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Testen und Entscheiden (Subject) / Testen und Entscheiden 6 (Lesson)
Testen und Entscheiden 6
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- Welche Gesichtspunkte sollten in Hinblick auf das Kindeswohl berücksichtigt werden? - Bedürfnisse des Kindes - Lebenslage d. Familie - Erziehung - Rechte d. Kindes nach BGB und UN-Kinderrechtskonvention
- Bitte erläutern Sie das Kinderstrafrecht BGB nach §1666 Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls. Wann liegt eine Kindeswohlgefährdung vor? (1) wird das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen gefährdet und sind die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage, die Gefahr abzuwenden, so hat das Familiengericht die Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind. - gegenwärte/bevorstehende Gefahr für Kindesentwicklung - Fortdauer eine erhebliche Schädigung d. körperlichen, geistigen/seelischen Wohls des Kindes - mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt
- Wann liegt eine Kindeswohlgefährdung laut statistischem Bundesamt vor? - erhebliche Schädigung d. körperlichen, geistigen/seelischen Wohls - mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist - Situation von Sorgeberechtigten nicht abgewendet wird
- Definieren Sie Gefährdung des Kindeswohls nach dem Kinderschutzzentrum Berlin "Kindesmisshandlung ist ein nicht zufällige bewusste/unbewusste gewaltsame psychische/physische Schädigung, die in Familien/Institutionen geschieht und die zu Verletzungen, Entwicklungshemmungen oder sogar zum Tod führt und die das Wohl und die Rechte eines Kindes beeinträchtigt oder bedroht."
- Welche Parameter sind bei Kindesmisshandlung zu berücksichtigen? Ausmaß d. Misshandlung Alter d. Kindes Alter, Beginn d. Misshandlung Dauer d. Misshandlung Häufigkeit d. Misshandlung
- Welche Misshandlungsformen von Kindern kennen Sie? Vernachlässigung psych. Misshandlung körperliche Misshandlung sexuelle Misshandlung Münchhausen-by-proxy-Syndrom
- Bitte definieren Sie Vernachlässigung nach v. Schone (1997) andauernde/wiederholte Unterlassung fürsorglichen Handels chron. Unterversorgung, Missachtung und Nichtbefriedigung d. Lebensbedürfnisse d. Kindes hemmt/verhindert seine körperliche, seelische und geistige gesunde Entwicklung Folgen: bleibende Schäden/Tod
- Bitte nennen und erläutern Sie Eigenschaften seelischer Misshandlung bei Kindern alle Misshandlungsformen = seelische Misshandlung Ursache: Herabsetzung, Isolation, Bedrohen, vermitteln es sei fehlerhaft/wertlos; Verachtung, Parentifizierung, überbehütende Erziehungshaltung Eingriff in persönliche Integrität; häusliche Gewalt zwischen Erwachsenen
- Wann kommt es zu körperlicher Misshandlung bei Kindern? körperliche Gewalt Folgen: Störung d. Sozialverhaltens; mangelnde Konzentration; Alkohol- und Suchtmittelmissbrauch; gestörtes Selbstbild/Selbstvertrauen
- Was versteht man unter sexueller Misshandlung und welche Folgen kann diese für das Kind haben? sexuelle Handlung vor oder an Kindern gegen den Willen des Kindes Täter nutzt Machtposition aus, um eigene Bedürfnisse zu befriedigen Folgen: gestörtes Selbstkonzept, Ängste, Depression, PTBS, Sucht- und Selbstverletzendes Verhalten
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- Was versteht man unter dem Münchhausen-by-proxy-Syndrom? Merkmale: - auslösen von Krankheitsbeschwerden durch nahe Betreuungsperson - Kind wird regelmäßig zu medizinischen Untersuchungen vorgestellt - Betreuungsperson verneint Wissen über Ursache - Trennung d. Kindes von Betreuungsperson = Rückbildung d. Beschwerden
- Bitte erläutern Sie die Stufen der Risikoeinschätzung der Kindeswohlgefährdung erste Gefährdungseinschätzung: - Mitteilung d. Verdachts Sicherheitseinschätzung: - akute Situation (Hausbesuch) - Einschätzung: kann Kind in Obhut d. Eltern bleiben? Mehrdimensionale Risikoeinschätzung: - Kontakt zu Familie; Helfer, Kindergarten, Schule, Kinderarzt
- Nennen und erläutern Sie Elemente der Risikoeinschätzung in Bezug zur ersten Gefährdungseinschätzung 1. Risiko- und Schutzfaktoren 2. Lebenslage d. Familie 3. Bedürfnisse der Kinder 4. Erziehungsfähigkeit d. Eltern 5. Entwicklungsstand d. Kinder 6. Ressourcen d. Familie 7. Kooperationsbereitschaft d. Eltern 8. prognostischer Blick: welche Entwicklung ist zu erwarten, wenn keine Hilfe angenommen wird/Hilfe angenommen wird?
