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Unterrichtsmethoden (Subject) / Einführung (Lesson)

Grundbegriffe, Definitionen usw.

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  • Unterrichtsmethoden - Definition nach K. Aschersleben (1991) "Jede Einzelmethode soll es dem Schüler ermöglichen, das Lernziel schnell, mit wenigen Umwegen und vollkommen zu erreichen. Dabei wird in der Regel der Lernprozess in Einzelschritte aufgelöst und den EInzelschritten jeweils eine bestimmte methodische Maßnahme zugeordnet." -> lehrergesteuert -> bspw. Lehrervortrag, Plenumsunterricht, Lehrerfrage, Schülervortrag, Unterrichtsgespräch
  • Unterrichtsmethoden - Definition nach M. Brönsch (2008) "Methoden des Unterrichts sind ...  entweder Strategien der Vermittlung oder Schlüssel der Welt." "...ganz andere Ausprägung, wenn Lernen verstanden wird als Auseinandersetzen mit Sachverhalten, als Entdecken von Fragestellungen, als selbstständiger Umgang mit Lehrmaterialien." -> lehrergesteuert und handlugsorientiert -> Methoden des Frontalunterrichts-> Stationenarbeit, Lernumgebungen, Gruppenpuzzle, Projektarbeit, ...
  • Unterrichtsmethoden - Definition nach H. Meyer (2001) "Unterrichtsmethoden sind die Formen der Verfahren, in und mit denen sich Lehrer und Schüler die sie umgebende natürliche und gesellschaftliche Wirklichkeit unter institutionellen Rahmenbedingungen aneignen." - Institutionen: räuml. Gegebenheiten, Ausstattung, Lage der Schule- Lehrer und Schüler -> beide haben Entscheidungskompetenz, wenn auch miit Unterschieden- Wirklichkeit: soziale Situation der beteiligten Personen -> kein Frontalunterricht möglich-> individuelle Lernpläne, offener Unterricht, Konstruktionsmethoden
  • Fazit aus den verschiedenen Definitionen zu Unterrichtsmethoden 1) Beantwortung auf die Frage, was Unterrichtsmethoden sind, hängt davon ab, WIE U-methoden verstanden werden 2) Im Unterricht als Organisationsform, in der Wissen möglichst effektiv vermittelt werden soll, werden U-methoden mit Instruktionsmethoden gleichgesetzt. 3) Unterricht als Gelegenheit für Kinder, sich Inhalte selbst zu erschließen und anzueignen und anzuwenden -> U-methoden als Konstruktionsmethoden
  • verwandte Begriffe zu "Unterrichtsmethoden" - Inszenierungstechnik- Handlungsmuster- Unterrichtsschritte- Sozialform- Methodische Großform- Arbeitstechnik- Arbeitsmethoden
  • Inszenierungstechnik = zumeist kleine (verbale, nonverbale, mimische, gestische, ...) Verfahren, mit denen Lehrer und Schüler den Unterrichtsablauf in Gang bringen bzw. am Laufen halten - ein Lob ausscprechen- Arbeitsauftrag formulieren
  • Handlungsmuster -zielgerichtet- bestimmter Anfang und Ende- von Lehrer und Schüler fest verinnerlicht - Lehrervortrag halten- Schreiben eines Diktates
  • Unterrichtsschritte (=Verlaufsformen) = Raster zur Strukturierung  - Einstieg- Erarbeitung- Ergebnissicherung
  • Sozialformen = regeln die Art und Weise, wie miteinander kommuniziert und kooperiert wird - Einzelarbeit- Frontalunterricht- Partner- /Gruppenarbeit
  • Methodische Großformen = sind inhaltlich und zeitlich komplex - Exkursion- Projekt durchführen
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  • Arbeitstechnik = fächerübergreifende. ermöglichen das methodische Handeln - unterstreichen, ausschneiden, markieren, ...- einen Spieckzettel anfertigen
  • Arbeitsmethoden = fachbezogen, bestimmen das Ablaufschema, ermöglichen das selbsttätige Lernen der Kinder - Zeitzeugen befragen- Experiment
