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Ethologie des Pferdes (Subject) / Funktionskreise des Pferdeverhaltens 2 (Lesson)
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- Welche der folgenden Aussagen trifft zu? 1x a) Alle Hengstauseinandersetzungen sind überwiegend ritualisiert, dadurch werden Verletzungen vermieden. b) Aufgrund der harmlosen Waffen der Equidien kommen ernsthafte Verletzungen durch Hengstkämpfe kaum vor. c) Hengstauseinandersetzungen sind mitunter echte Beschädigungskämpfe. d) Hinterhandschlag ist ein typisches Element von Stutenkämpfen und wird bei Hengstkämpfen nicht eingesetzt. c)
- Welche der folgenden Aussagen ist richtig? 1x a) Haremshengste erlangen ihre Stuten in den allermeisten Fällen durch Kampf mit anderen Hengsten. b) Kämpfe zwischen einem Junggesellen und einem Haremshengst sind oftmals heftiger als Kämpfe zwischen zwei Haremshengsten. c) Die meisten Auseinandersetzungen zwischen frei lebenden Haremshengsten dienen dazu, Stuten des Gegners zu erobern. d) Häufig kämpfen junge Hengste wesentlich heftiger als alte, erfahrene Hengste. b)
- Welche der folgenden Aussagen sind falsch? 2x a) Vor heftigen Kämpfen erfolgt meist besonders ausgeprägtes Imponieren. b) Viele Begegnungen zwischen Haremshengsten beschränken sich auf gegenseitiges Imponieren. c) Unter natürlichen Bedinungen bestehen Haremsgruppen immer aus einer bis mehreren Stuten mit Nachwuchs und genau einem erwachsenem Hengst. d) Viele Auseinandersetzungen zwischen Haremshengsten dienen dazu, die beiden Gruppen getrennt zu halten. a) c)
- Welche der folgenden Aussagen ist richtig? 1x a) In Familiengruppen freilebender Pferde ist der Haremshengst eindeutig das Leittier, das auch bei Wanderungen stets die Richtung angibt. b) In vielen Pferdegruppen herrscht eine lineare Rangordnung. c) Die Stute (A) kommt neu in eine etablierte Gruppe. Hier ist sie dem bislang rangniedrigsten Gruppenmitglied untergeordnet. Daraus folgt dass A von nun an, dass rangniedrigste Gruppenmitglied ist. d) Ein ranghohes Pferd kann man leicht daran erkennen, dass es die anderen besonders häufig androht. b)
- Welche der folgenden Aussagen trifft zu? 1x a) Kämpfe mit tödlichem Ausgang kommen nur unter eingeschränkten Haltungsbedienungen vor, aus dem Freiland sind sie nciht bekannt. b) Erwachsene Pferde verhalten sich Fohlen gegenüber stets friedliche. Ernsthafte Verletzungen kommen höchstens durch unglückliche Zufälle zustande. c) Pferd A wird von Pferd B vom Futter vertrieben. Pferd C wird von Pferd A und Pferd B vom Futter vertrieben. Das lässt darauf vermuten, dass Pferd C rangniedriger ist als Pferd A und B. d) Pferd A wird vom ranghöchsten Pferd B einer Gruppe vom Futter vertrieben, Pferd Cdagegen nicht. Daraus folgt, dass Pferd C ranghöher ist als Pferd A. c)
- Verschiedene Punkte/Beobachtungen lassen das Bestehen einer Bindung zwischen zwei Pferden vermuten? Welche der folgenden Punkte ist hierbei von geringer Aussagekraft? 1x a) Häufiges Zusammensein b) Geringe Häufigkeit agonistischer Interaktionen. c) Häufige soziale Fellpflege d) Matrilineare Verwandschaft zwischen zwei Stuten einer Gruppe b)
- Welche der folgenden Aussagen treffen zu? 2x a) Anders als Junghengste werden Jungstuten nie vom Haremshengst verjagt, wenn sie ihre Geburtsgruppe mit Erreichen der Geschlechtsreife nicht freiwillig verlasen oder von einem anderen Hengst entführt werden. b) Treiben der Stuten durch den Hengst dient unter anderem dazu, die Gruppe zusammenzuhalten. c) Nur selten schließen sich junge Stuten, die ihre Geburtsgruppe verlassen haben, vorübergehend mit anderen Jungtieren zu gemischtgeschlechtlichen Gruppen zusammen. d) Im Freiland erlangen Hengste meist nicht vor einem Alter von ca. fünf Jahren einen Harem, da sie aufgrund der schlechten Futterbedinungen erst in diesem Alter fortpflanzungsfähig werden. b) c)
