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Allgemeine und Biopsychologie (Subject) / Aufmerksamkeit, Bewusstsein und Kontrolle (Lesson)
-Funktionen der Aufmerksamkeit
-Perspektiven auf Bewusstsein
-Grundlagen der Kontrolle
This lesson was created by MadeleineMartina.
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- Was ist Aufmerksamkeit? Man ist der fokussiert und nimmt nichts anderes mehr wahr. Vergleichbar ist dies mit einem Taschenlampenkegel. Das Gebiet der Aufmerksamkeit ist bereits gut erforscht.
- Was sind die Funktionen der Aufmerksamkeit? -Planen und Kontrollieren: nicht automatisierte Handlungen vorbereiten und die Ausführung überwachen; sich auf eine Aufgabe konzentrieren (sich etwas bewusst machen) -Selegieren: relevante Informationen heruasfiltern; Aufmerksamkeit schenken; sich für eine Handlungsmöglichkeit entscheiden -Überwachen: die Umwelt auf Veränderungen absuchen; wach sein; nicht abgelenkt sein -> umso fokussierter man ist, umso bessere Aufmerksamkeit -Alle drei Funktionen können gleichzeitig aktiv sein, stören sich aber gegenseitig(z.B. bei sog. Doppelaufgaben). -Die Veränderung des Aufmerksamkeitsniveaus kann willentlich oder reizgesteuert geschehen.(Beispiel: Telefonieren im Auto und Beobachtung der Umgebung beim Autofahren). -Man kann visuelle und auditive Aufmerksamkeit unterscheiden, die nach unterschiedlichenPrinzipien funktioniert.
- Was ist selektive Aufmerksamkeit? Die Fähigkeit, sich auf nur einen kleinen Teil der Reize zu konzentrieren,die von den sensorischen Organen gleichzeitig wahrgenommen werden. Hierbei sind zwei Punkte von Bedeutung:- Selektive Aufmerksamkeit verbessert dieWahrnehmung der Reize im Zentrum der Aufmerksamkeit.-Sie beeinträchtigt die Wahrnehmung vonReizen, auf die man sich nicht konzentriert. Selektive Aufmerksamkeit bedeutet damit, dass wirunser Bewusstsein in jedem Moment– wie im Licht eines Scheinwerfers – immernur auf einen begrenzten Aspekt von all dem richten,was wir erleben. Und zwar auf einen sehr begrenzten Aspekt. Beispiel: Wir sind auf unser Smartphone konzentriert, übersehen eine Laterne und laufen direkt dagegen. Des Weiteren unterscheidet man zwischen visueller und auditiver Aufmerksamkeit.
- Was ist der Unterschied zwischen Aufmerksamkeit und Wahrnehmung? Wahrnehmung: Man hat die Welt im Blick. Man hat einen Überblick. Aufmerksamkeit: Fokussierung
- Was ist die Dichotisches Hören? Eine wichtige Aufmerksamkeitsfunktion ist die Fähigkeit, unerwünschte Reize aus derkognitiven Verarbeitung herauszufiltern und andere durchzulassen. - Ein Teil der frühen Forschungen zu Aufmerksamkeit fokussiertesich auf auditive Aufmerksamkeit. Viele dieser Forschungsarbeitenkonzentrierten sich auf Aufgaben zum dichotischen Hören. - Dabei hören Probanden auf zwei Kopfhörern gleichzeitigzwei verschiedene Mitteilungen - jeweils eine davon aufjedem Ohr. Die Probanden werden instruiert, jeweilseine der beiden Mitteilungen zu ignorieren(Beschattungsaufgabe, shadowing task). Untersucht wird dann, ob die Probanden auf nur eineMitteilung achten können und wie viel von der anderen Mitteilung verarbeitet wird. -Cherry (1953) machte dazu ein Experiment, bei dem zwei unterschiedliche Sätze auf dem linken und rechten Kanal dargeboten wurden. Die Vpn sollten den Satz auf dem linken Kanalnachsprechen (beschatten). Die Vpn konnten kaum Angaben über die Informationen aus dem unbeachteten Kanal machen. Nachweis: Man fokussiert sich wirklich auf ein Ohr-> top down erzeugter Reiz Woher weiß man aber, dass auf dem anderen Ohr trotzdem etwas gespielt wird? Test mit eigenem Namen konnte gehört werden -> bottom up Reiz
