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Organisationspsychologir (Subject) / 17 Thema 4 Personalauswahl (Lesson)

2. Konstrukt-­‐/Eigenschaftsorientierter Ansatz

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  • Hauptbestandteil: Erfassung latenter Konstrukte  Kognitive Fähigkeiten Allgemeine kognitive Fähigkeiten (Intelligenz) (Spezifische Fähigkeiten, z.B. Konzentration) (Fachwissen)  Persönlichkeit „Big Five“-­‐Modell Integrität (Spezifische Eigenschaften, z.B. Locus of Control)  (Motive und Interessen)  Auf die Sachen in Klammern wird nicht weiter eingegangen
  • Intelligenz und berufliche Leistung  Erfahrung und Intelligenz sind unabhängig Können sich gegenseitig kompensieren  Mehr Berufserfahrung führt zu mehr tätigkeitsbezogenen Kenntnissen  Intelligenz führt zum leichteren Erwerb von Kenntnissen  Mehr Tätigkeitsbezogene Kenntnisse (egal ob durch Erfahrung oder Intelligenz) führt zu einer besseren praktischen Leistung  Zusammenhang zwischen Leistung und Beurteilung durch Vorgesetzen gering Studie bezog sich auf Arbeitsproben, Vorgesetztenurteil müsste eigentlich auf längerem Zeitraum beruhen, deshalb so geringer Zusammenhang
  • Persönlichkeitsmaße: „Big Five“  Neurotizismus wird in Verbindung gebracht mit der emotional-­‐affektiven Komponente Extraversion mit dem Ausmaß an sozialer Interaktion Offenheit mit dem Intellekt Verträglichkeit mit der Qualität sozialer Interaktionen Gewissenhaftigkeit mit deraufgabenbezogenen Kompetenz
  • Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Arbeitsleistung:  Extraversion und Gewissenhaftigkeit haben den stärksten Zusammenhang zur allgemeinen Arbeitsleistung  Auch bei Betrachtung der spezifischen Leistungskriterien und über alle Berufsgruppen hinweg hat Gewissenhaftigkeit den höchsten Einfluss auf berufliche Leistung  Interessant: Persönlichkeit wirkt sich unterschiedlich bei verschiedenen Berufsgruppen auf Leistung aus Management Extraversion sehr wichtig (.21) vs. Spezialisten eher kontraproduktiv (-­‐.11)  Aber: nur kleine – mittlere Korrelationen D.h. Erfolg ist nicht nur über die Persönlichkeit determiniert, es ist Spielraum für Weiterentwicklung gegeben
  • Verfälschbarkeit der Selbstdarstellung? Tatsache: Probanden antworten in Bewerbungssituation „sozial erwünscht“Höhere Werte auf (vermeintlich) positiven Eigenschaften Rangfolge von Personen verändert sich (?) Unterschiede zwischen Labor (Faking-­‐Instruktion) und Feldstudien (Bewerbungssituation) Tendenz sich positiv darzustellen, aber nicht so extrem wie es sein könnte (Faken Sie mal...) Aber: Validität wird nicht beeinträchtigt Korrelation Eigenschaft – Erfolg bleibt in Bewerbungssituationen erhalten Statistische Kontrolle von sozialer Erwünschtheit verschlechtert Vorhersage D.h. sie spielt offensichtlich keine Rolle  Ist die Art und Weise positiver Selbstdarstellung... Nicht Teil der Persönlichkeit? Nicht auch relevant für Berufserfolg? (Umstritten)  Fazit: Ja, die Selbstdarstellung ist verfälschbar Aber: Aus Sicht der Organisation ist das nicht schlimm, da die, die sich positiv darstellen auch erfolgreich sind (also doch valide!)
  • Integritätstests Zweck: Vorhersage kontraproduktiven Verhaltens Diebstahl, Drogenmissbrauch, Gewalt, Absentismus  Einstellungs-­‐ und eigenschaftsbasierte Aspekte  Eher Kriteriumsorientiert als theoriegeleitet Theoriegeleitet wäre: Eigenschaften ermitteln, die Prädiktoren für kontraproduktives Verhalten sind und diese erfassen Hier eher: Wie integer verhalten sich die Leute dann wirklich? Z.T. aber mittlere Korrelation mit Big Five  Höhe der Validität ist umstritten Vorhersage kontraproduktiven Verhaltens: r = -­‐.32 / -­‐.47 D.h. hoher Wert in Integrität führt zu weniger kontraproduktiven Verhalten  Vorhersage zugegebener Diebstahl: r = -­‐.33 / -­‐.42 Berufliche Leistung (Vorgesetztenurteil): r = .18 / -­‐.41 Sachschäden: r = -­‐-­‐ / -­‐.69  Moderator: Wer hat die Untersuchung gemacht? Testherausgeber: r = -­‐21 Andere: r = -­‐.12 ( Kleinerer Effekt, wenn unabhängige Untersuchung)  Fazit: Integritätstests galten als gut, sind heute eher umstritten! Beispiel: Inventar berufsbezogener Einstellungen und Selbsteinschätzung (IBES)  Einstellungsorientierte Skalen, z.B. Verbreitung unerwünschten Verhaltens Verhaltensabsichten („Ich würde eher unter Brücken schlafen, als meinen Lebensunterhalt durch Diebstahl und Betrug zu bestreiten“)  Eigenschaftsorientierte Skalen, z.B. Vorsicht („Mir sind Ruhe und Frieden wichtiger als Spaß und Aufregung“) Zuverlässigkeit („Bevor ich etwas anfange, überlege ich wie ich vorgehen will“)
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