- Welche der folgenden Aussagen treffen zu? 3x a) Wenn möglich, halten Pferde stets Sichtkontakt zu Artgenossen. b) Pferde sind soziallebende Tiere. Die Haltung von Pferden in Einzelboxen/-ausläufen ist daher grundsätzlich abzulehnen. c) Sozialer Kontakt wirkt sich überwiegend steigernd auf die Nahrungsaufnahme aus. d) Da im Freiland keine solitären Pferde beobachtet werden können, kommt Gruppenhaltung dem natürlichen Sozialverhalten von Pferden mehr entgegen als Einzelhaltung. a) b) d)
- Welche der folgenden Aussagen sind richtig? 2x a) Zeischen Stuten und Fohlen besteht meist eine sehr enge Bindung, die vorallem in den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt aufgebaut wird. b) Unter natürlichen Verhältnissen bleibt die Bindung zwischen Stuten und Nachwuchs auch nach der Entwöhnung meist noch für mehrere Monate bestehen. c) Unter natürlichen Bedienungen bleibt die enge Bindung zwischen Stuten und weiblichem Nachwuchs oft ein Leben lang bestehen. d) In den ersten Tagen nach der Geburt duldet die Stute grundsätzlich keine anderen Pferde in der Nähe des Fohlens. Nur so wird gewährleistet, dass keine Fehlprägung des Fohlens zustande kommt. a) b)
- Welche der folgenden Aussagen ist korrekt? 1x a) Wenn möglich, sondern sich alle Stuten vor der Geburt von ihrer Gruppe ab. b) Bei Störungen können Stuten die Geburt für eine gewisse Zeit hinauszögern. c) Bei Hauspferden in Menschenhand erfolgen die meisten Geburten nachts, bei frei lebenden Pferden überwiegend dagegen Taggeburten. d) Die Beobachtung, dass sich Stuten vor der Geburt von ihrer Gruppe absondern, wurde bislang nur bei Hauspferden auf der Weide gemacht. Für nicht gemanagte Gruppen wurde dieses Verhalten noch nicht beschrieben. b)
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- Welche Verhaltensweisen eigenen sich für den menschlichen Beobachter besonders gut zur Ermittlung der Rangordnung in einer Pferdegruppe? 2x a) Verhaltensweisen, die von ranghohen und rangniedrigen Tieren etwa gleich oft gezeigt werden. b) Verhaltensweisen, die vorwiegend von ranghohen Tieren gezeigt werden. c) Verhaltensweisen, die vorwiegend von rangniedrigen Tieren gezeigt werden. d) Drohen ist gut zur Bestimmung der Rangordnung geeignet, da es vor allem von ranghohen eingesetzt wird. b) c)
- Welche der folgenden Aussagen trifft zu? 1x a) Ist in einer Gruppe einmal eine Rangordnung erstellt, so kommt es zu keiner weiteren Auseinandersetzung. b) Fohlen stehen in ihrem Rang stets direkt hinter ihrer Mutter. c) Hengste sind nicht automatisch ranghöher als Stuten. d) Ranghohe Tiere sind stets besonders oft in intensive agonistische Auseinandersetzungern verwickelt. c)
- Welche der folgenden Aussagen sind richtig? 1x a) Das Auftreten von Harztropfen am Euter ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Geburt in den nächsten Stunden erfolgt. b) Einschießen von Milch ins Euter lässt in den meisten Fällen auf eine baldige Geburtseintritt schließen. c) Die gesamte Geburt dauert im Normalfall nur ca 10-20min. d) Hauspferde fressen die Nachgeburt normalerweise nicht auf. In freier Wildbahn verzehren die Stuten dagegen, ähnlich wie viele andere Tiere auch, meist die Nachgeburt. Dabei nehmen sie zum einen wertvolles Eiweiß auf, zum anderen vermindert sich dadurch die Gefahr, von einem Räuber entdeckt zu werden. b)
- Welche der folgenden Aussagen treffen zu? 2x a) Hengstfohlen sind i.a. häufiger in Kampfspiele verwickelt als Stutfohlen. Dieser Unterschied wird schon in den ersten vier Lebenswochen sehr deutlich. b) In freier Wildbahn ist damit zu rechnen, dass Pferde in unübersichtlichem Gelände seltener spielen als in übersichtlichem. c) Junghengste (>4 Wochen) verbringen mehr Zeit mit Kampfspiele als Jungstuten. d) Jungstuten (>4 Wochen) verbingen mehr Zeit mit Laufspielen als Junghengste. b) c)