- Welche zwei Arten von visueller Aufmerksamkeitsverlagerung gibt es? -endogene Aufmerksamkeit = internale kognitive Prozesse(z.B. Aufmerksamkeit auf Tischplatte richten, weil man seinenAutoschlüssel sucht) -> Neuronale Steuerung über top-down Mechanismen im Gehirn,v.a. im präfrontalen und Parietalkortex;Bewusste Verlagerung der Aufmerksamkeit - exogene Aufmerksamkeit = externale Ereignisse(z.B. Aufmerksamkeit wird auf Tischplatte gelenkt, weil die Katze gerade ein Glasumgestoßen hat) -> Neuronale Steuerung über bottom-up Mechanismen im Gehirn(sensorische Wahrnehmung und Weiterverarbeitung im Gehirn)Hinweisreize ziehen die Aufmerksamkeit automatisch auf sich.Diese Reaktion kann nicht unterdrückt werden
- Was ist Change Blindness (Veränderungsblindheit)? Menschen entdecken oftmals auch gravierende Änderungen in Merkmalenzwischen Szenen nicht.-Nur für bedeutsam erachtete Merkmalsveränderungen werden identifiziert.-Experten sind besser im Identifizieren relevanter Veränderungen. -Das deutet auf eine aktive Aufmerksamkeitssteuerung in der visuellenWahrnehmung hin. Beispiele: -Film Derren Brown- Person Swap- Change blindness: Darsteller frgat mit einer großen Stadtkarte in der Hand Passanten nach dem Weg. Plötzlich kreuzt die beiden ein weiterer Mann, der ein überdimensionales Bild trägt. Als das Bild wieder weg ist, sieht man auf einmal einen anderen Mann/ oder sogar eine andere Frau, die nach dem Weg fragt. Fazit: Die befragten Passanten merken den Unterschied in den meisten fällen nicht. -Ort am Wasser: Speigelung im Wasser ist auf dem zweiten Bild anders -Kiste auf Boot fehlt in einem zweiten Bild
- Was sind periphere und zentrale Flaschenhälse? Bei peripheren Prozessen existieren Flaschenhälse (bottlenecks, Begrenztheit in der Wahrnehmung) (vgl. auditive und visuelle Wahrnehmung und Aufmerksamkeit). Bei der zentralen Kognition existiert ebenfalls ein Flaschenhals(central bottleneck). -> Wenn Konzentration für "2 Aufmerksamkeiten" benötigt wird, dann funktioniert dies nicht. Durch perfekte Zeitaufteilung kann man unter bestimmten Bedingungen zweiAufgaben mit derselben Geschwindigkeit wie eine einzige ausführen.Dies gelingt, wenn die zentrale Kognition nicht gleichzeitigvon den beiden Aufgaben gebraucht wird.
- Gibt es Multi Tasking? Menschen können multiple perzeptuelle Modalitäten gleichzeitig verarbeitenoder multiple Handlungen gleichzeitig ausführen,aber nicht an zwei Dinge gleichzeitig denken. ->Multo Tasking gibt es in diesem Sinne nicht. Es gibt 1% der Menschheit bei denen man von so etwas sprechen kann (Sie können zwischen zwei Aufgaben ganz schnell switchen)
- Was wurde bereits zum Thema Bewusstsein erforscht? Leider lässt sich diese Frage nicht klar und deutlich beantworten. Es gibt verschiedene Forschungsansätze, allerdings steht man hier noch weit am Anfang. Der heutige Forschungsansatz konzentriert sich auf die Neuronenstruktur und nicht auf die Gehirnbereiche.
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- Was ist Bewusstsein? Gesamtheit der unmittelbaren Erfahrung, die sich aus der Wahrnehmungvon uns selbst und unserer Umgebung, unseren Kognitionen, Vorstellungenund Gefühlen zusammensetzt.
