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Organisationspsychologir (Subject) / 01 geschichte (Lesson)
- 1. Scientific Management (Taylorismus) Ziel: Finden des effizientesten Wegs zur Ausführung einer Arbeitstätigkeit Ablauf: Genaue Analyse des Arbeitsvorgangs Unterteilung in einzelne Elemente Ausschaltung jeder überflüssigen Bewegung Schnellste und effizienteste Methode zur Ausführung einzelner Arbeitselemente wird vom bestgeeignetsten Arbeiter fortlaufend wiederholt Vier Prinzipien:1. Analyse und Zergliederung der Arbeitsaufgaben2. Auswahl und Schulung der bestgeeignetsten Arbeitskräfte3. Trennung von Kopf-‐ und Handarbeit Management übernimmt die Planung und Überwachung Arbeiter die praktische Ausführung der Arbeit4. Zwischen Arbeitgebern und –nehmern herrscht Einvernehmen Grundannahmen Homo Oeconomicus Faul, durch Geld motivierbar Effizienzsteigerung durch Entlohnung Organisation als technischen System Maschinenmetapher Menschenbild Entspricht dem Menschenbild des Economic Man„Mensch, der in allen Lebensbeziehungen den Nützlichkeitswert voranstellt. Alles wird für ihn zu Mitteln der Lebenserhaltung, des naturhaften Kampfes ums Dasein und der angenehmen Lebensgestaltung.“
- 2. (Industrielle) Psychotechnik Definition: Anwendung psychologischer Konzepte zur Optimierung der Arbeitstätigkeit und Arbeitsmittel Aufgaben betreffen vor allem wirtschaftliche Fragen, bei denen psychische Arbeit verrichtet wird und die wesentlich von psychischen Prozessen beeinflusst werden Unterteilung der Anwendungsgebiete in:Objektpsychotechnik Anpassung der Arbeitsmittel und –bedingungen an die psychische Natur des Menschen Subjektpsychotechnik Anpassung des Menschen an die Arbeitsbedingungen durch Selektion Aufschwung der Subjektpsychotechnik durch Weltkriege Kriege durch perfekte Stellenbesetzung gewinnen Professionalisierung und Institutionalisierung Münsterberg (1912): Veröffentlichung des Buchs „Psychologie und Wirtschaftsleben“ Zeitschriften, z.B. Industrielle Psychotechnik (1924) Vielfalt der Ansätze Fokus bleibt aber Arbeitstätigkeit und Individuum (nicht die Gruppe) „Objektive Unparteilichkeit“ Welches Ziel das bessere ist geht den wirtschaftstechnischen Psychologen nichts an Menschenbild Entspricht ebenfalls dem Menschenbild des Economic Man
- 3. Human Relations Bewegung 1930er Jahre: soziale Aspekte der Arbeit rücken vermehrt in den Fokus Menschenbild des Social Man auf interpersonellen Kontakt ausgerichteter Mensch Arbeitsmotivation und –zufriedenheit hängt von der Möglichkeit zur Kommunikation mit Kollegen, Teilnahme an Entscheidungen und zwischenmenschlichen Beziehungen ab Auslöser: Hawthorne-‐Studien (von Mayo, Roethlisberger & Dickson, 1924-‐1932): Entwicklung Economic Man Social Man wurde von diesen Studien beeinflusst Untersuchung des Einflusses unterschiedlicher Umweltbedingungen auf die Arbeitsleistung Variation: Beleuchtung, Arbeitszeiten, Pausen Ergebnisse: Jegliche Veränderung der Umweltbedingungen führte zu einer Verbesserung der Arbeitsleistung Interpretation: Einfluss der sozialen Situation Anerkennung der Organisationen als soziales System Motivierung durch soziale Atmosphäre, Arbeitszufriedenheit Nicht mehr allein durch Bezahlung Aber: Studien gelten heute als Mythos „Hawthorne-‐Effekt“ Beobachtung allein führt schon zur LeistungssteigerungZahlreiche methodische Fehler, z.B. Versuchsleitereffekte, fehlende Randomisierung usw.
- 4. Humanisierung der Arbeit Annahme: Mensch will sich in Arbeit selbst verwirklichen Bedürfnispyramide (Maslow) Annahme: Motivation basiert auf der Erfüllung einer Reihe von Bedürfnissen Bedürfnisse stehen in hierarchischer Beziehung zueinander Wenn Bedürfnis erfüllt, tritt nächsthöheres an seine Stelle und gewinnt an motivationaler Bedeutung Arbeitszufriedenheit (Herzberg) Arbeitszufriedenheit und Unzufriedenheit sind unabhängig Fehlen von Faktoren (Motivatoren), die zu Zufriedenheit führen, führt nicht direkt zu Unzufriedenheit Partizipation und Autonomie Teilautonome Arbeitsgruppen z.B. über Urlaubsplanung und Arbeitsschritte selber entscheiden Aufgabenerweiterung (Job enrichment) Tätigkeit in voller Breite ausführen, nicht nur kleine Einzelschritte Nationale Programme BMFT: Humanisierung des Arbeitslebens (1974-‐1989) Norwegen: Industrial Democracy Soziotechnischer Systemansatz kombiniert soziale und technische Systeme Zusammenspiel zwischenmenschlicher Beziehungen, Mensch-‐Maschine-‐Kommunkation und Interaktion technischer Komponenten entsteht Menschenbild: Self-‐actualizing Man Mensch, der nach Selbstverwirklichung durch autonomes, eigenverantwortliches und situationsangepasstes Handeln strebt)
- Complex Man: Vielschichter Menschhat vielfältige inter-‐ und intraindividuelle Bedürfnisse, die jeweils abhängig von der Situation und vom Entwicklungsstand der Person sindZeichnet sich durch seine Flexibilität und Lernfähigkeit aus
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