- Welche der folgenden Aussagen trifft zu? 1x a) Beim Fohlen überwiegen zunächst Sozialspiele mit der Mutter. Erst mit zunehmender Selbstständigkeit nimmt die Häufigkeit von solitärem Laufspiel zu. b) Beim Spiel haben Fohlen meist bevorzugte Spiellpartner, die oft auch bevorzugte Fellpflegepartner sind. c) Objektspiel ist eine Spielform, die erst bei Erwachsenen (ab ca. dem vierten Lebensjahr) zu beobachten ist. d) Besonders in den ersten Wochen spielt die Stute sehr viel mit dem fohlen, bis diese ab ca. der 6 Lebenswoche vermehrt Kontakt zu anderen Jungtieren aufnimmt. b)
- Welche der folgenden Aussagen sind richtig? 2x a) Präsentieren ist in Gruppen mit vielen Stuten oft ausgeprägter als in Gruppen mit wenigen Stuten. b) Sehr junge Stuten werden in der Rosse oft vom Haremshengst ignoriert, da sie noch kein Präsentierverhalten zeigen. c) Das Paarungsvorspiel ist unter Freilandbedienungen stets sehr lang und ausgeprägt. d) Die Vertrautheit zwischen Stuten und Hengst ist unter Freilandbedienugnen normalerweise Voraussetzung für eine erfolgreiche Paarung. a) d)
- Welche der folgenden Aussagen sind falsch? 3x a) Beim Prägungstraining nach Miller werden neugeborene Fohlen auf bestimmte Reize desensibilisiert, in dem sie diesen Reizen nach einem festem Schema ausgesetzt werden (150mal jeden Huf abklopfen, 200mal Finger ins Ohr...). b) Das Lecken des Fohlens nach der Geburt durch die Mutter dient vorallem der Befreiung des Fohlens aus den Eihäuten, aus denen es sich nicht selbst befreien kann. c) Beim Imprinttraining nach Miller handelt es sich um eine Form der systematischen Habituation. Die Fohlen lernen dabei in kurzer Zeit, dass ihnen von den angewendeten Reizen keine Gefahr droht. Sie gewöhnen sich daran. d) Das Lecken und Beschnuppern des neugeborenen Fohlens durch die Mutter spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau der engen Mutter-Fohlen-Beziehung. a) b) c)
- Welche der folgenden Aussagen trifft zu? 1x a) Fohlen werden mit geschlossen Ohren und Augen geboren. Innerhalb der ersten Lebensstunden öffnen sich aber zunächst die Augen und kurz darauf die Ohren, so dass gerichtete visuelle und akustische Orientierung möglich ist. b) Unmittelbar nach der Geburt steigt die Körpertemperatur des Fohlens auf etwa 38°C an. Nach einer Stunde sinkt sie aber auf den Normalwert von etwa 36,5° bis 37,5°C. c) Die ersten Atembewegungen des Neugeborenen sind zuerst sehr unregelmäßig und erfolgen mit hoher Frequenz. Schon bald werden die aber tiefer und rhytmischer. d) Fohlen nehmen zunächst nur wenig feste Nahrung auf und fressen dabei stark selektiv. Erst durch Beobachtung der Mutter lernen sie die verschiedenen Futterpflanzen kennen. c)
- Welche der folgenden Aussagen trifft zu? 1x a) In den ersten Dritteln der Trächtigkeit erfolgt vor allem ein Größenwachstum der Frucht. Die Ausdifferenzierung der Organe findet besonders im letzem Trächtigkeitsdrittel statt. b) Vor allem in den ersten frei Monaten der Trächtigkeit sind Aborte häufig. c) Zwillingsträchtigkeit bei Pferden sind sehr problematisch und führen daher immer zum Abort mindestens einer Frucht. d) Bei einer Frühgeburt wird ein unterentwickeltes Fohlen geboren, das unter guten Umständen lebensfähig ist. d)
- Welche der folgenden Aussagen treffen zu? 2x a) In den ersten Lebensstunden sind Lautäußerungen des Fohlens normalerweise sehr häufig, wodurch die akustische Prägung der Mutter auf das Fohlen erleichtert wird. b) Bei Fohlen ist die Gefahr der Aufnahme ungeeigneter Futterstoffe vermutlich größer als bei Erwachsenen, da sie weniger selektiv fressen. c) Neugeborene geben i.a. nur relativ selten Laute von sich, obwohl sie dazu fähig sind. d) Unterlegenheitskauen ist eine überwiegend auf junge Saugfohlen beschränkte Verhaltensweise, von älteren Tieren wird sie kaum gezeigt. b) c)
