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Sportphysiologie (Subject) / Kapitel 3 – Die Hormone (Lesson)

Sportphysiologie, Kapitel 3 – Die Hormone

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  • 1. Was sind Hormone? –       Körpereigene Stoffe, die vom endokrinen Gewebe produziert werden und über den Körperkreislauf zu den Erfolgsorganen gelangen –       Chemische Botenstoffe, die die Steuerung von Organen übernehmen –       Sie sind beteiligt an der Aufrechterhaltung des inneren Milieus –       Und an der Koordination mehrerer Organe zu einer bestimmten Leistung
  • 2. Wo befindet sich die Hypothalamus–Region? –       Im Zwischenhirn
  • 3. Was/wo ist die Hypophyse? –       Hirnanhangsdrüse
  • 4. Was sind die Hypophysenhormone? –       HVL (Adenohyphophyse):       o   STH = Somatotropes Hormon = Somatotropin       o   ACTH = Adrenocorticotropes Hormon = Corticotropin       o   TSH = Thyreoidea stimulierendes Hormon = Thyreotropin       o   FSH = Follikel stimulierendes Hormon       o   LH = Luteinisierungshormon       o   LTH = Luteotropes Hormon = Prolactin –       HHL (Neuro–Hypophyse):       o   Adiuretin       o   Oxytocin
  • 5. Wo werden die Releasing–Hormone gebildet? –       Im Hypothalamus
  • 6. Wirkung und Funktion von Adiuretin? –       Erhöhung der Wasser–Rückresorption (und damit der NA–Rückresorption) in die Niere –       Regulation des Wasserhaushaltes Steuerung: durch Osmorezeptoren (=> Lage im Hypothalamus)
  • 7. Wirkung und Funktion von Oxytocin? –       Aktivierung der Muskelzelle im Bereich der Brustdrüse –       Aktivierung der Uterusmuskulatur (an Wehenauslösung beteiligt)
  • 8. Wirkung und Funktion von STH = Somatotropes Hormon = Somatotropin? –       Fördert das Wachstum –       Förderung der Protein–Biosynthese an den Ribosomen –       Spiegel der energieliefernden Substanzen im Blut steigt –       Förderung der Knorpelbildung Steuerung: Groth–Hormon–Releasing–Hormon = GHRH Störungen: Wachstumsstörungen (Riesenwuchse, Zwergenwuchs)
  • 9. Wirkung und Funktion von ACTH = Adrenocorticotropes Hormon = Corticotropin –       Stimulierung der Nebennierenrinde (NNR)          o   Stimulierung der Produktion von Glucocortikoiden     Steuerung: Corticotropin–Releasing–Hormon = CRH
  • 10. Wirkung und Funktion von TSH = Thyreoidea stimulierenden Hormon = Thyreotropin –       Stimulierung des Zellwachstums und Zellvermehrung in der Schilddrüse –       Stimulierung der Produktion von Schilddrüsenhormon (=Thyroxin) Steuerung: Thyreotropin–Releasing–Hormon = TRH
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  • 11. Wirkung und Funktion des FSH = Follikel stimulierendes Hormon –       Frau:         o   Reifung von Follikeln in Eierstöcken –       Mann:         o   Entwicklung der Hodenkanälchen im Hoden         o   Entwicklung von Samenzellen
  • 12. Wirkung und Funktion von LH = Luteinisierungshormon –       Frau:       o   Förderung der Hormonbildung in den Keimdrüsen (=Eierstöcken)       o   Förderung der Follikelreifung (=Eireifung)        o   Förderung der Östrogenbildung       o   Förderung des Follikelsprunges (=Ovulation)       o   Förderung der Corpus–luteum–Bildung und der Progesteron–Sekretion –       Mann:       o   Förderung der Hormonbildung in den Leydig´schen Zwischenzellen (Hoden)
  • 13. Wirkung und Funktion von LTH = Luteotropes Hormon = Prolactin –       Zusammen mit Sexualhormonen:      o   Vorbereitung der weiblichen Brustdrüse auf die Milchproduktion      o   Wachstum der Brustdrüse während der SS      o   Differenzierung der Milchgangschleimhaut –       In der Stillphase: Stimulierung der Milch–Synthese und Milch–Sekretion
  • 14. Was sind die Gonadotropen Hormone? –       FSH = Follikel stimulierendes Hormon –       LH = Luteinisierungshormon –       LTH = Luteotropes Hormon = Prolactin
  • 15. Was zählt zu den peripheren endokrinen Drüsen? –       Schilddrüse –       Nebennierenrinde (NNR) –       Gonaden
  • 16. Was ist die Aufgabe der Ribosomen? –       Eiweißproduktion bzw. Proteinsynthese
  • 17. Welches Hormon stimuliert die NNR? –       ACTH
  • 18. Was ist über die Schilddrüse zu wissen? –       Die Schilddrüse ist im Hals –       Sie ist aus Follikeln aufgebaut –       Sie weist die stärkste Durchblutung im Organismus auf –       Die Follikel enthalten Kolloid und Tyreoglobin –       Tyreoglobin = Glykoprotein (Speicher) ––> bildet die Grundsubstanz für die Schilddrüsenhormone –       Schilddrüsenhormone:         o   Trijodthyronin         o   Tetrajodthyronin = Thyroxin