- Wie findet die abschließende Bewertung und Dokumentation der Risikoeinschätzung statt? abschließende Bewertung: Kindeswohlgefährdung/keine Kindeswohlgefährdung mit Hilfebedarf/keine Gefährdung Dokumentation: Risikoeinschätzung schriftlich dokumentieren und begründen Wie wurden Erkenntnisse gewonnen? Was wurde unternommen um die Familie zu unterstützen?
- Erläutern Sie das biopsychosoziale Modell zu Risiko- und Schutzfaktoren risikoerhöhende Belastungsfaktoren: personale(biologische) Risiken; familiäre Risiken; soziale Risiken risikomildernde Schutzfaktoren: personale Ressourcen, familiäre Ressourcen, soziale Ressourcen > Wechselwirkung zw. Belastung/Ressourcen > Grad d. Gefährdung > Ausmaß d. Entwicklungsstörung/Gesundheit
- Nennen Sie die Risikofaktoren von Seiten des Kindes Frühgeburt, Krankheit, geistige/körperliche Behinderung > Schreikind/Sozialverhalten > passive Säuglinge, die Signale d. Eltern nicht beantworten > Alter/Geschlecht
- Nennen Sie persönliche Risikofaktoren der Eltern > Deprivationserfahrung > Gewalterfahrung > traumatische Erlebnisse > Krankheit/Behinderung/psych. Erkrankung/Sucht > mangelnde Leistungsfähigkeit; Intelligenzminderung; Belastbarkeit d. Eltern
- Welche Gedanken und Gefühle zur Fürsorge und Erziehung gelten als Risikofaktoren bei den Eltern? - altersunangemessene Erwartung bzgl. Fähigkeit/Selbstständigkeit d. Kindes - eingeschränktes Einfühlungsvermögen - Belastung durch d. Kind - Hilflosigkeit in d. Erziehung - feindselige Erklärungsmuster/negativ verzerrtes Bild d. Kindes - harsche Formen d. Bestrafung - keine Bereitschaft eigene Bedürfnisse zugunsten d. Kindes zurückzustellen
- Nennen Sie Risikofaktoren in der familiären Situation - Trennung/Scheidung - wenig Ressourcen in Großeltern/Verwandte/Freunde - Störung d. Interaktion zwischen Eltern/Umfeld - emotionale Spannung in Familie - häusliche Gewalt
- Welche Risikofaktoren von Seiten der Situation kennen Sie? soziale Situation d. Familie: wenig Unterstützung im Umfeld; Kooperation mit Kindergarten/Schule schlecht ökonomische Situation d. Familie: Obdachlosigkeit, Armut, Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit, geringes Einkommen, Schulden
- Welche Schutzfaktoren und Ressourcen machen Kinder stark und widerstandsfähig? Schutzfaktoren d. Individuums: sprachliche/motorische Kompetenz; Intelligenz; Selbstvertrauen in eigene Fähigkeiten; Selbstwirksamkeitsglaube (Ich kann das!); Problembewältigungskompetenzen; Planungsfähigkeit; positives Menschen-/Weltbild Schutzfaktoren d. Familie/Umfeld: enge Bindung zu Bezugsperson; gleichgeschlechtliches Vorbild; emotional warmes/wertschätzendes Erziehungsverhalten; soziale/emotionale Unterstützung außerhalb d. Elternhauses; familiärer Zusammenhalt