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Traumatologie (Subject) / Becken (Lesson)
Erkrankungen und Therapie
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- Hüftgelenksdysplasie DEFINITION - Sammelbezeichnung für angeborene oder erworbene Fehlstellung und Störung der Ossifikaion des Hüftgelenks bei Neugeborenen - kann alleinstehen oder zusammen mit anderen angeborenen Fehlbildungen vorkommen - alleinstehende Hüftdysplasie ist erheblich häufiger - Mädchen 13x > jungen - häufigste kinderorthopädische Krankheitsbild bei Säuglingen PATHOMECHANISMUS - Hüftgelenk bei Neugeborenen noch aus Knorpel - 3-9 Lebensmonat: Knorpelsubstanz wird durch Knochensubstanz ersetzt - für regelmäßige Ossifikation ist eine richtige Stellung von Hüftkopf zu Hüftpfanne unerlässlich - bei Fehlstellung auch Verknöcherung in Fehlstellung URSACHE - bei Steiß- oder Beckenendlage - intrauteriner Raummangel zB -> Fruchtwassermangel, Mehrlingsschwangerschaften, schwere kinder - Familiendisposition - in der BRD-> 2-4% aller Neugeborenen - besonders betroffen -> Hessen, Oberpfalz, Franken, Sachsen DIAGNOSTIK klinische Untersuchung - Säuglin in Bauchlage -> Ungleichheit der Gesäßfalten -> nicht beweisend aber erster Hinweis - Schonung eines Beines mit gehemmter Abduktion oder Längendifferenz der Beine Ortolani-Zeichen - Oberschenkel wird durch Druck nach hinten und anschließender Abspreizung leicht aus der dysplastischen Gelenkpfanne herausgedrückt und wieder hereingehebelt -> spürbared Klicken - umstritten da Hüftkopfnekrose entstehen kann - Sonografie -> Vorsorgeuntersuchung - Röntgen -> präzise Aussage über die Verknöcherung des Hüftgelenks erst ab 3. Lebensmonat - MRT -> gute Beurteilung von Knorpel und Knochen THERAPIE leichte Formen - konsequent breites Wickeln - Babytragetuch-> unbedingt auf einen Steg achten -> Beine korrekt abspreizen - Steg muss von Kniekehle zu Kniekehle reichen schwere Formen - Bandagenversorgung - Tragen einer Schiene - Gips erforderlich operativ - Pfannendachplastik ->wenn bis zur Einschulung nicht ausgeheilt oder schwerer Befund - Operation mit Umstellungsosteotomie SPÄTFOLGEN - unbehandelte Fehlbildungen leichterer Ausprägung der Hüftgelenke - später vorzeitiger Verschleiß -> Dysplasiecoxarthrose DYSPLASIECOXARTHROSE - Hüftkopf nicht genug überdacht und nach oben ausgewandert - Beinverkürzung - massive Entrundung des Kopfes - Gelenkspalt fast ganz aufgehoben - Hüftgelenk steif
- Hüftgelenksluxation DEFINITION - Luxation im Bereich des Hüftgelenks ÄTHIOPATHOGENESE - massiv ausgeprägte Gewalteinwirkung, Verkehrsunfälle -> Dashboard injury - Sturz aus großer Höhe - bei älteren Menschen mit künstlichem Hüftgelenk -> geringe Krafteinwirkung oder flasche Bewegung möglich FORMEN - nach hinten häufiger als nach vorne - Luxatio iliaca (hinten oben) - Luxatio ischiadica (hinten unten) - Luxatio suprapubica (vorne oben) - Luxatio obturatoria (vorne unten) KLINIK - starke Schmerzen - Beinverkürzung mit Fehlstellung - hinter Luxation -> Adduktion mit Innenrotation (L. iliaca) - vordere Luxation -> Abduktion mit Außenrotation (L. suprapubica) BEGLEITVERLETZUNGEN hintere Luxation - Schädigung des N ischiadicus -> motorische und sensible Ausfälle - knöcherne Begleitverletzungen im Bereich des Acetabulum und des Hüftkopf DIAGNOSE - Inspektion -> Fehlstellung - Untersuchung der DMS - Röntgen -> Beckenübersicht, ggf. Ala-/ Obturatoraufnahme - CT Becken - nach der Reposition Röntgenkontrolle (-> Ausschluss von Begleitverletzungen durch Reposition) THERAPIE - so bald wie möglich -> Hüftkopfnekrose - Reposition unter Analgesie und Sedierung - Zug am Femur bei gebeugtem Hüftgelenk - mögliche knöcherne Absprengungen im Bereich der Gelenkpfanne beachten -> operative Versorgung wenn Stabilität des Gelenkes beeinträchtigt - nach Therapie Röntgenaufnahmen und Kontrolle DMS KOMPLIKATIONEN UND PROGNOSE - nicht netdeckte Nervenverletzung - in seltenen Fällen sind Weichteile aus dem Labrum eingeschlagen und erschweren die Reposition - im Laufe der Jahre Coxarthrose
- Coxarthrose DEFINITION - degenerative, langsam fortschreitende, primär nicht-entzündliche Gelenkerkrankung eines oder beider Hüftgelenke KLINIK - Schmerzen und Funktionseinschränkungen in der Hüfte - in der Regel erst im höheren Lebensalter URSACHEN - Missverhältnis zwischen und Belastung und Belastungsfähigkeit des Hüftgelenks über einen langen Zeitraum - angeborene Gelenkstörung (Coxa valga/vara/plana) - Trauma (Oberschenkelfraktur) - Durchblutungsstörungen (Diabetes, Gicht) - entzündliche Prozesse THERAPIE - richtet sich nach der Ursachen und Schwere der Erkrankung Allgemeinmaßnahmen - Gewichtsreduktion bei Adipositas - Bewegung konservativ - Funktionsmassagen - Bewegungsbad - Kältetherapie - Elektrotherapie (Iontophorese) operativ - Korrektur von Gelenkfehlstellungen - TEP