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Ausgewählte Organsysteme und deren Erkrankungen (Subject) / Nieren (Lesson)
- Harnorgane Nieren, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre
- Nieren paarig liegen beidseits der Wirbelsäule in der Lendenregion stark durchblutet und eng mit dem Blutkreislauf verbunden Nierenrinde: äußere Schicht der Niere Nierenmark: liegt innen, pyramidenförmig angeordnet Nephron: kleinste funktionelle Einheit der Niere, bestehen aus Nierenkörperchen (Glomerulum)
- Harnbildung Nierenkörperchen als Filtereinrichtung scheiden aus dem Blutplasma Wasser sowie einen Teil der darin gelösten Stoffe (z.B. Traubenzucker, Harnstoff, Elektrolyte) ab = Primärharn Filtrat wird von den Nierenkanälchen aufgenommen Stoffe, die der Organismus noch benötigt, werden auf dem Weg der Nierenkanälchen ins Nierenbecken und dann ins Blut zurückgegeben (Resorption) Konzentrierter Primärharn > Endharn (hauptsächlich Wasser, Mineralsalze, Farbstoffen und Harnstoff) sammelt sich im Nierenbecken und fließt über den Harnleiter zur Harnblase wird über Harnröhre entleert
- Funktionen der Niere > Aufrechterhaltung der Elektrolytkonzentration (Säure-Basen-Haushalt), des Wasserhaushaltes und des osmotischen Drucks der Körperflüssigkeiten > Ausscheidung von Stoffwechselprodukten (Harnstoff = Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels, Kreatinin = Abbauprodukt des Muskelstoffwechsels, Harnsäure = Abbauprodukt des Zellkernabbaus, körperfremde Stoofe = Medikamente > Beteiligung an der Kreislaufregulation und Blutbildung endokrine Funktion: Bildung des Hormons Renin zur Regelung des Blutdruckes, Stimulation des Erythropoetin für die Erythrozytenbildung
- Nebennieren sichelförmige Organe mit der Aufgabe der Hormonproduktion und -ausschüttung liegen auf dem oberen Pol der Niere
- Niereninsuffizienz wenn < als 30% der Nephrone noch funktionstüchtig sind fast alle Erkrankungen der Niere können zu NI führen weitere Ursachen: Diabetes mellitus, Hypertonie (Arteriosklerose in den Nieren) psychische Störungen (z.B. Analgetikamissbrauch und Essstörungen) können zur terminalen NI führen Symptome: z.B. Polyurie (krankhaft erhöhte Harnausscheidung) oder fehlende Urinproduktion, Leistungsschwäche, Pruritus, neurologische Symptome, Elektrolytstörungen, Azidose Folge: Urämie (Harnvergiftung bis zum Tod) Therapie: Beeinflussung der Grunderkrankung; bei chron Formen z.T. Dialyse; Indikation zur Transplantation
- Nierenbeckenentzündung entzündliche, meist bakteriell bedingte Erkrankung der Niere Frauen sind häufiger betroffen
- Blasenentzündung Zystitis entzündliche Erkrankung der Harnwege Frauen häufigre betroffen oft Infektion mit Darmbakterien, die durch die Harnröhre in die Blase gelangen > häufiger Harndrang mit kleinen Urinmengen
- Somatoforme Störungen des Urogenitaltraktes psychogene Dysurie (erschwerte gewollte Blasenentleerung) und überaktive Blase (Reizblase) Erkrankung mit Pollakisurie (Steigerung der Miktionshäufigkeit) ohne Organbefund
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