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Traumatologie (Subject) / Wirth Grundlagen (Lesson)
Frakturzeichen, Operationmethoden etc.
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- Traumatologie - befasst sich mit der Behandlung und Versorgung des Bewegungsapparates, was durch akute Ereignisse wie Unfälle verletzt wurde
- Fraktur - Knochenbruch der durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung entsteht
- Ziele der Frakturversorgung - schnelle, komplikationslose Wiederherstellung der Funktion
- Formen der Gewalteinwirkung direkte Gewalteinwirkung - Stoß - Schlag - Schuss - Aufprall indirekte Gewalteinwirkung - Biegung - Stauchung - Torsion - Scherverletzung
- Frakturzeichen sichere - Knochenfragmente - Krepitation - abnorme Beweglichkeit/ Stellung unsichere - schwellung - Kondurdeformation - Funktionseinschränkung - Schmerzen - sichtbarer freiliegender Knochen
- DMS = Durchblutung, motorik und sensibilität - Komplikation bei Frakturen -> bei frischen Frakturen immer die DMS überprüfen
- Frakturversorgung - abhängig von: -> Frakturlokalisation -> Frakturart -> Begleitverletzungen -> Allgemeinzustand des Patienten -> Zeit: Unfall -> OP
- Frakturformen Mehrfachfrakturen -> 4-6 Fragmente Trümmerfrakturen -> >6 Fragmente Ketten- oder Serienfrakturen -> mehrer Frakturen an einer Extremität unvollständige Fraktur Querfraktur Schrägfraktur Biegungsfraktur mit Biegungskeil als 3. Fragment Torsionsfraktur
- Frakturbehandlung Prinzip: RRR -> Reposition (geschlossen/ offen) -> Retention (intramedullär/ extramedullär -> Rehabilitation (schnelle Mobilisation)
- Risikofaktoren der Patientenlagerung extrinsische Faktoren - Medikamente - Lagerung - Hebe- und Lagerungstechnik - Feuchtigkeit - Dauer des Eingriffs - Wärmematte intrinsische Faktoren - Alter - Gewicht - Exsikkose - Infektionen - Mangelernährung - Stoffwechselerkrankungen - Inkontinenz - reduzierte Mobilität
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- Patientenlagerung - Rückenlagerung -> Radius, OSG - Seitenlagerung -> Hüfte - Beach-Chair-Lagerung -> Humerusnagel, ACG, Clavicula - Extensionslagerung -> Femur, Tibianagel - Bacuhlage -> Calcaneus, Achillessehne, Ellenbogen
- Patientenlagerung Gefahr gefährdet sind: - Ohr/ Nacken - Schulter/ Schulterblatt - Ellenbogen - Kreuzbein - Trochanter major - Wadenbein - Ferse Dekubitus - Drucknekrosen sind erst 3-8 Tage nach dem Eingriff sichtbar - Dekubitusprophylaxe -> Aufrechterhaltung der Durchblutung
- Operationsmethoden - Knochenresektion (zB bei Knochentumoren, Knochenvorsprüngen) - Osteotomie (operative Durchtrennung des Knochens) - Arthroplastik (operative Wiederherstellung von Gelenkbeweglichkeit) - Arthrolyse (zB Lösung von Verwachsungen im Gelenk) - Arthrodese (operative Versteifung des Gelenks) - Operationen an Sehnen und Muskeln - Osteosynthese - Endoprothetik - Amputation
- AO = Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese Hauptaufgabe - Erstellen, Aufrechterhalung und Weiterentwicklung eines Standards Fundament - Entwicklung - Dokumentation - Instrumentation - Ausbildung
- Frakturklassifikationen nach - Art der Gewalteinwirkung - Anzah der Fragmente - Frakturlinienverlauf - Form der Dislokation - Haut/ Weichteilschäden - geschlossene Fraktur - offene Fraktur nach AO - Lokalisation + Schweregrad der Fraktur > Grundlage für die Behandlung - Bsp: 12 C3 => 1 (Oberarm) 2(Dia-Metaphyse) C3 (schwere komplexe Zertrümmerung)
- geschlossene Brüche Grad 0 - keine oder leichte Weichteilverletzung Grad 1 - oberflächliche Schürfungen - Kontursion durch Fragmentdruck von innen - einfache /mittelschwere Frakturformen Grad 2 - tiefe kontaminierte Schürfungen - lokalisierte Haut- oder Muskelkontusionen - Kompartmentsyndrom Grad 3 - ausgedehnte Hautkontusion - Quetschung - Zerreißung der Muskulatur - subkut. Decollement
- offene Brüche Grad 1 - kleine Hautwunde durch Fragmentdurchspießung Grad 2 - größere Hautwunde durch Verletzunge von außen - ohne große Verschmutzung der Wunde - keine zusätzliche Quetschung des Weichteilmantels Grad 3 - breitflächige Weichteilstrukturschädigung - Durchspießung des Knochens
- Indikation zur Osteosynthese - offene Fraktur Grad 2 oder 3 - geschlossene Fraktur Grad 2 oder 3 - Trümmerfraktur - Frakturen mit Gelenkbeteiligung - Gefäß- und Nervenverletzungen - pathologische Frakturen - dislozierte Frakturen - Oberschenkelfrakturen - Wirbelfrakturen - Polytrauma