  • 19. Wirkung und Funktion der Schildrüsenhormone? –       Einstellung des Stoffwechselniveaus –       Steigerung des Energieumsatzes (Erhöhung des Grundumsatzes, Steigerung der Herzaktivität, der Körpertemperatur und Abbau von Fetten und Glucagon) –       Steigerung der Stoffwechselrate –       Steigerung der Wärmeproduktion –       Beschleunigung der O2–Aufnahme –       Beschleunigung der Hirnaktivität –       Beschleunigung der KH–Resorption im Darm –       Senkung des Cholesterinspiegels im Blut –       Förderung von Wachstum und Reifung des Skeletts –       Beim Säugling: Förderung der Entwicklung des Nervensystems Störungen: –       Mangelerscheinung => Kretinismus –       Überproduktion => Morbus Basedow
  • 20. Wirkung und Funktion des Parathormon = Parathyrin (PTH)? –       Produktion in den sog. Epithelkörperchen (Nebenschilddrüse) –       Konstanthaltung des Calciumspiegels im Extrazellulan Steuerung: Direkt durch Calcium
  • 21. Was sind die 3 Angriffspunkte des Parathormons? –       Mobilisierung von Calcium aus Knochen –       Calcium Rückresorption in der Niere –       Erhöhung der CA–Resorption aus dem Darm  
  • 22. Was sind die Hormone der Nebennierenrinde (NNR)? –       Glucocorticoide: Hauptvertreter: Cortisol und Corticosteron –       Mineralcorticoide: Hauptvertreter: Aldosteron –       Sexualhormone: Hauptvertreter: NNR–Androgen: Dehydroepiandorosteron  
  • 23. Funktion und Wirkung der Glucocorticoide? –       Bereitstellung energieliefernder Substanzen –       Dämpfen die Gewebsreaktion auf schädliche Faktoren –       Förderung des Proteinabbaus –       Anstieg des Blutzuckerspiegels –       Hemmen entzündliche Reaktionen am Entzündungsherd Steuerung: ACTH (Ausschüttung in Circadian–Rhythmus)
  • 24. Funktion und Wirkung der Mineralcorticoide? –       Das wirksamste Hormon dieser Gruppe ist das Aldosteron –       Regulierung des Elektrolyt– und Wasserhaushalts –       Reguliert Blutvolumen und Blutdruck –       Zurückhalten von Natrium–Ionen (und somit Wasser) und Chlor–Ionen bei gleichzeitiger Stimulierung der Kalium–Ausschüttung Störungen: Störungen im Mineralstoffwechsel und Wasserhaushalt
  • 25. Sexualhormone? –       Androgene der NNR haben eine geringere Wirkung als das Testosteron des Hodens –       Auch NNR–Östrogene ist sehr gering –       NNR Tumoren (+Östrogene) ––> feminisierende Wirkung auf Männer –       Androgen–produzierte Tumore verursachen das adrenogenital Syndrom:         o   Knaben: sekundäre Geschlechtsmerkmale sind frühzeitig entwickelt, allerdings extrem kleine Hoden         o   Mädchen: Virilismus (=Vermännlichung)
  • 26. Hormone des Nebennierenmarks (NNM): –       Katecholamine: Adrenalin und Noradrenalin
  • 27. Funktion der Katecholamine? –       Dienen der Anpassung des Organismus an physische (=Noradrenalin) und psychische (=Adrenalin) Stresssituationen –       Die Produktion ist in der Ruhe am Niedrigsten und bei Stress sehr hoch
  • 28. Wirkung der Katecholamine: Auf das Herz: –       Steigerung der Kontraktionskraft –       Steigerung der Herzfrequenz –       Erweiterung der Koronargefäße _____________ Auf die Gefäße: –       Kontraktion der Gefäße nicht aktiver Muskeln _____________ Auf den Stoffwechsel: –       Erhöhung des Blutzuckerspiegels –       Vermehrung freier Fettsäuren im Blut –       Steigerung der Stoffwechselrate –       Steigerung der Wärmeproduktion (letzten beiden nur in Anwesenheit von Glucocorticoiden, den diese wirken auf die Katecholamine potenzierend)
  • 29. Was sind die Langerhans´schen Inseln? –       Endokrine Zellenansammlungen –       Sie bilden den endokrinen Anteil der Pankreas –       Sie regulieren durch die Ausschüttung von Insulin und Glucagon den Blutzuckerspiegel
  • 30. Welche 3 Inseltypen unterscheidet man? –       Alpha–Zellen (25%) ––> produzieren Glucagon –       Beta–Zellen (65%) ––> produzieren Insulin –       Gamma–Zellen (10%) ––> produzieren Somatostin
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  • 31. Was ist über das Insulin zu wissen? –       Wirkt Blutzuckersenkend –       Wirkt in Muskel und Fettgeweben –       Ist ein Peptidhormon ––> reguliert die Aufnahme von Glucose in Körperzellen –       Steuerung:        o   direkte Rückkoppelung zwischen Pankreas und Blut.        o   Die Insulinproduktion ist direkt proportional dem Blutzuckerspiegel –       Wirkung auf KH–Stoffwechsel:       o   Förderung der Glucoseaufnahme in die Zelle       o   Förderung der Glycogenbildung in Muskel und Leberzellen       o   Hemmung der Glycolyse = Glykogenspaltung in der Leber –       Wirkung auf Fett–Stoffwechsel:       o   Fördert die Fettspeicherung –       Wirkung auf Eiweiß–Stoffwechsel:      o   Förderung der Proteinsynthese      o   Gleichzeitig Verringerung des Proteinabbaus      o   Förderung des Aminosäurentransport in die Zelle