- Welche der folgenden Aussagen ist richtig? 1x a) Ein Fohlen das Unterlegenheitskauen zeigt hat Narrenfreiheit bei den erwachsenen Pferden, da diese Geste stark aggressionshemmend wirkt. b) Die meisten Stuten werden nicht vor dem zweiten Lebensjahr trächtig, da sie in der ersten Rosse, der sog. Fohlenrosse im Alter von etwa 14-17 Monaten normalerweise vom Haremshengst ignoriert werden. c) Der größte Vorteil beim Sprung aus der Hand besteht in der starken Verminderung der Verletzungsgefahr des Hengstes, die sonst durch das Abschlagen einer nicht paarungsbereiten Stute besteht. d) Obwohl Aufreiten schon im Spiel häufiger von Hengstfohlen als von Stuten gezeigt wird, ist es bei erwachsenen Pferden nicht völlig auf Hengste (und gegebenfalls Wallache) beschränkt. d)
- Welche der folgenden Aussagen trifft zu? 1x a) Bei verwilderten Pferden grasen nicht selten mehrere Familiengruppen ohne größere Aggression nebeneinander. b) Wenn verschiedenen Haremsgruppen in enger Nachbarschaft weiden, sind spielerische Interaktionen zwischen den Haremenshengsten recht häufig. c) Haremshengste lassen ihre Stuten nie unbeaufsichtigt und entfernen sich daher nicht weiter als etwa 500 m von ihren Stuten. d) Hengste erkennen das Geschlecht eines anderen Pferdes vermutlich schon vin weitem. Daher nähern sich zwei Rivalen öfter über eine große Entfernung, um miteinander zu kämpfen. a)
- Welche der folgenden Aussagen treffen nicht zu? 2x a) Viele Jungstuten wandern im Alter von etwa 1-3 Jahren aus ihrer Geburtsgruppe ab und schließen sich dann meist fremden Hengsten an. b) Erwachsene Stuten wechseln die Gruppe nur, wenn sie von einem fremden Hengst entführt werden. c) Treiben wird von Haremshengsten gegenüber Stuten und vom ranghöchsten Hengst einer Junggesellengruppe gegenüber anderen Hengsten eingesetzt. Es dient u.a. der Stärkung des Gruppenzusammenhalts. d) Der Kern einer Familiengruppe bidlen normalerweise eng verwandte Stuten mit ihren Fohlen. b) d)
- Welche der folgenden Aussahen ist richtig? 1x a) In Jungesellengruppen und bei überwiegend ritualisierten Auseinandersetzungen zwischen Haremshengsten ist derr Ranghöhere eines Paares klar daran zu erkennen, dass er als letzter auf einem gemeinsamen Kothaufen kotet. b) Es kommen auch Haremsgruppen mit mehreren (meist zwei) kooperierenden Hengsten vor. Dabei handelt es sich fast immer um einen erfahrenen und dominaten Althengst und einen jungen, subdominaten Hengst. c) Ausgesprochene Sitzbeißkämpfe sind vor allem von Steppenzebras bekannt. Bei Pferden kommen sie, in deutlich weniger ausgeprägter Form, aber auch vor. d) Pferde leben unter natürlichen Bedienungen stets in Gruppen von mindestens zwei Tieren. Sie ziehen höchstens wenige Tage alleine umher (nach dem Abwandern aus ihrer Geburtsgruppe. bis sie sich einer anderen Gruppe anschließen) c)
- Welche der folgenden Aussagen trifft zu? 2x a) Die Einrichtung von Fress-Ständen fördert sie soziale Integration eines Pferdes in eine Gruppe nicht. b) Bei der Fütterung in Gruppenhaltung ist die Kenntnis der Rang-und Binderverhältnisse untern den Pferden sehr hilfreich. Erfahrene Pferdepfleger platzieren möglichst ranghohe beziehungsweise rangniedrige Tiere nebeneinander, um Auseinandersetzungen zu vermeiden. c) Rangniedrige Pferde haben immer Nachteile am Futter, wenn keine weite Streuung des Futters erfolgt, geeignete Fress-Stände errichtet oder vergleichende Maßnahmen ergriffen werden. d) In vielen Fällen kommt es bei der Pferdegruppenhaltung kurz vor der gemeinsamen Fütterung zu besonders vielen Auseiandersetzungen zwischen den Tieren. a) d)