- Nennen und beschrieben Sie die 4 Perspektiven auf das Bewusstsein. Wachheitszustände: -Unterschiedliche Wachheitszustände in Abhängigkeitdes Erregungsniveaus-Koma - Schlaf - Traum - entspannter Wachzustand -Vigilanz (Dauer-aufmerksamkeit) Phänomenales Bewusstsein: -subjektives Erleben von Sinneswahrnehmungen-Erlebniseigenschaften mentaler Repräsentationen-schwer erforschbar, da nur der eigenen Personzugänglich -subjektive Repräsentation der Welt Repräsentation & Monitoring: -bewusstes Zugreifen aufmentale Repräsentationenz.B. bei der Vorbereitung von Entscheidungen-Wissen um die eigenen Wahrnehmungen undGedanken (denken über das Denken)-Zum Selbstmanagement besonders wichtig:Metakognition - das Denken über das eigene Denken. Selbstbewusstsein: -Gedanken über sich selbst-Selbstkonzept - das Bild von sich selbst führt oft zu bestimmten Handlunsgmustern/ Verhaltensarten, z.B. erfolgreicher Mensch , dann ist man auch ein erfolgreicher Mensch ; je besser ich weiß wie meine Selbstwirkung ist, desto größeres Selbstbewusstsein (kann man nur haben, wenn man sich wirklich kennt)-Die Einstellung zu sich selbst -> Es gibt Reize, die im Gehirn ankommen, wir diese aber nicht bewusst wahrnehmen.
- Wie lässt sich Hypnose beschreiben? -sehr sehr starke Aufmerksamkeitssteuerung -keine stärkere Manipulation als sonst, nur das man sich dafür öffnet -funktioniert nur, wenn man daran glaubt
- Beschreiben Sie das Experiment mit dem Response- Priming Paradigma von Neumann & Klotz (1994) zur unbewussten Wahrnehmung. Forschungsfrage: Hängen motorische Reaktionen auf visuelle Reize davon ab, ob diese Reize bewusst werden? Ablauf- Vpn fixieren den Mittelpunkt.- Danach erscheinen zwei Reize kurz hintereinander (ms):der Prime und der Zielreiz.-Beide sind Pfeile, die unabhängig voneinander nach links oderrechts zeigen können.-Der Prime ist sehr sehr kurz und wird vom nachfolgenden(sichtbaren) Zielreiz maskiert, so dass er nicht bewusstwahrgenommen wird. Aufgabe 1Vpn müssen so schnell wie möglich eine Taste drücken,um anzugeben, in welche Richtung der Zielreiz zeigt.Aufgabe 2Ziel: „bewusste“ Sichtbarkeit des Primes messen: Vpn müssenversuchen zu erraten, in welche Richtung der Prime zeigte. Ergebnis Aufgabe 1Vpn müssen so schnell wie möglich eine Taste drücken,um anzugeben, in welche Richtung der Zielreiz zeigt. -Konsistentes Priming beschleunigt die Reaktion,inkonsistentes reduziert sie (siehe Abbildung). - Je weiter Prime und Zielreiz auseinanderliegen,desto stärker wirkt das Priming. Aufgabe 2Ziel: „bewusste“ Sichtbarkeit des Primes messen:Vpn müssen versuchen zu erraten, in welche Richtung der Prime zeigte. -Priming-Effekte entstehen selbst dann, wenn die Vpn nicht in der Lage sind, die Richtung des Primes anzugeben (Wenn Prime und Zielrei in die gleiche Richtung zeigen, dann drücken Probanden schneller). -Es zeigte sich sogar, dass die Sichtbarkeit des Primes keinen Einfluss auf den Priming-Effekt hat:Wenn man den Zielreiz so verändert, dass er den Prime stärker oder schwächer maskiert, ändert sich der Priming-Effekt nicht. Priming-Effekte können also selbst dann zunehmen, wenn die Sichtbarkeit des Primes abnimmt. Gesamtergebnis: Ein unsichtbarer Reiz kann eine später auszuführende Handlungbeschleunigen oder abbremsen.
