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Allgemeine und Biopsychologie (Subject) / Das Nervensystem (Lesson)
Gliederung des Nervensystems und Ablauf von Reflexen
This lesson was created by MadeleineMartina.
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- Wie ist unser Nervensystem aufgebaut (siehe Folie Skript)? -Das ZNS ist der Teil des Nervensystems,der von den knöchernen Strukturen desSchädels und der Wirbelsäule eingeschlossenwird.Es ist in zwei Abschnitte unterteilt:Gehirn und Rückenmark. -Das PNS ist der Teil, der außerhalb dieserStrukturen liegt. Es verbindet das zentraleNervensystem mit den Sinnesrezeptoren, denMuskeln und den Drüsen.Die Axone, die diese Informationen des PNSübertragen, sind zu elektrischen Kabeln gebündelt, die uns als Nerven bekannt sind. -Auch das PNS besteht aus zwei Teilen:Das vegetative / autonome Nervensystemund aus dem somatischen Nervensystem.
- Wie ist das periphere Nervensystem aufgebaut? Das PNS besteht aus zweit Teilen: Dem vegetativen/ autonomen Nervensystem und aus dem somatischen Nervensystem. Das vegetative Nervensystem ist das sich selbst organisierende System der Körperorgane und Drüsen. Es wird nochmal unterteilt in das sympatische System- Erregung, aktivitätssteigernd und das parasympatische System- Beruhigung, aktivitätshemmend.
- Was sind afferente und efferente Fasern? afferente Fasern: Informationsleitung ZUM betrachteten Gebiet. efferente Fasern: Informationsleitung WEG vom betrachteten Gebiet.
- Wie ist unser Nervensystem in seine Teilbereiche gegliedert? Das zentrale Nervensystem umfasst das gehirn und Rückenmark. Hier findet man Hirnnerven, Spinalnerven und Körpernerven. Afferente Fasern leiten die Informationen aus dem somatischen und vegetativen Nervensystem in unser Gehirn und efferente Fasern vom Gehirn in somatische und vegetative Nervensystem. Das somatische Nervensystem umfasst die Skelettmuskulatur, Sinneszellen der Muskeln, Gelenke, Haut, Ohren, Augen, Mundhöhle. Die Steuerung erfolgt hier willkürlich. Das vegetative Nervensystem umfasst die Inneren Organe. Die Steuerung erfolgt hier autonom.
- Was ist die Besonderheit des peripheren Nervensystems? -Nerven des peripheren Nervensystem gehen in der Regel vom Rückenmark aus.Die Ausnahme sind die zwölf paarigen Hirnnerven, diese gehen vom Gehirn aus. -Die Hirnnerven sind Nervenfaserbündel, die das Zentrale Nervensystem oberhalb desRückenmarks verlassen. Bis auf den nervus vagus, der bis in den Bauchraum reicht,versorgen die Hirnnerven den Kopfbereich und die Halsregion. Die Funktionen der 12 Hirnnervenpaare: Axone, die Muskeln oder Drüsen steuern- Auge-Empfindung, Schmerz, Augenbewegungen, Kiefermuskeln, Gesichtsmuskeln, Muskeln der Kehle und des Kehlkopfes, innere Organe, Nackenmuskeln, Spinalzugang, Zungenbewegungen sensorische Axone (Verlauf zum Gehirn)- Blick, Geruch, Geschmack, Hören, Gleichgewicht, Innere Organe
- Beschreiben Sie den Aufbau und die Funktion des Rückenmarks. -Sensorische Neuronenliefern Informationen aus der Peripherie. -Motoneuronensteuern den Bewegungsapparat. -Interneuronenschaffen Verbindungen innerhalb des Rückenmarksund steuern Reflexe. -Starke Nervenbündel, sog. Spinalnerven“ (weißeSubstanz) leiten über den Hinterstrang Informationenans Gehirn oder über den Vorderstrang Informationenvom Gehirn an die Peripherie.
- Beschreiben Sie die Feinstruktur des Rückenmarks (siehe Folie Skript) Informationen gehen vom Rückenmark über den Hinterstrang- aufsteigende Signale zu den weißen Fasern im Gehirn + Hirnrinde (Kortex) und werden dort weiterverarbeitet. Der Vorderstrang ist für absteigende Signale.