  • Unterrichtskonzept - Begriffsbestimmung - Gesamtorientierung methodischen Handelns - normativ, bescheiben, wie sich ihre Autoren guten Unterricht vorstellen Bsp.:- lehrergesteuert- offen- projektorientiert- kooperativ- exemplarisch- fächerverbindend- individualisierender -> Unterricht kann sich aus verschiedenen Konzepten zusammensetzen -> den U-konzepten können wiederum U-methoden zugeordnet werden
  • Unterrichtskonzept nach H. Meyer "Vier-Säulen-Modell" 1) gemeinsamer Unterricht - Klassenunterricht ohne Fachbezug1. Ziel: Herstellen sozialer Gemeinschaft2. Ziel: Herstellen der Arbeitsfähigkeit der Klasse3. Ziel: Erziehung zur Demokratie(Kritik: U. ohne Fachbezug/Inhalte - ist das Uuterricht? "gmeinsamer U." wird heute als Inklusion und Integration verstanden) 2. direkte Instruktion - Lehrer vermittelt den "Stoff"- Klassenunterricht dominiert- typ. Lehrertätigkeiten: vortragen, vormachen, zeigen, Fragen stellen- Lernfortschritt der Schüler wird regelmäßig kontrolliert- Sitzordnung frontal oder in U-Form 3. individualisierender Unterricht - Ausgangspunkt ist die direkte Instruktion- individualisierende Phasen werden eingeschoben- umfangreicher Einsatz von Lern- und Arbeitsmaterialien- Leistungs- und Interessendifferenzierung- Ergebnissicherung im Plenum 4. Kooperativer Unterricht - Erarbeitung des U-themas in kleingruppen- Lehrkraft bestimmt Thema und Aufgabenstellung und gibt Hilfen während des Arbeitsprozesses -> mit diesem Modell weicht H. Meyer von seiner bisherigen Definition ab
  • Unterricht als "Zwei-Säulen-Modell" nach W. Einsiedler, 2014 - zwei Unterrichtskonzepte liegen zugrunde:lehrergesteuerter Unterricht (Instruktion)offener Unterricht (Konsruktion) = Zusammenführung ist "pragmatische Kombination" - wechelseitiges Zusammenwirken der beiden Konzepte-> lernwegsorientierte Didaktik: Fokus auf Lernaktivitäten, eigenständiges Lernen, Konstruktion-> Übergänge zwischen den Konzepten-> lehrorientierte Didaktik: Fokus auf Lehraktivitäten, Wissensvermittlung, Anleitung durch die Lehrkraft, Instruktion
  • Systematisierung von Unterrichtsmethoden Wege zur Systematisierung: - Normative Orientierung (Bildung von übergreifenden Kategorien) - Orientierung an lernzielen - Orientierung an Unterrichtskonzepten
  • Systematisierung von U-Methoden nach J. Wiechmann, 2011 - Dimension des Vermittlungsstils: lehrenden (expositorisches) vs. entdeckendes Lernen - Dimension der U-steuerung: gelenktes vs. selbstbestimmtes Lernen - Dimension der U-gestaltung: planvol vs. situativ
  • Systematisierung von U-Methoden nach H. Meyer, 2011 - normative Kategorien: handlungsbezogen, ganzheitlich vs. sprachlich vermitteltlehrergesteuert vs. selbstgesteuert -> als "Pole", zugeordnet werden "Familien"
  • Methodenvielfalt - Definition nach H. Meyer, 2008 U.-methoden als Qualitätsmerkmal "Methodenvielfalt liegt vor, - wenn der Reichtum der verfügbaren Inszenierungstechniken genutzt wird (zB Lob aussprechen)),- wenn eine Vielfalt von Handlungsmustern eingesetzt wird (zB Lehrervortrag),- wenn die Verlaufsformen des Unterrichts variable gestaltet werden (zB Erarbeitung),- und das Gewicht der Grundformen des Unterrichts ausbalanciert ist."
  • U-Methoden: Definition nach A. Helmke, 2006 Methodenvariation = "schüler-, fach und lernzielangemessene Variation von unterrichtsmethoden und Sozialformen." -> Forschung zeigt, dass sowohl Einseitigkeit als auch zu viele Methoden problematisch sind.