- Nennen Sie ein weiteres Beispiel für das Response Priming- Paradigma. Die Primingforschung passiert auf dem Lipton Ice Tea Mythos. Dieser bildete den Anstoß für die Priming Forschung: Kinobesuchern wurde während des Films unbewusste immer wieder Lipton Ice Tea und Popocorn gezeigt. In der Pause kauften sich viele Gäste dann genau diese Genussmittel (aber später fand man heraus, dass das Ganze nur erfunden war). Das Experiment wurde weiterentwickelt und fand ein positives Ende: Der Priming- Effekt funktioniert hier, wenn die Zuschauer wirklich durstig sind. Sie greifen dann eher zu dem Getränk, was Ihnen als "Prime" gezeigt wurde.
- Nennen Sie 3 Ansätze/ Erklärungen für das Bewusstsein Global Workspace - Grundlage des Bewusstseinsist eine synchronisierte Interaktionvieler Gehirnareale.- Viele lokale Verarbeitungsergebnissewerden im GlobalWorkspace anderen Gehirnarealenzur Weiterverarbeitungbereitgestellt.- Lokale Verarbeitung imGehirn bleibt unbewusst.- Theorie erklärt eine HaupteigenschaftbewussterWahrnehmung: an einenBewusstseinsinhalt könnenbeliebige kognitiveOperationen geknüpftwerden (visuelles, taktilesErleben, aber auchkommunikatives Verhalten…) Feedforward-Wellen vs.rekurrente Verarbeitung -Visuelle Reize führen zu einerWellen von Verarbeitungsaktivitätenim gesamten Kortex(visueller motorischer Kortex)-Die Welle ist so schnell, dass dieZellen kein Feedback über dieeigene Verarbeitung erhalten(Feedforward).-Deshalb ist diese Welleunbewusst.- In einem zweiten Schritt erfolgt dieRückkopplung der Zellaktivitätquasi als rücklaufende Welle(rekurrent). So entsteht bewussteWahrnehmung.-Theorie erklärt gut unbewussteWahrnehmung und Maskierung. Bewusstsein im Hirnstamm - Das Zentrum des Bewusstseinsliegt in einem Arealdes oberen Hirnstamms.- Es gibt eine starke Interaktionzwischen dem Hirnstammund dem Kortex.-Bewusstsein ist nur möglich imZusammenspiel zwischen demKörper, dem Hirnstamm unddem Assoziationskortex.-Wenn der Bereich des Hirnstammsverletzt wird, verlieren wir das Bewusstsein. (Koma und komplette Lähmung liegen nur ein paar Zentimeter auseinander). -TheorievonDamasio
- Beschreiben Sie die zentralen Aussagen von Damasio. Zentrale Aussagen von Damasio: „Wir wissen bis heute nicht genau, wie das Gehirn Bewusstsein erzeugt, aber wir beginnendie richtigen Fragen zu stellen und beginnen uns dem Rätsel „Bewusstsein“ zu nähern. -Was ist Bewusstsein?Eine einfache Betrachtung ist, dass wir unser Bewusstsein verlieren, wenn wir in den Tiefschlafohne Träume fallen oder anästhesiert werden. -Aber was genau verliert man im Tiefschlaf oder während einer Anästhesie? - Rot eingefärbte Bereich (im oberenTeil des Hirnstamms): Wenn dieser durcheinen Schlaganfall beschädigt wird,fällt man ins Koma (und das Bewusstseinverschwindet bzw. man hat sein Bewusstseinverloren/ sonst ist aber alles okay). - Im grünen Bereich passiert nichts dergleichen.Wenn man aber in diesem Bereicheine Schädigung erleidet, dann wird man komplett gelähmt – aber das Bewusstsein bleibtvollständig erhalten und diese Menschen sind in ihrem Körper vollständig gefangen.
- Was bedeutet Kontrolle über mich selbst zu haben? - zum Beispiel durch Fasten/ kann trainiert werden -Vertrauen in eigene Selbstkontrollfähigkeit (wichtiger Prädikator): Beispiel Handy- Dieses kommt nicht mit ins Schlafzimmer; erst nach 30min draufschauen oder nicht mehr eine halbe Stunde vor dem schlafengehen draufschauen.