- Wie viele Neuronen sind am Schmerzrückzugreflex beteiligt? Der Reflex benötigt drei Neurone: -sensorisches -motorisches -und ein Interneuron Sensorische Neuronen schicken Informationen von der Körperoberfläche und den Sinnesorganen in den Körper hinein zum Gehirn und zum Rückenmark, die die eingehenden Informationen verarbeiten. Motoneurone erhalten Informationen vom ZNS und leiten diese an die Muskeln weiter. Zwischen sensorischem Input und motorischen Input werden Informationen durch die interne Kommunikation des Gehirns mit Hilfe der Interneuronen verarbeitet.
- Beschreiben Sie den Schmerzrückzugreflex. 1. Bei diesem einfachenHandrückziehreflex wirddie Information von denSensoren der Haut aufgenommenund über ein sensorisches Neuron andas Rückenmark weitergegeben.Von hier aus wird sie über Motoneurone zu denMuskeln in der Hand undim Arm weitergeleitet . 2. Da diese Reflexbahn nurüber das Rückenmark (durchdas Interneuron) verläuft, zuckt die Hand vondem Nagel weg, schon bevor die Information über dasEreignis das Gehirn erreicht hat und der Mensch Schmerzfühlt.
- Was sind die Aufgaben des vegetativen (autonomen) Nervensystems? -Aufrechterhaltung der Homöostase: Herstellung einer ausgewogenen und dynamischen Mitte –inneren Ausgeglichenheit der Funktionen Aktivität und Erholung im stofflichen und orga-nischen Bereich -Die meisten inneren Organe werden sowohl sympathisch als auch parasympathischinnerviert, d.h. werden mit diesen Nervenreizen versorgt -Ungleichgewicht ruft Unwohlsein hervor wie z.B. Schreck, körperlicher Dauerstress oderemotionaler Stress -Nach dem Verlauf der Nervenstränge und ihrer Funktion unterscheiden Medizinerdrei Teile des vegetativen Nervensystems: Sympathikus• versetzt in Erregung,• mobilisiert Energie,• reagiert auf Stress Parasympathikus• sorgt für Entspannung,• baut Energiereserven auf,• Regeneration Eingeweidenervensystem(enterisches Nervensystem)• steuert Darmmuskulatur,• regt Enzymausschüttungund Absorption vonNährstoffen an,• ist stark mit Sympathikusund Parasympathikusverbunden
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- Was sind die Aufgaben des Sympathikus? -Schnell energiesteigernd:Anspannung, Action, Jagen, Kämpfen und Flüchten, aktive Stressreaktion im Umgang mitHerausforderungen -Regt in Nebenniere Adrenalinproduktion an -Erhöht die Schilddrüsensekretion und damit die Stoffwechselrate -Erhöht Körpertemperatur -Stellt Pupille weit, um besser zu sehen – stellt Auge in die Weite scharf -Steigert die Herztätigkei -Fördert die Durchblutung der Muskeln – steigert Reflexbereitschaft und Tonus -Fördert die Schweißsekretion -Erweiterung der Bronchien – erhöht die Atemfrequenz -Verengt die Blutgefäße -Reduziert Durchblutung von Verdauungs- und Ausscheidungsorganen:für Kampf und Flucht werden sie nicht benötigt -Immunsystem wird gebremst
- Was sind die Aufgaben des Parasympathikus? -Verdauen, Ausscheiden, Entspannen, Ruhen, Regenerieren und Akkus aufladen -Hemmt in den Nebennieren die Adrenalinausschüttung -Reduziert die Stoffwechselrate -Verengt die Pupillen: stellt die Augen auf Nahsicht scharf, aktiviert die Tränendrüsen -Verengt die Bronchien: mindert die Atemfrequenz -Aktiviert alle Verdauungs- und Ausscheidungsprozesse -Verstärkt Magen- Darmbewegungen -Steigert die Ausschüttung von Verdauungssäften -Aktiviert den Dickdarm -Aktiviert die Muskelkontraktion in der Harnleiter und entspannt Schließmuskel
- Welche Gehirnbereiche sind für die Steuerung des vegetativen Nervensystems verantwortlich? Die Steuerzentrale: Hypothalamus -hat wesentliche Funktion für die Aufrechterhaltungdes inneren Milieus. Zellen des Hypothalamus können Zustandu.a. von Blut messen (Temperatur, Salzgehalt,Hormonkonzentrationen) und über Verschaltungensowohl auf das vegetative Nervensystem als auchauf die Ausschüttung verschiedener Hormone Einfluss nehmen. -Enges Zusammenspiel von Hypothalamus und Hypophyse.Einerseits über die Ausschüttung verschiedener chemischer Substanzen ins Blut, andererseitsbestehen über direkte Nervenverbindungen viele Regelmechanismen zwischenbeiden Organen, die einen Großteil der hormonellen Vorgänge des Körpers steuern. -Hypothalamus hat zudem über die Formatio reticularis eine übergeordnete Steuerung,z.B. von Herz-Kreislauffunktionen oberhalb der Zentren in der Medulla oblongata.
