sucht; Persönlichkeitsstörungen; chronische Krankheit mit fehlender Heilungsaussicht Allgemein: Suizidankündigung, vorangegangener Suizidversuch, Alter & Vereinsamung
- Warum sind Statistiken bezüglich Suiziden kritisch zu betrachten? systematische Unterschätzung d. Suizide in Todesursachenstatistik > ICD-10: ungenau bezeichnete Todesursachen werden nicht als Suizid erkannt
- Nennen Sie Kriterien zur Beurteilung der Basis-Suizidalität Suizidversuche/Absichten in Vorgeschichte Suizidversuch (Stationär) selbstschädigende Handlungen (Vorgeschichte) Suizidversuche/Handlungen bei Angehörigen/Bezugspersonen soziale Isolation traumatisierende Lebensereignisse Störungen Impuls- und Aggressionskontrolle potenziell riskante Jahrestage spezieller Ereignisse (Dokumentation)
- Nennen und erläutern Sie die Kriterien zur Einschätzung der akuten Suizidalität 1. Krisensituation: Verlust/Kränkung 2. aktive Suizidtendenz: Ruhewunsch; Sterben; Tod (je konkreter, desto gefährlicher; Suizidversuch/Absichten innerhalb d. letzten zwei Wochen* 3. psychopathologischer Befund: Resignation*; Wahninhalte*; Schuldgefühle*; 4. Aufbau einer tragfähigen Beziehung erscheint/ist unmöglich
- Bitte erläutern Sie das präsuizidale Syndrom situative Einengung: Verzweiflung Einengung d. Selbstwertgefühls: es sei gleichgültig, ob man auf der Welt sei oder nicht Einengung zwischenmenschlicher Beziehungen: Vereinsamung Einengung d. Dynamik: Wut/Aggression gegen sich selbst; Hoffnungslosigkeit/Verzweiflung
- Definieren Sie den Umgang mit Suizidalität nach Schüßler (1995) Behandler ist verpflichtet, sich eine klare Vorstellung darüber zu machen, ob der Patient suizidal ist, welche Pläne er hegt und warum er bisher von einem Suizidversuch Abstand genommen hat. 1. Akzeptanz als Notsignal 2. Verstehen d. subjektiven Notwendigkeit d. Notsignals 3. Bearbeitung gescheiterter Bewältigungsversuche 4. Aufbau einer tragfähgien therap. Beziehung/Suizidpakt 5. Wiederherstellung persönlicher Beziehungen 6. gemeinsame Entwicklung alternativer Problemlösungen WICHTIG: bei schwerwiegender Suizidalität ist Einweidung unumgänglich!
- Definieren Sie den Suizidpakt gemeinsam getroffene Vereinbarung (Versprechen) zwischen dem Patienten/Therapeuten, dass d. Patient bis zum nächsten Termin keinen Suizidversuch unternehmen wird bzw. sich in Not sofort an d. Therapeuten wenden wird.
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- Erklären Sie das Stufenmodell als Hilfe zur besseren Diagnose Stufe 0: keine Hinweise auf Suizidalität Stufe 1: Suizidalität in Anamnese; absprachefähig ohne Suizidgedanken Stufe 2: Ruhewünsche/Suizidgedanken; keine konkrete Handlungsabsicht; distanziert; absprachefähig Stufe 3: Ruhewünsche/Suizidgedanken; keine konreten Handlungspläne; eingeschränkt absprachefähig Stufe 4: akute Suizidalität; konkrete Suizidabsichten/aufdrängende Suizidgedanken; Handlungsdruck
- Nennen Sie die Kriterien zur Beurteilung der Basis-Fremdgefährdung soziodemographische Faktoren Gewaltanamnese gegewärtige Situation psychiatrische Diagnose: Schizophrenie; Alkohol-/Drogenabusus; Persönlichkeitsstörung; Risikofaktoren: schlechte Compliance; fehlendes soziales Netzwerk; belastendes Milieu
- Nennen Sie Kriterien zu Beurteilung der gegenwärtigen Fremdgefährdung Vorwarnzeichen: Drohung/Gewalt Intoxikation akutes psychotisches Zustandsbild verlust d. Impulskontrolle, verbunden mit Ärger/Feindseligkeit Außerdem: Wahn/Halluzination; Drohungen gegenüber klar bezeichnetem Opfer/Zugang zu diesem; konkreter Plan zur Umsetzung (Waffenkauf)