- Beschreiben Sie den Stroop Effekt. Visuelle Suche: Stroop Effekt Nennen Sie möglichst schnell die Anzahl der Zahlen in jeder Reihe- nicht die Zahl an sich! 555111123333344555444445555344422223344411113222 - Automatische Verarbeitung von Informationen reduziert denkognitiven (Work-)Load bei Aufgaben. -Aufgaben, die mit dieser automatischen Verarbeitungkollidieren, reduzieren die kognitive Leistung(= Stroop-Effekt). - In der Aufgabe links kollidiert das Zahlenerkennen mit demAuszählen. Man ist geneigt, die erkannte Zahl als Anzahl zunennen. - Stroop-Effekte lassen sich durch Übung reduzieren. -Hierbei handelt es sich um eine Form der kognitiven Kontrolle.
- Begründen Sie den Stroop Effekt. Menschen sind nur sehr begrenzt fähig, zwei Aufgaben gleichzeitig auszuführen.Meist behindern die Aufgaben sich gegenseitig oder schließen sich aus, d.h. könnennur nacheinander ausgeführt werden.(Bsp. Straßenschild beim Autofahren suchen und gleichzeitig Diskussion führen). Die Wortliste der Farben, die farblich unterschiedlich sind – sind nicht so einfach zu lesen. Begründung - In der Liste stört, dass die Farbwörter nicht in der Farbe gedruckt sind, die siebezeichnen. -Das stört nicht, solange wir Wörter lesen, wirkt sich aber drastisch aus, wenn wirversuchen die Farben benennen. -Das Lesen der Wörter interferiert mit der Benennung der Farben aber nichtumgekehrt. (Verschaltung im Mittelbereich, Ich lese die Farbe Orange, aber die Farbe der Schrift ist grün -> Schwierigkeit). -Das Lesen eines Wortes ist ein so stark automatisierter Prozess, dass esschwierig ist, ihn zu unterdrücken. Dieser automatisierte Prozess interferiert mit derVerarbeitung anderer Informationen, die sich auf das Wort bezieht.
- Was ist kognitive Kontrolle? -Viele Aufgaben können so kontrolliert werden, dass sie kaum noch kognitive Steuerungbenötigen (vgl. Autofahren und Fließbandarbeit). -Manchmal sind Aufgaben auch so automatisiert, dass sie unwillkürlich auftreten können, alsonicht willentlich ausgelöst werden (Brille hochschieben). -Andere Aufgaben benötigen eine hohe kognitive Kontrolle: Telefonieren beim Autofahren -> Aufmerksamkeitskontrolle ist eingeschränkt. Auch mit Kopfhörern ist die Außenwahrnehmung eingeschränkt: "dirket am Ohr"- absorbiert nochmal mehr Aufmerksamkeit.
- Wann wird kognitive Kontrolle nötig? Neue und ungeübte Handlungen- Flexibles Wechseln zwischen Aufgaben und Zielen (Antizipation vs. Tun)- Aktive Aufrechterhaltung von Zielrepräsentationen- Planen und inneres Probehandeln Abschirmung und Inhibition- Inhibition störender Reize (auch mit Fokussierung kann ich etwas ausblenden)-Unterdrückung starker, aber inadäquater (automatisierter) Reaktionen-Aufschub von Bedürfnissen / Unterdrückung von emotionalen Impulsen- Belohnungsaufschub
- Beschreiben Sie den Marshmallow- test nach Mischel sowie seine Auswirkungen aus zukünftiges Verhalten. Der Marshmallow-Test gehört zu den bekanntesten Experimenten der Psychologie. Mischel et al. (1989) boten in den Jahren 1968 bis 1974 vierjährigen Kindern Süßigkeiten an und stellten sie vor die Wahl, entweder die Süßigkeit sofort zu essen oder später eine zweite zu bekommen, wenn sie der Versuchung widerstehen können und auf den sofortigen Genuss verzichen. Dieser Belohnungsaufschub gelang einigen Kindern, anderen hingegen nicht, d.h., sie unterschieden sich hinsichtlich der Belohnungs- und Bedürfnisaufschubs (delay of gratification). (Stangl, 2019). Mischels Test zeigt die Bedeutung der Impulskontrolle und des Aufschieben-Könnens von Selbstbelohnungen für akademischen, emotionalen und sozialen Erfolg. Damit wird die Fähigkeit beschrieben, kurzfristig auf etwas Verlockendes für die Erreichung langfristiger Ziele zu verzichten. Ergebnisse des Experiments sagen diese Fähigkeit eines Menschen recht gut voraus (Stangl, 2019). -Ab welchem Alter entwickelt ein Kind Selbstkontrollfähigkeiten? Ab ca. 4 Jahren. -Kinder sollen von Anfang an Impulskontrolle lernen/ Regeln einhalten; wichtige Aufgabe im 1. Lebensjahr-> Emotionsregulation -Kinder nach 40 Jahren nochmal untersucht, die es als Kleinkind geschafft haben Belohnungsaufschub durchführen zu können -> haben mehr Erfolg: höhere Bildungsabschlüsse, Berufe etc. , da bessere Konzentration, bessere Prioritäten setzen etc. -nicht alleiniger Faktor für Erfolg im Leben, aber wesentlicher Bestandteil wie wir uns selbst kontrolleiren können -wesentl. Einflussfaktor bei diesem Experiment: VERTRAUEN, erst Beziehung aufbauen.