- Kontraindikation zur Osteosynthese allgemeine Faktoren - SHT - Schock - Stoffwechselentgleisung lokale Faktoren - Infektionen - Weichteilnekrosen
- Komplikationen der operativen/ konservativen Frakturbehandlung - Muskelatrophie - Fettembolie /Thrombose - Gipsschäden - Längenveränderung der Extremität - Pseudarthrose - Wachstumsstörungen bei Verletzunge der Wachstumsfuge
- AO-Technik Prinzip - exakt reponierte Fraktur - stabile Osteisynthese = Belastungsstabil - Fixation durch interfragmentäre Kompression - Erhaltung der Blutversorgung von Knochen + Weichteilen - frühe Mobilisation der verletzen Extremität
- Osteosynthese - erfolgt durch intramedulläre oder extramedulläre Kraftträger Grundprinzip 1. interfragmentäre Kompression - statische (Fixateur ext-, Zugschraube, vorgespannte Platte - dynamische (Zugschraubenprinzip) 2. Schienungsprinzip (Marknagel, Platte, Fix. ext.) 3. Kombination (interfragmentäre Kompression + Schienungsprinzip
- Arten der Osteosynthese - Schraubenosteosynthese - Plattenosteosynthese - Marknagelosteosynthese - Spickdrahtosteosynthese - Zuggurtungsosteosynthese - Fixateur externe - dynamische Hüftschraube - Endoprothese
- Plattenfunktion - Kompression -> Platte erzeugt Kompression in der Fraktur, gewährleistet absolute Stabilität, zB einfache Humerusfraktur - Neutralisation -> Platte neutralisiert Biege- und Torsionskräfte, Schutz der Zugschraubenosteosynthese, zB Schrägfraktur des Radius - Abstützung -> Platte bietet Widerstand gegen Axiallast durch Einleitung einer Kraft in einem Winkel von 90° zur Achse der möglichen Verformung, zB laterale Tibiakopffraktur - Zuggurtung -> Platte wird auf der Zugseite einer Fraktur angebracht, wandelt Zugkräfte in Druckkräfte um, zB Olecranonfraktur - Überbrückung -> Platte bietet relative Stabilität durch Fixation der beiden Hauptfragmente, Wiederherstellung von korrekter Länge, Achse und Rotation, Frakturfläche bleibt unberührt, zB mehrfragmentäre Fraktur der Ulna
- axiale Kompression wird durch - die Form/ Art der DC Platte Löcher - exzentrische Bohrung - Einsatz von Plattenspanner - Kombination Platte, interfragmentäre Zugschraube erreicht
- Platten DCP - Dynamische Kompressionsplatte - DC-Drittelrohrplatte (OSG/Radius) - schmale DC-Platte - obere Extremität - breite DC-Platte - untere Extremität LC-DCP - limited contact dynamic compression plate - schmale und breite - eingeschränkter Kochenkontakt Vorteile der LCDCP - intraoperative Flexibilität - stabile Fixation/ Frakturkompression - biologisches Osteosyntheseverfahren - Schonung der Durchblutung - verringerte Infektionsgefahr - verringerte Nekrosenbildung am Periost - bessere Heilungsverläufe für den Patienten
- Winkelstabile Implantate - bieten Vorteile bei Gelenksnahenfrakturen oder Osteoporose - frühzeitige Mobilisation und Vollbelastbarkeit der Extremität - funktionieren nach dem Prinzip eines Fixateurs und bilden mechanisch stabile und feste Verbindungen zwischen der Schraube und der Platte - Schienung ohne Reibkontakt zwischen Platte und Knochen Einteilung - unidirektional und multidirektional winkelstabile Implantate Vorteile - keine exakte Resposition notwendig - keine Kompression der Fragmente notwendig - günstige Lastenübertragung Knochen-Implantat - Platte muss nicht individuell angepasst werden - minimal invasives OP-Verfahren möglich - Blutversorgung des Knochen gewährleistet - optimale Heilungsvoraussetzungen Nachteile - durch komplexe technische Ausführung teurer als konventionelle Implantate - vorgegebene Richtung für das Einbringen der Schrauben - Platten tragen in den Weichteilen stärker auf - mögliche Verklemmung der Schraubenköpfe in der Platte Hauptindikationen - Tibiakoopffraktur - prox Humerusfraktur - dist Radiusfraktur - periprothetische Fraktur
- Zugschraubenprinzip Ziel Frakturspalt komprimieren und stabil fixieren - Gleitloch - Frakturlinie - Gewindeloch - im 90° Winkel zur Frakturlinie
- Unterlegscheiben - Vergrößerung von Auflagefläche - kein Einrutschen der Schraube/ Einsenken in weiche Spongiosa
- Merksätze - Röntgenschutz des Patienten - Blutsperrendauer - keine Vermischung von Impantaten (Titan-Stahl) - Belastung: 10% des KG - Spühlflüssigkeit zum Bohren