- Was sind die Wirkungsorte des Sympathikus und Parasympathikus? -Das vegetative Nervensystem besteht aus 2 Bereichen, dieantagonistisch wirken:dem parasympathischen undsympathischen Teil, d.h. das die (meisten) inneren Organe immerdurch 2 motorische Nerven, die sympathischen undparasympathischen Neuronen gesteuert werden. -Die hier gezeigten Nerven gehen alle vom Rückenmark aus undgehören zum peripheren Nervensystem.Beachte die Ausnahme: Die zwölf paarigen Hirnnerven,gehen vom Gehirn aus. Wirkungsorte Sympathikus- Erregung: Erweitert die Pupillen, Beschleunigt den Herzschlag, Hemmt die Verdauung, Stimuliert die Glukoseausschüttung durch die Leber, Stimuliert die Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin in den Nebennieren, Entspannt die Blase, Stimuliert beim Mann die Ejakulation Wirkungsorte Parasympathikus- Beruhigung: Verengt die Pupille, Verlangsamt den Herzschlag, Regt die Verdauung an, Stimuliert die Gallenblase, Konrahiert die Blase, Steuert die Blutzufuhr zu den Genitalien
- Nennen Sie jeweils 3 Wirkungsmechanismen des Sympathikus und des Parasympathikus. Sympathikus: Versetzt in Erregung// Mobilisiert Energie// Reagiert auf Stress Parasympathikus: Sorgt für Entspannung// Baut Energiereserven auf// Regeneration
- Erläutern Sie den Aufbau/ die Gliederung des Nervensystems und beschreiben Sie die Zusammenhänge. Unser Nervensystem besteht aus dem ZNS und dem PNS. Das ZNS ist der Teil des Nervensystems, der von den knöchernen Strukturen des Schädels und der Wirbelsäule eingeschlossen wird. Es ist in zwei Ausschnitte unterteilt: Gehirn und Rückenmark. Das PNS ist der Teil der außerhalb dieser Strukturen liegt. Es verbindet das zentrale Nervensystem mit den Sinnesrezeptoren, den Muskeln und Drüsen. Die Axone, die diese Informationen übertragen, sind zu elektrischen Nerven gebündelt, die uns als Nerven bekannt sind. Auch das PNS besteht aus zwei Teilen: das vegetative/ autonome Nervensystem und aus dem somatischen Nervensystem. Das vegetative bzw. autonome System übt die Kontrolle über die Drüsen und Muskeln unserer inneren Organe aus. So steuert es unsere Körperfunktionen, z.B. unsere Verdauung, unseren Herzschlag und die Drüsenaktivität. Wie ein Autopilot wird es gelegentlich bewusst außer Kraft gesetzt, arbeitet meistens jedoch eigenständig (autonom). Es erfüllt zwei wichtige und grundlegende Funktionen. Der Sympathikus versetzt uns in Erregung und verbarucht dabei Energie. Das heit, er bereitet uns in Gefahren- bzw. Stresssituationen oder bei Herausforderungen auf eine angemessene Situation vor. Dies geschieht dadurch, dass er die Herzfrequenz zunehmen lässt, den Blutdruck erhöht und die Verdauung verlangsamt. Dadurch sind wir aufmerksam und bereit uns der Situation zu stellen. Lässt der Stress nach, dann ruft der Parasympathikus die umgekehrten Effekte hervor. Energie wird nicht verbraucht, sondern eingespart, während der Parasympathikus u. a. durch Verlangsamung des Herzschlags und Senkung des Blutzuckers beruhigend wirkt. In jeder alltäglichen Situation arbeiten Sympathikus und Parasymathikus zusammen, um unseren inneren Zustand stabil zu halten. Dagegen ermöglicht uns das somatische Nervensystem die Bewegungen unserer Skelettmuskulatur willkürlich unter Kontrolle zu halten. Auch die Sinneszellen der Muskeln, Gelenke, Haut, Augen, Ohren und Mundhöhle werden willkürlich gesteuert. Wenn Sie zum Beispiel die nächste Seite in einem Buch umblättern müssen, wird das somatische Nervensystem über die affereneten Fasern Ihrem Gehirn die Informationen über den momentanen Zustand der Skelettmuskulatur übermitteln und daraufhin über die efferenten Fasern Instruktionen über die Bewegungen zurücksenden, die zum Umblättern erforderlich sind.