- Beschreiben Sie den präfromtalen Kortex als Kontrollinstanz mit all Ihren Verbindungen. Der präfrontale Kortex ist keinhomogenes Kontrollsystem, sondern einkomplexes Netzwerk von Teilsystemenmit spezifischen Funktionen, die ihrerseitsmit emotionalen und motivationalenSystemen interagieren und durch diesemoduliert werden. Der präfrontale Kortex erhält Informationenaus den nicht-primären sensorischenRepräsentationen des Okzipital-, des Parietalunddes Temporallappens sowie über deninternen Status des Organismus mit seinenErinnerungen und Erfahrungen, seinenBedürfnissen und Wünschen aus demHippocampus und dem limbischen System.Der präfrontale Kortex hat zudem reziprokeVerbindungen zu den meisten Assoziationsfelderndes Neokortex sowie zu subkortikalenRegionen, die an Emotionen undBelohnungsprozessen beteiligt sind - Integrative Funktionen -Kontrollfunktionen
- Was wird unter dem Begriff "Change Blindness" verstanden? -Bedeutung: Veränderungsblindheit -Menschen entdecken oftmals auch gravierende Änderungen in Merkmalen zwischen Szenen nicht. -Experten sind besser im identifizieren relevanter Veränderungen.
- Erklären Sie das Phänomen des Multi- Tasking. -Menschen können multiple perzeptuelle Modalitäten gleichzeitig verarbeiten oder multiple Handlungen gleichzeitig ausführen -Sie können aber nicht an zwei Dinge gleichzeitig denken
- Nennen Sie 4 Perspektiven zur Bedeutung des Begriffs "Bewusstsein" -Wachheitszustände: Koma, Schlaf, Traum, entspannter Wachheitszustand, Vigilant -Phänomenales Bewusstsein: subjektives Erleben von Sinneserfahrungen -Selbstbewusstsein: Gedanken über sich selbst, Selbstkonzept, die Einstellung zu sich selbst -Repräsentation & Monitoring: Wissen um die eigene Wahrnehmung, bewusstes Zugreifen auf mentale Repräsentation
- Hängen motorische Reaktionen auf visuelle Reize davon ab, ob diese Reize bewusst wahrgenommen werden? Reponse- Priming- Pradigma (Neumann, Klotz, 1994) Gesamtergebnis: Ein unsichtbarer Reiz kann eine später auszuführende Handlung beschleunigen oder abbremsen.
- Welche 3 neuronalen Erklärungen für Bewusstsein kennen Sie? Erläutern Sie einen der Ansätze. Global Workspace, Feedforward- Wellen vs. rekurrente Verarbeitung, Bewusstsein im Hirnstamm Bewusstsein im Hirnstamm: -Zentrum liegt in einem Areal des oberen Hirnstamms -starke Interaktion zwischen Hirnstamm und Kortex -Bewusstsein ist nur möglich im Zusammenspiel zwischen dem Körper, dem Hirnstamm und dem Assoziationskortex -Wenn der Bereich des Hirnstamms verletzt wird, dann verlieren wir das Bewusstsein -Theorie von Damasio
- Nennen Sie die 3 Exekutivfunktionen. Setzen von Zielen, Planung und emotionale Regulation
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- Stellen Sie dei Mechanismen des Stropp- Effekt anhand eines Beispiels (nicht aus dem Skript) dar. =psychologisches Experiment, das bei mentalen Verarbeitungskonflikten auftritt, sodass trainierte Handlungen nahezu automatisch ablaufen, während ungewohnte eine größere Aufmerksamkeit brauchen. Bsp. Gehen, während man am Handy ist, tippen während des telefonieren.
- In welchem Hirnareal befindet sich der "Sitz" der kognitiven Kontrolle. Nennen Sie zwei Beispiele aus Ihrem Alltag, in denen Sie kognitive Kontrolle aufwenden müssen. -> präfrontaler Kortex Beispiele: Wutkontrolle (Dienstleistung); Selbstkontrolle (Dät)
- Wofür brauchen wir kognitive Kontrolle? -um uns zu fokussieren, Aufmerksam zu sein -Beispiel: Studieren ist anstrengender geworden durch Laptop und Smartphone -> Selbstkontrollanforderung ist verstärkt
- Was umfasst das Konzept der Exekutivfunktion und kognitiven Kontrolle? Das Konzept der Exekutivfunktionen umfasst mentale Prozessehöherer Ordnung, deren Zusammenspiel zielgerichtetes Verhaltenund flexibles, angemessenes Reagieren auf neue Situationen unddamit Selbstkontrolle gewährleistet.Exekutivfunktionen sind immer dann relevant, wenn mehrereHandlungsalternativen hinsichtlich ihrer Konsequenzenmiteinander verglichen und Hypothesen über die Folgen deseigenen Handelns gegeneinander abgewogen werden müssen (auch wenn wir Entscheidungen treffen müssen). -Setzen von Zielen (auf Basis von Erfahrungen -> Was möchte man in Zukunft erreichen? Der präfrontale Kortex ist hier sehr wichtig, das weiß man durch Läsionen (Hirnschädigungen). Personen bei der denen der präfrontale Kortex beschädigt ist, können keine Entscheidungen mehr treffen. -Planung (aus bildbezogenen Verfahren (Prioritäten setzen) -Entscheidung für Prioritäten -Impulskontrolle (Kontrollfunktion wird durch Alkoholkonsum eingeschränkt; Moral, Normen und Regeln werden in der Kindheit erlernt.; Die Entwiclung der Impulskontrolle ist sehr stark mit dem präfrontalen Kortex verknüpft. Ist der präfrontale Kortex beschädigt, dann verändert sich die Persönlichkeit und soziale Normen sind eingeschränkt -Emotionale Regulation (Einschränkungen durch Alkoholkonsum; Wie kann ich meine natürlichen Emotionen im Alltag verstecken? z.B als Verkäufer oder Bäcker. Dieses Verhalten kann bis zur Krankheit führen (Depressionen, Burnout) Ich muss etwas zeigen, was ich in diesem Moment aber eigentlich nicht fühle. -Aufmerksamkeitssteuerung (extrem kleiner Ausschnitt, was wirklich in unserem Bewusstsein ist; exogen -> bewusst Aufmerksamkeit auf etwas lenken (vor allem bei Fluglotsen- begrenzt im Durchhaltevermögen) -Handlungen sequenzieren (zB. Erlernen einer motorischen Aufgabe/ fordert hohe Konzentration-> Ärtzte bei Operationen) -Motorische Steuerung -Prüfen der Ergebnisse (Evaluation: Ziele setzen, Prioritäten und dann bewerten) -Selbstkorrektur (merken, dass etwas nicht richtig läuft) -kognitive Kontrolle auch immer da, wo ich etwas automatisiertes anders mache zB. Zähneputzen mit links Ziele (sind diese gesetzt?)-> Handlungssequenzen (in HS zerlegen), Exekutivfunktion (kognitive Kontrolle in allen Bereichen dabei/ beteiligt ->Handlungsergebnisse (überprüfen)->Handlungssequenzen Exekutivfunktion ->Ziele